Blütenpollen

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albert
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Blütenpollen

Hallo,

Muss man Blütenpollen wirklich im Joghurt quellen lassen, damit es der Körper besser verarbeiten kann? oder ist die Magensäure fähig, die Zellulosehäutchen um die Pollenkörnchen zu knacken?

LG Albert

http://ibas.at

beivogl
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Abend Da ich Anfang November

Abend

Da ich Anfang November beim Salzburger-Imkerfachtag war durfte ich auch einen tollen Vortrag von Bernd Dany hören der sich seit 1953 mit Blütenpollen befast.
Er (der Pollenpast) ist der Meinung das Pollen bzw. die Inhaltsstoffe vom Körper aufgenommen werden kann bzw. wird und die „Verpackung“ wieder rauskommt.
In der Literatur und bei Kursen wird meist etwas anderes gelehrt, wahrscheinlich hat Herr Dany schon mal genauer nachgesehen sonst könnte er es ja nicht behaupten.
Interessanter weise verlor er kein einziges Wort über sein „Bienenwohl“ so etwas nenne ich einen Profi!!!

beivogl

grau---sanft---ruhig

Mindelsee
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Hallo, das Schlagwort ist

Hallo,

das Schlagwort ist hier Milchsäure. Diese ist im Joghurt enthalten und soll zum Aufschluß des Pollens beitragen.

Ob die Säuren im Honig (Pollenhonig) nicht auch reichen und ob die Magensäure nicht das gleiche, wenn auch vielleicht der kurzen Verweildauer wegen weniger effizient, macht wage ich fast zu bezweifeln.

Wer weiss mehr?

Gruß vom regnerischen Mindelsee

Michael

Manfred
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Perga

Meiner Meinung ist Perga was Verdauung, Geschmack, Haltbarkeit betrifft getrocknetem Pollen weit überlegen.

Im Wahlversuch bevorzugen die Bienen ersteres ganz klar.

Frisch geernteter Pollen wird von mir einfach in einen Hobbock eingestampft und für mindestens 3 Tage bei ca. 30°C warm gestellt. Nach weiternen 3 Wochen Standzeit bei Zimmertemperatur ist die Fermentation abgeschlossen und das Produkt reif zum Verzehr für Mensch und Tier.

Herzliche Grüße Manfred

Reinhard
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Re: Perga

Aha, interessant! Und wie schmeckt das dann im Vergleich zu frischem Pollen?

Pfiati, Reinhard

 

Manfred
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Perga

Wie der jeweilige Frischpollen mit einem für mich angenehmen Säureton.

 

Als Ausgangspunkt zum Weiterlesen:

http://www.ibra.org.uk/articles/20090701_9

 

Herzliche Grüße Manfred

Mindelsee
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Re: Perga

Hallo Manfred,

 

das ist ja interessant!

Ich kenne Perga bisher nur als Begriff für das geerntete Bienenbrot. Also den von den Bienen konservierten Pollen (mit Nektar und Propolis sowie Enzymen und Bakterien und Hefen), geerntet zum Beispiel mit Stanzen.

Dein "Kunstperga" klingt interessant. Wie lagerst Du das Produkt nach der Fermentation?

Gruß vom verschneiten Mindelsee

 

Michael

Bienensepp
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Re: Perga

Hallo,

ich kann mir gut vorstellen, daß das oben gen. Produkt den üblichen Pollenkügelchen an Wertigkeit überlegen ist.

Naturperga, von den Bienen aufbereitet ist mit Sicherheit noch hochwertiger, die Ernte ist aber sehr langwierig.

Da brauchst eine Eselsgeduld. Wir vermarkten Pollen seit einigen Jahren nur noch in Form von Bienenbrot

Bienensepp

Manfred
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Perga

Grüß Euch,

 

@ Mindelsee: Lagerung im Hobbock.

 

@Bienensepp: Die russische Methode - unbebrütete Waben untersetzen - Absperrgitter drauf - die gefüllten Waben dann tieffrieren, brechen und das spröde Wachs ausblasen funktioniert gut.

 

Herzliche Grüße Manfred

Bienensepp
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Re: Perga

Hi Manfred,

Waben untersetzen ja - aber kein KAG (Königinnen-Absperrgitter) - wozu? Stört doch immer

l:G. Sepp

 

Bitte nicht zu viele Abkürzungen verwenden. Verwirrt Anfänger nur.

Vielen Dank

Albert

Manfred
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Rähmchenmaß: Flachzarge
Perga

Ich besitze genau 1 Rundstababsperrgitter, komme also kaum in die Lage, seinen Einsatz zu übertreiben. Ist auch meiner Meinung ein entbehrliches Betriebsmittel.

Herzliche Grüße Manfred

Edelhofbauer
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Re: Blütenpollen

Test