Ich muss gestehen, dass ich über Dr. Wallners Schlussfolgerung bei seinem Vortrag bei der Erwerbsimkertagung erschüttert war. Sinngemäß hat er gesagt, dass man nicht allen Imkern die herkömmlichen Behandlungsmethoden ruhigen Gewissens anvertrauen kann. Viele kämen mit der Ameisensäure nicht zu recht. Er meinte weiters, dass man sich in Österreich überlegen müsse, ob nicht (in Deutschland zulässige) Mittel auf Pyrethroid-Basis wieder erlaubt werden sollten. Natürlich schränkte er ein, dass auch diese Mittel nicht unproblematisch sind, weil der Imker sich mitunter nicht an die Gebrauchsanleitung hält.
Das heißt, man muss Imkern, die mit der Chemischen Keule nicht zurande kommen, einen besser informierten Imker zur Seite stellen. Ginge das nicht auch, dass ich einem Imker, der mit der Ameisensäure nicht klar kommt, unter die Arme greife? Wir feiern heuer das 30-jährige Varroa-Jubiläum und haben noch immer nicht begriffen, wie man ohne Chemieeinsatz mit der Milbe fertig wird? Ich glaub' das einfach nicht. Wer hat da wirklich seine Hände im Spiel?
Eine weitere Einschränkung Wallners war, dass in absehbarer Zeit wahrscheinlich wieder Resistenzen auftreten, wenn wir nicht gemeinsam auf mehrere Mittel, unterschiedlicher chemischer Bauart vertrauen. Wir sollten jährlich das Mittel wechseln, um nicht resistente Milben zu bekommen. Wohin bewegen wir uns da?

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