Leere Bienenstöcke

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Reinhard
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Leere Bienenstöcke

In anderen Foren wird schon einiges darüber geschrieben und bei einer bekannten Imkerin ist es leider auch passiert:

Leere Bienenstöcke - volle Waben, aber keine Bienen und keine Brut.

 

Habt ihr das auch heuer beobachtet?

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Seit einem Monat lasse ich meine Bienen in Ruhe. Wie soll ich da also was beobachten?

Reinhard, tu uns nicht verunsichern  ÜberraschtZwinkernd

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Leere Bienenstöcke

Sommerbiene schrieb:

Wie soll ich da also was beobachten? Reinhard, tu uns nicht verunsichern

...indem du bei Flugwetter, wie gestern, bei einzelnen Stöcken überhaupt keine Flugtätigkeit beobachtest. Und wenn du am Stock horchst und nix hörst und wenn du dann an den Stock klopfst, dann hörst du kein stärkeres Summen....

 

Es geht also ganz einfach ohne Störung des Volkes, um festzustellen, dass etwas nicht stimmt. DANN erst sollte man in den Stock schauen.

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Also eines muss ich Euch sagen: Das mit dem Klopfen funktioniert nicht immer. Ich hatte mal letzten Winter geklopft und bei zwei Drittel der Stöcke nichts gehört. Ein Imker hat mir empfohlen, die Stöcke zu öffnen und/oder einen Hörapparat anzuschaffen. Die beklopften Völker waren bis auf zwei im Frühjahr OK. und meine Hörleistung ist nach einer Untersuchung einwandfrei.

Ich lasse jetzt meine Völker in Ruhe. Kann ohnehin nichts mehr ändern. Im Dezember wird bedampft. Ich hoffe, keine leeren Beuten.

Zwinkernd

 

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Ja, da fällt mir noch was ein: Das mit dem Ausfleiegen bei Flugwetter wie gestern, auch das sagt nichts, insbesondere nicht im Frühjahr. Völker sind unterschiedlich, nicht alle fliegen im November und (oder im frühen Jahr bei Flugwetter aus. Was ich anfangs für Sorgen hatte, als beim ersten Flugwetter nur 50% der Völker ausflogen! Alles wurscht, die kommen eben erst eine Woche später raus.

Auch ich bin bis in das Frühjahr in Sorge, was sich bei meinen Bienen tut. Aber ich lass Sie in Ruhe. Was ich bis jetzt nicht oder falsch erledigt habe, kann ich nicht mehr ändern. Wenn mal die Technik günstiger wird, lasse ich alle meine 50 Völker Videoüberwachen und schau mir die Mädels hier im warmen Haus am Monitor an, wie sie kuscheln. 

Zwinkernd

Grüße von der Sommerbiene.

Sumsi
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Re: Leere Bienenstöcke

Hallo Reinhard,

also ich bin ja nur die Imkersfrau, aber ich kann dir berichten das bei uns auch schon 2/3 der Völker leer sind (Besenrein).

Genau das selbe (genügend Futter) aber keine Bienen mehr.

Bin in kürzester Zeit.

LG

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Regina, das tut mir sehr, sehr leid. Wieviele Völker hattet ihr denn? Was vermutest Du bzw. Dein Mann?

Grüße von der Sommerbiene.

Sumsi
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Re: Leere Bienenstöcke

Also, wir hatten 9 Stöcke und 3 Fliegen noch. :-(

jedoch denken wir das es ein total Ausfall wird.

Wir vermuten das es am Beizmitten (Mais) liegt. Weil wie sie vor dem Schnee noch stark (für diese Jahreszeit) geflogen sind war eigentlich nur mehr das Maisfeld vor dem Haus was sie anfliegen konnten.

 

Und letztes Jahr haben wir die Info auch schon bekommen das wenn die Stöcke komplett leer sind das an dem liegt.

bienenkraft
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Re: Leere Bienenstöcke

Sommerbiene schrieb:

Wenn mal die Technik günstiger wird, lasse ich alle meine 50 Völker Videoüberwachen und schau mir die Mädels hier im warmen Haus am Monitor an, wie sie kuscheln. 

das nenn ich eine "sinnvolle Altersvorsorge".... Zwinkernd

Liebe Grüße

Kathi

Sumsi
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Re: Leere Bienenstöcke

Sumsi schrieb:

Also, wir hatten 9 Stöcke und 3 Fliegen noch. :-(

jedoch denken wir das es ein total Ausfall wird.

Wir vermuten das es am Beizmitten (Mais) liegt. Weil wie sie vor dem Schnee noch stark (für diese Jahreszeit) geflogen sind war eigentlich nur mehr das Maisfeld vor dem Haus was sie anfliegen konnten.

 

Und letztes Jahr haben wir die Info auch schon bekommen das wenn die Stöcke komplett leer sind das an dem liegt.

Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

Hallo Regina,

 

gab es vielleicht bereits während des Jahres Auffälligkeiten,

wie war das Schwarm- und Umweiselungsverhalten der Völker?

Wirkte das Anflugverhalten zeitweilig etwas ungewöhnlich, gab es aktive/passive

Hinweise auf Räuberei?

Was war an dem Maisfeld zu so später Bienenjahreszeit noch interessant für sie, war es noch nicht abgeerntet?

 

Viele Grüße

Paule

sapere aude
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honigschläcker
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Re: Leere Bienenstöcke
Reinhard
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Re: Leere Bienenstöcke

Hallo Regina, das klingt aber nicht gut. Wo in Neuzeug hast du denn deine Bienen (als Steyrer fühle ich mich da etwas mehr betroffen...), eher bei der Steyr unten?

Wie hast du denn und wann die Varroabehandlung durchgeführt?

Pfiati, Reinhard

 

Hobbyimker
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Re: Leere Bienenstöcke

Sumsi schrieb:

Wir vermuten das es am Beizmitten (Mais) liegt. Weil wie sie vor dem Schnee noch stark (für diese Jahreszeit) geflogen sind war eigentlich nur mehr das Maisfeld vor dem Haus was sie anfliegen konnten.

 

Und letztes Jahr haben wir die Info auch schon bekommen das wenn die Stöcke komplett leer sind das an dem liegt.

Und ich war immer der Meinung, dass das Maisbeizmittel nur bei der Aussaat und bei den Jungpflanzen für die Bienen zum Problem wird, aber jetzt..?????

Übrigens, ich habe vor kurzem bei einen meiner Spaziergänge gesehen, das bei der Aussaat von Wintergetreide das Saatgut offensichtlich auch gebeizt war und unmittelbar neben dieser Anbaufläche war ein  großes Feld mit blühendem Ackersenf.

tschüss

Pepi

Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

Folgender Hinweis auf eine Veröffentlichung könnte helfen, der Entstehung des von Regina geschilderten Problems näher zu kommen.

 

Viele Grüße
Paule

 

 

sapere aude
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imkerlicher
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Re: Leere Bienenstöcke

Das wurde vor einem Jahr auch in diesem Forum schon berichtet: http://www.bienenaktuell.com/forum/meine-bienen-sind-weg#comment-20872

Siehe dazu auch:

Benjamin Dainat, Dennis vanEngelsdorp and Peter Neumann: Colony collapse disorder in Europe. Environmental Microbiology Reports (2012) 4(1), 123–125.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1758-2229.2011.00312.x/abst...

 

Sollte das in der Steiermark wo auftreten, ich würde mir die Völker gerne anschauen.

MFG
Robert

 

Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

Was muss eine Biene spüren, dass sie den Bien für immer verlässt?

Was könnte dazu beitragen, dass sie es spürt?

 

Viel Grüße
Paule

sapere aude
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imkerlicher
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Re: Leere Bienenstöcke

Zitat:

Was muss eine Biene spüren, dass sie den Bien für immer verlässt?

Was könnte dazu beitragen, dass sie es spürt?

Lieber Paule,

schau mal: http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0029639

Diese parasitäre Fliege legt ihre Eier in Arbeiterinnen, die Larven wachsen im Lebenden Tier und verändern das Verhalten so, dass die Arbeiterinnen den Stock in der Nacht zum Sterben verlassen. Es gibt viele ähnliche Beispiele wie Parasiten das Verhalten ihrer Wirte ändert.

Diese Fliege wurde in Europa soweit ich weiss noch nicht nachgewiesen, und wird auch in den USA nicht primär für die großen Probleme verantwortlich gemacht. Ist aber dennoch ein faszinierendes Beispiel für Wirts-Parasit Verhältnis!

 

Reinhard
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Re: Leere Bienenstöcke

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn IM Reitinger (Präsident der Österr. Gesellschaft für Apitherapie) darf ich hier einen Teil seines Rundschreibens zur Kenntnis bringen - eine sehr wichtige Erkenntnis in Bezug auf leere Bienenstöcke:

 

Ich bin seit über 55 Jahren aktiver Imker, verliere kaum mal Völker über den Winter, noch nie habe ich so viele Bienenvölker (53) verloren wie im Spätherbst 2011. Meine Bienenstände sind großteils in der Nähe von Bio Betrieben, jedoch ein einziges blühendes Feld (Brache) in den Monaten Juli, August, September und Oktober reichte aus, dass alle Völker von 3 Ständen bienenleer wurden. Ich entnahm 12 Bienenbrotproben und bei 11 wurde der Verdacht bestätigt: Imidacloprid und Clothianidin, bei der 12. Probe im Nachweisbereich. Eine lange Geschichte folgte: uferlose Recherchen, Telefonate Mails, Besprechungen, Verhandlungen, eine Unmenge an Arbeit ...

 

Pfiati, Reinhard

 

Bienen Sepp
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Re: Leere Bienenstöcke

Hallo!

Ich glaube wir sollte uns auch vor Raps in Acht nehmen.
Seht mit welchen Mitteln hier gebeizt wird

http://www.baywa.de/fileadmin/user_upload/coverflow/Beizvarianten_Raps.pdf

Schöne Grüße Sepp

Astacus
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Re: Leere Bienenstöcke

Wenn solche Vergiftungen schon Leute aus dem Funktionärskreis des Imkerbundes passieren, warum steht dies dann nicht auf der Imkerbundhomepage ? Es wäre für jeden Imker interessant, wie man die Proben zieht, welcher Rechereaufwand dahinter steckt und wie man bei so einen Fall vorgeht. Des weiteren würde mich sehr interessieren, ob der Koexsistenzfond jemals schon etwas ausbezahlt hat, oder ob dieser ein potemkisches Dorf ist um vor den Imker einen guten Willen zu demonstrieren.

Gruß

Hans Peter

Reinhard
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Re: Leere Bienenstöcke

Bienen Sepp schrieb:

Ich glaube wir sollte uns auch vor Raps in Acht nehmen.

Wir sollten uns eher vor Bayer und Co. in Acht nehmen - DIE sind die Übeltäter und Giftler :-(

Pfiati, Reinhard

 

Reinhard
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Re: Leere Bienenstöcke

Astacus schrieb:

Wenn solche Vergiftungen schon Leute aus dem Funktionärskreis des Imkerbundes passieren, warum steht dies dann nicht auf der Imkerbundhomepage ? Es wäre für jeden Imker interessant, wie man die Proben zieht, welcher Rechereaufwand dahinter steckt und wie man bei so einen Fall vorgeht. Des weiteren würde mich sehr interessieren, ob der Koexsistenzfond jemals schon etwas ausbezahlt hat, oder ob dieser ein potemkisches Dorf ist um vor den Imker einen guten Willen zu demonstrieren.

Gruß

Hans Peter

Das ist eine sehr gute Anregung, Hans Peter, bitte setz dich doch mit Herrn IM Reitinger direkt in Verbindung, hier die Kontaktadresse:

http://www.imkerbund.at/?id=2500%2C%2C1128648%2C

Pfiati, Reinhard

 

Manfred
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Re: Leere Bienenstöcke

Grüß Euch,

 

Entsprechend dieser Veröffentlichung ist die Milbe der Übeltäter und die chemische Industrie der Retter:

http://www.topagrar.at/ackerbau/Bayer-ist-Bienengesundheit-ein-Anliegen-...

 

Herzliche Grüße Manfred

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Manfred schrieb:

Grüß Euch,

 

Entsprechend dieser Veröffentlichung ist die Milbe der Übeltäter und die chemische Industrie der Retter:

http://www.topagrar.at/ackerbau/Bayer-ist-Bienengesundheit-ein-Anliegen-...

 

Herzliche Grüße Manfred

 

Bayer Bienen Care Center....

Zum Kotzen!

Grüße von der Sommerbiene.

Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

Folgende Veröffentlichung deckt sich mit imkerlichen Erfahrungen, die bereits viel länger so thematisiert werden.

 

ADIZ 1/2011
http://www.diebiene.de/online/17175/Ritter-Varroa.pdf 

ADIZ 12/2011 (Mitteilungen…  S.4)

-          Wir müssen in Zukunft ohne Chemie auskommen

-          Milben richten von Jahr zu Jahr größere Schäden in den Völkern an

-          Behandlungen töten nur die jeweils schwachen Milben

-          Die starken haben überlebt und sich vermehrt

-          Ständige Behandlungen haben die Bienen geschwächt

-          Medikamente haben immer Nebenwirkungen, zerstören Abwehrkräfte und Gleichgewicht im Volk

-          Radikale Brutentnahme ist ein Weg der Zukunft

-          Dort, wo Bienen am natürlichsten gehalten werden und Imker am wenigsten anwesend sind, da haben die Bienen am besten überlebt.

 

Viele Grüße

Paule

sapere aude
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Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Nur damit endlich alles klar ist:

http://www.topagrar.at/ackerbau/Bienensterben-Varroa-Milbe-ist-Schuld-91...

Grüße von der Sommerbiene.

Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

Sommerbiene schrieb:

Nur damit endlich alles klar ist:

http://www.topagrar.at/ackerbau/Bienensterben-Varroa-Milbe-ist-Schuld-91...

Na, das stimmt doch wohl auch, wie es die Kommentare zu dieser Veröffentlichung vermuten lassen!

 

Viele Grüße

Paule

sapere aude
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Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

Heute, bei 9 Grad Celsius und mattem Sonnenlicht zeigten noch alle Völker Flugbetrieb.

 

Viele Grüße
Paule

sapere aude
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Günther
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Re: Leere Bienenstöcke

Hallo,

zur Meisbeize gibt es meines Wissens mehrere Probleme.

Erstens:

Die Aussaat. Wenn die Körner nicht richtig in den Boden eingelegt werden und Bienen und Co Kontakt dazu bekommen, dann gibts Probleme. Auch wenn es draufregnet und auf dem Feld Lachen stehen und die Insekten daraus trinken.

Zweitens:

Gutationswasser. Das Wasser das in den Blattachseln steht und die Bienen und andere Insekten aufnehmen.

Drittens und das dürfte das größte Problem sein:

Pollen.

Dem kann und sollte man in diesem Fall entgegenwirken, indem man nach der Maisblüte eine totale Bauerneuerung macht und zwar indem man ALLE Waben entnimmt.

Denn der versäuchte Pollen wird eingelagert und dann später im Jahr, oft erst im Herbst, verfüttert. Das Ergebnis kann das oben beschriebene sein.

 

 

Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
Marcus Aurelius

Paule
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Rähmchenmaß: Dadant
Re: Leere Bienenstöcke

Und nach der Ernte ist nicht etwa wieder alles gut.

Nein, die Folgekultur spendiert diese Edel-Pestizide auch, falls es Nektar oder Pollen gibt, auch wenn sie damit nicht gebeizt und/oder nicht gespritzt wurde.

Überall, wo konventionell arbeitende Landwirte den "Finger an der Spritze" haben, sind Aufmerksamkeit und Ferne dazu geboten.

 

Viele Grüße
Paule

  

sapere aude
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afp
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Re: Leere Bienenstöcke

In einem 'Maisanbaugebiet' sind einem mir bekannten Imker 2010 alle Völker zusammengebrochen. Er hat sich neue Völker angeschafft. Im Frühjahr 2011, nachdem die Felder geeggt wurden, sind binnen drei Tagen wiederum alle Bienenvölker zusammengebrochen. Es gab flugunfähige, kreiselnde Sammelbienen mit Pollenhöschen am Flugbrett und vor den Beuten. Nach diesem Vorfall hat er die Bienenhaltung aufgegeben - dabei war er über 30 Jahre lang Imker. Wie lange wird es noch dauern, bis wir uns aus reiner Profitgier selbst vergiften?

Dieses Posting (Text und/oder Bild(er)) darf unter Beachtung der GNU-GPL - http://de.wikipedia.org/wiki/GNU_General_Public_License - und unter Nennung von Autor und Quelle zitiert, verwendet und vervielfältigt werden.

Paule
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Ich imkere seit: 1963, seit 1993 ohne Varroabehandlung, kein Totalverlust, aber schon ohne Winterverlust
Rähmchenmaß: Dadant
Re: Leere Bienenstöcke

Wir tun es täglich; die zunehmende Anzahl kranker Menschen bringt dies zum Ausdruck.

Dass mehr Menschen alt und älter werden, spricht nicht fürs Gegenteil. Hauptsächlich ist es eine Frage des Umganges mit Statistik und mit Statistiken.

 

"Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon." (Prediger 1.3)

 

Viele Grüße
Paule

sapere aude
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Roland 2
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Rähmchenmaß: EM
Re: Leere Bienenstöcke

Neben Varroaschäden (Viren…) können auch Neonikotinoidbelastungen im Herbst- und Winter bei Bienenvölkern zum Tode führen. Im Herbst kann Beizstaub beim Rapsanbau anfangs September, sowie später beim Winterweizenanbau etc. entstehen der über die Gründüngung (Phazelie, Ackersenf, Hederich, Sonnenblumen, Buchweizen usw.) in die Bienenvölker eingebracht wird. Weiters könnten auch Bodenbelastungen von früheren  Anwendungen dafür verantwortlich sein. Sogar die Fa. Bayer hat mit Imidacloprid und Clothianidin Rückstandsuntersuchungen durchgeführt. Die Aufnahme von Neonik-Rückständen aus dem Boden durch Folgekulturen wurde untersucht. Diese Studien zeigten, dass im Boden aus früheren Neonik-Anwendungen Rückstände vorhandenen sind. Diese Neonikrückstände können in den Blüten von Folgekulturen zu Konzentrationen wie bei einer Direktbeizung führen (Maus C. 2012). Daraus ist abzuleiten, dass die Blütenpollen und der Nektar, den Umständen entsprechend, mit Neoniks belastet sind. Auch im Nektareintrag sind bei meinen Völkern geringe Mengen an Neoniks unter dem Grenzwert nachweisbar.

Zur Beweissicherung sind Probennahmen von Bienenbrot, von Honigwaben (10x10cm) und von Restbienen, sofern vorhanden, sowie das Einfrieren der Proben zu empfehlen. Eine Dokumentation  wie im Fragebogen der AGES Bienenkunde „Klärung der Ursachen von Winterverlusten 2011/2012“ wäre sinnvoll. Es ist zu hoffen, dass im Frühjahr kostenlose Ursachenuntersuchungen durchgeführt (AGES) werden.

Roland 2

Paule
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Wohnort: Dolna Łužyca (Niederlausitz)
Ich imkere seit: 1963, seit 1993 ohne Varroabehandlung, kein Totalverlust, aber schon ohne Winterverlust
Rähmchenmaß: Dadant
Re: Leere Bienenstöcke

Es ist hinreichend bekannt, was die Bienen umbringt. Es wird nur nicht gehandelt.
Hingegen werden die Imker aufgefordert, sich in weiteren Projekten an ihrer Sebst-Verarschung zu beteiligen. Und schließlich gelang es D, dass Imker mit den Landwirten Sprechen. Worüber eigentlich? Die Landwirte wenden als bienenungefährlich wisssenschaftlich erkannte und von Behörden bestätigte Pestizide in guter fachlicher Praxis an.
Es kam wie es kommen musste und wovor einzelne Imker warnten, Imker und Landwirte geraten sich in die Haare und die Verursacher schminken ihre Westen. 

sapere aude
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Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Paule schrieb:

... Hingegen werden die Imker aufgefordert, sich in weiteren Projekten an ihrer Selbst-Verarschung zu beteiligen ...

Herrlich formulierter Satz, über den man nicht nur nachdenken, sondern auch herzlich lachen kann.

LächelndLächelnd

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

Es wird erst dann gehandelt werden, wenn die Kacke am dampfen ist.

Was das für uns Imker bedeutet, muss uns klar sein.

Grüße von der Sommerbiene.

Sumsi
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Re: Leere Bienenstöcke

Es ist wirklich interessant das man eigentlich ewig darüber diskutieren könnte, weil ja nie was dagegen geschieht :-(

Was ist das für ein Imkerleben wenn man sich jedes Jahr neue Stöcke kaufen muss, damit Sie im Spätherbst wieder vor die Hunde gehen.

Gegen die Varoa gibt es ja verschiedene Mittel, aber gegen Gift was soll man da machen. Man kann nur zuschauen und dann überlegen ob man sich das nächstes Jahr noch antun soll.

cornelius
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Warum ich immer wieder darauf

Warum ich immer wieder darauf hinweise das bei Bienenvolksverlustenneben den toten Bienen auch der Honig und oder das Futter zur Analyse einzuschicken sind. Das ergibt sich aus folgendem Bericht:
http://www.cbgnetwork.org/4425.html

vom Imkerfreund Roland N. ( Österreich ) der mich zur Namens- und Artikelnennung tel. authorisiert hat.

Die Untersuchungsergebnisse:
2009; Das Bienenbrot enthielt 8.200 ng Thiamethoxam und 7.600 ng Clothianidin. In Summe ergibt das 15.800 ng/kg Neonikotinoide.
2010 wurde in meiner Bienensammelprobe 3.200 ng/kg Clothianidin festgestellt.
2011 waren in den Bienen 16.000 ng/kg Clothianidin und zusätzlich waren im Honig noch 9.300 ng/kg Thiacloprid feststellbar.
Wer das Völkersterben ohne Laboranalyse auf Viren oder die Varromilbe bezeichnet handelt extrem unseriös.
Was ist das Neonicotinoid Thiacloprid: https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp/Liste…s=1355143038201
cornelius
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Warum ich immer wieder darauf

Warum ich immer wieder darauf hinweise das bei Bienenvolksverlustenneben den toten Bienen auch der Honig und oder das Futter zur Analyse einzuschicken sind. Das ergibt sich aus folgendem Bericht:
http://www.cbgnetwork.org/4425.html

vom Imkerfreund Roland N. ( Österreich ) der mich zur Namens- und Artikelnennung tel. authorisiert hat.

Die Untersuchungsergebnisse:
2009; Das Bienenbrot enthielt 8.200 ng Thiamethoxam und 7.600 ng Clothianidin. In Summe ergibt das 15.800 ng/kg Neonikotinoide.
2010 wurde in meiner Bienensammelprobe 3.200 ng/kg Clothianidin festgestellt.
2011 waren in den Bienen 16.000 ng/kg Clothianidin und zusätzlich waren im Honig noch 9.300 ng/kg Thiacloprid feststellbar.
Wer das Völkersterben ohne Laboranalyse auf Viren oder die Varromilbe bezeichnet handelt extrem unseriös.
Was ist das Neonicotinoid Thiacloprid: https://portal.bvl.bund.de/psm/jsp/Liste…s=1355143038201
Toka
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Re: Leere Bienenstöcke

Ja, meine sind auch weg! Keine Brut, nur Pollen und Honig sind zurückgeblieben. EIn paar Bienen, so etwa 10-15 waren stehen erstarrt um eine Zelle in der Wabe, so als wären sie mitten in der Arbeit erstarrt. Vereinzelt flogen Wespen zu, die haben einige leere Waben zerlegt.

Vor einer Woche flogen sie noch munter ein und aus. Allerdings herrschte ein reges Treiben um den Stock.

Es sind keine Toten Bienen im Stock und  am Boden, nur Bienen-Füsse-!

Ich vermute:

1. geräubert.

2. Königin getötet.. Bienen ausgeflogen um sich einzubetteln.

Für mich auffällig sind besonders die besonders dunklen Waben, schon im ersten Jahr! -? Ich habe die Bienen erst im Mai eingekehrt. Sie entwickelten sich prächtig. Das Volk schien stark und saß zuletzt auf drei Zargen.

 

to bee or not to bee

Reinhard
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Re: Leere Bienenstöcke

Ich vermute zu hohen Varroadruck und daher Auszug der Bienen.

Pfiati, Reinhard

 

baronelliot
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Re: Leere Bienenstöcke

[quote=Toka]

Ja, meine sind auch weg! Keine Brut, nur Pollen und Honig sind zurückgeblieben. EIn paar Bienen, so etwa 10-15 waren stehen erstarrt um eine Zelle in der Wabe, so als wären sie mitten in der Arbeit erstarrt. Vereinzelt flogen Wespen zu, die haben einige leere Waben zerlegt.

Vor einer Woche flogen sie noch munter ein und aus. Allerdings herrschte ein reges Treiben um den Stock.

Es sind keine Toten Bienen im Stock und  am Boden, nur Bienen-Füsse-!

 

Habe am Samstag nochmals bei geradenicht Flugwetter nochmal eine Kontrolle durchführen wollen und stelle fest ein Stock Komplett leer keine Bienen keine Brut kein Futter ca. 10 Wespen. 2 Stock Restbienen gesichtet auf 3 Wabengassen verteilt Futter vorhanden einige Wespen 2 zargen,und im Ableger auf 4 wabengassen Bienen und reichlich Futter.

Meine Frage: ausgeraubten und leere Beuten wergräumen- leere Waben aufhebennoder einschmelzen ?

Und beim Restvolk ? Ist doch jetzt mit Schneefall und Kälte zum scheitern verurteilt oder? 

 

 

mit freundlichen Grüßen................

Dietmar

baronelliot
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Re: Leere Bienenstöcke

baronelliot schrieb:

[quote=Toka]

.....

 

Habe am Samstag nochmals bei geradenicht Flugwetter nochmal eine Kontrolle durchführen wollen und stelle fest ein Stock Komplett leer keine Bienen keine Brut kein Futter ca. 10 Wespen. 2 Stock Restbienen gesichtet auf 3 Wabengassen verteilt Futter vorhanden einige Wespen 2 zargen,und im Ableger auf 4 wabengassen Bienen und reichlich Futter.

Meine Frage: ausgeraubten und leere Beuten wergräumen- leere Waben aufhebennoder einschmelzen ?

Und beim Restvolk ? Ist doch jetzt mit Schneefall und Kälte zum scheitern verurteilt oder? 

 

 

 

Wollte noch wissen soll ich die Leeren waben sowohl Brut wie auch Honig einschmlezen oder kann ich die weiterverwenden ( sind von Heuer und noch hell) 

 

mit freundlichen Grüßen................

Dietmar

cornelius
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Re: Leere Bienenstöcke

Siehe dazu meine Beiträge in diesm Thread

BHei
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Re: Leere Bienenstöcke

Toka schrieb:

JaFür mich auffällig sind besonders die besonders dunklen Waben, schon im ersten Jahr! -? Ich habe die Bienen erst im Mai eingekehrt. Sie entwickelten sich prächtig. Das Volk schien stark und saß zuletzt auf drei Zargen.

ich schließe mich dem Reinhard an - das spricht auch für Varroa: viel gebrütet = viele Milben; die stärksten Völker trifft es oft zuerst, liest man immer wieder

es mag auch Fälle von Vergiftungen geben, aber im Herbst wird kaum mehr gespritzt, warum sollten sie dann gerade jetzt dran eingehen? Man darf es sich nicht so leicht machen und alles auf "Gift" schieben; zuerst einmal die Hausaufgaben = Varroabekämpfung konsequent machen

PS müsste man nicht annehmen, falls sie wirklich vergiftet sind, dass dann die raubenden Wespen auch daran eingehen???

vG

Berthold

Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

Hallo Berthold,

 

deine Fragen hören sich wie substanzarme einsinnige Einwürfe von "Chemiefreunden" an.
Hast du eine Beziehung zu jenem gutredenden Umfeld?

 

Gruß
Paule

sapere aude
(I.Kant: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!)

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

BHei schrieb:

 ... viel gebrütet = viele Milben ...

 

... ordentlich Varroa dezimiert, wenig Milben.

Grüße von der Sommerbiene.

Paule
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Re: Leere Bienenstöcke

 

Ein ähnliches Thema gab hier schon einmal:

http://www.bienenaktuell.com/forum/reinvasion-hat-zugeschlagen-bitte-um-...

Ergänzung: http://www.immenfreunde.de/docs/milbenwunder-2009.pdf

Dumme Bauern sind keine Wissenschaftler und an Äther-Aktualisierung nicht beteiligt; ihnen gelingt es lediglich hin und wieder 1 und 1 zusammmenzuziehen. Und irgendwann müssen sie auch ernten...

 

Gruß
Paule

sapere aude
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BHei
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Re: Leere Bienenstöcke

Paule schrieb:

Hallo Berthold,

deine Fragen hören sich wie substanzarme einsinnige Einwürfe von "Chemiefreunden" an.
Hast du eine Beziehung zu jenem gutredenden Umfeld?

Gruß
Paule

Sorry, ich verstehe die Wörter "substanzarm", "einsinnig" und "gutredend" nicht (ich weiß nicht, was das heißen soll)

Natürlich bin ich nicht erfreut, wenn Gift (gegen Unkraut, Krankheiten und Schädlinge) gespritzt wird. Aber erstens wird man derzeit einfach nicht zu einer besseren Situation kommen, wenn man nur gegen dieses "Gift" wettert, aber die Varroabekämpfung vernachlässigt. Zweitens habe ich mit Unkraut,  Krankheiten und Schädlingen im Obst, Gemüse usw. auch keine Freude. Biologische Bekämpfung wäre natürlich super, aber wird sich nicht immer, nicht in jedem großflächigen Maßstab, und nicht um den von Euch, den Konsumenten, geforderten niedrigen Preis machen lassen.

vG

Berthold

 

Sommerbiene
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Re: Leere Bienenstöcke

BHei schrieb:

Sorry, ich verstehe die Wörter "substanzarm", "einsinnig" und "gutredend" nicht (ich weiß nicht, was das heißen soll)

Das Leben ist eine Herausforderung und wir sollten es uns nicht zu einfach machen. Selbst wenn wir nicht gerne denken: Ein Blick ins Internet und der Schleier ist gelüftet:

EINSINNIG: eigensinnig, auf einem Sinn beharrend

SUBSTANZARM: ·unwichtig · bedeutungslos · belanglos · ...abgedroschen · abgeschmackt · banal ·

GUTREDEN: Etwas nicht neutral betrachten oder erwähnen, sondern gutreden. "Da gehen meine Alarmlampen in den Blinkmodus, wenn einer sich, eine Sache gutredend, selbst belügt."

Grüße von der Sommerbiene.