13.1.2012, Willkommen Österreich

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Reinhard
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13.1.2012, Willkommen Österreich

Heute war ein Bericht übers Bienensterben in den USA und Österreich im Fernsehen.

In den USA ist es die Fliege, bei uns die Milbe und behandeln sollte man "jetzt" dagegen.....

http://tvthek.orf.at/programs/1257-Heute-in-Oesterreich

Pfiati, Reinhard

 

Manfred
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Grüß Euch,

 

Furchtbare Sachen. Gottseidank weit weg.

Und die Gefahren, die hier lauern

sind einzugrenzen auf ein paar Bauern.

Wenn die Imker brav behandeln,

wird  alles sich zum Guten wandeln.

In Österreich geht es den Bienen gut.

So macht der Präse uns recht Mut.

 

http://www.youtube.com/watch?v=NXI25UbPOAY

 

lalibela
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

und was ist des für ein Streifen, der da im Bienenvolk um diese Zeit noch hängt??????

 

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albert
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

"Der Biene in Österreich geht es grundsätzlich gut..."

Wie kommt man zu dieser Erkenntnis? Etwa wenn sich zum Zeitpunkt der Maissaat die Völker nicht entwickeln? Oder wenn die Winterbrut erstmals mit Neonic-Pollen gefüttert wird. Oder wenn in Rapsbaugebieten in die Blüte gespritzt wird. Oder wenn Obstkulturen bis zu 15x im Jahr gespritzt werden. Oder wenn im Burgenland die Weinbauern seit 8 Jahren keine Pestizide mehr eingesetzt haben, jetzt aber dazu gezwungen werden, weil auf einer Fläche von unzähligen Hektar angeblich 3,5 Exemplare eines neuen Schädlings gefunden wurde, von dem man nicht einmal genau weiß, ob er überhaupt gefährlich ist. Oder wenn von Großimkern der Ertragsausfall von hunderten Völkern zu beklagen ist. Oder wenn selbst die Österreichische Imkerelite Bienenverluste in nicht mehr vernachlässigbarer Zahl zu verzeichnen ist.

So gesehen geht's der Biene in Österreich grundsätzlich gut?!?

LG Albert

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guenther
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

 

 

Ähhm, ja was ich drüben im anderen Faden (Mandl) auch schon schrieb:

 

Also ich entnehme aus Watschkas Aussage folgenden Grundtenor:

 

 

Ja wir haben heuer zwar etwas stärkere Ausfälle aber es ist im Großen und Ganzen nicht so schlimm.

 

Diesen Eindruck macht dies sicher auch auf den Laien.

guenther
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

 

 

Spätestens jetzt muss man erkennen WER uns vertritt.Brüllend

Beschämend jedenfalls das sich WIlhelm wirklich für diese Aktion einspannen ließ.

Wie es mir bereits beim Treffen beim Stefan angekündigt wurde.

 

 

Barbara Köck
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Hallo wir waren auch beim Treffen in Schwechat und habe auch den Bericht bei Willkommen Österreich gesehen ich habe Gefühl einige Herrn ist vieles noch nicht Bewusst man sollte nicht versuchen alles schön zu reden aber das Frühjahr wird es uns zeigen und man wird sich fragen wo sind unsere Bienen und wir Imker haben vielleicht wieder vieles Falsch gemacht. 

lalibela
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Lieber günther,

Für was hat sich Wilhelm einspannen lassen? Möcht wohl eher wissen, was der Streifen da um diese Zeit in dem Volk zu suchen hat. Diese Antwort kann uns nur Wilhelm und sein Vize, der den "Lehrbienenstand" betreut geben.

Wie man sieht, durch Zufall kann dann doch sehr Interessantes zum Vorschein kommen, schaut euch den Bericht nochmal genau an, schauts auf das 2.u. 3. Rähmchen von links bei der geöffneten Beute und als Belohnung gibts dann das selbe in Großaufnahme.

Viel Spass dabei, kann die Imker ja gar nimma ernst nehmen.

dietmar

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Reinhard
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Schaut mir nach Knabbastreifen aus....

Zusammen mit der Bienenwohldusche eher eine Bienenhof Salzburg Werbung.....

http://www.bienenwohl.com/knabbastreifen.php

Was hat das (um diese Zeit!) im Stock der Imkerschule zu suchen?

Hat wer eine bessere Erklärung? Hoffentlich!

Pfiati, Reinhard

 

albert
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Reinhard schrieb:
Hat wer eine bessere Erklärung? Hoffentlich!

Glaub' mir, die willst du nicht hören!

LG Albert

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guenther
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

 

 

Das kann alles mögliche sein.

Angefangen von irgendeinem "Behandlungsstreifen" bis zum vergessenen Zusetzkäfig.

 

Reinhard
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

albert schrieb:

Glaub' mir, die willst du nicht hören!

Doch, doch, Albert - aussa damit!

Pfiati, Reinhard

 

wotruk1
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

HALLO REINHARD ES IST DIE GIER DAS DER MENSCH HAT VOR 40JAHREN GAB ES PRO VOLK ZEHN KILO HEUTE DER GROSSE WANDERIMKER 120KILO: DIE NATUR IST EINFACH SCHON ZUVIEL AUSGEREITZT; UND DIE WIEDERSTANDSKRAFT LÄST SON LANGE NACH      STIRBT BIE BIENE SIND WIR IMKER DIE NÄCHSTEN

lalibela
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Schauts euch den Film an und vergleicht das Hackerl auf folgender Beschreibung: es gilt die Unschuldsvermutung eh klar.

http://website.lineone.net/~dave.cushman/gabon.html

lg

dietmar

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alfred
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Es findet sich doch sicher Einer, der mit einem Telefon umgehen kann. Den Wilhelm oder direkt den Alois anrufen und fragen gibt die einzige wahre Antwort.

Wie schon in einem anderen Fred von mir kritisiert, sind schon wieder Spekulationen und Vermutungen am Entstehen.

Dietmar, den Link zum "Gabon" zu setzen und dann dazuschreiben " es gilt die Unschuldsvermutung"  ist schon mehr als fies.

Kannst du auch nicht telefonieren und gradheraus fragen?

Gibts niemanden mehr mit Eiern in der Hose, der die(den) Einzigen der Auskunft geben kann DIREKT fragt?

 

Alfred

albert
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

alfred schrieb:
Es findet sich doch sicher Einer, der mit einem Telefon umgehen kann. Den Wilhelm oder direkt den Alois anrufen und fragen gibt die einzige wahre Antwort.

Ich bin mir auch ganz sicher, dass beide sofort und richtig drauf antworten werden. Macht ja Spaß sich bei einer illegalen Aktion erwischen zu lassen. Ausreden fielen mir unzählige ein und wir stünden nach dem Telefonat genau dort, wo wir jetzt auch stehen.

Und noch eines: Wenn ich als Funktionär in der Öffentlichkeit stehe, muss ich noch viel eher damit rechnen, dass mir auf den Mund und die Hände geschaut wird. Da darf mir so ein Fehler nicht passieren. Wenn ich in einer Landesimkerschule etwas vortrage und lehre, dann muss ich es selbst natürlich auch machen!

LG Albert

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lalibela
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Lieber Alfred

Ich will mich eigentlich weder mit dem Präsi noch dem Vize darüber unterhalten, warum auf einem Lehrbienenstand, der Jungimker ausbildet, im Jänner irgendwelche Streifen in einem Volk drinnen sind.

Wir wissen alle, dass Apistan 3 Wochen drinnen sein darf und nit länger, das gilt auch für andere Streifen, die erlaubt sind.

Wenn man aber den Worten des Präsi lauscht, dann brauchen wir überhaupt keine Streifen, in welcher Form immer.  Wie kommen dann die Streifen hinein?  Wars der Pumuckl vielleicht?

 

dietmar

 

 

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Bienensepp
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Hallo,

das ging aber sprichwörtlich ins Auge, denn Knabba Streifen is des sicher keiner

meint der Bienensepp

Betreue die "Grauen" & Bee-happy

Konrad
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

alfred schrieb:

Es findet sich doch sicher Einer, der mit einem Telefon umgehen kann. Den Wilhelm oder direkt den Alois anrufen und fragen gibt die einzige wahre Antwort.

Wie schon in einem anderen Fred von mir kritisiert, sind schon wieder Spekulationen und Vermutungen am Entstehen.

Dietmar, den Link zum "Gabon" zu setzen und dann dazuschreiben " es gilt die Unschuldsvermutung"  ist schon mehr als fies.

Kannst du auch nicht telefonieren und gradheraus fragen?

Gibts niemanden mehr mit Eiern in der Hose, der die(den) Einzigen der Auskunft geben kann DIREKT fragt?

 

Alfred

wenn es nur ein Telefon und die E... in der Hose benötigt, dann könntest natürlich anstatt ein Post mit diesem Inhalt zu schreiben auch anrufen und nachfragen

selbst ist der Mann

lg
Konrad

alfred
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Konrad,

man sagt ja, wer lesen kann hat Vorteile.

Das reicht aber noch nicht, man sollte das Gelesene auch verstehen.

Das Anrufen habe ich all denen empfohlen, welche vermuten, spekulieren und verdächtigen anstatt den geraden einfachen Weg des Anrufes zu nehmen.

So war mein Post gemeint und dies haben etliche auch so verstande, wie einige Anrufe bei mir gezeigt haben.

Ich habe mich an den wilden, bis jetzt unbewiesenen Vermutungen vorher nicht beteiligt und werde es auch jetzt nicht machen, warum soll ICH dann telefonieren.

Ich habe mit meinem Post nichts anderes als Gradlinigkeit eingefordert, bzw. deren Mangel aufgezeigt.

"selbst ist der Mann" ist genau das was leider sehr vielen fehlt. Soweit hast du recht.

 

Alfred

 

guenther
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

 

 

Wenn man es jetzt genau nehmen möchte wäre hier sogar der eine oder andere Moderator OFF-TOPIC.

 

Der Kupferdraht in der Beute kann alles Mögliche sein.

Auch ein vergessener Zusetzkäfig.

Aber meiner Auffassung nach ist das nicht das Thema des Fadens, sondern das eigentliche Thema der Sendung.

Ich habe da vielmehr ein Problem mit der von Watschka in der Sendung getätigten Aussage:

 

"Der Biene in Österreich geht es grundsätzlich gut..."

 

Albert hat es eh´ schon eindrucksvoll beschrieben, Maisbeize, Pestizide,verseuchter Boden,usw.....

 

Daher meine Frage:

 

WAS muss denn noch alles passieren das Herr Watschka seine Ansicht das es der Biene in Österreich grundsätzlich gutgeht revidiert?

 

 

Manfred
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Grüß Dich, Guenther

 

Wie soll er als gelernter Apparatschik anders agieren ?

"Der Biene in Österreich, würde ich sagen, geht es grundsätzlich gut ....."

Das ist schlicht seine Aufgabe, die Wogen zu glätten.

Mein Interesse an Bodenkultur, gesunder Ernährung, Imkerei

seh' ich für mich da schlecht vertreten.

 

Herzliche Grüße Manfred

Reinhard
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Ohne jetzt eine riesige Lanze für ihn brechen zu wollen - aber wie soll er an Hand statistischer Zahlen, die ihm zur Verfügung stehen, anders agieren?

Wer meldet denn schon seine Total- oder sonstigen Verluste ganz brav? Und auf nur Gehörtes und Verbreitetes kann er keine offizielle Meinung aufbauen.

Also liegt es m.E. zum Großteil an den Imkern selber, wenn solche Aussagen zurückkommen.

Dass die Situation der Biene in Österreich durch die Landwirtschaft mit all ihren Auswirkungen künftig nicht sofort rosiger wird, ist klar. Aber der Status quo an Hand offizieller Meldungen spiegelt die Aussage von Watschka wider.

Pfiati, Reinhard

 

guenther
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

 

 

 

"Also liegt es m.E. zum Großteil an den Imkern selber, wenn solche Aussagen zurückkommen."

 

 

Diese Aussage hat zum Teil sicher ihre Berechtigung.

Denn ich verstehe es nicht, warum garnicht sowenige jedes Jahr stolz behaupten bei ihnen "sei alles in Ordnung"

Und hinterum, unter 4-6 Augen kommt die verzweifelte Frage "geh hast du einen Schwarm für mich?"

Es haben die wenigsten offenbar den Mut die Wahrheit zu sagen.

Genieren sie sich etwa?

 

Wir haben heuer zum ersten Mal seit 5 Jahren dramatische Ausfälle zu verzeichnen und ich habe es grob geschätzt vor 150-200 Imkern gesagt.

Wo liegt das Problem?

 

Konrad
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Reinhard schrieb:

Ohne jetzt eine riesige Lanze für ihn brechen zu wollen - aber wie soll er an Hand statistischer Zahlen, die ihm zur Verfügung stehen, anders agieren?

Wer meldet denn schon seine Total- oder sonstigen Verluste ganz brav? Und auf nur Gehörtes und Verbreitetes kann er keine offizielle Meinung aufbauen.

Also liegt es m.E. zum Großteil an den Imkern selber, wenn solche Aussagen zurückkommen.

Dass die Situation der Biene in Österreich durch die Landwirtschaft mit all ihren Auswirkungen künftig nicht sofort rosiger wird, ist klar. Aber der Status quo an Hand offizieller Meldungen spiegelt die Aussage von Watschka wider.

Das seh ich nicht ganz. Herr Watschka kennt die Situation vermutlich genauso gut oder vielleicht sogar noch besser als die Masse der Imker. Wenn es bekannt ist, dass die Imker mit negativen Informationen sehr scheu umgehen, dann gäbe es ja auch die Möglichkeit dies in einem Statement auch zu berücksichtigen. Mann muss da nicht eine rein statistische Realität annehmen sondern die echte Realität.

Er kann doch ganz klar sagen was die Statistik hergibt und dass dies nicht die ganze Wahrheit ist und in diesem Zuge auch die Imker auffordern nicht hinterm Berg zu halten.

Noch dazu ist es natürlich eine Frage ab wann ist etwas gut?
Wenn mehr als 80% der Völker überleben?
Wenn mehr als 90% der Völker überleben?
Wenn mehr als 97% der Völker überleben?
Wenn man so eine pauschale Aussage tätigt, dann wäre es ganz gut wenn eine für Imker passender Grenzwert das auch ausdrückt.

Prinzipiell muss man allerdings schon sagen, dass nichts gut ist so lange wir Menschen unsere Lebensgrundlage bewusst selsbt vergiften und zerstören. Somit hätte das Statement durchaus auf die reale Situation hinweisen können (wenn man wollte).

lg
Konrad

lalibela
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Da habt ihr alle Recht, ohne Zahlen hast nix in der Hand. Wir Imker müssen einfach unsere Ausfälle melden, erst wenn sie überhand nehemn wird der Staat gezwungen was zu tun, dann kommen sie in Zugzwang. Wenns so läuft wie bisher, dann gibts ja wirklich nix zu tun.

Hab von Tirol auch gehört, dass es viele Ausfälle bereits gibt, und dort gibts nit so viel Maisanbau, des bißl halt für den Silo, aber die meisten Bauern sind eh im Silosperrgebiet.(Heumilch)

Vielleicht müssen wir da einfach in unseren Köpfen ein bißl umdenken, betrifft mi selber auch, nehm mich da nit aus.

Grailsheim von Graz hat da immer was ausgesandt, wenn ich mich erinnere, werden diese Daten dann weitergeleitet oder muss die Meldung an die AGES gehn, wer kennt sich aus?

lg

dietmar

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guenther
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

 

 

Also ich warte mal das Frühjahr ab, weil noch sind wir nicht ganz ausgefallen.

Und ich werde sicher unsere Verluste melden.

Aber nicht ohne mich vorher ergiebig zu erkundigen wo es verlässlich Sinn macht es zu melden.

Damit es nicht im Sand verläuft.

Schwarmfänger
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

AGES  Projekt "Winterverlust"

Angeblich kostenlose Bienenuntersuchung bei Verlust von Völkern.

http://www.ages.at/ages/landwirtschaftliche-sachgebiete/bienen/winterverluste-20112012

Bienenprobe + 5 Seiten Formular einsenden.

LG Günter

Reinhard
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

lalibela schrieb:

Grailsheim von Graz hat da immer was ausgesandt, wenn ich mich erinnere, werden diese Daten dann weitergeleitet oder muss die Meldung an die AGES gehn, wer kennt sich aus?

Danke für die Erinnerung, Dietmar, ich hab den Mag. Brodschneider von der Uni Graz gerade jetzt deswegen angeschrieben. Ich berichte euch über die Antwort.

Pfiati, Reinhard

 

imkerlicher
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Die Untersuchung der Uni Graz

Die Untersuchung der Uni Graz über die Winterverluste wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Start Mite Februar. Ich werde über dieses Forum und die Aprilausgabe des Bienenaktuell darüber informieren.

Ich möchte hier noch kurz feststellen, dass die Meldung an uns KEINE Meldung an ein Amt oder ähnliches ersetzt. Wir leiten die Daten auch nicht weiter (was aufgrund der Anonymität auch gar nicht möglich wäre) sondern verwerten Sie nur zur wissenschaftlichen Dokumentation. Eine etwaige Meldung von Verlusten über 30% muss jeder Betrieb selbst entscheiden.

 

lg

robert

imkerlicher
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Die Untersuchung der Universität Graz (Brodschneider, Moosbeckhofer, Crailsheim) zu den Winterverlusten wird es auch in diesem Jahr geben (Start 11. Februar). Wir werden sie auch hier im Forum und in der Aprilausgabe des Bienenaktuell bewerben.

Ich möchte hier anmerken, dass unsere Untersuchung nur der wissenschaftlichen Erhebung gilt. Die Daten werden nicht an irgendeine Behörde weitergeleitet (was durch die Möglichkeit einer anonymen Teilnahme auch nicht möglich wäre). Eine etwaige Meldung nach Bienenseuchengesetz (siehe unten, Punkt 3) muss jeder Imker, jede Imkerin selbst entscheiden.

§ 3. (1) Anzuzeigen ist:

1.

jede der folgenden Krankheiten:

a)

Bösartige Faulbrut (Amerikanische Faulbrut),

b)

Befall mit dem Kleinen Bienenstockkäfer (Aethina tumida),

c)

Befall mit der Tropilaelapsmilbe (Tropilaelaps spp.),

d)

Varroose bei seuchenhaftem Auftreten;

2.

jeder Verdacht auf derartige Krankheiten;

3.

jedes drohende oder erfolgte Absterben von mindestens 30 vH der Völker eines Bienenstandes.

 

Reinhard
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Sehr gut!

 Wie hoch war eigentlich letztes Jahr die Rücklaufquote der Bögen? Wie viele Meldungen sind gekommen?

Pfiati, Reinhard

 

Reinhard
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Ich habe die Egebnisse erhalten, sie sind im pdf-Format und sehr umfangreich!

Hier nur der Kernsatz:

Ergebnis Umfrage Völkerverluste
Insgesamt haben wir 520 Antworten betreffend 12550 eingewinterte Bienenvölker erhalten. Die Teilnehmer teilen sich wie folgt auf die Bundesländer auf: NÖ 161, ST 103, T 76, V 55, OÖ 46, K 42, W 14, S 13, B 10. Ein Dank sei hiermit auch allen Funktionären gesagt, die ganze Vereine zur Teilnahme motivieren konnten. Die Österreichweiten Verluste betragen 16,6% für den Winter 2010/2011, die Verluste im Sommer (Zeitraum April 2010 bis Oktober 2010) betragen 2,3%. Unsere Erhebung zeigt allerdings auch, dass es starke regionale Unterschiede in der Höhe der Verluste gibt: So starben in Tirol im Winter 24,7% der Völker ab, in der Steiermark waren es nur 13,7%.  Darüber hinaus erlauben uns Ihre Angaben weitere Detail-Auswertungen, die wir in der Zeitschrift BienenAktuell vorstellen werden.

 

Hier die Verteilung der teilnehmenden Imker über Österreich:

https://mail.google.com/mail/?ui=2&ik=88d8b0346c&view=att&th=134fafff766...

Pfiati, Reinhard

 

Paul
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

guenther schrieb:
"Also liegt es m.E. zum Großteil an den Imkern selber, wenn solche Aussagen zurückkommen."

Diese Aussage hat zum Teil sicher ihre Berechtigung.

Denn ich verstehe es nicht, warum garnicht sowenige jedes Jahr stolz behaupten bei ihnen "sei alles in Ordnung"

Und hinterum, unter 4-6 Augen kommt die verzweifelte Frage "geh hast du einen Schwarm für mich?"

Es haben die wenigsten offenbar den Mut die Wahrheit zu sagen.

Genieren sie sich etwa?

Wir haben heuer zum ersten Mal seit 5 Jahren dramatische Ausfälle zu verzeichnen und ich habe es grob geschätzt vor 150-200 Imkern gesagt.

Wo liegt das Problem?

Am männlichen Stolz.

 Wer gibt schon gerne zu 1. die Situation nicht im Griff zu haben.

Und 2. eventuell gegenüber unseren Kunden einen Honig zu haben der von

gestreßten mit oder aus

ökonomischen Vergewaligungsmitteln verseuchten Gebieden stammt.

 

L G PaulZwinkernd

 

Toni1961
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Prozentsätze sagen meiner Meinung nach nichts aus.Wenn bei 2 Bienenvölker zwei sterben sind das 100 Prozent. Wenn bei 20 Völker 2 sterben sind das 10 %.

Somit ist eine möglichst große Teilnahme anzustreben um einen tatsächlichen Wert zu erhalten, der auch vielleicht etwas in Prozenten aussagt.

imkerlicher
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Re: 13.1.2012, Willkommen Österreich

Wenn bei 2 Bienenvölker zwei sterben sind das 100 Prozent. Wenn bei 20 Völker 2 sterben sind das 10 %.

 

Zu deinem Beispiel: d.h. dass 4 von 22 Völkern (=18%) gestorben sind. Manche würden den Mittelwert nehmen, der liegt dann bei 55% ist in diesem Fall aber nicht korrekt.

Klar, je mehr Stichproben desto besser. Im Vorjahr haben übrigens letztendlich 565 Betriebe mit über 13.000 Völkern teilgenommen. Mehr im April Bienenaktuell!

lg

robert