Neonicotinoide Vergiftungsforschungen in Italien

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Reinhard
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Neonicotinoide Vergiftungsforschungen in Italien

Anlässlich der Erwerbsimkertagung am letzten Wochenende wurde eine sehr interessante Forschung aus Italien vorgestellt, die auch die subletalen Schädigungen der Bienenvölker durch Neonicotinoide zeigt. Eine Pressemitteilung des Erwebsimkerbundes erläutert das:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120220_OTS0030/oesterreichische...

Nähere Infos gibt es auch auf der Homepage des Erwerbsimkerbundes darüber:

http://www.erwerbsimkerbund.at/?id=2500%2C1130598%2C%2C

Pfiati, Reinhard

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albert
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Re: Neonicotinoide Vergiftungsforschungen in Italien

Italien ist eines der wenigen Länder, welches sich eine staatlich finanzierte Bienenforschung leistet. Dem entsprechend aussagekräftig sind auch die Ergebnisse. Niemand muss dort befürchten, dass ihm bei einer bestimmten Interpretation der Untersuchungsergebnisse der Geldhahn zugedreht wird.

LG Albert

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maxmex
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Re: Neonicotinoide Vergiftungsforschungen in Italien

Eine wirklich gelungene Untersuchung.

 

Leider durften wir aber auch erfahren, dass sich die Untersuchungen nur auf diese eine italienische Region beziehen und daher fraglich bleibt, ob man die Erkenntnisse auch auf österreichische Verhältnisse übertragen kann.Überrascht

albert
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Re: Neonicotinoide Vergiftungsforschungen in Italien

Die Wirksamkeit eines Nervengiftes ist nicht von der Region abhängig. Gestorben ist überall gleich tot. Ob in Italien oder in Österreich. Und subletale Effekte sind auch überall gleich. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das anders sein sollte.

LG Albert

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Reinhard
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Re: Neonicotinoide Vergiftungsforschungen in Italien

Da bin ich mir auch ganz sicher, dass das so ist! Es staubt bei uns genau so bei Trockenheit und die Mittel wirken unabhängig von der Witterung oder den sonstigen klimatischen Verhältnissen.

Pfiati, Reinhard

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cornelius
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Re: Neonicotinoide Vergiftungsforschungen in Italien

Dazu eine Stellungnahme zum Bienenvolksterben und des dazugehörigenUntersuchungsbericht eines Imkers aus Österreich. Dieser hatte das Bienenbrot seiner verstorbenen Völker zur Untersuchung auf Pestizide eingesandt.

Hallo Herr ......,

die von der LUFA gefundene Fipronil-Konzentration ist 0,008 mg = 8 µg/kg =8000 ng/kg Pollen.
1 Gramm Pollen enthält somit 8000/1000 = 8 ng Fipronil.

Diese Konzentration liegt eindeutig im Bereich der Schädigung bzw Lethalität für Bienen, vorausgesetzt die Bienen kommen mit entsprechenden Mengen in Berührung. Wir kennen nur die Durchschnittskonzentration aus der Laboranalyse. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Konzentration von Fipronil im Pollen höchst ungleich verteilt ist, d. h. es wird in Teilen des Pollens sehr hohe Spitzenwerte geben, in andren Teilen vielleicht gar keine. nachweisbare Konzentration.

Wenn Fipronil in solchen Konzentrationen im Bienenbrot gefunden wurde muss es eine massive Anwendung um den Standort der Bienen gegeben haben; wahrscheinlich "Off-Label"-Verwendung. Haben Sie mal nachgeschaut ob es noch Leben in den umliegenden Gewässern/Teichen usw gibt? Fipronil ist extrem toxisch für alle Gewässerbewohner, ob Frösche, Fische oder Daphnien.
Haben Sie auch mit den Forscbesitzern gesprochen ob die im Wald Schadinsekten bekämpft haben? Und womit?

Fipronil blockiert bei Insekten die GABA-Repeptoren (Gamma-Amino-Buttersäure-Kanäle) und die Glutamat-abhängigen Chlorkanäle der Zellen (nur bei Insekten vorhanden). Durch die Unterbrechung des Chlortransports in die Zellen kommt es zu einer Unterbrechunge der Reizleitung der Nervenzellen und Fehlfunktion der Nerven-Muskel-Übergänge (Neuromototrische Endplatten). Die Tiere sterben an Nerven- und Muskelübererregung, nachfolgend Lähmungen.

Luc Belunves (und auch viele andere) haben schon vor Jahren auf die extreme Toxizität der Neonics hingewiesen, siehe anhängender Pressetext.

Bezüglich der Anwndung von Fipronil möchte ich noch darauf hinweisen, dass es wegen seiner hohen Wirksamkeit auch gegen Flöhe, Milben Zecken und andere Schädlinge häufig im Veterinärbereich angewandt wird, Bei Hunden Katzen, aber auch Pferden und sogar Kühen; selbst wenn die Mittel dafür nicht vorgesehen sind.

Angesichts der Ökotoxizität für alle möglichen (auch die nützliuchen) Insekten, der Toxizität für Amphibien, Fische, Krebse, Plankton wäre ein striktes Verbot von Fipronil und anderen Neonics angemessen. Im Veterinärbereich sehe ich die einzig legitime Anwendung. Aber damit könnte die BASF gerade ein paar Millionen Euro pro Jahr machen, und keine 3-stelligen Millionenumsätze.

MfG
Dr. .........
Die Kosten für Untersuchung des Bienenbrotes auf 300 verschieden Pestizide berechnete die LUFA in Speyer /D mit € 300,- netto. Die AGES in Wien wollte für die gleiche Untersuchung € 400- 600,- berechnen.