Anordnung der Vorräte und der Brut

Hochwabe

HochwabeAnordnung von Honig, Pollen, offener und gedeckelter Bienen- und Drohnenbrut sowie von Schwarmweiselzellen auf einer Hochwabe in Warmbaustellung Oben gedeckelte Honigzellen (Honigkappe), anschließend offene Honigzellen (Honigkranz). Die Honigvorräte werden stets fern vom Flugloch aufgespeichert. Unter den Honigzellen sind die Pollenreserven (Pollenkranz) untergebracht. An die Honig- und Pollenvorräte schließt das Brutnest an, so dass die Brutpflegebienen die zur Ernährung der Maden nötigen Nährstoffe, und zwar Pollen (Eiweiß und Fett) und Honig (Zucker) unmittelbar zur Hand haben. Die im Zentrum der Wabe vorhandene gedeckelte Brut weist darauf hin, dass dort die Königin mit der Eilage begonnen hatte. In den unteren Wabenbezirken finden wir die Drohnenbrut und an der Peripherie die Weiselzellen (Abweichungen davon sind fallweise zu beobachten; dann und wann aus ganz besonderen Ursachen, wie schlecht gebaute Waben, Nachschaffungszellen u.a.). 

Breitwabe

BreitwabeAnordnung von Honig, Pollen und Brut auf einer Breitwabe in Kaltbaustellung. Die Aufspeicherung des Honigs, hauptsächlich im hinteren oberen Teil der Wabe lässt auch hier erkennen, dass die Bienen das Bestreben haben, den Honig sowohl fern vom Flugloch (siehe Hochwabe!) als auch vornehmlich über der Brut unterzubringen.

 

Schnitt durch zwei Waben

Schnitt durch WabeSie laufen parallel zueinander, so dass eine Wabengasse entsteht. Im Bereiche der Honigkappe ist die Gasse oftmals so eng (4 bis 6 mm), dass sie nur einseitig von Bienen besetzt und passiert werden kann.
In den Brutbezirken ist sie hingegen so weit (8 bis 10 mm), dass die Wabenflächen beiderseitig von Bienen besetzt werden können, so dass nicht nur die Brut von ihnen ordentlich belagert, gepflegt und erwärmt, sondern die Wabengassen auch abgeriegelt und so der Zutritt kalter Luft verhütet werden kann. Dadurch ist das Bienenvolk imstande, im Brutbereich eine Temperatur von 34 bis 35° C („Brutnesttemperatur“) aufrecht zu erhalten.

Maße für Arbeiterinnen- und Drohnenzellen

Maße für ZellenIm Verlaufe der Zeit, und zwar durch wiederholtes Bebrüten der Waben, wobei die sich verspinnenden Maden jedes Mal die Zellwände mit einer Gespinsttapete überziehen, werden die Zellen enger und seichter (daher regelmäßige Bauerneuerung!). Die Größe der Zellen schwankt bei den einzelnen Bienenrassen.

 

Drei Stadien der Weiselzelle

Stadien der WeiselzelleDas Weiselnäpfchen, in das von der Königin das Ei gelegt wird; die offene Weiselzelle, in der die dauernd gefütterte Made heranwächst; und die geschlossene Weiselzelle, in der sich die Umwandlung von der Made zur fertigen Königin vollzieht, aus der sie sich dann durch Abnagen eines Deckelchens befreit, also schlüpft.

 

 

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