Offener Brief an Ing. Hermann Schultes

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Reinhard
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Offener Brief an Ing. Hermann Schultes

Auch Honig ist ein landwirtschaftliches Produkt

Ing. Hermann Schultes, als Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich und Niederösterreich per definitionem auch oberster gesetzlicher Interessenvertreter der Erwerbsimker, soll zur Kenntnis nehmen, dass landwirtschaftliche Produkte nicht nur vom Acker kommen.

https://www.erwerbsimkerbund.at/auch-honig-ist-ein-landwirtschaftliches-...

 

Ein sehr gut argumentierter und m.E. dringend notwendiger Brief!

Pfiati, Reinhard

 

noahnesha
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Re: Offener Brief an Ing. Hermann Schultes

Unabhängig von den EU-Vorgaben plant der künftige Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ein schrittweises Verbot des Pestizids.

 

HAHAHA

Roland 2
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Re: Offener Brief an Ing. Hermann Schultes

Die Argumente, dass mit Glyphosat die Kulturführungen einiger Feldfrüchte deutlich verein-facht und durch Begrünungen in erosionsgefährdeten Hanglagen der Anbau von Mais, Zu-ckerrüben, Sonnenblumen und Ölkürbissen mit Glyphosateinsatz ermöglicht werden, sind zu hinterfragen. 

Dieser Mehraufwand ist einfach zu berechnen und könnte durch gezielte Förderungen zum Schutz der Umwelt kompensiert werden. Begrünungen erfüllen auch ohne Glyphosatein-satz den Erosionsschutz, daher ist das angeführte Erosionsargument unrichtig, es muss nur die Bearbeitungstechnik bzw. -Form darauf abgestimmt werden. Zu diskutieren ist, ob hier eine Förderung gerechtfertigt wäre.

Bei Brunnen von Einzelgehöften die durch Hangwasser gespeist werden, sind neben den anderen PSM auch Glyphosat-Rückstände nach der PSM-Anwendung vielfach festzustel-len. Diese Brunnen müssen gesetzlich nicht auf PSM untersucht werden (WRG). Solche Untersuchungen würden sicher zu mehr Vorsicht bei den PSM-Anwendungen führen. An-scheinend spielen PSM-Belastungen in Landwirtschaftsbetrieben bei Tier und Mensch keine Rolle.

Zur Abschätzung des Gefährdungspotentials sollten Trinkwasser-Untersuchungen nach PSM-Anwendungen und Niederschlagsereignissen, zum Schutz der bäuerlichen Bevölke-rung in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten, unter Berücksichtigung der geologi-schen Verhältnisse, durch die LK bzw. die SVB veranlasst werden (z.B. Dipl.-Arbeit / Hyd-ro-Geol.). 

Durch Abdrift, Abschwemmung und Auswaschung nach Regen kommt der Wirkstoff Gly-phosat in benachbarte Gewässer, z. B. in Fischteiche usw. Die Behauptung, dass Gly-phosat in Lebensmitteln nicht vorkommt ist auch in diesem Bereich unrichtig. Der Wirkstoff Glyphosat wird als „Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung“ eingestuft. Gly-phosat verändert das Bodenleben, einige Arten von Mikroorganismen reagieren besonders empfindlich auf Glyphosat. Die Folge ist, dass die Pilzanfälligkeit im Boden und in den Pflanzen steigt (Fungizide?). Der Wirkstoff Glyphosat ist für Vögel und Säuger nicht akut, allerdings chronisch toxisch, wirksam. Besonders pflanzenfressende Vögel und Säuger können hohe Glyphosat Rückstände über die Nahrung aufnehmen, daher ist u.a. Glyphosat eine Hauptursache für den Rückgang verschiedener Feldvogelarten, wie z.B. Feldlerche, Goldammer oder Rebhuhn usw. PSM-Untersuchungen beim Wildbrett werden aus gutem Grund nicht durchgeführt.

Abgesehen von der strittigen Schlussfolgerung zur Karzinogenität bewirken Glyphosat und deren Rückstände Veränderungen in der Darmflora bei Tier und Mensch und dadurch wird die Wirksamkeit von Antibiotika bei subletaler Dosis verringert. ECHA hat festgestellt, dass Glyphosat schwerwiegende Schädigungen der Augen verursachen kann. Zusätzlich ist festzuhalten, dass Glyphosat auch Verhaltensänderungen bei Bienen verursacht, die sicher zu Ertragsminderungen führen (Menzel). Dass PSM und auch Glyphosatrückstände in Bie-nenprodukten, sogar über den Grenzwerten, nachzuweisen sind, ist auch kein Geheimnis mehr.

Leider werden diese Zustände von den meisten Imkern „Gott ergeben“ und stillschweigend, aus welchen Gründen auch immer, erduldet.

 

PS.: Überraschung: ÖVP und FPÖ für Glyphosat-Verbot 

Roland 2

Roland 2
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Re: Offener Brief an Ing. Hermann Schultes

Unser Simon dürfte kein Imker, sondern Spritzmittelvertreter sein, der mit zahlreichen Leerfeldern die für ihn unangenehmen Beiträge entsorgt und die Diskussion somit darüber verhindert.

Kann man diesen Leerfeldspender, der nichts zu sagen hat, vielleicht entsorgen?

Roland 2

Reinhard
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Re: Offener Brief an Ing. Hermann Schultes

Roland 2 schrieb:

Unser Simon dürfte kein Imker, sondern Spritzmittelvertreter sein, der mit zahlreichen Leerfeldern die für ihn unangenehmen Beiträge entsorgt und die Diskussion somit darüber verhindert.

Kann man diesen Leerfeldspender, der nichts zu sagen hat, vielleicht entsorgen?

She: http://www.bienenaktuell.com/forum/simons-leerbeitraege

Pfiati, Reinhard