Völkerführung

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Neustädter
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Völkerführung

Sehr geehrte Imkerinnen und Imker!

Da es in diesem Forum zu machen erstgemeinten Beiträgen an Anworten fehlt, möcht ich meine Sicht der Dinge anführen!

Jeder verwantwortungsvolle Imker sollte bezüglich seines Heimtabienenstandes die Trachtsituation seine Bienenvölker über das Bienenjahr gesehen prüfen.

Bienenvölker sind wie von der geschätzten "Sommerbiene" angesprochen eine Nutztierrrasse, deren Haltung nichts so einfach ist als vielleicht in manchen Kursen oder im Internet verkündet wird.

Ohne Betreuung durch den  verantwortungsvollen Imker wird daraus nichts werden. Die Zeiten des hohlen Baumes sind leider vorbei.

Im Zuge der ORF-Schwerpunktaktion betreffend Bienen, hat doch ernsthaft ein Imker behauptet, Imkerneulinge würden zu oft ihre Bienenvölker stören, durch Einsichtnahme!? Keine Erwähnung jener Arbeiten die zur Schwarmverhinderung dienen. 

Jeder nach seiner Meinung?!

Jetzt bei der großen Hitzewelle ist es noch mehr angebracht den Bienen eine Bienentränke zur Verfügung zu stellen!  Sollte doch sowie so  sein?! Sollte es erfoderlich sein!

Ich ersuche nach einmal, die bestehenden Gesetze einzuhalten!

Mindesabstände zu Heimtabienenstände sind gesetzlich verankert, Abstände zu einem Wanderimker jedoch nicht. Laut meiner Erkundigungen hat sich der Erwerbsimkerbund dagegen ausgesprochen.

Es würde daher ohne Probleme ein Heimatbienenstand neben den Völkern des Wanderimkers errichtet werden können. Wie sieht es dann im nächsten Jahr aus?!

Muß dann der Herr Wanderimker die Mindesabstände einhalten?!

Imker sollten mit ihrem Nachbarimker die Behandlungen der Völker abstimmen! Was nützt diese Abstimmung jedoch wenn gemietete Bienen aufgestellt werden deren Bienenbeuten von Grundstückseigentümern  oder Mieter nicht geöffnet werden dürfen?!

Was passiert mit diesen Völkern nach der Mietdauer? Dazu eine neue Idee von Herrn BODNER!

Ein Beispiel aus Wien!

Seit Jahren hat ein Imker in Wien in einer Gärtnerei unmittelbar neben eines Friedhofes einige Bienenvölker zu Aufstellung gebracht.  Siehe da, im Frühjahr kein Bieneflug, später im Jahr dann Bienenflug, sei es durch den Besatz oder durch Naturschwärme, die die offenen Bienenbeuten besiedelt hatten. Dann im Herbst wieder der totale Zusammenbruch der Völker?!

In meinen Augen ein totales Durcheinander. Schade um diese Bienevölker! Jetzt die Frage? Kam es durch diese Bienenvölker zu Schäden an Bienenvölkern von Nachbarimkern?!

Da  sich die Wahrheit sich in der Imkerei scheinbar noch nicht durchgesetzt hat wird diese Frage keine Anwort bekommen.

Ebenso die Winterverluste in Wien?! 

Spenden für die Schwerpunktaktion im ORF betreffen Bienen, für ausgewählte Projekte in Österreich und in der ganzen Welt?!

Wer, was, wann, wie, womit, weshalb, warum, es handelt sich um die 7 goldenen "W" in der Kriminalistik!

Ist diese Fragestellung auch in der Imkerei erfoderlich?!

Da sich in meinem großen Bekanntenkreis auch zahlreiche Imker finden, habe ich aufgrund der Erzählungen dieser Imker, selbst bei einiger Übertreibung durch den Erzähler oder die Erzähler, das Gefühl es ist an der Zeit diese Förderungen genau zu hinterfragen!

Ich persönlich verbinge, da ich mich ja im Ruhestand befinde, sehr viel Zeit bei meinen Bienenvölkern und habe auch sonst genügend Zeit mich auch mit dem Umfeld der Bienenhaltuing zu beschäftigen!

Nach meiner Ansicht wird immer mehr das Geschäft mit Bienen gesucht und auch gemacht ohne auf des Wohl der Bienen Rücksicht zu nehmen.

Ob mit der Überlassung von gemietenden Bienenvölkern, nach der Mietdauer, an den betreuenden Imker ein sprunghafter Anstieg der Bienenvölker zu Stande kommt, enzieht sich meiner Kenntnis.

Allein mir fehlt der Glaube, ebenso an die Aussagekraft der  angegebenen Winterverluste!

 

Ohne Wahrheit in der Imkerei wird sich das Bienensterben fortsetzen, Pflanzenschutzmittel weiter eingesetz werden und eine Menge an Födergeld in die flaschen Kanäle geleitet werden.

Die Zeichen sind kaum zu übersehen, zuerst die schlimmen "Landwirte", dann die überalterten Imker und immer wieder unegrechtfertigte Vorwürfe um vom tatsächlichen Problem abzulenken!

Darf vielleicht noch ein wenig Werbung sein für die Imkerschule, direkt an den Bienenbeuten angebracht mit einem Foto des Inhabers dieser Schule?!

Hatte vor kuirezm ein Gespräch mit einem anerkannten Königinnenzüchte über den Nachwuchs aus einiger der derzeitigen Imkerschulen!  Kurze Rede, Erfahrung in der Imkerei wird von den Neuimkern abgelehnt, diese Schnellsiederkurse genügen und den Rest der "Bildung" erfolgt durch das Internet!?

Dann kommt es dazu, daß ein solcher Neuimker einen  Kehrschwarm  mit einer Reinzuchtköniginn kauft und dann ganz verzweifelt anruft, die Königin fehlt oder ist in Verlust geraten!?

Ein Imkerpate, den ich hatte, ist heute nicht mehr gefragt den auch hier gilt es,  Wissen der älteren Genaration oder des erfahren Imkers ist nicht mehr gefragt.

Wichtig sind zur Zeit nur Bienenwiegen, Jumbobeuten und andere Dinge mit dem sich Geschäfte mchen lassen.

Vielleicht noch in Bienenhotel ohne Anleitung zur Aufstellung oder eines Beipacktextes über die zuzsätzlichen Erfordernisse bei der Aufstelung.

Ob diese Schwerpunktaktion im ORF ein Segen oder ein Fluch für Bienen ist, kann ich nicht beurteilen, für die Vermarktung  der Erzeugnisse mancher Imker, die rechtzeitig auf den "Grundtenor"  gehört haben, sicherlich. 

m.b.G.

Erwin, Imkerlehrling    

 

 

 

 

 

 

 

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