Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

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Hans
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Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Hallo!

 

Der einräumige Brutraum (Dadant, Jumbo) ist ja derzeit sehr modern und populär.

Aber anscheinend funktionieren mehrräumige Bruträume auch und haben gewisse Vorteile. Diese würde ich mit euch gerne "erarbeiten" und diskutieren. Schliesslich sind wir ja ein objektives Forum und wollen Jungimker und Kollegen gute und vollständige Informationen geben. Lächelnd

 

Mehrräumiger Brutraum ist für mich 2räumig im EHM oder Zander bzw. 3räumig in der Flachzarge.

 

ich habe Erfahrung im 2räumigen Brutraum EHM.

größten Vorteil sehe ich in der Bauerneuerung: MW im Honigraum ausbauen lassen und beim Einfüttern in die 2. Zarge geben-fertig.

weiters finde ich den Zwischenraum zwischen den Zargen im Winter bei kaltem Wetter vorteilhaft. Wenn die Winterkugel zentral sitzt geht ein übersteigen der Wabengasse sehr leicht.

 

freue mich über eure Erfahrungen

mfg hans

 

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Reinhard
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Ein guter Thread, Hans!

Interessant wären Erfahrungswerte von Imkern, die mit beiden Arten geimkert haben bzw. imkern.

Also z.B. Umstellung von EHM auf Jumbo oder Dadant.

 

Gibt es solche Imker, die dann über ihre Erkenntnisse berichten können?

 

Ich schätze auch den Vorteil eines einheitlichen Maßes sowohl für Brut-, als auch für Honigraum. Frische Waben an das rand des Brutnestes zu hängen und so die Erneuerung zu fördern ist ein leichtes Unterfangen.

 

Ebenso sind Zwischenbodenableger zur Schwarmkontrolle samt Wiedervereinigen kein Problem mit einheitlichen Rähmchenmaßen.

 

Wie machen das eigentlich Imker mit Jumbo oder Dadant?

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Reinhard schrieb:

Frische Waben an das Rand des Brutnestes zu hängen und so die Erneuerung zu fördern ist ein leichtes Unterfangen ...

Wie machen das eigentlich Imker mit Jumbo oder Dadant?

Das gleiche.

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sommerbiene schrieb:

Reinhard schrieb:

Frische Waben an das Rand des Brutnestes zu hängen und so die Erneuerung zu fördern ist ein leichtes Unterfangen ...

Wie machen das eigentlich Imker mit Jumbo oder Dadant?

Das gleiche.

Ich habe "frische Waben" geschrieben, damit meine ich unbebrütete frisch ausgebaute Waben.

Die kann ich somit leicht zur Erweiterung an bzw. ins Brutnest hängen.

 

Du meinst sicher frische Mittelwände, oder?

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

 

Ich meine frisch ausgebaute Waben - die natürlich auch wir Dadantler haben - als auch Mittelwände.

Grüße von der Sommerbiene.

Bienenbauer
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sollten wir in dieser Diskussion auch die Gefahr des Beutenkäfers mit einfließen lassen? Vielleicht für Neuanfänger die vor einer lange wirksamen Investition stehen besonders wichtig. Lt. Dr. Mutelli in Graz haben die Langstroth-Imker (einheitliche Rahmen) in Amerika ungleich größere Probleme mit dem Käfer als die Dadant-Imker. Bei weniger Rähmchen außer der Trachtzeit sicher auch leichter in der Diagnose. Die weiteren Zusammenhänge wurde nicht erörtert. Aber die Aussage war klar für die hohen Brutraumwaben.
Liebe Grüße
jsb

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Bienenbauer schrieb:
Sollten wir in dieser Diskussion auch die Gefahr des Beutenkäfers mit einfließen lassen? ...

 

... Lt. Dr. Mutelli in Graz haben die Langstroth-Imker (einheitliche Rahmen) in Amerika ungleich größere Probleme mit dem Käfer als die Dadant-Imker.

 

Unbedingt!

 

Danke für dieses wertvolle und von mir bisher nicht bedachte Argument für Dadant.

Grüße von der Sommerbiene.

Hans
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

bzgl. Beutenkäfer: kommt der Käfer bzw. Larven nicht durch dass ASG?

es ist halt eine Frage der Betriebsweise: meine MW werden im Honigraum ausgebaut, dann beim einfüttern Jungfernwabe in 2. Einheit, und dann in 1 Eh oder einschmelzen, also kommen meine Brutwaben auch nicht mehr in den Honigraum...wenn ich das ASG somit gleich im Frühjahr gebe und nicht erst zum abernten hab ich die gleichen Vorteile

 

bei einer Tagung hab ich mit einen Kollegen gesprochen: hatte Zander, Gemischter Betrieb und jetzt nur mehr Flachzarge.

Ihm hat beim gemischten Betrieb am meisten gestört, dass man alles "doppelt" mit haben muß. Zitat "wennst dann hin kommst hast sicher das falsche mit..."

 

mfg hans

Imkerei Wieser
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Alpenbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Die Frage war doch "Vorteile vom mehrräumigen Brutraum"
Das hat doch mit Datant nichts zu tun.

Und es gibt schon Jungimker, die dieses Thema interessieren würde ...
Mich zum Beispiel.

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Alpenbiene schrieb:

Und es gibt schon Jungimker, die dieses Thema interessieren würde ...

 

Tja, warum kommt dann nichts? Oder gibt es gar nicht so viele Vorteile? Davon bin ich zB. überzeugt. Und sprechen wir von unseren Vorteilen oder denken wir auch an den Bien?

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Alpenbiene schrieb:

Das hat doch mit Dadant nichts zu tun.

 

Da hast Du recht, verzeih bitte.

 

Aber der Hinweis von Bienenbauer scheint mir grundsätzlich außerordentlich wichtig zu sein!

Grüße von der Sommerbiene.

Alpenbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Wahrscheinlich sagt keiner mehr etwas, weil eh sofort wieder
deine Gegenargumente kommen. Verschlossen

Es hat ja sicher alles seine Berechtigung was du sagst,
aber lass auch die Meinungen derjenigen gelten, die nicht deiner Meinung sind.

Es mag schon sein, dass Dadant der natürlichen Bienenhaltung am nächsten kommt.
Aber was soll ich in einem Gebiet mit wenig Tracht (Durchschnittlich 10Kg Honig pro Volk),
mit einer Großraumbeute anfangen?

Es ist zwar ein sehr interessantes und tolles Hobby, aber wenn dann gar nichts rauskommt,
ist es hald doch etwas zu teuer ...

Der Hinweis bezüglich des Beutenkäfers ist schon sehr interessant.
Sollte aber in einem anderen Bereich besprochen werden.
Sonst kommt man über die Suchfunktion nie darauf. Zwinkernd

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Alpenbiene schrieb:

Wahrscheinlich sagt keiner mehr etwas, weil eh sofort wieder
deine Gegenargumente kommen. Verschlossen

 

Also ich glaube nicht dass hier alle so verschreckt sind wie Du. Wenn jemand von etwas überzeugt ist, dann werden ihn wohl meine "Gegenargumente" kaum von seiner Meinung abbringen. Sei doch dankbar, wenn es in einer Diskussion Gegenargumente und überhaupt Argumente gibt, auf Basis deren du Dir eine Meinung bilden kannst. Ich erlaube mir jedenfalls darauf hinzuweisen, dass das Argument Beutenkäfer und Dadant hier nicht von mir angesprochen wurde.

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Alpenbiene schrieb:

Aber was soll ich in einem Gebiet mit wenig Tracht (Durchschnittlich 10Kg Honig pro Volk),
mit einer Großraumbeute anfangen?

Um also auf die Frage dieses Beitrages zurückzukommen: Spricht ein Gebiet mit wenig Tracht für eine Beute mit zwei Bruträumen?

Grüße von der Sommerbiene.

Mario76
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Hans schrieb:

bzgl. Beutenkäfer: kommt der Käfer bzw. Larven nicht durch dass ASG?

 

Hallo!

Stehe auf der Leitung.

Was ist ASG?

Danke,

Mario

Gruß
Mario

Wolfgang W
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Ich finde das auch eine wichtige Frage - vor allem vor dem Hintergrund der Varroa-Vermehrung in der Brut. Ich würde die Überlegungen bei der Frage beginnen wieviele Zellen denn die Königin für das Brutnest benötigt und dann erst schauen mit welchen Beutesystemen man ihr diese Zellen zur Verfügung stellen kann.

Konkret: Wenn die Königin unter optimalen (Tracht)-Bedingungen 2000Eier am Tag legt braucht sie 21*2000=42000 Zellen für das Brutnest.

Ein Zander-Rähmchen hat 6000Zellen - es reichen also 7 Zanderrähmchen (7*6000=42000).

Da sind wir weit entfernt von zweizargig.

Beste Grüße

Wolfgang

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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Mario76 schrieb:

Hans schrieb:

bzgl. Beutenkäfer: kommt der Käfer bzw. Larven nicht durch dass ASG?

 

Hallo!

Stehe auf der Leitung.

Was ist ASG?

Danke,

Mario

 

Ich denke, es ist das AbSperrGitter gemeint

 

Wenn er geht und Honigwaben holt
kann sein, dass er Honig haben wollt

Viehbader
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Wolfgang W schrieb:

Ich finde das auch eine wichtige Frage - vor allem vor dem Hintergrund der Varroa-Vermehrung in der Brut. Ich würde die Überlegungen bei der Frage beginnen wieviele Zellen denn die Königin für das Brutnest benötigt und dann erst schauen mit welchen Beutesystemen man ihr diese Zellen zur Verfügung stellen kann.

Konkret: Wenn die Königin unter optimalen (Tracht)-Bedingungen 2000Eier am Tag legt braucht sie 21*2000=42000 Zellen für das Brutnest.

Ein Zander-Rähmchen hat 6000Zellen - es reichen also 7 Zanderrähmchen (7*6000=42000).

Da sind wir weit entfernt von zweizargig.

Beste Grüße

Wolfgang

Danke für den Hinweis, so war mir das noch gar nicht bewusst. Wollen die Beinen aber nicht auch am Rand etwas Futter parken und Pollenwaben in Brutnähe anlegen? dann könnte es schon etwas eng werden in Einzargern Zander (EHM ist ja nicht viel anders, oder?)

 

Wenn er geht und Honigwaben holt
kann sein, dass er Honig haben wollt

Alpenbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

@Sommerbiene:

Das hat mit verschreckt sein nichts zu tun. Und du wirst auch keinen von seiner Meinung abbringen.
Nur davon, dass er seine Meinung und Erfahrungen nicht mehr (so häufig) mit andern in einem Internetforum
wie hier teilt.

Ich bin auch um ALLE Argumente dankbar und bilde mir daraus, inklusive eigener Erfahrungen,
meine Meinung. Aber dafür wäre es auch nötig, nicht jedes Thema in eine bestimmte Richtung zu leiten ...

Zur Frage ob ein Gebiet mit wenig Tracht für eine Beute mit zwei Bruträumen spricht:

JA (kann ich aber nicht aus eigener Erfahrung berichten, sondern aus Imkern meiner Umgebung)

Man ist flexibler, wenn z.B. wieder so ein verregneter und kalter Sommer ist, wo die Bienen bei uns
zum Teil nur einen Brutraum haben/brauchen. Mann kann dann entweder auf einen Brut- und einen
Honigraum gehen, oder es wird der Honig im der 2ten Brudraum eingelagert usw.

Hans
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Alpenbiene schrieb:

Es mag schon sein, dass Dadant der natürlichen Bienenhaltung am nächsten kommt.

Wieso, für ein Volk ist es natürlich in einem Hohlraum Waben zu errichten und Brut und Vorräte zu pflegen/lagern

 

ob jetzt z.B.: 8 große und 20 kleine Rähmchen bzw. 30 gleich große Rähmchen weniger oder mehr naturnah sind bezweifle ich.

Es geht wohl dabei eher um die Betriebsweise des Imkers.

Imkerei Wieser
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Hans
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Wolfgang W schrieb:

 Ich würde die Überlegungen bei der Frage beginnen wieviele Zellen denn die Königin für das Brutnest benötigt und dann erst schauen mit welchen Beutesystemen man ihr diese Zellen zur Verfügung stellen kann.

 

mit fast jedem Systhem Zwinkernd

Apidea oder Einwabenkästchen sind wohl zu klein...

Imkerei Wieser
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Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Alpenbiene schrieb:

@Sommerbiene:

... Aber dafür wäre es auch nötig, nicht jedes Thema in eine bestimmte Richtung zu leiten ...

 

Liebe Alpenbiene, ich möchte höflich darauf hinweisen, dass Du ein wenig übertreibst und ich nicht jedes Thema in eine bestimmte Richtung leite, zumindest dieses Thema nicht, sofern Du hier die Einraumbeute Dadant ansprichst. Bei diesem Thema übrigens hat Reinhard begonnen, von Dadant zu sprechen. Und dann der Bienenbauer. Es ist einfach so, dass man bei einer Diskussion wie dieser gar nicht umhin kommt, dass Wort Dadant in den Mund zu nehmen, alleine um zu vergleichen.

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Hans schrieb:

Alpenbiene schrieb:

Es mag schon sein, dass Dadant der natürlichen Bienenhaltung am nächsten kommt.

Wieso, für ein Volk ist es natürlich in einem Hohlraum Waben zu errichten und Brut und Vorräte zu pflegen/lagern

 

ob jetzt z.B.: 8 große und 20 kleine Rähmchen bzw. 30 gleich große Rähmchen weniger oder mehr naturnah sind bezweifle ich.

Es geht wohl dabei eher um die Betriebsweise des Imkers.

Um wieder ein wenig vom Thema abzugleiten: Weder Einraum- noch Zweiraumbeuten haben etwas mit natürlicher Bienenhaltung zu tun. Aber dieses Thema ist schon wieder ein eigener Beitrag. Aber wenn wir von Vorteilen der Beuten mit zwei Bruträumen sprechen, dann sollten wir auch immer klären, ob es uns dabei um den Imker oder den Bien geht. Um wieder mal den Beitrag in eine Richtung zu lenken: Ich habe als Anfänger einfach nicht verstanden, warum man einen Brutbreich in zwei Teile zerreisst.

Grüße von der Sommerbiene.

Löko
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Um bei dieser sehr interessanten Diskussion auch wieder mal einen ,,Zweiraum" beitrag einfließen zu lassen möchte ich mich auch kurz äußern.

Ich bin absolut kein sturer verfechter meiner Zander mehrraum Betriebsweise. Ich sehe aber auch keinen anlass dafür etwas anderes auszuprobieren. Wenn die Bienen von einem geteilten Brutraum dermaßen gestört würden wie es von manchen seiten dargestellt wird, müssten wir einen deutlich geringeren Ertrag, weniger Vitalität und auch höhere Winterverluste haben, dass dem nicht so ist weiß ich aus eigener erfahrung.

Einen extrem großen Vorteil sehe ich in der Bauerneuerung, Mittelwände werden im Honigraum ausgebaut anschließend wandern sie zur ersten Erweiterung in den Brutraum, im Frühling kommt die Wabe dann durch das entnehmen der untersten Zarge nach ganz unten, wo sie im nächsten Frühling ebenfalls entnommen wird. Ein Wabenklauben oder langes überlegen gibts somit nicht.

Den nächsten Großen Vorteil sehe ich in der Jungvolkbildung, honig Waben können immer als Futter verwendet werden und im Anschlss gleich als Brutwaben dienen, da ich meine Ableger mit einer Brut und zwei Honigwaben bilde ist dass für mich sehr wichtig.

Der größte Vorteil für den Imker besteht aber in der Austauschbarkeit aller Teile!

Grundsätlich bin ich der meinung dass der Imker von zwei Räumen profitiert, die Bienen Sind auch im geteilten Brutraum Vital und Gesund. Die entscheidung für oder gegen 2 Bruträume würde ich somit als reine Geschmackssache und keine (Bienen) Lebensverändernte entscheidung bezeichnen.

Mfg Christian

Reinhard
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sommerbiene schrieb:

 Bei diesem Thema übrigens hat Reinhard begonnen, von Dadant zu sprechen.

[/quote]

Ich habe nicht begonnen, über Dadant zu sprechen, sondern ich habe Imker gesucht, die auf einräumige Brutnester umgestiegen sind - z.B. Dadant oder Jumbo(!!) und über diese Erfahrungen sprechen können, hier zum Nachlesen:

[quote=Reinhard]

Ein guter Thread, Hans!

Interessant wären Erfahrungswerte von Imkern, die mit beiden Arten geimkert haben bzw. imkern.

Also z.B. Umstellung von EHM auf Jumbo oder Dadant.

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Reinhard schrieb:

Wie machen das eigentlich Imker mit Jumbo oder Dadant?

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sommerbiene schrieb:

Reinhard schrieb:

Wie machen das eigentlich Imker mit Jumbo oder Dadant?

Quod erat demonstrandum

Pfiati, Reinhard

 

Bienenbauer
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Ich habe bis vor 3 Jahre ausschließlich mit Lüftenegger, Zander und Einheitsmaß geimkert. Danach habe ich die Imkerei auf den neuesten Stand der Technik gebracht und auf Dadant Blatt umgestellt.
Alleine Dadant undifferenziert als Großraumbeute darzustellen ist nicht korrekt. Mit dem Schied hat der Imker die Möglichkeit den hohen Brutraum exakt dem Bedarf anzupassen...
Ich möchte hier aber nicht Lehrmeinungen und Prediger alter Betriebssysteme in Frage stellen. Sie schaden bis dato der Imkerei ja nicht ;-)
Liebe Grüße
jsb

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

 

Der Titel hier ist ja schon eine kleine Irreführung, liest ihn ein Laie. Es gibt nur einen Brutraum, und der besteht bei Zander aus zwei Zargen und unterbrochenen Brutflächen und bei Dadant aus einer Zarge und einer durchgehenden Brutfläche. Raum ist bei beiden Varianten ausreichend, denke ich. Was Wolfgang oben meinte, verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz.

Grüße von der Sommerbiene.

Wolfgang W
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sommerbiene schrieb:

Was Wolfgang oben meinte, verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz.

Dann noch einmal: Es herrscht maximaler Futterstrom, die Ammenbienen sind voll am Arbeiten und die Königin legt jeden Tag 2000Eier. Am ersten Tag braucht sie dafür 2000 Zellen, am zweiten Tag weitere 2000 Zellen, ... am 21. Tag noch einmal 2000 Zellen. Also in Summe 42.000 Zellen. Am 22. Tag werden wieder Zellen frei, Bienen schlüpfen. 

10 Rähmchen Dadant bieten 90.000Zellen (also doppel so viel wie nötig)

10 Rähmchen Zander oder 12 Rähmchen EHM/DNM bieten jeweils 60.000 Zellen, also auch mehr als genug.

Ein Brutraum reicht völlig - so oder so.

Wolfgang

 

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Hans
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sommerbiene schrieb:

 

Der Titel hier ist ja schon eine kleine Irreführung, liest ihn ein Laie. Es gibt nur einen Brutraum...

 

stimmt, aber mir ist leider kein anderer treffenderer Titel eingefallen ....

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Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Hans schrieb:

Sommerbiene schrieb:

 

Der Titel hier ist ja schon eine kleine Irreführung, liest ihn ein Laie. Es gibt nur einen Brutraum...

 

stimmt, aber mir ist leider kein anderer treffenderer Titel eingefallen ....

Ist eh OK, jeder versteht von uns, was Du meinst Lächelnd

 

Ich kenne übrigens einige die meinen, es ist völlig egal, wo die Bienen drinnen sind. Es geht um uns Imker und was wir am angenehmsten finden. Ich denke, dass die Anfänger das Thema oft viel zu wichtig nehmen. Ich war auch so, weil ich viel zu viele Meinungen berücksichtigt habe. Man wird dann ganz deppert und weiß nicht mehr, was man tun soll. Andererseits höre ich immer wieder, dass Leute irgendwann auf eine andere Beute umsteigen. Kann eine Beute wirklich so daneben sein, dass man sie wechselt?

Grüße von der Sommerbiene.

Hans
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sommerbiene schrieb:

 

Kann eine Beute wirklich so daneben sein, dass man sie wechselt?

 

wenn sich die Anforderungen ändern(z.B.: Rückenschmerzen)

 

 

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Hans
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

vielleicht noch etwas zur Varroabehandlung:

bei mir mit der Zweiraumüberwinterung hat sich der NAssenheider Rähmchenverdunster gut bewährt. Die Brut kommt in die erste Einheit, zweite Einheit Jungfernwaben mit Futter und dort dazwischen direkt über der Brut der Verdunster.

ist zwar kein Vorteil aber diese Systheme passen gut zusammen meiner Meinung nach

Imkerei Wieser
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josefBay
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Möchte auch meine Senf dazugeben.

Ich imkere mit sowohl mit zweizargigem Zander-Brutraum (2*10 Rähmchen) (etwa 15 Völker) als auch mit einzargigem Zander 1,5 Brutraum (maximal 10 Rähmchen) mit Schied (ebenfalls etwa 15 Völker) in der Frankenbeute.

Welche Erfahrungen habe ich bisher gemacht:

1. Überwinterung:
- Bei den Zander-Völkern überwintere ich einzargig (10 Rähmchen Zander). Vor einigen Jahren überwinterete ich auch zwiezargig)
- Bei den Zander1,5-Völkern überwintere ich ebenfalls einzargig (10 Rähmchen Zander 1,5)
--> Im Frühjahr sind die Völker Zander einzargig eindeutig am stärksten. Der kleinere Brutraum tut allem Anschein nach den Völkern im Frühjahr gut.

2. Wirschaftsvölker in der Zeit des Honigsammelns.
Brutraum Zander zweizargig versus Zander 1,5 einzargig.
Die Zander 1,5 Völker wurden mit Schied eingeengt und haben den Startrückstand in der Volksentwicklung aufgeholt.
Die Rähmchen im Brutraum sind bei den meisten Völkern mit Brut und bei der Randwabe mit Pollen randvoll.

3. Arbeitsaufwand für die Kontrolle der Wirtschaftsvölker:
Brutraum Zander zweizargig versus Zander 1,5 einzargig.
In der Regel ziehe ich bei Zander 1,5 nur 50% der Waben zur Schwarmkontrolle
Überzähliche Pollenwaben werden laufend entfernt.
--> Die Kontrolle ist bei Zander 1,5 im Vergleich zu zweizragigem Brutraum Zander wirklich mit angenehm weniger Aufwand verbunden. Bei zweizargig Zander ist der Wirbel der Bienen viel größer, wenn ich wirklich auch die untere Zarge bearbeiten möchte.

4. Honig im Honigraum über Absperrgitter:
Bei Zander zweizargig Absperrgitter und Zander Honigraum; bei Zander 1,5 Absperrgitter und Honigraum Zander Flachzarge.
Nicht jeden Volk will den Honig im Honigraum ablegen.
Bei Zander ist es relativ einfach, schlimstenfalls eine junge mit Honig befüllte Wabe in den Honigraum geben. Unter Umstaänden ist das auch mehrmals notwendig.
Bei Zander 1,5 besprüche ich die Honigwaben mit verdüntem Honigwasser, um die Bienen raufzulocken.
Das klappt auch meistens, ich hatte aber im letzten Jahr aber ein Carnica-Volk, dass nur den Brutraum mit Honig angefüllt hatte und den Honigraum ignorierte. Irgendwann hatte das Volk nur mehr ganz wenig Platz für die Brut. Die einzige Lösung war, halbgefüllte Honigwaben eines anderen Volks in den Honigraum umzuhängen, Brutwaben haben aufgrund der unterschidlichen Zargengrößen ja im Honigraum nicht Platz, außer man fängt sich den Ärger an, eine Wabe im Honigraum über zwei Zargen zu haben.
Generell war der Honigertrag bei den Zandervölkern höher. Im Salzburger Falchgau haben wir aber auch generell keine Riesenerträge. Vermutlich ist das Problem in Gebieten mit Raps, Sonnenblumen etc. geringer.
Am Ende musste ich den Honig des Volks mit honiggefülltem Brutraum mit auspressen gewinnen.
Ein Nachteil sei noch erwähnt: Meine Honigrähmchen haben die selbe Ausrichtung wie die Bruträhmchen. Das ist beim Arbieten mit Schied nicht optimal, Alternativ könnte ich in Honigraum Einheitsmaß-Rähmchen quer einsetzen, wollte mir aber ein weiteres Rähmchenmaß ersparen.

5. Varroabehandlung:
Kein Unterschied zwischen den Zargengrößen. In beiden Fällen schüttle ich das Volk auf neue Mittelwände (jeweils 10 Rähmchen) und füttere sofort mit Zuckerwasser 1:1. Nach etwa einer Woche besprühen der Waben mit Binenwohl.
Die Brutscheune lasse ich an meinem zweiten Stand Königinnen nachziehen, Nach 4 Wochen besprühen mit Bienenwohl und Ersatz aller älteren Waben.

6. Verkauf von Jungvölkern:
Jeden Jahr verkaufe ich nach der Überwinterung meinen Überbestand an Jungvölkern. Die Völker im Zandermaß sind erheblich leichter zu verkaufen, als die Völker mit Zander 1,5.

Insgesamt muss ich sagen. Beide Betriebsarten haben jeweils andere Vor- und Nachteile.

Lg Josefbay

Josef Bayrhammer

Beutentyp: Frankenbeute
Wabenmaß: Zander Langohr und Zander 1,5 im Brutraum
Gesundheitswart Imkerverein Seekirchen

Hobbies: Imkern und Bienenvölker vermehren, Gärtnern und Obstbäume ziehen/veredeln

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wotruk1
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Hans das würde ich nie machen in meinem Leben,zu mehrräumigen Brutraum wechseln!!

Hab nur einen BR und natürlich weniger Arbeit,und im HRwird sowiso nicht gebrütet.

Das würde quasi heissen vom Reitross auf einen Esel umsteigen....

derLößländer
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

 

wotruk1 schrieb:

Das würde quasi heissen vom Reitross auf einen Esel umsteigen....

Griaß eich!

 

Jetzt bin ich ein bisschen gemein und sage:

Du reitest nur deshalb ein totes Pferd, weil andere Menschen auch auf toten Pferden reiten und das als völlig normal ansehen.Zwinkernd

 

Ich habe nichts gegen Dadant, Zadant und andere Großwaben, mir sind sie nur nicht flexibel genug.

Ein geteilter Brutraum ist für mich viel handlicher und anpassungsfähiger als Hochwaben.

Einfache Wabenerneuerung, zargenweises Imkern(mit Griffleisten) und wirtschaftliche Herstellung der Zargen sind Vorteile. Auch die Kippkontrolle mag ich, die ist nicht nur zur Schwarmkontrolle gut, wenngleich ich sie auch dafür nutze. Entdecke ich gepflegte Weiselzellen wird mit der Königin ein Kunstschwarm gemacht.

 

Nicht umsonst rudern Imker in anderen Ländern wieder zurück, zur Schichtenbeweglichkeit.

 

 

Um einen besseren Eindruck zu gewinnen habe ich dieses Buch gelesen.

 https://www.imkertechnik-wagner.de/buch-imkern-mit-angepasstem-brutraum-hans-beer.html

Hätte ich mir sparen können, als Lehrbuch glatt durchgefallen.

Ich denke nicht an (angepasste) Bruträume und Honigräume, ich denke an Bienenvölker in Bienenstöcken, eine (aus Flachzargen) bestehende Einheit ohne Absperrgitter.

 

Auch Liebig polarisiert wo es nur geht.

Wer beispielsweise ohne Absperrgitter imkert ist blöd, sagt er.

Das beeindruckt mich nicht, er ist berechenbar.

 https://www.youtube.com/watch?v=-vR_5RnHfFA

Den bekannten Spruch hat er wohl noch nie gehört:

Die Größe unterirdischer Knollengewächse steht in wechselseitiger Beziehung zum geistigen Leistungsvermögen des Landbestellers.

Auf gut Deutsch, die dümmsten Bauern haben die dicksten Erdäpfel.

Ich Dummerl kann halt nur gschmackigen Frühlingsblüten-, Sommerblüten-, Cremehonig und etwas Wabenhonig anbieten. Ohne Absperrgitter.

 

Hinterbehandler sind ein abgeschlossenes Kapitel in der Geschichte der Imkerei.

Wer möchte heute noch einen alten Mercedes LA 710 ohne Servolenkung fahren?

So wird es letztlich den Großwaben und ihren Anhängern auch ergehen - Geschichte.

 

Lasst uns doch solange gemeinsam die Vielfalt genießen.

Oder sehen Dadantler auch das anders, weil auch das anders ginge?

 

Ketzer seid gegrüßt!Lachend

 

Langstroth ist weltweit noch immer am häufigsten.

Sommerbiene
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Bienenbauer schrieb:
Sollten wir in dieser Diskussion auch die Gefahr des Beutenkäfers mit einfließen lassen? Vielleicht für Neuanfänger, die vor einer lange wirksamen Investition stehen, besonders wichtig. Lt. Dr. Mutelli in Graz haben die Langstroth-Imker (einheitliche Rahmen) in Amerika ungleich größere Probleme mit dem Käfer als die Dadant-Imker. Bei weniger Rähmchen außer der Trachtzeit sicher auch leichter in der Diagnose. Die weiteren Zusammenhänge wurde nicht erörtert. Aber die Aussage war klar für die hohen Brutraumwaben.

 

Der Beutenkäfer wird auch die Wahl des Beutensystems mehr und mehr beeinflussen. Doch das ist sicher nicht der einzige Grund, warum Dadant immer beliebter und mehr verkauft wird.

Grüße von der Sommerbiene.

FadirundIsso
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Und damit ich einmal was anderes ausprobieren kann als Dadant Blatt,

hab ich mir 10 Halbzargenableger gemacht.

lg, Thomas

derLößländer
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

FadirundIsso schrieb:

10 Halbzargenableger

Wirklich Halbzargen, keine Flachzargen?

derLößländer
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

 

Sommerbiene schrieb:

Der Beutenkäfer wird auch die Wahl des Beutensystems mehr und mehr beeinflussen. Doch das ist sicher nicht der einzige Grund, warum Dadant immer beliebter und mehr verkauft wird.

Tua bitte auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Lächelnd

Kommt der Käfer sind wir alle gefordert.

Tua bitte downloaden und lesen.

https://www.hochlandimker.at/?+Der-Kleine-Beutenkaefer-Anlass-zum-UEberdenken-von-Betriebsweisen-und-Arbeitsprozessen+&id=2500,1111715

 

 

FadirundIsso
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Sicher, Bruno, Halbzargen 150 mm.

Meine 12er Dadant haben Flachzargen, die 10er Halbzargen.

Leicht und schnell verdeckelt.

Neu mache ich nur mehr 10er. Deshalb die Halbzargen.

lg, Thomas

wolfgang schmeißl
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Habidere Bruno,

die Flachzargen sind eine feine Sache, habe selbst ca. 15 Jahre reine Flachzargenbetriebsweise betrieben, in sämtlichen Variationen, einmal mit, dann wieder ohne ASG. Ablegerbildung und Bauerneuerung eine einfache Sache,  jedoch in einem Schwarmjahr, ohne ASG und auf 5 Zargen bei einer größeren Völkerzahl, da kannst dir gratulieren. Ich bin nach ersten Gehversuchen vor 20 Jahren wieder bei der Hochwabe gelandet, hatte sie damals wieder aufgegeben, da ich bei der Bauerneuerung im Kopf noch nicht so weit war . Seit ca. 10 Jahre verwende ich wieder die Zander Hochwabe 300 hoch mit 9 Rähmchen und ASG, Honigräume FL Zargen. In Zukunft möchte ich das Schied nutzen, da ich durch einige Versuche angenehm überrascht wurde. Für mich ist nur ein Brutraum mit maximal 9 Rähmchen die bessere Lösung, den Bienen ist es egal, wenn alles andere passt.

Einen Jungimker würde ich die FL Zarge empfehlen, da er jederzeit auch auf die Hochwabe ohne großen Aufwand umstellen kann und auch wieder retour wenns doch nicht seines ist.

Grüße Wolfgang

derLößländer
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Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Ist doch alles in Ordnung Wolfgang, jeder von uns ist mit dem zufrieden, was er gerade hat.

Ich habe jahrelang mit der Österreichischen Breitwabe geimkert, die ist mit 255 mm Höhe auch nicht gerade ein kleines Rähmchen. Dann folgte im Mischbetrieb die Flachzarge als Honigraum und jetzt ist alles auf FZ umgestellt. Ich möchte es nicht mehr anders haben als jetzt, so zufrieden bin ich.

Damit komme ich auch in einem Schwarmjahr zurecht. Bei 20 Wirtschaftsvölker plus Reserve ist da das Rähmchenmaß  auch egal.

 

Ich weiß aber schon wie es in einer etwas größeren Imkerei zugeht.

Meine Räumlichkeiten nutzt auch ein Imkerfreund, wir haben uns vor einiger Zeit bienenmäßig auf ein Packerl gehaut.

Seither dient die gute alte Selbstwendeschleuder der Firma Puff als Reserve. (Mit der Mittelwandpresse von Puff bin ich ebenfalls sehr zufrieden.)

 

Unsere neue Radialschleuder ist schon eine feine Sache.  Mit vollautomatischer Steuerung, Bodenheizung und zwei Quetschhähnen. Sie hat zwar gerade Füße, läuft aber, entgegen meiner anfänglichen Bedenken, ganz ruhig, wir arbeiten hauptsächlich mit dem oberen Auslauf. Der Durchmesser beträgt 95 cm.

Angeboten werden sie bei Logar mit einem Fassungsvermögen von 9 bis 56 Rähmchen.

 

Falls sich jetzt wer fragt was das mit der Flachzarge zu tun - mein Freund hat ein paar Völker mehr als ich, durchwegs Mediums. Er kennt es nicht anders, hat damit angefangen.

Berufsimker verwenden sie auch, alles geht.

 

Was das Absperrgitter betriff, ich verwende es jetzt halt nicht. Früher war das anders.

In unserer Gegend geht das sogar ausgezeichnet, bei guten Trachten drückt halt der Honig das Brutnest nach unten. Fällt ein Jahr ins Wasser habe ich Pech gehabt.

 

Wem erzähle ich das eigentlich, du hast ja selber lange so geimkert.

wolfgang schmeißl
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Rähmchenmaß: Zander Hochwabe
Re: Vorteile vom mehrräumigen Brutraum

Hallo Bruno,

genau so ist es und da bei uns die Trachten nicht so oft auf das Brutnest trücken, ist eine andere Betriebsweise nötig, den für mich ist die Imkerei nicht nur Hobby .

Grüße Wolfgang