Ich bin da Andi (Honigbaer) und kommes aus der Steiermark...
Ich untersuche die Futterkranzproben im Labor der Steirischen Imkerschule und wollte auch mal meinen Senf dazu abgeben...
Die Untersuchungskosten für die Futterkranzprobe bezuschusst nicht der Verband sondern die EU, es ist nur der 20% ige Selbstbehalt in der höhe von 11€ zu bezahlen...
Somit können alle Bundesländer die Proben zu uns schicken und die Selbstkosten werden mit dem Imker persönlich abgerechnet ohne dass der Verband (auch die Tiroler ;-) ) benötigt wird...
Zurzeit haben wir auch eine Untersuchungsaktion am laufen die ich hiermit bewerben möchte:
"
Achtung! Aktion aufgrund des schlechten Wetters verlängert!!!
Die steirische Imkerschule bietet allen Imkern, die bis zum 18. März ihre Futterkranzprobe abgegeben haben einenFrüheinsenderbonus von € 5.- pro Probe an (Reinigungsflugwetter nutzen). Ab fünf Proben pro Imker gewähren wir generell diesen Bonus von € 5.- pro Probe. Bitte benutzen sie nur noch das aktuelle Formular für ihr Wanderkartenansuchen!!
Vereinsrabatte (bei gesammelter Abgabe) sind nach Absprache (mit Hr. Ing. Fritsch/ Labor) auch möglich! "
Die Untersuchung ist ein tolles Frühwarnsystem (weil bei einer Vorortkontrolle- eingefallene Zelldeckel -Fadenziehende Masse, ist es ja schon zu spät und die Krankheit ja bereits ausgebrochen) während ich im Labor ja die koloniebildenden Einheiten Nachweise (oder auch nicht) und so noch Maßnahmen zur Verhinderung des Ausbruchs der Krankheit getroffen werden können...
Somit können alle Bundesländer die Proben zu uns schicken und die Selbstkosten werden mit dem Imker persönlich abgerechnet ohne dass der Verband (auch die Tiroler ;-) ) benötigt wird...
Danke Andi, das mit dem direkten Abrechnen habe ich inzwischen auch vom Herrn Boigenzahn mitgeteilt bekommen. Auch die Linzer rechnen direkt ab, ohne Landesverband. Die Aktion finde ich toll und werde sie den Tiroler Imkern weiter erzählen.
Danke nochmal und liebe Grüße. Rosi
Die Biene kann mehr als Wachs schwitzen und Honig brauen.
Deine Vorstellung ist gleichzeitig eine Einladung, an dieser tollen Aktion mitzumachen, was ich sehr begrüße.
Bitte erläutere hier auch noch folgende Fragen:
1. Wie sind die Proben korrekterweise zu entnehmen (welche Menge), zu verpacken und zu kennzeichnen?
2. Was geschieht von eurer Seite im Fall einer positiven bzw. negativen Untersuchung?
3. Wie lange dauert es, bis man das Ergenbis hat?
4. Habe ich es richtig verstanden, das ab 5 Proben bei jeder Probe 5 Euro Nachlass sind? Das heißt, bei 9 Proben kostet die gesamte Untersuchung 54 Euro?
5. Wie ist der Vereinsrabatt zu verstehen? Hängt der von der Anzahl der Vereinsmitglieder ab oder von der Anzahl der Proben?
so schnell gleich 3 Antworten.. so macht ein Forum spaß
So mal zu deinen Fragen Reinhard:
1. - mind. 50g in ein Glas oder Becher (kein Sackerl bitte- ist immer eine große Honigschmiererei :(, Name und Adresse drauf (Individuelle Beschriftung, wie Stand oder Völkernummer bei Sammelproben) und ab an die Steirische Imkerschule...
2. Bei einen negativen Ergebnis wird dem Imker das Ergebnisprotokoll (wir sind eine amtlich anerkannte Untersuchungstelle- somit als Gesundheitszeugnis gleichzusetzen) plus Zahlschein zugeschickt
Bei einem positiven Befund muß ein Sachverständiger verständigt werden, der über das weitere vorgehen bestimmt. Kann der Sachverständige Vorort keinen Ausbruch der Krankheit erkennen(zumeist wenn der Befund nur "gering" positiv war) ist es ihm möglich dem Imker trotzdem die Wandergenehmigung zu erteilen (sinnvoll sind dann natürlich trotzdem Maßnahmen wie z.B.:eine Bauerneuerung etc. durchzuführen.
3. mind.1 (wird ja 7 Tage lang bei 37° kultiviert) -2 Wochen je nach Saison (April und Mai ist am meisten Arbeit) Ansetztage sind Montag und Dienstag (manchmal auch Mittwoch, aber dann muß ich auch Samstag ins Labor weil nach 3 Tagen ist Zwischenkontrolle)
4. Ja hast du
5. beides, läuft meistens so, dass über den Verein verrechnet wird (Vorteil für uns - somit auch Rabatt für euch) und das Ergebniss bekommt natürlich jeder Imker persönlich (so bleibt das Ergebnis anonym)
Zu anderen Beiträgen von früher...
da ich schon einige 1000 Proben untersucht habe kann ich definitiv sagen, dass nicht jeder Stock (zur Löwenzahnblüte) Sporen enthält
und auch nicht, dass Sporen im Stock gleich zusetzen ist mit Ausbruch der Krankheit
Wenn sich jemand so wie du hier einbringt, macht das Forum erst wirklich Spaß. Dann erfüllt es nämlich wirklich seinen Sinn. Jeder lernt etwas und kann nur profitieren.
Stichwort Link : Der führt mich (Firefox, ppt MS Office 2003) nur zu einem pdf-Converter, der zu installieren ist. Ist der Link korrekt bzw. könntest du eine ältere Version von ppt auch verlinken?
Wenn sich jemand so wie du hier einbringt, macht das Forum erst wirklich Spaß. Dann erfüllt es nämlich wirklich seinen Sinn. Jeder lernt etwas und kann nur profitieren.
Danke Andi und nicht zu vergessen Danke Rosi, dass Du diese Frage in`s Forum gebracht hast, das ist Leben im Bienenvolk .
Noch etwas ist mir dazu eingefallen: In Tirol hat es einmal vor längerer Zeit, einen Fall gegeben, da ist bei der Anlieferung bei einem Lebensmittelbetrieb eine Palette mit größerer Menge Honig (weiß nicht mehr wo her) zu Bruch gegangen. Was dann los war, kann sich jeder vorstellen. Es muß also nicht immer der Nachbarstand der Auslöser sein. Wenn jemand eine Grippe (diese kann auch tödlich enden) einfängt geht man ja auch nicht gleich auf den Nachbarn los.
erholsames Imkern wünscht
beepaps
Bild:
liebe Grüße von beepaps
(wer das Kleine nicht ehrt, ist das Große nicht wert)
Vorbeugen ist ein wesentlicher Faktor zur Bekämpfung und dazu gehört meines Erachtens auch regelmäßige Kontrolle aller Stände. Je mehr Imker sich für die vorbeugende Untersuchung entscheiden, desto geringer sind die Schäden dieser Krankheit.
Ich bin zuversichtlich, dass deine Erläuterung zum Thema Futterkranzprobe viele Imker ermutigen wird, diese freiwillig durchzuführen. - die zusätzliche Arbeit ist unwesentlich - die Kosten sollten auch für den sparsamsten Imker nicht das Thema sein
Und der Vorteil über die Gesundheit seiner Völker Bescheid zu wissen ist enorm.
Somit möchte ich dich bitten, deine Ausführungen auch den anderen Foren publik zu machen.
Ich kann mich nur wundern, in was für Zuständigkeitsbereichen ihr lebt. Bei meiner letzten Faulbrutsanierung kam der Imker am Nachmittag zu mir und erzählte mir von seinem Problem. Am nächsten Tag in der Früh war ich gemeinsam mit dem Amtstierarzt dort und machte eine Kontrolle. Befund positiv. Ich entnahm eine Wabe, brachte sie in die AGES und hatte wiederum 2 Tage später den offiziellen Befund.
Also wenn sich bei mir ein Faden zieht, ruf ich Dich sofort an, Albert, das gefällt mir Wenn man da noch wochenlang warten müsste, haut man wirklich die Nerven weg. Aber Du schreibst doch in einem anderen Beitrag, wenn ich das richtig verstanden habe, dass auch die Futterkranzprobe nicht stichhaltig ist und theoretisch nichts dabei rauskommen kann, obwohl Sporen im Volk sind. Das heisst aber dann, dass man die Faulbrut erst dann erkennt, wenn Zelldeckel sich verändern, einsinken und sich der berühmte Faden zieht.
...Aber Du schreibst doch in einem anderen Beitrag, wenn ich das richtig verstanden habe, dass auch die Futterkranzprobe nicht stichhaltig ist und theoretisch nichts dabei rauskommen kann, obwohl Sporen im Volk sind. Das heisst aber dann, dass man die Faulbrut erst dann erkennt, wenn Zelldeckel sich verändern, einsinken und sich der berühmte Faden zieht.
Da wurde mein Beitrag aber sehr vereinfacht und etwas am Geschriebenen vorbei wiedergegeben.
Es kann sein, dass Sporen im Volk sind, die - weil noch nicht durch den Verdauungstrakt einer Larve gegangen - im Labor auch keine Kultur bilden. Das kann sein, kommt aber selten vor.
Eine Futterkranzprobe ist beim positiven Befund auf jeden Fall aussagekräftig. Beim negativen nicht unbedingt.
Es gibt aber eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen, die die Wahrscheinlichkeit, der Faulbrut zum Ausbruch zu verhelfen minimieren:
Eine Futterkranzprobe ist beim positiven Befund auf jeden Fall aussagekräftig. Beim negativen nicht unbedingt.
Das meinte ich bzw. so habe ich Dich verstanden, Albert. Ein negativer Befund bedeutet im schlimmsten Fall noch lange nicht, dass ich keine Faulbrutsporen im Volk habe. Dann kommt der berühmte Faden als "positiver Befund".