Produkteinführung Varroa Controller

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Wolfgang W
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Produkteinführung Varroa Controller

Teil 1 - Die Methode der Wärmebehandlung

Die neue Dimension der Varroa Bekämpfung mittels des patentierten Varroa Controllers funktioniert auf Basis des alt bekannten Prinzips der Hyperthermie. Die Art und Weise der Behandlung gegen die Varroa Milbe muss und kann damit völlig neu gedacht werden. Das Abwarten mit einer Behandlung bis nach der Honigernte ist mit dem Varroa Controller nicht mehr notwendig.

Die genaue Analyse des Lebens einer Varroa Milbe führte zur Konzeption des Varroa Controllers. Zunächst ist wichtig zu wissen wo die Milbe am Verletzlichsten ist. Der bisherige Ansatz zu sagen: Die Milbe sitzt an der Biene, deshalb muss ich die Biene (samt Milbe) einer chemischen Behandlung aussetzen gilt hier nicht mehr.

Zu Beginn des Bienenjahres gehen die befruchteten Milbenweibchen fast vollständig in die sich nun neu bildende Bienenbrut. Sie wollen sich dort vermehren. Mit dem Varroa Controller wird ausschließlich die verdeckelte Bienenbrut behandelt und zwar so früh wie möglich. Die Empfehlung lautet: Sobald drei verdeckelte Rähmchen Bienenbrut vorhanden sind, sollen diese entnommen werden und mit dem Varroa Controller behandelt werden. Die Behandlung läuft programmgesteuert und dauert ca. 2 Stunden. In einer Behandlung können 18 Bruträhmchen behandelt werden – das entspricht 6 Völkern in 2 Stunden.

In der verdeckelten Bienenbrut befinden sich die Bienenpuppe und das Varroa Milbenweibchen, das nach 60-70 Stunden beginnt ihre Eier zu legen – alle 30 Stunden legt sie ein neues Ei. Ideal ist es wenn die Wärmebehandlung unmittelbar nach den Verdeckelung der Brut durchgeführt wird. Durch die Wärmebehandlung wird das Milbenweibchen so weit geschädigt, dass es innerhalb von 25 Stunden stirbt. Die Bienenpuppe schlüpft innerhalb von max. 12 Tagen ganz normal und während dieser Zeit werden die toten Milben beim Schlüpfen der Bienen aus den Zellen geräumt.

Der Varroadruck im Volk ist dann so stark reduziert, dass man normalerweise bis zum Spätsommer ganz entspannt imkern kann. Erfahrungen haben gezeigt, dass sich sogar noch Spättrachten (Waldhonig) nutzen lassen bevor der Varroadruck zu hoch wird.

Sollte es nach einer Erstbehandlung im März/April aus welchen Gründen auch immer zu einem unerwarteten Ansteigen von Varroa Milben in einzelnen Völkern kommen, kann bei diesen ausgewählten Völkern die Wärmebehandlung in den Folgemonaten jederzeit wiederholt werden.

Eine sinnvolle Anwendung der Wärmebehandlung mit dem Varroa Controller ergibt sich auch für die Drohnenbrut. Es ist jedenfalls empfohlen Baurahmen für die Drohnenbrut im Volk zu haben – so kann man natürliche Varroafallen einbauen. Aber anstatt die Drohnenbrut auszuschneiden kann diese ebenfalls wärmebehandelt werden. Dadurch bleibt wertvolles genetisches Material erhalten und der Aufwand von 2 Stunden scheint dafür mehr als gerechtfertigt. Dies vor allem dann wenn es sich um Vatervölker für die Zucht handelt. Hinweis: Wenn man die Drohnenbrut wärmebehandeln will muss man unbedingt gedrahtete Baurahmen verwenden.

Gegen Ende der Brutphase, wenn das Brutnest wieder zurückgegangen ist (Juli /August) und wieder 3-4 verdeckelte Bruträhmchen im Volk vorhanden sind, wird die Wärmebehandlung wiederholt. Dann werden wieder die vermehrungswilligen Milbenweibchen getötet. Hier ist eine Behandlung in zwei Etappen im Abstand von 14 bis 21 Tagen sinnvoll – abhängig vom Vorhandensein von unverdeckelter Brut während der ersten Behandlung.

Das Wichtigste zum Schluss: Erfolg mit dem Varroa Controller ist mit einer regelmäßigen Kontrolle des natürlichen Abfalls an Milben verbunden. Der Vorteil des Varroa Controllers ist, dass man jederzeit gegen einen unnatürlich hohen Milbendruck vorgehen kann und somit den Bienen und sich selbst Stress ersparen kann.

 

Teil 2 zum Gerät selbst folgt demnächst ...

Beste Grüße

Wolfgang

 

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Reinhard
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo Wolfgang, bitte stell dich den Usern einmal kurz vor, damit wir wissen, wer hinter dem Konzept steht, hier:

http://www.bienenaktuell.com/forum/generelles-zum-bienenaktuell-forum/vo...

Zum Gerät selber hab ich die Frage, ob du uns schon Preise nennen kannst - Kauf, Miete,...

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo Wolfgang,

willkommen im Forum. Erstmal, ohne zu Deinem Produkt Stellung zu nehmen: Die Website ist klar, übersichtlich und auf das wesentliche reduziert. Sehr schön. Gratulation.

Grüße von der Sommerbiene.

Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Teil 2 - Die technische Ausführung des Varroa Controllers

Der Varroa Controller ist ein patentiertes Qualitätsprodukt aus Österreich, das in den letzten 2,5 Jahren entwickelt wurde. Mit dem Varroa Controller ist eine chemiefreie Behandlung gegen die Varroa Milbe möglich. Damit wird die Produktion von rückstandsfreien, hochqualitativen Bienenprodukten wesentlich vereinfacht.

In der Produktion des Varroa Controllers werden nur hochwertigste Materialien und Komponenten verbaut. Die Besonderheit ist die computergesteuerte Regelelektronik für den Ablauf der Wärmebehandlung sowie der Einsatz von hochpräzisen Sensoren zur Temperaturmessung. Durch die Kombination von exakter Programmsteuerung und genauester Messung werden eine gleichmäßige Erwärmung der Bienenbrut und das Vermeiden von Überhitzung sichergestellt. Das entwickelte Mehrschichtgehäuse bewirkt eine optimale Wärmedämmung und erlaubt den Einsatz einer energieeffizienten Heizung. Während der Behandlung herrscht zu jedem Zeitpunkt in der Behandlungskammer des Varroa Controllers exakt die natürliche Feuchtigkeit des Bienenstocks. Zur Befeuchtung werden Ultraschallzerstäuber eingesetzt. Für die gezielte Verteilung von Wärme und Feuchtigkeit sorgt ein robuster, leistungsfähiger Ventilator.

Der Varroa Controller zeichnet sich durch hoher Bedienungsfreundlichkeit aus – der Imker muss lediglich den Temperatursensor in eine Brutwabe einstechen, den Deckel schließen und das Programm durch Knopfdruck starten. Dann läuft die Behandlung vollautomatisch ab. Am Ende der Behandlung ertönt ein Signalton, der anzeigt, dass die Behandlung beendet ist und die Brutrahmen in die Ursprungsvölker zurückgegeben werden können. Der Varroa Controller ist so konstruiert, dass er mobil vor Ort am Bienenstand verwendet werden kann, auch dann wenn es keinen Stromanschluß gibt.

Der Varroa Controller ist ein zuverlässiges und langlebiges Gerät für den professionellen Einsatz mit dem sich für den Imker mehrere Vorteile ergeben – dies sind:

+) eine chemiefreie Bienenhaltung
+) die rechtzeitige und jederzeitige Behandlung gegen die Varroa Milbe
+) die Nutzung von Spättrachten

Aussage eines Testers vom Vorgängergerät (Prototyp):

“Während alle anderen Kollegen in der Ortsgruppe wegen des hohen Varroadrucks schon Abschleudern mussten und die AS-Behandlung durchführen mussten konnte ich, da ich im April die Wärmebehandlung mit dem Varroa Controller gemacht habe, noch zuwarten und weitere 120kg Waldhonig ernten. Vielen herzlichen Dank!“

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albert
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Servus Wolfgang,

Ich war im Herbst in der Fischermühle in Deutschland. Der Verein Mellifera experimentiert seit Jahren mit der Hyperthermie. Hast du mit den Leuten schon Kontakt gehabt? Ich denke mir, wenn man an einer solch tollen Sache arbeitet, wären vielleicht die Erfahrungen anderer interessant für dich.

LG Albert

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Konrad
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo Wolfgang,

kannst du bitte deinen Varroa Controller auch mal in der Zeitschrift BienenAktuell vorstellen.

Bei unseren Vereinstreffen habe ich schon öfter über deine chemiefreie Behandlung berichtet. Es kommen dann von den alten Hasen immer wieder die gleichen blöden Sprüche. "Hyperthermie hat früher schon nicht funktioniert", "wenn's die Bienen warm haben sollen, dann stopf doch einfach das Flugloch zu", "ja das hat schon einer probiert und im Frühjahr hat er dann bei mir neue Völker gekauft",....

Sie hören da gar nicht richtig zu. Sie meinen da eher, dass da irgend ein Imker wieder mal was gebastelt hat. Experimente gibt es ja immer wieder.

Bitte veröffentliche das in Papierform. Die Herren sind nicht sehr digital.

lg
Konrad

Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Lieber Albert,

ja, selbstverständlich haben wir eng mit den Forschern zur Hyperthermie zusammengearbeiten. Alle aktuellen Erkenntnisse sind in die  Entwicklung des Varroa Controllers mit eingeflossen.

Beste Grüße

Wolfgang

 

 

 

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Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Was bitte kostet dieses Gerät?

Grüße von der Sommerbiene.

Flip
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Servus Wolfgang!

Das ist ja alles recht schön und gut und auch sehr Interessant. Aber was kostet das Teil nun. Sieht ja super aus vom Design her. Und die vielleicht wichtigste Frage...funktioniert es? Hat schon jemand Erfahrung damit? Ausser dir.

Lg Thomas

beepaps
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo Wolfgang !

Nochmals Gruß aus Tirol und nicht nur @Reinhard, auch mich interessiert

> ob es schon eine Preisvorstellung und Auslieferungstermin gibt

> ob es weiterhin Testversuche zur Verbesserung (Betrieb in 1500m) gibt und Teilnehmer gesucht werden

> welche Temperatur wird erreicht

> was passiert mit dem Futter im Futterkranz (Invertase,HMF), dem frisch eingetragenen Nektar (Frühtracht) und dem Pollen bei der Erwärmung

Wäre sehr hilfreich bei der Diskussion über das Thema

mit lieben Grüßen und Dank im Voraus

beepaps

 

liebe Grüße von beepaps

(wer das Kleine nicht ehrt, ist das Große nicht wert)

Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Werte KollegInnen,

darf ich auf alle drei Kommentare wie folgt antworten:

Wir haben vor dieser nun endgültigen Verison des Varroa Controllers (VC)  4 Prototypen gebaut und getestet. Beim Test der Prototypen 2 und 3 waren 25 Imker eingebunden.

Die Ergenisse dieser Tests lassen sich so zusammenfassen: Mit dem VC kann man bei einer Wärmebehandlung das 140-Fache des täglichen Milbenabfalls ernten. Also bei 2 Milben pro Tag kann man 280 Milben aus dem Volk herausholen. Bei 5 Milben pro Tag sind das dann 700 Milben usw.

Nein im Frühjahr, wenn wir diese Wärmebehandlung machen darf man nicht mit dem Faktor 300 hochrechnen sondern mit wesentlich weniger. Ja, im Frühjahr holen wir fast alle Milben heraus. Nein ansitzende Milben gibt es im Frühjahr fast keine, da sich diese ja in der neuen Brut vermehren wollen und sich konsequenterweise auch dort aufhalten.

Daher ist die Wärmebehandlung im Frühjahr so effizient.

Honig, Pollen, etc.- was passiert damit?

Nun, da wir nur die verdeckelte Bienenbrut entnehmen und den Honig und die Pollenwaben im Stock belassen, passiert denen gar nichts.

Weitere Tests?

Die Tests sind abgeschlossen, es sind keine weiteren Tests geplant.

Welche Temperaturen?

Ungefähr 6 Grad über Brutnesttemperatur.

Preis?

Nach dem Bau der ersten Serie von Geräten sind wir aktuell noch in Verhandlungen mit Komponentenherstellern bezüglich einer neuen Preisgesatltung für die zweite Serie. Ich bitte noch um Geduld. Der Preis des Geräts wird am 30. März bekanntgegeben. Ab dann werden Bestellungen entgegengenommen. Die Lieferfrist wird 8 Wochen betragen.

Was passiert bis zum 30. März?

Jeder/Jede kann seine/ihre eigenen Erfahrungen machen - wir werden die Geräte der ersten Serie im Verleih zur Verfügung stellen. Der Verleih beginnt in der ersten Märzwoche. Man kann das Gerät für einen Tag oder ein Wochenende an drei Standorten (OÖ, NÖ, W) ausborgen.

Zudem wird es Startworkshops bei interessierten Imkern/Imkerinnen geben, wo ich persönlich einen Vortrag zur Wärmebehandlung halten werde und das Gerät vorführen werde - Interessentengruppe dafür mögen sich bitte bei mir melden.

Beste Grüße

Wolfgang

 

 

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Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Wolfgang W schrieb:

Preis?

Nach dem Bau der ersten Serie von Geräten sind wir aktuell noch in Verhandlungen mit Komponentenherstellern bezüglich einer neuen Preisgesatltung für die zweite Serie. Ich bitte noch um Geduld. Der Preis des Geräts wird am 30. März bekanntgegeben. Ab dann werden Bestellungen entgegengenommen. Die Lieferfrist wird 8 Wochen betragen.

W

Hallo Wolfgang, wenn Du ein Gerät vorstellst, das ab März verkauft wirst, hast Du bereits seit langem einen Businessplan und damit sehr konkrete Vorstellungen bzw. Planungen über einen Verkaufspreis, alles andere wäre kaufmännisch fahrlässig. Ich möchte gerne einen Ca. Preis wissen, um für mich zu entscheiden, ob es Sinn macht, sich mit diesem Thema überhaupt weiter auseinander zu setzen. Fallweise sind auch Imker Kaufleute. Also sei so freundlich und nenne uns einen Ca.-Preis, alles andere würde ich als Hinhalten bewerten. Wenn der Ca. Preis dann noch günstiger wird, weil Du mit Deinen Lieferanten bessere Preise verhandelt hast. so ist das kein Problem. Danke!

Grüße von der Sommerbiene.

Flip
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Komische Sache! Am 30. März wird der Preis bekanntgegeben. Dann braucht man wahrscheinlich einige Zeit bis man sich entschieden hat ob man sich das kauft oder nicht. Und dann dauert es acht Wochen bis man es bekommt. Dann ist die Saison schon bald wieder vorbei. Also nix für dieses Jahr. Hm, net grad schlau!

Würd der Thomas sagen

Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

 

Wenn man sich vorher ausführlich damit auseinandersetzt, kann man bei Bekanntgabe des Preises sofort eine Entscheidung treffen. Aber meine Zeit ist mir zu wertvoll, als dass ich mich mit einer Sache ausführlich beschäftige, die sich dann eventuell als zu teuer herausstellen könnte. Deswegen also meine Bitte um einen sofortigen Richtpreis. Ich finde es strategisch nicht klug, den Interessenten eine Richtpreis vorzuenthalten.

Grüße von der Sommerbiene.

albert
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo Thomas,

Und was war in den 30 vergangenen Jahren, seit es die Varroa gibt? Da gab's den VC auch nicht. Irgendwann kommt so ein Gerät auf den Markt. Die Entwicklung, die Produktion und vieles mehr ist von so vielen Faktoren abhängig, dass man sich da nicht immer den klügsten Zeitpunkt aussuchen kann.

Das Angebot von Wolfgang, sich das Gerät ausborgen zu können um es zu testen, halte ich für sehr gut. Bis zur nächsten Imkersaison hast du dann ausreichend Zeit, über einen eventuellen Kauf nachrudenken. Du unterliegst dann keinem Zeitdruck, dass du dich sofort entscheiden musst, weil du sonst keinen mehr rechtzeitig bekommst.

Das halte ich für kundenfreundlicher, als eine Hopp- oder Dropp-Aktion.

LG Albert

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Rabe
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo,

Albert, es stimmt, daß auch die letzten 30 Jahre geimkert wurde ohne einen VC und es deshalb auf ein Jahr mehr oder weniger nicht ankommt, aber ich muß auch Hannes schon wieder Recht geben:

Grundsätzlich ist es vorab interessant, ob das Gerät 150€, 600€, 900€, 1500€ oder noch mehr kosten wird. Die Größenordnung genügt doch.

So wie es jetzt ist, wird der Mund mit interessanten Infos wässerig gemacht, aber ein entscheidender Punkt fehlt halt. Wenn der Preis jenseits meines Budgets (meiner Zahl-Bereitschaft) liegt, dann brauche ich da gar nicht mehr drüber nachdenken, egal, wie gut der VC ist.

Das ist wie bei Hausbesichtigungen, wo ein ganz tolles Haus gezeigt wird, alle Vorzüge aufgelistet und dann gaaanz am Schluß der Preis kommt, je teurer oder weiter weg vom Limit, desto später wird er gesagt. Das Ziel dieser Vorgehensweise, die Marketing-Strategie ist schon klar, aber wir sind halt ungeduldig.

Landbiene in Hohenheimer Beute
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albert
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo,

Ich verstehe eure Ungeduld. Ich weiß bis jetzt auch noch keinen Preis. Aus der Gerüchteküche habe ich gehört, dass es sich im Beginn des letzten 3-stelligen Drittels bewegen wird. Das ist wie gesagt derzeit nur ein Gerücht. Ich weiß, dass Wolfgang intensiv an der Umsetzung einer möglichts preisgünstigen Variante arbeitet. Also warten wir darauf, was sich daraus entwickelt.

LG Albert

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Reinhard
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Also ich interessiere mich für eine Vorführung und wenn das interessant und für mich akzeptabel erscheint, kann ich mir ein Leihgerät für 1 Tag vorstellen oder sogar den Kauf innerhalb einer Gruppe von Imkern bzw. innerhalb eines Vereins.

Darüber entscheidet dann..... richtig, der Preis

 

Pfiati, Reinhard

 

Rabe
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Reinhard schrieb:
Also ich interessiere mich für eine Vorführung und wenn das interessant und für mich akzeptabel erscheint, kann ich mir ein Leihgerät für 1 Tag vorstellen oder sogar den Kauf innerhalb einer Gruppe von Imkern bzw. innerhalb eines Vereins.

Darüber entscheidet dann..... richtig, der Preis

interessiert an einer Vorführung oder Leihgerät wäre ich auch und mit Sicherheit unser ganzer Verein und der Dr. Liebig oder andere von Hohenheim bestimmt auch.

Wenn also eine Möglichkeit besteht eine solche Vorführung zu uns nach Kirchheim/Teck zu bekommen, dann kann ich da schon einige Imker auftreiben, die das anschauen wollen. Ist halt eine ganz schöne Entfernung.

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Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Ich liebe meine Bienen und würde daher gerne Geld ausgeben, um ihnen die aufreibende Varroa-Behandlung im herkömmlichen Sinn zu ersparen. Für mich stellen sich daher folgende Fragen:

1.

Die Bienen sind bemüht, die Bruttemperatur ziemlich konstant um die 36 Grad zu halten. Eine Erhöhung der Bruttemperatur für 2 Stunden halte ich für äußerst bedenklich bzw. können wir hier alle nicht abschätzen, was das mittel- bis langfristig für die Bienen bedeutet bzw. wie sehr wir die Brut damit schädigen. Was bedeutet das für die Bienenbrut? (Eiweiß gerinnt etwa bei 42 Grad). Das kann uns der Hersteller vermutlich weder mit Sicherheit sagen noch Bedenken dahingehend nachhaltig zerstreuen.

2.

Ersparen wir uns mit diesem Gerät die herkömmliche Varroabehandlung? Ich denke nein, weil mit dieser Behandlungsmethode nicht einen Großteil der Milben (also zumindest 70-80%) vernichtet werden können, ws aber erforderlich ist, um nicht mehrmals zu behandeln. Hier wird ja immer vom Frühling gesprochen. Was ist mit der Sommer bzw. Schlussbehandlung?  Was ist mit den Bienen, die ja nicht auf den Brutwaben sitzen, sondern im Stock "warten", bis sie ihre erhitzte Brut wieder zurückerhalten? Die müssen ja auch behandelt werden.

3.

Unter der Annahme, dass auch weiterhin herkömmlich behandelt werden muss: Steht der Gesamtaufwand an Investition, Energiekosten und Zeitaufwand in Relation zum Resultat bzw. Erfolg?

 

Grüße von der Sommerbiene.

Rabe
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo Hannes,

wie mir hier mal vorgeworfen wurde: nicht immer alles nur negativ sehen. Lachend

Sommerbiene schrieb:
1. Das kann uns der Hersteller vermutlich weder mit Sicherheit sagen noch Bedenken dahingehend nachhaltig zerstreuen.

2. Ersparen wir uns mit diesem Gerät die herkömmliche Varroabehandlung? Ich denke nein, weil mit dieser Behandlungsmethode nicht einen Großteil der Milben (also zumindest 70-80%) vernichtet werden können, ws aber erforderlich ist, um nicht mehrmals zu behandeln. Hier wird ja immer vom Frühling gesprochen. Was ist mit der Sommer bzw. Schlussbehandlung?  Was ist mit den Bienen, die ja nicht auf den Brutwaben sitzen, sondern im Stock "warten", bis sie ihre erhitzte Brut wieder zurückerhalten? Die müssen ja auch behandelt werden.

3. Unter der Annahme, dass auch weiterhin herkömmlich behandelt werden muss: Steht der Gesamtaufwand an Investition, Energiekosten und Zeitaufwand in Relation zum Resultat bzw. Erfolg?

zu 1: es gibt doch eine längere Ideen-, Test- und Untersuchungsphase, auch von unabhängigen Imkern. Es wurden keine Schäden / Auffälligkeiten berichtet.

zu 2: so wie ich es aus den Texten verstanden habe, sind im zeitigen Frühjahr fast alle Milben in den Brutzellen und fast keine auf den Bienen.

zu 3.: wenn dann weiterhin herkömmlich behandelt wird, dann lohnt es sich sicher nicht.

Landbiene in Hohenheimer Beute
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Flip
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

@Albert

Ich meins ja net so, schön langsam solltest mich kennen.Cool

@all

Man sollte auch bedenken das das auch ein ordentlicher Eingriff ist so zeitig im Frühjahr. Also mir grausts bei dem Gedanken um diese Zeit alle Brutwaben rausnehmen zu müssen. Keine Ahnung was dieser ungeheure Stress bewirkt. Es widerspricht gänzlich dem gelernten.

Thomas

Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Rabe schrieb:

Hallo Hannes,

wie mir hier mal vorgeworfen wurde: nicht immer alles nur negativ sehen. Lachend

Vorsicht! Die mögliche positive Seite dieses Gerätes kennen wir alle. Aber wie immer im Leben sollte man bei einer Entscheidung überlegen, was kann schlimmstenfalls das Resultat sein? Also man sollte einfach an alles denken. Wenn ein Unternehmer investiert, ist das gut und positiv. Aber: Wird er die Investition auch im Falle einer Weltwirtschaftskrise hereinspielen können? Was kann er tun, um so sorgfältig und verantwortungsvoll wie möglich vorzugehen?

Genauso ist es hier: Dieses Gerät klingt toll. Aber wie sieht es im Detail aus? Hier geht es um sensibleTiere. Warum wohl hält die Biene eine so konstante Temperatur für die Brut, wenn dann so mancher Mensch kommt und denn Stock bei 2 Grad aufreißt, um Oxalsäure reinzuspritzen, weils halt einfacher ist als verdampfen? Oder zwei Stunden lang die Waben bei 41 Grad lagert, damit die Varroas hin sind?

Es stellen sich hier einfach eine Vielzahl an Fragen, die uns der Erzeuger dieser Geräte mit Sicherheit nicht alle beantworten kann. Diesen Fragen muss man aber nachgehen, weil es unterm Strich dann vielleicht eine Vereinfachung für uns Imker, aber eine zusätzliche Belastung für den Bien darstellt. Es ist mir wurscht, ob das Ding 700 oder 900 Euro kostet. Aber es muss den Bienen echt was bringen, sonst hat es für mich als Bioimker keinen Sinn.

Ein Erwerbsimker hat da vielleicht wieder eine andere Strategie, die sich mit meiner nicht unbedingt decken muss.

Grüße von der Sommerbiene.

Rabe
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

so sehe ich es ja auch, drum habe ich den Schmaili gemacht.

Alles hinterfragen und durchdenken, das wurde mir eben als "schlechtmachen" und "negativ denken" ausgelegt.

Gruß Ralf

Landbiene in Hohenheimer Beute
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Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Werte KollegInnen,

gerne antworte ich auf die letzten Kommentare wie folgt:

Methode der Hyperthermie?

Diese wurde nicht von mir erfunden sondern ist schon seit 1994 bekannt und seit dessen erprobt. Von uns wurde nicht die Methode erfunden sondern das Gerät des Varroa Controllers mit dem die Methode der Hyperthermie nun praktisch anwendbar werden wird.

Der Experte der Hyperthermie ist Prof. Dr. Wolf Engels von der Universität Tübingen, Zoologisches Institut, Lehrstuhl Entwicklungsphysiologie. Er hat uns in der Entwicklung des VC beraten.

Brutrahmen entnehmen - wann?

Natürlich nur wenn es entsprechend warm ist und wenn sie frisch verdeckelt sind.

Effizienz der Methode?

Wir haben in den Test im Durchschnitt das 140-fache des täglichen Milbenabfalls an Milben durch die Wärmebehanldung ernten können. d.h:bei 2Milben/Tag sind das 280Milben bei 5Milben/Tag sind das 700Milben.

Je früher man das macht desto besser, da dann (fast) alle Milben in der Brut sind - siehe Posting zur Methode.

Vorführung in Deutschland?

Ja, ich komme gerne vorbei - wir müssen die Termin nur gut und vor allem rechtzeitig abstimmen und festlegen. Distanz ist für mich kein Problem.

Preis?

Ich verstehe die Ungeduld und möchte auch gerne Orientierung geben: Der Varroa Controller ist mit hochwertigen Komponeten und Regeleletronik ausgestattet und wird sich im Preisberich einer guten Honigschleuder bewegen. Abhängig von der Möglichkeit der Nutzung von Spättrachten rechnet sich der VC in 2-3 Jahren.

Wer sich den VC nicht kaufen will: Wir bieten wie schon erwähnt in Österreich einen Verleih der Geräte an:

72 Euro pro Tag

130 Euro pro Wochenende

350 Euro pro Woche

Für Ortsgruppen und Vereine: 870 Euro pro Monat

Für die ersten Erfahrungen können die Geräte im ersten Monat (bis 10.April, 2011) mit 20% Rabatt ausgeliehen werden.

Wer an Miete oder Kauf  interessiert ist möge mir ein email zur Reservierung schicken.

Mit besten Grüßen

Wolfgang

 

 


 

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Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Wolfgang W schrieb:

Wer an Miete oder Kauf  interessiert ist möge mir ein email zur Reservierung schicken.

Mit besten Grüßen

Wolfgang

 

Der Kaufpreis wird zwar weiterhin nicht bekanntgegeben, aber wir sollen schon mal ein email zur Reservierung senden. Lächelnd

Ich gewinne langsam den Eindruck, dass dieses Unternehmen die Realität nicht kennt. 

Grüße von der Sommerbiene.

Manfred
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Bei empfohlen dreimaliger Behandlung komme ich grob gerechnet auf ca. 1.5 Stunden Zeitaufwand pro Volk.

@Sommerbiene: Darunter könnte die Beziehung erheblich leiden. Lächelnd

 

Herzliche Grüße Manfred

Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Lieber Manfred,

das ist nicht ganz das was ich geschrieben habe. Richtig ist vielmehr, dass eine zweimalige Behanldung eine im März/April und die andere im Aug. ausreicht. Dabei behandelt man 6 Völker in 2 Stunden.

Unseren Erfahrungen nach lässt sich diese Behanldung sehr gut in die sonstigen Arbeiten am Bienenstand integrieren.

Beste Grüße

Wolfgang

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Reinhard
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Ich wiederhole mich noch einmal gerne:

Ich möchte gerne einmal eine Vorführung sehen, lässt sich das organisieren, Wolfgang?

Pfiati, Reinhard

 

xmike13
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

... und wenn das so ist wäre ich gerne dabei...Lächelnd

lg

mike

Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Reinhard schrieb:

Ich wiederhole mich noch einmal gerne:

Ich möchte gerne einmal eine Vorführung sehen, lässt sich das organisieren, Wolfgang?

Reinhard, was erwartest Du Dir von dieser Vorführung konkret?

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hanhabung des Gerätes an und für sich, warum nicht?

Bevor ich mir ein Urteil bilde oder etwas kaufe/leihe,... will ich mich informieren!

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Wolfgang W schrieb:

das ist nicht ganz das was ich geschrieben habe. Richtig ist vielmehr, dass eine zweimalige Behanldung eine im März/April und die andere im Aug. ausreicht. Dabei behandelt man 6 Völker in 2 Stunden.

Sorry, aber das halte ich für mehr als unwahrscheinlich. Das möchte ich doch gerne im Detail wissen, wie Du das errechnet hast (also Anzahl der Brutrahmen usw.) Hier wird das schon etwas simpel vorgestellt, ohne auf gewisse Fragen einzugehen (Behandlung der Bienen, Folgen für die Brut, usw. Kaupreis) Unangenehme Fragen werden einfach ignoriert und nicht beantwortet.

Grüße von der Sommerbiene.

albert
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Lieber Hannes,

Ich würde dich bitten, etwas die Luft herauszunehmen. Ich verstehe einfach nicht, warum du so agressiv und mit Vorurteilen behaftet an dieses Thema herangehst. Diese Vorwürfe fast schon im Stakkato vorgetragen sind entbehrlich.

Wolfgang wohnt nicht im Forum. Ich habe schon den Eindruck, dass er sich bemüht, die Fragen ausführlich zu beantworten.

Er schrieb zum Beispiel, dass im zeitigen Frühjahr, wenn nicht mehr als 3 verdeckelte Brutwaben vorhanden sind, diese ohne Begleitbienen zu entnehmen und zu behandeln. Da 18 Waben in den Controller passen, sind 6 Völker in 2 Stunden behandelt. Da die allergrößte Zahl der Varroa bestrebt ist, in der verdeckelten Brut sich zu vermehren, ist der Erfolg mit mehr als 80% gegeben.

 

LG Albert

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Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Lieber Albert,

ich muss Dich hier höflich korrigieren. Ich bin weder aggressiv noch habe ich Vorurteile gegen Wolfgang oder das Gerät, es gibt überhaupt keinen Grund dazu. Wenn jemand hier im Forum ein Gerät vorstellt, dann muss er sich schon auch darauf vorbereiten, dass Fragen, Bedenken oder Vorbehalte kommen. Es wäre daher sehr nett, wenn diese Fragen beantwortet werden oder zumindest ein Versuch unternommen wird, diese Bedenken zu zerstreuen oder zu korrigieren. Ich finde die Art und Weise sonderbar, einerseits auf Ersuchen um einen Richtpreis nicht zu antworten und andererseits zu schreiben, wer an Kauf interessiert ist, soll ein Mail zur Reservierung senden. Diese Gerät wird voraussichtlich einige Tausend Euro kosten. Da möchte ich - und vermutlich auch andere Kollegen - schon gerne mehr wissen und auch ganz klar meine Vorbehalte kundtun.

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

Manfred
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Grüß Dich, Wolfgang

 

Na dann gehe ich in medias res:

"Gegen Ende der Brutphase, wenn das Brutnest wieder zurückgegangen ist (Juli/August) und wieder 3-4 verdeckelte Bruträhmchen im Volk vorhanden sind, wird die Wärmebehandlung wiederholt. Dann werden wieder die vermehrungswilligen Milbenweibchen getötet. Hier ist eine Behandlung in zwei Etappen im Abstand von 14-21 Tagen sinnvoll - abhängig vom Vorhandensein von unverdeckelter Brut während der ersten Behandlung."

und frage, was bedeutet dann des ?

 

Damit ist  jedoch noch nicht alles getan,

die Drohnenbrut kommt auch noch dran.

 

Herzliche Grüße Manfred

albert
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Lieber Hannes,

Wenn das so ist, dann lass bitte die Belehrungen weg, wie sich ein Unternehmer in deinen Augen zu präsentieren hat. Das tut hier nämlich gar nichts zur Sache. Wolfgang informiert über das, was er seriöser Weise weitergeben kann. Da dieses Gerät bestenfalls für die Sommerbehandlung in Frage kommt, und realistischer Weise kommendes Jahr zur Verfügung steht, ist es nicht notwendig, jemanden auf die Zehen zu treten und derart Druck zu machen.

LG Albert

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Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Ich möchte jetzt auch noch mal meine Fragen - ohne jeden Anflug von vermeintlicher Aggression - forulieren bzw wiederholen:

1.

Was wird dieses Gerät aller Voraussicht nach kosten? Das der Preis wie der einer guten Honigschleuder ist, würde bedeuten, zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Das ist ein wenig unpräzise.

2.

Gibt es Untersuchungen bzw. Resultate, was eine mögliche Schädigung der Brut betrifft? Immerhin soll nur verdeckelte Brut behandelt werden. Wie ich lese, gibt es ja auch die bereits praktizierte Möglichkeit, die 3 Rahmen Brut bereits im Frühjahr ohne nennenswerte Verzögerung auszuschneiden und so die Milbenzahl zu reduzieren und den gleichen Effekt zu erzielen.

3.

Können exakte Werte hinsichtlich der konstanten Temperatur im Gerät bzw. äußerst möglicher Schwankungen garantiert werden?

4.

Unter der Voraussetzung, dass auf jegliche bisher übliche chemische Behandlung verzichtet wird: Wie ist hier der tatsächliche Zeitaufwand  (bitte um Verzeihung, wenn es mir - wie auch Manfred - schwerfällt, die angegebenen 2 Stunden als wahrscheinlich zu bewerten).

Ich halte hier nochmals fest, dass ich Interesse an diesem Gerät habe, sonst wäre mir meine Zeit zu schade, mich damit auseinanderzusetzen. Aber der Verkäufer dieses Gerätes sollte sich bewusst sein, dass man bei einer derartigen Ausgabe (und Imker sind finanziell nicht im Übermaß liquid, das meine ich mit Realität) schon sehr genau hinterfragt. Und da geht es mir nicht um eine Vorführung, denn dass Milben fallen werden und das Gerät funktioniert, davon gehe ich schon aus.

Vielen Dank für die Beantwortung dieser Fragen.

Grüße von der Sommerbiene.

Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Reinhard schrieb:

Ich wiederhole mich noch einmal gerne:

Ich möchte gerne einmal eine Vorführung sehen, lässt sich das organisieren, Wolfgang?

 

Lieber Reinhard und andere Interessierte,

Ja, sehr gerne offeriere ich eine Vorführung und Anwendung des Geräts. Ich schlage vor wir vereinbaren einen Zeitpunkt Mitte März bei einem Imker, der gerne einige seiner Völker wärmebehandeln würde.

Ich erklär dann die Theorie der Wärmebehandlung und dann gehts zur praktischen Anwendung - wir entnehmen die Brut und behandeln dann 2 Stunden lang.

Dann kann der Imker in den folgenden 14 Tagen den Abfall der Milben beobachten und auch dem Forum hier mitteilen.

Meine Bitte dabei wäre Völker auszuwählen, von denen die Varroabelastung sehr genau bekannt ist. Von denen Daten über der natürlichen Abfall der Milben seit Mitte Jänner - also ab jetzt - vorliegen. (Das ist auch der Grund warum ich das jetzt schon thematisiere).

Beste Grüße

Wolfgang

 

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Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Manfred schrieb:

Grüß Dich, Wolfgang

 

Na dann gehe ich in medias res:

"Gegen Ende der Brutphase, wenn das Brutnest wieder zurückgegangen ist (Juli/August) und wieder 3-4 verdeckelte Bruträhmchen im Volk vorhanden sind, wird die Wärmebehandlung wiederholt. Dann werden wieder die vermehrungswilligen Milbenweibchen getötet. Hier ist eine Behandlung in zwei Etappen im Abstand von 14-21 Tagen sinnvoll - abhängig vom Vorhandensein von unverdeckelter Brut während der ersten Behandlung."

und frage, was bedeutet dann des ?

 

Damit ist  jedoch noch nicht alles getan,

die Drohnenbrut kommt auch noch dran.

 

Herzliche Grüße Manfred

 

Lieber Manfred,

ja die Wärmebehandlung braucht mehr Zeit als die chemische. Ja er lassen sich aber auch einige zusätzliche Vorteile daraus erzeilen, wie z.B. die Nutzung einer Spättracht.

Ja ich kann mir gut vorstellen, dass es Imker gibt, die einen klugen Weg finden diese Mehrarbeit in die normalen Arbeiten am Bienenstand zu integrieren.

Wenn ich ohnehin am Stand etwas zu tun habe, kann ich doch schnell 6 Völker öffnen und die drei Bruträhmchen entnehmen und in den Varroa Controller hängen. Dann mache ich meine sonstigen geplanten Arbeiten. Nach zwei Stunden hänge ich die Bruträhmchen zurück - das wars. Beim nächsten Besuch kommen die nächsten 5-6 Völker dran. Von den Imkern, die bisher mit den Prototypen gearbeitet haben fanden die wenigsten dies ein Problem.

Ja, Du hast recht, dass im Juli/August wenn es geleich viel offene wie verdeckelte Brut gibt ein weitere Druchgang sinnvoll ist. Das muss aber nicht so sein - wenn alle gleich verdeckelt sind kommt man mit zwei Durchgängen aus.

Beste Grüße

Wolfgang

PS: Die Drohnenbrut muss man nicht behandeln, man kann diese auch ausschneiden. Wenn ich diese sowieso schon entnehme und in der Hand habe, tun mir die Drohnen einfach leid - ich steck sie schnell in die Maschine und lass diese somit am Leben. Wer diese lieber ausschneidet soll das bitte auch weiterhin tun - ist nur ein zusätzliche Option. Nicht mehr und nicht weniger.

 

 

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Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Sommerbiene schrieb:

Ich möchte jetzt auch noch mal meine Fragen - ohne jeden Anflug von vermeintlicher Aggression - forulieren bzw wiederholen:

1.

Was wird dieses Gerät aller Voraussicht nach kosten? Das der Preis wie der einer guten Honigschleuder ist, würde bedeuten, zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Das ist ein wenig unpräzise.

2.

Gibt es Untersuchungen bzw. Resultate, was eine mögliche Schädigung der Brut betrifft? Immerhin soll nur verdeckelte Brut behandelt werden. Wie ich lese, gibt es ja auch die bereits praktizierte Möglichkeit, die 3 Rahmen Brut bereits im Frühjahr ohne nennenswerte Verzögerung auszuschneiden und so die Milbenzahl zu reduzieren und den gleichen Effekt zu erzielen.

3.

Können exakte Werte hinsichtlich der konstanten Temperatur im Gerät bzw. äußerst möglicher Schwankungen garantiert werden?

4.

Unter der Voraussetzung, dass auf jegliche bisher übliche chemische Behandlung verzichtet wird: Wie ist hier der tatsächliche Zeitaufwand  (bitte um Verzeihung, wenn es mir - wie auch Manfred - schwerfällt, die angegebenen 2 Stunden als wahrscheinlich zu bewerten).

Ich halte hier nochmals fest, dass ich Interesse an diesem Gerät habe, sonst wäre mir meine Zeit zu schade, mich damit auseinanderzusetzen. Aber der Verkäufer dieses Gerätes sollte sich bewusst sein, dass man bei einer derartigen Ausgabe (und Imker sind finanziell nicht im Übermaß liquid, das meine ich mit Realität) schon sehr genau hinterfragt. Und da geht es mir nicht um eine Vorführung, denn dass Milben fallen werden und das Gerät funktioniert, davon gehe ich schon aus.

Vielen Dank für die Beantwortung dieser Fragen.

 

Vielen Dank für die Fragen, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:

ad 1.)

unter 2000 Euro

ad 2.)

ja, es kommt zu Brutschäden, wenn die Temperatur zu hoch ist. Wir haben diese Brutschäden bewußt provoziert, um die Grenzen für die Temeraturen zu finden. Wenn man unter den kritischen Temperaturen bleibt kommt es zu keinen Brutschäden.

Wer lieber die Frühjahrsbrut ausschneiden und töten will soll das tun. Ich würde davon abraten erachte ich doch die Frühjahrsbrut und die Winterbienen als die "wichtigesten Bienen" im Bienenjahr

ad 3.)

Das ist die zentrale Frage: Hier ein klares JA. Hier arbeiten wir mit hochpräzisen Temperatursensoren und einer programmgesteuerten Regelelektronik. Es ist aber nicht nur die Temperatur zu regeln sondern auch sicherzustellen, dass ständig die Stockfeuchtigkeit herrscht. Denn sonst gibt es wieder Brutschäden. Wir haben in Tests auch offene (empfindliche) Brut behandelt - nur um zu sehen, ob das auch gut geht. Antwort: Ja, das klappt auch - hängt aber von der Feuchtigkeit ab. Nein, Eier haben es nicht geschafft, diese zu Testzwecken mitbehandelten Eier wurden von den Bienen ausgetragen.

ad 4.)

Grundsätzlich kann man bei einer Behandlung von 3 Bruträhmchen pro Volk von 6 Völkern in zwei Stunden ausgehen. Wartet man länger ist das Brutnest größer, schafft man nur 5 oder 4 Völker in den zwei Stunden.

Hat man die Frühsjahrsbehandlung gemacht hat man üblicherweise bis zum Spätsommer nichts zu tun. Außer man hat ein großes Herz für Drohnen und gönnt denen das Leben.

Im August (wenn das Brutnest wieder 3 Rähmchen stark ist) empfiehlt sich die zweite Behandlung nach dem gleichen Muster. Mit etwas Planung lässt sich die zusätzliche Zeit für die Wärmebehanldung aber gut in die sonstigen imkerlichen Arbeiten am Stand integrieren.

Ja, mir ist bewußt, dass das Gerät nicht ganz billig sein wird. Ehrlich: Wir wollen es so günstig wie möglich anbieten stoßen bei unseren Zulieferern aber auf Grenzen.

Umgekehrt sollte auch der Mehrwert abseits der Varroabehandlung überlegt werden: 120 kg Waldhonig als nutzbare Spättracht hat ja auch einen Wert.

Danke fürs intensive Interesse am Varroa Controller

Wolfgang

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Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo Wolfgang,

der Preis ist hoch, aber für mich noch im Bereich des Möglichen. Ich werde dieses Gerät kaufen, wenn ich die Sicherheit habe, dass ich

1.

auf chemische Behandlung zur Gänze verzichten kann.

2.

Die Belastung auf das Immunsystem der Bienen dadurch reduziert wird und es keinerlei Brutschädigung gibt.

3. Der Zeitaufwand nicht wesentlich höher als beschrieben ist.

 

Es eilt für mich nicht, weil ich immer gerne die ersten Erfahrungsberichte abwarte. Bei der Vorführung möchte ich jedoch dabei sein, um persönlich mit Dir sprechen und Details abklären zu können.

 

Danke!

 

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

Wolfgang W
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Sommerbiene schrieb:

Es eilt für mich nicht, weil ich immer gerne die ersten Erfahrungsberichte abwarte. Bei der Vorführung möchte ich jedoch dabei sein, um persönlich mit Dir sprechen und Details abklären zu können.

 

Ja, verstehe ich gut. Genau deshalb bieten wir die Geräte zu einem sehr niedrigen Mietpreis zum Verleih an. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele ihre eigenen Erfahrung machen - sich ein Gerät ausborgen und dann entscheiden, ob es den Kauf wert ist.

Hinweis: Die bezahlte Miete wird bei einem späteren Kauf angerechnet (gilt für Tages und Wochenendmieten).

 

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Reinhard
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Wolfgang W schrieb:

Hinweis: Die bezahlte Miete wird bei einem späteren Kauf angerechnet (gilt für Tages und Wochenendmieten).

Das ist ein faires Angebot. Wenn das Gerät also irgendwo im Einsatz ist, dann schaue ich mir das sehr gerne an. Genaues vorheriges und nachheriges Varroazählen ist bei mir durch die windige Gegend leider nur sehr bedingt möglich. Daher kann ich meine Stöcke zu Testzwecken nicht zur Verfügung stellen, sorry!

Pfiati, Reinhard

 

Manfred
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Grüß Euch,

 

Tabelle 1 und 2, Seite 10,  zeigen die Auswirkungen verschiedener Aufzuchttemperaturen:

http://www.opus-bayern.de/uni-wuerzburg/volltexte/2005/1590/pdf/Brigitte...

 

Inwiefern hinterläßt eine kurzfristigere Erwärmung ihre Spuren ?

 

fragt der Manfred

 

Mindelsee
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Hallo,

 

kommen wir bitte zurück zum Praktischen.

 

1. Müssen Waben einzeln hantiert werden und/oder bienenfrei gemacht werden wie bei der ersten Entwicklungsversion?

2. Ist ein Gerät in der Dimension 20 Völker/2-3 h geplant?

3. Kann das Gerät mit unterschiedlichen Rähmchen- und Zargenmaßen/-bauweisen arbeiten (ohne Umbaumaßnahmen)?

4. Kann das Gerät am Stand (Wind, Schnee, Regen, kühle Außenluft) eingesetzt werden?

 

Die Frage von beepaps "Was geschieht mit dem Futter" ist unbeantwortet. Im März sind bei uns "Brutbretter" ohne jede Futter- und Pollenreserven unüblich und vorallem unerwünscht.

Gruß vom warmen Mindelsee

 

Michael

Sommerbiene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Manfred schrieb:

Grüß Euch,

 

Tabelle 1 und 2, Seite 10,  zeigen die Auswirkungen verschiedener Aufzuchttemperaturen:

http://www.opus-bayern.de/uni-wuerzburg/volltexte/2005/1590/pdf/Brigitte...

 

Inwiefern hinterläßt eine kurzfristigere Erwärmung ihre Spuren ?

 

fragt der Manfred

Genau das ist die Frage (Die uns aber der Erzeuger dieses Gerät nicht beantworten wird, weil er erstens befangen ist und zweitens diese Erfahrung und das Wissen gar nicht haben kann). Wer weiß denn schon, was das Erhitzen der Brut für 2 Stunden mittel bis langfristig für Auswirkungen auf den Bien hat? Wir wissen es ja nicht einmal bei der AS oder der OS mit Sicherheit.

Nicht nur ich soll einen Vorteil haben, sondern in erster Linie die Bienen. Wenn ich anstelle mit der Ameisensäure nun die Bienen mit der Erhitzung der Brut schädige, so bleibe ich lieber bei der Ameisensäure. Ich bin gerne bereit, Zeit und Geld zu investieren, wenn es ein sauberes  Arbeiten ist und das Immunsystem der Bienen nicht so stark belastet wird.

Aber die ersten Imker werden Erfahrungen machen, darüber berichten und wir können uns in aller Ruhe zurücklehnen und warten. Unter den ersten zu sein, ist nie gut.

Grüße von der Sommerbiene.

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Re: Produkteinführung Varroa Controller

Sommerbiene schrieb:

 

Nicht nur ich soll einen Vorteil haben, sondern in erster Linie die Bienen. Wenn ich anstelle mit der Ameisensäure nun die Bienen mit der Erhitzung der Brut schädige, so bleibe ich lieber bei der Ameisensäure. Ich bin gerne bereit, Zeit und Geld zu investieren, wenn es ein sauberes  Arbeiten ist und das Immunsystem der Bienen nicht so stark belastet wird.

 

Nun ja, selbst wenn du die Lebensdauer einer Generation herabsetzt hast du die Chance einer Varroareduzierung wo du sonst fast nichts machen kannst.... geschweige denn AS oder OS

lg

mike

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Re: Produkteinführung Varroa Controller

 

Sommerbiene schrieb:

Wenn ich anstelle mit der Ameisensäure nun die Bienen mit der Erhitzung der Brut schädige,....

Die von Michael zitierte Studie zeigt zwar in den Tabellen die Verschlechterung bei hoheren Temperaturen, aber äußerst wichtig ist auch ein Satz vor den Tabellen.

Zitat:

Auch zu hohe Temperaturen schaden der Brut. In TABELLE 1 sind die Auswirkungen der
Temperatur auf die Entwicklungszeit und die Sterberate der Bienenbrut zusammengefasst.
Diese Werte gelten, wenn die genannten Temperaturen während des gesamten Entwicklungszeitraumes
auf die Brut eingewirkt haben. (Es'kov 1982), in TABELLE 2 ist eine genauere
Untersuchung zur Entwicklungsdauer und Schlupfrate in Abhängigkeit von der Aufzuchttemperatur
aufgeführt (Groh et al. 2004).

Schaut´s jetzt die Gefährdung anders aus? Oder ist es gar keine mehr, bei bloß 2 Stunden?

flotte biene

 

Mindelsee
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

So ganz verstehe ich das nicht.

 

Wieso muß ich denn zu Beginn der Populationsentwicklung was machen wenn ich nach Ende der Brutphase eine OS-Behandlung gemacht habe?

Wir haben 25 oder 30 Jahre super mit der Milbe von Januar/Februar bis Ende Juni gelebt. Einen Großteil der Zeit haben wir auch keine "Restentmilbung" oder "Winterbehandlung" gebraucht. Und jetzt entwickeln wir den "Sauberkeitstick" und versuchen die andersweitige Völkerschwächung mit allem Möglichen auszugleichen?

Wieso nicht die Ursachen bekämpfen?

Meine Bienen bekommen im März (Beginn der umfangreichen Populationsentwicklung) und auch nicht in April und Mai keine Essigsäure oder Hitze. Dafür habe ich keine Zeit, da kümmere ich mich lieber um optimale Völkerführung und Trachtbedingungen. Wenn meine Völker nach 10 oder 12 Wochen nach OS-Behandlung schon wieder am Dahinvegetieren sind, dann ist das sicher nicht nur Varroa destructor.

Das die Versuche extrem niedrige Varroa-Counts zu erreichen nicht immer zielführend sind haben ja auch Alberts Zahlen nach der KS-Sanierung gezeigt.

 

Imkern wir mit der Milbe.

Trotzdem halte ich Hyperthermie für interessant: Im Rahmen der Sammelbrutablegerbildung zum Beispiel.

 

Gruß vom warmen Mindelsee

 

Michael

 

flotte biene
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Re: Produkteinführung Varroa Controller

heeee, ich wollte nur Sommerbiene zitierenBrüllend

Reinhard machts wieder gut!