Fachtagung fuer Imker in Kaernten

Vorweg:

Grosse GRATULATION an DI Brunner von der LK - ein besseres Thema hätte er wohl nicht finden können.

Grosse GRATULATION an Präsident Wutscher für die klaren Worte an die Adresse des LV – ob sie dort auch verstanden worden sind wage ich zu bezweifeln.

Der Vortrag:

Herrn Jakob Künzle aus der Schweiz ist es gelungen, die in der 

Schweiz praktizierte und funktionierende Haltung mehrerer Bienengattungen nebeneinander anschaulich darzustellen. 

Wenn man dieses Modell auf unseren Lebensraum umlegen würde, könnte das derzeit nicht administrierbare Kärntner Bienewirtschaftsgesetz mit einigen wenigen Änderungen gut funktionieren. Danke Herrn Künzle !!!

Die notwendigen Änderungen:

Einrichtung von Belegstellen je Bienengattung (Rasse) um dort durch die besten Züchter Königinnen von hoher Qualität zu züchten, die dann den Imkern kostenlos (um die Verbreitung zu fördern), oder zu moderaten Preisen abgegeben werden. Das ist in der Schweiz ohne wesentlich Förderung möglich – warum sollte es hier nicht möglich sein. Dadurch wird die Qualität der Bienen landesweit wesentlich gehoben, denn nur die BESTE BIENE wird sich durchsetzen.

Außerhalb der Belegstellen steht es jedem Imker frei welche Biene er auf seinem Stand fliegen lässt. - ganz wichtig - dadurch wird jede Kriminalisierung in Hinblick auf Bienengattung der Imker verhindert.

 

Verpflictende Meldung der Bienenstände und regelmäßige Gesundheitskontrollen durch den Veterinär der Landesregierung – nicht durch Vertreter der Vereine.

Diverse regionale Anpassungen, jedoch mit Augenmerk auf die Administrierbarkeit, denn Regelungen die dann nicht beachtet werden (können), sind das Papier nicht wert.

Reaktionen der Teilnehmer:

Leider hat sich gezeigt, dass die etliche Teilnehmer nicht bereit sind über Lösungsvorschläge wenigstens nachzudenken. Wenn man bedenkt, dass heute sicherlich jeder zweite Hobby-Imker auf seinem Stand nicht nur Carnica-Bienen hat (die er vielleicht gar nicht als solche erkennt) und er dadurch, Bienenwirtschaftsgesetz schau weg, eigentlich straffällig ist. So soll es doch nicht sein, denn viele Imker beenden, bedingt durch mutwillige Überregulierung, ihre imkerliche Tätigkeiten! 

Die Wortmeldungen aus dem Teilnehmerkreis haben leider gezeigt, dass hier wiederum die Imker sich durch teilweise wenig qualifizierte, kleinkarierte, ewiggestrige Beiträge hervorgetan haben. Positiv bemerken möchte ich, dass im Gegensatz zum Präsidenten des LV der Vertreter der Erwerbsimker, Herr Franz Offner bereit erklärt hat, konstruktiv an der Lösung des Problems mitzuarbeiten.

Meine Bitte an die Kärntner Imker:

Denken Sie über die Möglichkeiten, die dieser Vortrag aufgezeigt hat SELBST nach, lassen Sie sich nicht von Vereinsfunktionären und Ewiggestrigen beeinflussen und versuchen sie an einer vernünftigen Lösung mitzuarbeiten, die sicher zum Wohle der Bienen sowie auch der Imker (Hobby und Beruf) ist. Eine Lösung ist nur durch MITEINANDER und nicht GEGENEINANDER zu erreichen. Es gibt genügend andere Probleme die die Imkerei in Zukunft lösen muss – Dorthin sollten die Kräfte gebündelt werden.

 

 

Fachtagung fuer Imker in Kaernten

Jetzt müssen wir uns in Kärnten schon von einen Schweitzer erklären lassen wie unsere Bienenzucht funktionieren soll.
Bald wird die ganze Welt überuns lachen.

Fachtagung fuer Imker in Kaernten

Herr DI Brunner, das ist ein guter Start für eine sachliche Diskussion, um das Bienenzuchtgesetz so zu gestalten, das es für die Imker zu einer hilfreichen Rahmenbedinung wird und nicht eine moderne Imkerei behindert und kriminalisiert, wie es zur Zeit der Fall ist.
Herr Präsident Wutscher ich bedanke mich bei Ihnen für die klaren Worte. Es ist nur Schade, das sie um zwei Jahre zu spät kommen. Aber es ist besser jetzt als nie.

Meiner Meinung nach müßte man jetzt auch die Rahmenbedingungen für eine freie Meinungsäußerung schaffen, damit alle Imker ihre Meinung sagen können. Der Werdegang des jetzigen BZG war leider mit Drohungen gegenüber jenen Imkern gepflastert, die nicht die offizielle Meinung des LV kund taten. "Wenn du das noch einmal sagst, dann bekommst du eine Anzeige!" und viele ähnliche Aussagen wurden gebraucht, um Andersdenkende zum Schweigen zu bringen. "Wo kommen wir hin, wenn wir jeden fragen?" - oder mit solchen Aussagen wurden Imker abgespeist, die sich Gedanken um ein neuzeitliches BZG machten.
Deshalb würde ich vorschlagen, den gesamten Rassenparagraphen außer Kraft zu setzen, damit die Meinungen aller Imker zu den entsprechenden Organen kommen können.
Denn wir wollen ein Gesetz für eine moderne Imkerei und nicht ein Gestz, das für ewig Gestrige beschlossen wurde.

Fachtagung fuer Imker in Kaernten

Der BEOBACHTER hat einiges verschwiegen !
Die Schweizer habe 20 (!) Jahre gestritten , bis es zu einem Kompromiss gekommen ist. Und in einem Kanton darf nur die Mellifera gehalten werden - die ursprüngliche (autochtone , dunkle) Bienenrasse in der Schweiz .
Der weitaus größte Teil der Schweizer Imker hält die Carnica .
Herr Künzle ist CARNICA - Züchter - er züchtet nicht ohne Grund 1000 RZ Königinnen pro Jahr auf sicherer Belegstelle !
Er ist CARNICA - BERUFSIMKER - warum wohl , Herr Beobachter ?
Und er unterhält sowohl in der südlichen Schweiz ( Tessin , es wachsen dort Palmen ) als auch in der Zentralschweiz mit rauheren Klima Bienenstände mit Carnica Völkern - und dies auch nur , um größtmöglichsten Honigertrag zu erzielen.
In den " freien " Gebieten der Schweiz , wo jeder jegliche Bienenrasse halten darf ,
gibt es das beste Kauderwelsch an Bienen . Bienenköniginnen und Drohnen können bekanntlich fliegen , welche BASTARDE und STECHER bei diesen Standbegattungen herauskommen , kann man sich kaum vorstellen.
Aus der vorgezeigten Tabelle der in der Schweiz gehalteten Rassen ( Carnica , Mllifera , Ligustica , Buckfast wurde auch als Rasse bezeichnet )ist aus der SUMME der aufgezählten Eigenschaften ( um einige davon zu nennen - Sanftmut , Widerstandsfähigkeit geg. Krankheiten , Honigertrag , Wabsitz etc.) - die Carnica
als beste Biene hervorgegangen .
Warum hält Herr Künzle die Carnica ?
Was nützt Ihnen der beste Hybrid , Herr Beobachter , wenn in einem Jahr der Honigertrag besser ist , wenn sie im nächsten Jahr nur die Hälfte der Völker besitzen , weil diese nach einen kalten Winter und einem grausiges Frühjahr nicht überlebten ?
Wir Kärntner sind in der glücklichen Lage , nicht einer Rassenvermischung ausgesetzt zu sein und können Carnica Königinnen exportieren ! Das schreibe ich , obwohl ich kein Züchter bin und nur standbegattete Königinnen habe.

Zum Abschluß : Ich habe in den letzten Jahren auch einige slowenische Imker kennengelernt - es darf nur die Carnica gehalten werden - und diese haben in allen 3 Klimazonen - im Norden ( Krain ) Alpenklima , im Süden Mittelmeerklima und im Osten pannonisches Klima - hervorragende Honigerträge - und dies mit teilweise sehr alten Hinterbehandler - Beuten !

Herr Beobachter : Sie können in ÖSTERREICH auch andere Bienenrassen als die Carnica halten - die vielen Kärntner Imker sind mit unserer heimischen Biene aber bestens beraten.

In diesem Punkt gebe ich Ihnen recht :
Daß Herr DI Brunner von der Kärntner LWK Herrn Künzle eingeladen hat , war absolut richtig . Die vielen Teilnehmer konnten einmal über den Tellerrand hinausschauen und andere Systeme und Ihre Stärken (?) und Schwächen kennenlernen.
Der Vortrag von Herrn Künzle war ausgezeichnet , zeigte aber auch die vielen Probleme auf , mit denen sich die Schweizer herumschlagen mußten .
Ein Ersuchen an Herrn Präsident Wutscher : Es wäre an der Zeit , daß das im Landtag beschlossene Kärntner Bienenzuchtgesetz auch umgesetzt wird und eine diesbezügliche Verordnung in Kraft tritt.

Fachtagung fuer Imker in Kaernten

Herr Künzle hat gesagt." Vor 20 Jahren ist in der Schweiz so gestritten worden wie jetzt in Kärnten.
Wenn die Carnica schon so super ist wie sie schreiben warum wird dann immer wieder auf andere BR zurückgegriffen?Warum hält beinahe die gesamte Erwerbsimkerei in Deutschland Buckfastbienen(einschliesslich Bioimkereien)?
Am Rande der Fachtagung habe ich erfahren ,das bei einer im Vorjahr durchgeführten Erhebung 80% der in Kärnten gehaltenen Bienen nicht der Carnica entsprechen !

Fachtagung fuer Imker in Kaernten

Hallo Biene 40
Auf alle Bemerkungen Deinerseits hier einzugehen,würde den Rahmen sprengen
Aber Tendenzen kann man aus diesen Beitrag gut herauslesen.

Gesellschaftspolitisches Wunschdenken.....wie im ehemaligen Ostblock
Leidenschaftliches Funktionärsdenken.......schwacher imkerlicher Hintergrund
Dikussionsfähigkeit und -bereitschaft..........fast nicht vorhanden
Alles muß so bleiben.......................................wie es" vermutich" einmal war

Somit: EWIG GESTRIGE STERBEN NICHT AUS

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Hallo Landbiene
wenn man KEINE fachlichen Argumente hat , dann muß man natürlich unter der Gürtellinie zuschlagen.

Nur soviel : der ehemalige Ostblock war mir immer schon ein Greuel , ich diskutiere sehr gerne , aber sachlich und mit Respekt vor dem Anderern und bin durchaus für Fortschritt und Forschung in jedem Bereich.

Ich bin kein Funktionär des LV für Bienenzucht oder eines Vereines und in unserer Familie gibt es seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts Bienen - bei mir selbst als Imker seit meiner Kindheit und mit ca. 50 Völkern jahrzehntelang. Habe mich immer weitergebildet und kenne die Imkerliteratur von Guido Sklenar bis Bruder Adam und Dr.Friedrich Ruttner - also auch die hohe Wertigkeit einer vernünftigen Zucht.
Soviel zum schwachen imkerlichen Hintergrund .

Was die Natur in Millionen von Jahren selbst ausgelesen hat , ist kein Irrtum . Nur
das widerstandsfähigste , leistungsfähigste und im Ausgleich mit dem anderen bemühte Individuum konnte Überleben.
Wenn die Carnica oder Krainer Biene - Verbreitungsgebiet Balkan bis zu den Karpaten - hier überlebt und alle anderen Rassen verdrängt hat , ist dies eben kein Zufall. Die anderen Rassen haben - angepasst an die dort vorhandenen Lebensbedingungen - eben anderswo überlebt .
Es ist daher SINNVOLL , INNERHALB des Verbreitungsgebietes einer Rasse deren genetische Vielfalt zu nützen und zu züchten - dann gibt es auch Höchstleistungen im Ertrag ( Heterosiseffekt ) ohne Verminderung der Überlebensstrategien - auf die autochtone Carnica Biene übertragen bedeutet dies : Höchstleistung im Ertrag + hohe Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten + Beibehaltung der Sanftmut .
Höchstleistung ALLEINE darf nicht das erklärte Ziel einer Zucht sein - alle wichtigen Faktoren einer Überlebensstrategie müssen bleiben .
Das Schweizer Modell ist nicht nachahmenswert , es überwiegen die Nachteile bei weitem.
Die vielen Kärntner Imker wollen nicht unbedingt teure Königinnen kaufen oder gar abhängig von ein paar ( ausländischen ) Züchtern werden.

Wie sehen das die anderen Imker ?

In den Beiträgen von Landbiene und Co. wird meines Achtens nur versucht , über die Hintertür das Kärntner Bienenzuchtgesetz auszuhebeln.
Ich werde in Zukunft nur auf Sachbeiträdge fallweise reagieren , alles andere ist vergeudete Zeit !

Fachtagung fuer Imker in Kaernten

Ich möchte aber auch nicht von den Kärntner Carnica Züchtern abhängig sein und auch keine Reinzucht betreiben.
Ich möchte einfach nur Imkern und die anderen in Ruhe lassen und selber in Ruhe gelassen werden. Den wer ewig streitet der vergisst zu arbeiten.

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vielleicht gehören die kalten Winter mit dem grausigen Frühjahr bald der Vergangenheit an...... Was dann? (obendrein überwintern jetzt bereits die nicht reinrassigen Bienen in Kärnten, selbst in sehr hohen Lagen, bereits besser als solche mit hohem Carnicagenanteil)

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Wenn es dir auch noch nicht aufgefallen ist!!!

DIE WELT LACHT BEREITS SEIT LAENGEREM UEBER DIR KAERNTNER HOBBYIMKER!!!

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Lieber Imker (Biene40)

Du hast ja so recht - es muss noch viel laenger gestritten werden !!!

Aber man muss ja das Rad nicht nochmals erfinden und koennte sich von guten Loesungen etwas abschauen ???

Niemand hindert in der Schweiz jemanden daran Carnica zu zuechten - oder ???? ist doch gut so !!!

Bitte nochmals nachdenken - statt emotional zu streiten und das bis zum Nimmerleinstag wann imer der sein mag - es ist schade um die Energien, die besser zu nutzen sind !