Zukunft der Imkerei

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Reinhard
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Zukunft der Imkerei

Ich möchte hier einmal ein Thema anschneiden, um eure Meinung dazu zu erfahren.

 

Es boomen zur Zeit die Anfängerkurse, zum Teil auch privat angebotene, Jungimker werden mehr, Bienenstöcke kann man schon mieten, der Schutz der Bienen ist in aller Munde,...

 

Wie seht ihr die Entwicklung der Imkerei?

Werden wir Imker uns selber im Weg stehen und uns selber als große Kunkurenz sehen?

Wird jeder "Dahergelaufene" schon Imker sein wollen?

Wird dadurch möglicherweise das Image der Imker Schaden nehmen?

 

Fragen über Fragen - reden wir darüber!

Pfiati, Reinhard

 

noahnesha
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Re: Zukunft der Imkerei

man hört die Anfänger in Kursen werden schon wieder weniger

oder weil viele es sich einfach so lernen auf DIY?

 

Mario76
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Re: Zukunft der Imkerei

Wenn Kurse besucht werden, so sehe ich das positiv. Die Bienendichte kann noch erhöht werden.
Konkurrenzdenken habe ich als Hobbyimker keines. Ich habe nur Angst, wenn mein Imkernachbar vielleicht nicht gegen die Milbe vorgeht und meine Mädels dann nach meiner Behandlung eine Reinvasion abbekommen,
aber wenn Kurse besucht werden, sollte dieses Risiko geringer sein.

Gruß
Mario

Noldi
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Re: Zukunft der Imkerei

Die privaten Kursangebote boomen, weil halt viele mit dem Angebot vom Imkerbund nicht zufrieden sind. Seit ein paar Jahren sind die privaten Dadantkurse von Imkermeister Beer in NÖ jedes Jahr ausgebucht. Nach seinem Tod hält den Kurs heuer Reiner Schwarz. Die Dadantkurse von der Armbruster Imkerschule (Imkermeister Jürgen Binder) in OÖ waren immerhin so gut besucht, dass der Imkerbund in OÖ jetzt selbst erste Dadant Kurse (angepasster Brutraum, also Schiedbetriebsweise mit Großwaben (ca. 28-30cm hoch) im Kaltbau ...) anbietet. Wie die im Vergleich zu den Privaten sind, weiß ich nicht ... Die Armbruster Imkerschule hält heuer erstmals Ganzjahreskurse in Sbg und Kärnten ab. Jeweils 80 Plätze und ohne große Werbung nach knapp über einer Woche nach Anmeldebeginn in Sbg schon fast ausgebucht, in Kärnten nach der Zeit auch schon 2/3 der Plätze vergeben ... oder diesen Samstag der Dadant Kurs von Werner Gerdes in Tirol ...

 

Oder die steigende Nachfrage nach Buckfast Zuchtkursen und Zuchtbetriebsweisen wie Mini Plus. Wo kriegst das beim Imkerbund? Welcher Imkerbund Shop verkauft denn Langstroth Beuten oder 12er Dadant modifiziert Beuten (und zwar korrekt gebaute und nicht inkompatible)? Der Imkerbund verliert zunehmend zu einer stark wachsenden Gruppe in der Imkerei den Kontakt ...

 

Im Bienenaktuell dürfte man sich allmählich bemühen, dass man alte Pfade verlässt. Der Erwerbsimkerbund schreibt endlich darin. Erste Artikel von Buckfast Züchtern. Zuchtartikel von der Biene Österreich. Heuer monatlich Artikel der Armbruster Imkerschule zum angepassten Brutraum. Gut war in letzter Zeit zB. der Artikel zur Wirksamkeit von Thymol in ApiLife Var. Aber, immer noch viel Varroa Esotherik. Immer noch viel zu viel Ideologie. ...

 

Dass allerdings Leute das Imkern anfangen die keinen Tau von der Sache haben, führt derzeit dazu, dass in mehreren Bundesländern aktuell überlegt wird, dass man in Zukunft eine Mindestausbildung für das Imkern vorgeschrieben bekommt, angelehnt an die Jägerei bzw. eher Fischerei oder Hundehaltung (Jagdausbildung ist ja eher eine Facharbeiterausbildung; einen Hund darf man sich in einigen Bundesländern, ob in allen weiß ich nicht, nicht ohne Ausbildung zulegen). Hier bin ich überzeugt davon, dass die Bundesländer zunehmend Regeln einführen werden.

Die Imkerschaft wird halt bunter ... dem wird sich auch der Imkerbund nicht auf Dauer verschließen können.

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

Was mir persönlich nicht gefällt sind die elenden Schnorrer und Sparer die glauben mit dem geringesten Aufwand, das meißte herausholen zu können. Hier orte ich auch Probleme die dann das Image der Imkerei gefährden können. Schlechte Lagerungsbedingungen in nicht geeigneten Behältnissen, sehr oft selbst gebastelte Werkzeuge mit minderwertigem Material, usw. - Hey es geht hier um Lebensmittel!

Die Idee mit einem Mindestmaß an Ausbildung finde ich persönlich eine Gute!

Wissensvermittlung ist wichtig, noch wichtiger ist es, wenn es durch Menschen passiert, die der Natur gegenüber Demut und Respekt zeigen und wirklich, WIRKLICH versuchen einen ehrlichen und ernstgemeinten Weg zu gehen und alte festgefahrene Strukturen durchstoßen! Die an der Biene und ihrer Lebensweise intressiert sind, gerne beobachten, Freude daran haben.... sich aber auch Sorgen machen, wenn es notwendig ist....sich Gedanken machen, überlegen, grübeln, sich mit anderen Imkern austauschen und nicht ihre Verantwortung irgendwo abladen......!

genau das soll durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung in Theorie UND Praxis gewährleistet werden. Es soll auch die Schnorrer abschrecken. Denn beim Geld fangen viele an nachzudenken, ob sie sich das überhaupt "antun" wollen.

Für mich ist Aus- und Weiterbildung das Wichtigste überhaupt. Auf so einem Fundament kann man bauen, kann man Entscheidungen treffen!

beeyourself
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Re: Zukunft der Imkerei

Ich finde, dass (zumindest im landfernen Wien) wesentlich mehr Menschen den Zusammenhang sehen - Bienen- (Insekten-)rückgang - Spritzmittel - Verlust an intakten Landschaften. Ich glaube schon, dass das daher kommt, dass jeder zweite Supermarkt auf Bienen fliegt usw. Und jeder zweite Bobo Bienen haben will. Und gleichzeitig die Glyphosphat-Debatte geführt wird. Auch wenn viele Halbwahrheiten im Umlauf sind, die einfache message ist angekommen. Besser als in den 70ern und 80ern, wo das fast allen wurscht war. Dummerweise verwenden die meisten Wiener gar keine Spritzmittel und Land bearbeiten sie auch nicht - deswegen ist der Weg zur Änderung noch bissl lang.

 

Ich find, je mehr Imker desto besser, denn je mehr Menschen es gibt, denen es NICHT egal ist, was mit der Landschaft passiert, desto besser. Zugegeben aus meiner sektoralen Sicht als Hobbyimker gesehen

 Lächelnd

TomTom
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Re: Zukunft der Imkerei

Noldi schrieb:

Die Imkerschaft wird halt bunter ... dem wird sich auch der Imkerbund nicht auf Dauer verschließen können.

 

Jesas.... Du sprichst mir ja so was von aus der Seele!!! Ich bin so gern im Landesverein und ich finde das muss auch über Vereine und Genossenschaften organisiert sein aber irgendwie verlieren die da den Anschluß an der "Ist-Situation".
Der ungeteilte Brutraum hat in der Weltweiten betrachten einfach 87% Marktanteil.....

Reinhard
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Re: Zukunft der Imkerei

Wintertraube schrieb:

Wissensvermittlung ist wichtig, noch wichtiger ist es, wenn es durch Menschen passiert, die der Natur gegenüber Demut und Respekt zeigen und wirklich, WIRKLICH versuchen einen ehrlichen und ernstgemeinten Weg zu gehen und alte festgefahrene Strukturen durchstoßen! Die an der Biene und ihrer Lebensweise intressiert sind, gerne beobachten, Freude daran haben.... sich aber auch Sorgen machen, wenn es notwendig ist....sich Gedanken machen, überlegen, grübeln, sich mit anderen Imkern austauschen und nicht ihre Verantwortung irgendwo abladen......!

genau das soll durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung in Theorie UND Praxis gewährleistet werden. Es soll auch die Schnorrer abschrecken. Denn beim Geld fangen viele an nachzudenken, ob sie sich das überhaupt "antun" wollen.

Für mich ist Aus- und Weiterbildung das Wichtigste überhaupt. Auf so einem Fundament kann man bauen, kann man Entscheidungen treffen!

Die Meinung teile ich auch. Ich habe Bedenken, dass Hinz und Kunz auf den Mainstream aufspringen, um "in" zu sein und sich den Deckmantel des Gutmenschen damit umhängen.

Nichts ist schlimmer als Halb- und Viertelwissen mit damit verbundenen Schwärmen und Varroaquellen.

Pfiati, Reinhard

 

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

zum Thema passend:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/warnung-for-den-laien-inva...

 

lg, Christian

BHei
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Re: Zukunft der Imkerei

Das ist der helle Wahnsinn, der Niedergang der deutschen Sprache überhaupt - in der Süddeutschen wird "for" Bienen-Laien gewarnt ... die Welt steht nicht mehr lang! Stirnrunzelnd

 

vG

Berthold

78865
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Re: Zukunft der Imkerei

Schauen wir wie es in 5 Jahren ausschaut. 
Als vor Jahren im Fernsehen "Dancing Stars" gelaufen ist waren die Tanzschulen voll. Heute geht kaum wer in eine Tanzschule. 
Und genauso wird es mit der Imkerei werden.
Das problematische dabei ist, dass viele Bienenkästen in der Gegend herumstehen, wo gelegentlich einmal Schwarm einzieht  und im folgenden Jahr an der Varroa wieder draufgeht.
Das sind schwer kontrollierbare Seuchenherde bezüglich Faulbrut.

Verdienen an dieser Entwicklung tun die Gerätehersteller und Kursanbieter, denn soviele Imkerhandschuhe sind schon lange nicht mehr verkauft worden.
Und die privaten Kursanbieter, die ohne Meisterprüfung oder mehrjährigem Fachwissen ihre "Kurse" anbieten.

Hier müsste auch einmal der Imkerbund einschreiten, dass nicht jeder private einfach einen Imkerlehrgang anbieten darf. 

mfg. Felix 

Astacus
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Re: Zukunft der Imkerei

Es gibt immer ein auf und ab in einem Bereich. Aber teils ist die Imkerschaft selber Schuld.

Wie oft wird einem Anfänger eingeredet, wie viel Honig locker von einem Volk zu schleudern und wie einfach die Bienenhaltung ist. (schaut einfach auf die Überschriften bei den aktuellen Terminen)

Wie oft habe ich schon erlebt, daß einem Anfänger günstig Beuten verkauft werden, die eigentlich schon lange thermisch entsorgt gehörten.

Wer sagt schon einen Anfänger, daß er mindestens 3000 € ausgeben muß, um einen gewissen Hardware Grundstock zu haben, den er fürs Imkern benötigt. (siehe auch Beitrag von Wintertraube)

Wenn der Neuimker das 3. Jahr erlebt, wird er Imker bleiben. Leider wird den Neuimkern erst beim ersten Wabentausch bzw. auch Königinnentausch klar, was wirklich auf sie zu kommt.

Der ordentliche Beginn (Kunstschwarm, neue Beute) ist ja verhältnismässig einfach (junge Königin, frisches Wachs, immer nur aufsetzen). Von daher sehe ich auch nicht eine allzu große Faulbrutgefahr von Neueinsteiger ausgehen. (Bis der Neueinsteiger die Faulbrut hat, sind die Bienen schon an Varroa eingegangen) bzw. aus eigener Erfahurng sind es die Neueinsteiger, welche die Faulbrut melden. Die Altimker wollen sie eher vertuschen.

Es liegt an den Vereinen die Neueinsteiger mitzunehmen und sie als Bereicherung anzusehen. Natürlich braucht es auch eine gewisse Sympathie zwischen Paten und Neueinsteiger, aber die Auswahl in einem Verein sollte dementsprechend groß sein.

Um die Zukunft der Imkerei mache ich mir jedenfalls keine Sorgen.

Noldi
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Re: Zukunft der Imkerei

78865 schrieb:

Und die privaten Kursanbieter, die ohne Meisterprüfung oder mehrjährigem Fachwissen ihre "Kurse" anbieten.

Hier müsste auch einmal der Imkerbund einschreiten, dass nicht jeder private einfach einen Imkerlehrgang anbieten darf. 

mfg. Felix 

 

Die Dadant, Buckfast etc. Kurse wurden und werden in Öst. von Berufsimkern, Imkermeistern und Facharbeitern durchgeführt. Zb. vom verstorbenen Imkermeister Hans Beer (Schüler von Bruder Adam), Imkermeister Jürgen Binder, Reiner Schwarz (Facharbeiter absolviert in Linz, langjähriger Leiter der Buckfast Belegstelle Hausberg) und und und ... 

imker_neulichtenberg
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Re: Zukunft der Imkerei

Ich finde es sehr gut das auch Private  Imkerkurse anbieten. Denn genau  diese bieten eben einen Praxiskurs über das ganze Bienenjahr an und unterstützen dort, wo es im Verein keinen Imkerpaten gibt. Meine Kursteilnehmer kommen auf jedenfall gut zurecht mit Varroa und verkaufen meist im dritten Jahr schon Bienenvölker weil sie zuviel haben. 

LG Manfred 

 

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

zu den privaten Kursen:

Ich finde es ebenfalls gut, dass es die gibt....denn seht Euch mal an, was die alles zu bieten haben?

Es gibt hier z.B. einen jungen Mann (k.A. ob ich seinen Namen hier nennen darf?!), der hält einen Grundkurs über eine komplette Bienensaison (und darüber hinaus ) .....Sowas erachte ich als eine sehr sinnvolle Einführung in die Welt der Imkerei.

Weshalb?
Weil man nicht nur theoretisch sondern sehr viel praktische Lehreinheiten hat. Du bekommst einen Bienenstock und übernimmst mit Rückendeckung die Verantwortung für eine durchgehende Saison dafür. Somit ist man mit den gängigsten Themen auch praktisch vertraut und weiß worauf es im wesentlichen ankommt. Man erhält ein Rüstzeug das einfach sehr wertvoll ist. Aber das erkennen die Leute nicht. Sie stoßen sich am Preis und meinen "na des bekommi aba billiger!"

Billiger, Billiger, Billiger! und so gehts dann auch weiter......
Es darf nichts kosten, aber die Biene muss die folgenden Kriterien erfüllen: sie darf bitte nicht stechen und muss sanftmütig sein, sie muss wie irre sammeln und muss im Winter extrem wenig Futter verbrauchen, und sie soll bitte auch so intelligent sein und gefälligst die Varroa in der verdeckelten Brut erkennen!Es muss alles Bio sein,soll aber wenig bis gar nix kosten, die Beuten kauft man am besten gebraucht als Schnäppchen auf Willhaben! Waaas? der Edelstahlbehälter kostet SOVIEL? na ge bitte, schau mal ich hab hier einen Edelstahlbehälter gefunden, der kostet nur ein Drittel (ja, und warum?), ich bin ja nicht deppat und werf denen das Geld in den Rachen!
Und immer nur tricksen und immer nur schaun, dass man mit dem geringsten Aufwand sich irgendwie durchboxt. Der Überlebenstyp in der Imkerei ist meiner Meinung nach derjenige der das Bild und das Image beschädigen kann.

Daher lieber umfangreich vorinformieren, daher lieber moderat beginnen und dabei beobachten wie man sich tut, anstatt sich und sein nahes Umfeld mit 200 Stöcken zu überfordern.

Genau, da orte ich auch Themen und Probleme....

Wenn man sich in Diskussionsgruppen auf Facebook und anderen Foren umsieht, was da auf die Frage eines sich im Vorfeld infomierenden potenziellen Imkernachwuchses in Punkto Initialkosten alles an Antworten daherkommt.Wo in den Vorschlägen schon mal 2/3 geschnorrt und das letzte drittel mit minderwertigem Material ergänzt wird, sehe ich das alles andere als optimal an.
Denn in dieser Aufstellung ist in den meißten Fällen ÜBERALL gespart. Es wird schon mal davon ausgegangen, dass man einen Schwarm geschenkt bekommt.......bzw auch gleich mal Beutenteile....."Frag mal im Verein nach.....bla bla bla" Genau das sind Dinge, die man schon sehr eng sehen sollte. Wenn man in diesem Bereich beginnt, dann mit den optimalsten Vorraussetzungen bitte! Es sind schließlich Deine Bienen, mit denen Du lange deine Freude haben sollst. Und das bedeutet umfangreiches und profundes Wissen, saubere Bienenbehausungen, sauberes Werkzeug, tolle Lagerbedingungen, optimales Zubehör. und das gibts halt nicht alles zusammen um 500 Euro und "gut ists".

Und dann diese mühsamen Grundsatzdiskussionen, wo um die Ärmeln vom Gilet gestritten wird! Vollkommen sinn- und hirnlose Argumente.

Daher ...... um eine Beute in Betrieb zu nehmen, finde ich es wichtig und verantwortungsbewusst an einem Mindestmaß einer verpflichtenden Bildungsmaßnahme festzuhalten und das auch gleich mit VIS&Verein zu koppeln.

Jemand meldet sich als Interessent für eine Grundausbildung?
So - wo wohnt derjenige? AH OK --> in Mauerbach --> d.b. er wird dem zuständigen Bienenzuchtverein als potentieller Initiant zugewiesen aber noch nicht gemeldet. (kein Problem wenn er lieber im anderen Verein verweilen möchte, wo auch schon der Huber Karl und der Obermayer Peppi und der Baumann Martin knotzen - kann man ja wechseln, wenn man will)
Die Grundausbildung meldet ihn nach Absolvierung einer Prüfung, automatisch beim VIS und sendet ihm die Zugangsdaten zu. Ab dann ist er fixes Mitglied im Verein. Wenn er sich nicht dazu in der Lage sieht die Meldung zu machen - was ja absolut in Ordnung und legitim ist - dann erledigt der Verein die Modalitäten einer VIS-Meldung zu den Stichtagen. Der Verein kann auch pro­phy­lak­tisch bei jedem Mitglied die Infos einholen, 2 Wochen nach dem Stichtag noch nicht alle gemeldet haben! Dann kann man auch der Förderungsdiskussion den Wind aus den Segeln nehmen (siehe Newsletter von Albert Schittenhelm zum Thema VIS!)

jetzt sind schon mal sehr viel Themen abgefedert nämlich---> das Eine geht nicht ohne dem Anderen!! Also keine Bienen vor einer Ausbildung!

das heißt vom Gesetz (sofern das adaptiert ist), kann er keine Bienenvölker wo aufstellen, bevor er kein Mindestmaß an Ausbildung absolviert hat.

Ich sehe eine verpflichtende Grundausbildung analog eines Führerscheins, oder einer Jagdausbildung, als eine sehr wesentliche Verbesserung an. Natürlich sollte bei den herkömmlichen Grundkursen nicht nur der Preis sondern auch der Inhalt&der Umfang entsprechend angepasst werden.

imker_neulichtenberg
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Re: Zukunft der Imkerei

Sehr gut geschrieben Wintertraube Lachend

Noldi
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Re: Zukunft der Imkerei

@Wintertraube: gut geschrieben, aber zum nachdenken: die Leute (sehe ich vor allem zunehmend bei Imker die schon jahrelang Bienen halten ...) suchen verstärkt die vom Imkerbund unabhängigen Angebote, weil sie eben mit dem im Imkerbund angebotenen Angeboten nicht zufrieden sind. Die dann erst wieder zwangsweise zum örtlichen Imkerverein zuzuweisen (der Imkerbund ist ein Verein! und nicht mehr. Für die Facharbeiterausbildung etc. ist zB. rechtlich gar nicht der Imkerbund zuständig, sondern da es eine Lehre ist, das Berufsschulsystem, hier die Landwirtschaftskammern. Und nachdem es da um Erwerbsimkerei geht ...) macht wenig Sinn. Von dort brechen die ja gerade aus ... der Imkerbund kriegt die Leute nur wieder zurück, wenn dort akzeptiert wird und vor allem dann auch offen so agiert, dass die Imkerschaft bunter geworden ist.

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

Der Verein wäre als Option gedacht, um Leute zu unterstützen und der VIS-Meldung zu übernehmen. Ich muss gestehen, es ist ein grob skizzierter Workflow, wie etwas ablaufen kann. Natürlich müsste man bei so einem Modell einiges an Hirnschmalz aufwenden, damit alles Hand&Fuß hat. Also ich hab hier jetzt kein Konzept über Monate ausgebrütet, sondern nur spontan über einen möglichen Lösungsweg spekuliert. Hier ist nichts in Stein gemeißtelt. Lg, Chris

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

wobei ich habe das Thema mit dem Verein nicht ganz verstanden.

Der Verein soll ja dem Neueinsteiger eine Hilfestellung bieten, in was für einer Form das auch immer passieren mag. D.b. ein Verein als sinnvolle Ergänzung als Wissensvermittlung und als Prävention weiterer Probleme. Er soll als Förderung der Mitglieder dienen (VIS und Unterstützung in praxisrelevanten Fragen).

Ich muss gestehen, ich habe mir überhaupt keine Gedanken über etwaige Fallstricke durch den Imkerbrund, oder andere Vereinigungen gemacht. Dazu müsste ich mir mal alles genau ansehen und durchdenken.

Diese Hürden mal außen vorgenommen, wäre es sinnvoll ein Prozedere ins Leben zu rufen, dass mal die Bedürfnisse der aufstrebende neuen Imkerschaft abfedert.

d.b. initial:
.) der Interessent wird temporär als solcher erkannt
.) der Interessent wird einem fundiertem Wissen zugeführt
.) legt er eine Prüfung positiv ab triggert das weitere Prozesse, nämlich
.) Registrierung, dass es sich um einen Imker mit Ausbildung handelt (mehr nicht)
.) Registrierung beim Verein, dass es sich um einen Imker mit Bienen handelt.
.) gemäß den Vorschriften ist ja das Bienenvolk a.) zu melden und b.) entsprechend zu kennzeichnen
.) somit hat der Held vom Erdbeerfeld, dann die Möglichkeit entweder selbst sich zu melden, oder es melden zu lassen.

wie das mit der bestehenden Imkerschaft gehandhabt wird, dazu habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich denke mit Stichtag - so-und-so, gibt es neue Richtlinie für Neueinsteiger. Irgendwann wird auch mal die alte Garde aus dem Kreislauf augeschieden.

noahnesha
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Re: Zukunft der Imkerei

70% sind ehh nur im Verein wegen der Versicherung der Bienen Völker ;)

imker_neulichtenberg
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Re: Zukunft der Imkerei

Bei uns im Verein wird einiges gefördert.

·      

Kauf einer Reinzuchtkönigin: € 8,00 je Königin

·      

Kauf eines Ablegers  mit Reinzuchtkönigin:  € 8,00

·      

Jungimkerförderung: Unterstützung , Beratung für die Imkerei und die Aktion Probeimkern

·      

Die Kosten für die Varroabehandlung mit zugelassenen Mitteln werden vom Verein zur Gänze übernommen. Max. 20 Bienenvölker und Aufstellung der Völker welche die Gemeinden   Eidenberg und Lichtenberg im Flugradius (3 Km) erreichen.

·      

Kosten für Kurse an der Imkerschule in Linz werden zu 50% gefördert. (nur bei eigener Bienenhaltung), Ausgenommen Facharbeiter- und Meisterkurs

·      

Aktuelle Information bei den monatlichen Stammtischen.

·      

Alle Förderungen werden vom Vereins-Kassier nur gegen Vorlage einer Rechnungskopie oder Kursbestätigung beim monatlichen Imkerstammtisch ausbezahlt.

Eine Weitergabe oder der Verkauf  von Königinnen und Ablegern an Dritte ist nicht zulässig

Es gibt auch Gerätschaften zum Ausleihen 

Geeichte Waage zum Abfüllen von Honig

Refraktometer, Feuchtigkeitsmesser für Honig

Klammerlmaschine zum Drahten der Rähmchen

Dampfwachsschmelzer

Sterilisationstopf mit Elektrokocher

Wabenpresse für Mittelwände

Schaukasten

Oxalsäureverdampfer samt Oxalsäure

Melitherm, bitte jeder ein eigenes Seihtuch verwenden !

Schwarmfangstange, 7,6 m Länge mit Fangsack

Gerät für die Ernte von Bienenbrot (Perga)

Ameisensäure

Honigschleuderraum mit automatischer Honigschleuder zur kostenpfl. Benützung

Bei uns funktioniert der Verein wie ein Großimker, nur das die Bienenvölker über das ganze Gemeindegebiet aufgeteilt sind und nicht nur auf den besten Standorten.

LG Manfred 

Bienenbertl
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Re: Zukunft der Imkerei

Gratulation!

Bei uns mußt du schon froh sein wenn jemand zu den monatlichen Stammtischen kommt.

Reinhard
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Re: Zukunft der Imkerei

Da hat sich eine interessante Diskussion mit guten Ideen und Ansichten entwickelt, das freut mich.

 

Ich sehe es grundsätzlich auch so, dass eine VERPFLICHTENDE Schulung samt positiv abgelegter Prüfung eine Voraussetzung ist, Bienen halten zu dürfen.

 

Ich habe am eigenen Leib erlebt - leider(!) - dass sich wer von mir 3 Völker gekauft hat unter der Angabe, dass er einen Kurs gemacht hat.

Dann Nachfrage im Juni, ob ich mir einmal die Völker anschauen könnte.

Die waren immer noch seit April auf 2 Zargen - natürlich abgeschwärmt, was sonst :-(

Nachfrage bei ihm, warum er nicht erweitert hat - Antwort, er hat ja nicht gewusst, wann er das machen soll...

 

Vor Kurzem habe ich ihn getroffen und gefragt, wie es den Völkern geht - Antwort: Nicht gut, sie sind alle 3 leer.

Aha, wie hat er denn gegen die Varroa behandelt - na mit AS und OS.

Aha, und wie und wann - Antwort: Im Sommer.

Frage und die OS - Antwort - na im Sommer......

 

Schade um die 3 Völker!

Pfiati, Reinhard

 

noahnesha
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Re: Zukunft der Imkerei

imker_neulichtenberg -> GENIAL SO EINEN VEREIN KANN MAN SICH WÜNSCHEN !!!!!!

imker_neulichtenberg
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Re: Zukunft der Imkerei

Praxisnahe Ausbildung zum/r ImkerIn  Probeimkern 2018

Imkerverein Neulichtenberg ZVR: 556556341

 

1/2.Teil A,B

Allgemeine Infos Theorie 1

3. März 2018 Samstag 18.00-22.00 Uhr  Schulungs-Ort:-GH Eidenbergers Lichtenbergerstrasse 4, 4201 Eidenberg

·      

Vorstellung des Imkervereins 

·      

Vorstellen des Konzeptes 

·      

Film: Im Wunderland der Bienen  

·      

Pause

·      

Theorie

·      

Wer-Wie –Was , Körperliche Anforderung,  Standort, Völkerzahl, Grundausstattung, Beutensystem, Kosten,……

·      

Ins Volk geschaut, die 3 Bienenwesen 

·      

Wo finde ich Hilfe? 

·      

Mittelwände einlöten

·      

Allgemeines

·      

Besprechung / Festlegung des weiteren Ablaufs und Zeitplans 

·      

Unterzeichnen der Vereinbarung zwischen Probeimker und Imkerverein

Praxis an den Bienenvölkern am Lehrbienenstand:

In Untergeng Holzlagerplatz am neuen Hochwasserdamm, Gelände der Fam.Kneidinger


Witterungsbedingte Änderungen werden kurzfristig mitgeteilt.
 

 

3. Teil C   Salweidenblüte /Frühjahrsrevision

17.März 2018  15.00-18.00 Uhr Samstag ,Treffpunkt  DLZ- Eidenberg

 

·      

Theorie: Frühjahrsrevision zur Zeit der Salweidenblüte   

·      

Aufteilung der Bienenstöcke auf die Kursteilnehmer 

·      

Imker -Praxis am Lehrbienenstand

·      

Futtervorrat, Stärke und Sitz der Völker beurteilen

·      

Einzargige Völker erweitern

·      

Futtervorrat ausgleichen, gegeben falls Notfüttern

·      

Varroa Kontrollbehandlung mit VarroMed

 

4. Teil D    Kirschblüte /Honigraum aufsetzen

21.April 2018 16.00-19.00Uhr Samstag ,Treffpunkt  DLZ- Eidenberg

·      

Theorie: Praxistag Erweiterung, zur Zeit der Kirschblüte

·      

Futtervorrat, Stärke und Sitz der Völker beurteilen

·      

überflüssiges Winterfutter entfernen

·      

Baurahmen einhängen

·      

Absperrgitter +dritte Zarge aufsetzen

 

5. Teil E  Schwärmen & 1.Ableger

5. Mai 2018 16.00-19.00 Uhr Samstag Treffpunkt DLZ in Eidenberg

 

·      

Theorie: Schwärmen & Ableger

·      

Stärke und Honigleistung der Völker beurteilen

·      

Kippkontrolle, Schwarmverhinderung

·      

eventuell Drohnenbrut entnehmen

·      

Bildung des 1. Brutablegers

 

6. Teil F  2.Ableger

19. Mai 2018  16.00-19.30Uhr,  Samstag Treffpunkt DLZ in Eidenberg

·      

Theorie Honigernte

·      

Stärke und Honigleistung der Völker beurteilen

·      

Kippkontrolle, Schwarmzellen brechen

·      

eventuell Drohnenbrut entnehmen

·      

Bildung des 2. Brutablegers

 

 

7. Teil G  1. Honigernte/1.Ableger Königin zeichnen

9. Juni 2018  Samstag  16.00-20.00 Uhr  Treffpunkt Lehrbienenstand in Untergeng

·      

Schulung „Honigernte“ Praxis

·      

Kippkontrolle, Schwarmzellen brechen

·      

Drohnenbrut entnehmen

·      

1. Brutableger Königin zeichnen und Varroa behandeln

·      

Brutableger unter ProbeimkerInnen aufteilen

 

 

8. Teil H  Honig abfüllen/2. Ableger Königin zeichnen

23. Juni 2018 Samstag 16.00-20.00 Uhr Treffpunkt Lehrbienenstand in Untergeng

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Kippkontrolle, Schwarmzellen brechen

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Drohnenbrut entnehmen

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Propolisgitter einlegen

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2. Brutableger Königin zeichnen und Varroa behandeln

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Honig abfüllen

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Theorie: Spätsommerpflege–einfach und effektiv

 

 

 

 

 

9. Teil  2.Honigernte / Teilen und Behandeln

7. Juli 2018  Samstag 16.00-20.00 Uhr  Treffpunkt Lehrbienenstand in Untergeng

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2. Honigernte

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Bienenvolk Teilen + Behandeln

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Probeimker/Probeimkerin entscheidet sich ob er/sie mit der Imkerei anfangen möchte, oder nicht.

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Termin zum Honig Abfüllen

 

10. Teil  Spätsommerpflege

28. Juli  2018 Samstag  17.00-21.00 Uhr Freitag Treffpunkt Lehrbienenstand in Untergeng

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Gemülldiagnose

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Spätsommerpflege dabei alten Wabenbau entfernen

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Theorie: Spätsommerpflege –einfach und effektiv

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Varroa-behandlung

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Fütterung der Völker

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ProbeimkerIn nimmt sich seinen/ihren betreuten Bienenstock mit nach Hause

 

11. Teil J  Spätsommerpflege der Wirtschaftsvölker und Jungvölker

1.September  2018 Samstag  9.00-12.00 Treffpunkt DLZ in Eidenberg

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Königinnenverjüngung wie tausche ich die alte gegen eine junge

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Gemülldiagnose erkennen und beurteilen um die entsprechenden Maßnahmen zu tätigen.

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Behandlung mit Ameisensäure so wenig als nötig, so viel wie notwendig

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Kontrollbehandlung mit Oxalsäure

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Fütterung der Völker und Kontrolle des eingelagerten Winterfutters

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Kontrolle der Bienenvölker auf Weiselrichtigkeit

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Mäusesicherung

12. Teil L  Restentmilbung und Winterarbeiten

10.November.2018  Samstag 14.00-17.00Uhr Treffpunkt DLZ in Eidenberg

 

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Restentmilbung mit Oxalsäure in Theorie und Praxis, verdampfen und Träufeln

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Anwendungsmöglichkeiten von Oxalsäure

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Gemülldiagnose

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Zugelassene Arzneien

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Förderung  der Varroabehandlung bei einem anderen/r Imker/in

 

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Winter Arbeiten mit Wachs und Rähmchen

 

 

Bei uns m Verein läuft der Einstieg in die Imkerei so ab. Die Jungimker bekommen dann ihr betreutes Bienenvolk ende Juli mit nach Hause. Sie lernen im Kurs alles was sie brauchen.

Mein Wunsch wäre, das auch die Landesverbände so einen Kurs anbieten. Der über das ganze Jahr läuft.

LG Manfred 


Astacus
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Re: Zukunft der Imkerei

@Manfred,

von wievielen Schultern wird dieses tolle Jungimkerprogramm getragen. Meist sind 3% in einem Verein aktiv und die bekommen dann irgendwann ein BurnOut und 97% sind nur passive Konsumenten, wenn es ihnen passt.

Gruß

Hans Peter

 

imker_neulichtenberg
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Re: Zukunft der Imkerei

Ich bin der Hauptakteur und 2-3 Personen helfen mir.

LG Manfred 

bienenpeppi
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Re: Zukunft der Imkerei

Ich bin genrell gegen Überreglementierung und für ein hohes Maß Eigenverantwortung, dass das bei einigen nicht funktioniert ist leider war.

Mein Weg zur Imkerei war so: eines Tages fragte ein Imker ob es uns stört wenn er auf der wiese nebenan Bienen aufstellt. Ich war gleich begeistert und durfte ihm ca ein Jahr über die schulter schauen/mitarbeiten. Dann hat er mich gefragt ob ich nicht ein eigenes Volk haben wollte - klar wollte ich. Stock gebaut, Ableger von ihm bekommen. Die ersten Jahre liefen super, dann leider auch einige (lehrreiche) Rückschläge.

Ich hab bis heute keinen Kurs besucht (und seit 6 Jahren Bienen) , komm aber schön langsam drauf, dass das für eine Professionalisierung vom "Betrieb" sicher sinnvoll ist und werde wohl demnächst mit der Facharbeiterausbildung starten. Hab mir stattdesseb einige Bücher gekauft und das Wissen daraus aufgesaugt.

Was ich damit sagen will: ich glaube nicht, dass Kurse zwingend nötig sind um erfolgreich zu Imkern. Viel wichtiger ist ausdauerndes Interesse und Leidenschaft. Ein Kurszwang hätte mich eher abgeschreckt und die Welt wäre jetzt um einen Imker ärmer ;-)

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

bienenpeppi schrieb:

Ich bin genrell gegen Überreglementierung und für ein hohes Maß Eigenverantwortung, dass das bei einigen nicht funktioniert ist leider war.

Mein Weg zur Imkerei war so: eines Tages fragte ein Imker ob es uns stört wenn er auf der wiese nebenan Bienen aufstellt. Ich war gleich begeistert und durfte ihm ca ein Jahr über die schulter schauen/mitarbeiten. Dann hat er mich gefragt ob ich nicht ein eigenes Volk haben wollte - klar wollte ich. Stock gebaut, Ableger von ihm bekommen. Die ersten Jahre liefen super, dann leider auch einige (lehrreiche) Rückschläge.

Ich hab bis heute keinen Kurs besucht (und seit 6 Jahren Bienen) , komm aber schön langsam drauf, dass das für eine Professionalisierung vom "Betrieb" sicher sinnvoll ist und werde wohl demnächst mit der Facharbeiterausbildung starten. Hab mir stattdesseb einige Bücher gekauft und das Wissen daraus aufgesaugt.

Was ich damit sagen will: ich glaube nicht, dass Kurse zwingend nötig sind um erfolgreich zu Imkern. Viel wichtiger ist ausdauerndes Interesse und Leidenschaft. Ein Kurszwang hätte mich eher abgeschreckt und die Welt wäre jetzt um einen Imker ärmer ;-)

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[quote=bienenpeppi]

Ich bin genrell gegen Überreglementierung und für ein hohes Maß Eigenverantwortung, dass das bei einigen nicht funktioniert ist leider war.

Mein Weg zur Imkerei war so: eines Tages fragte ein Imker ob es uns stört wenn er auf der wiese nebenan Bienen aufstellt. Ich war gleich begeistert und durfte ihm ca ein Jahr über die schulter schauen/mitarbeiten. Dann hat er mich gefragt ob ich nicht ein eigenes Volk haben wollte - klar wollte ich. Stock gebaut, Ableger von ihm bekommen. Die ersten Jahre liefen super, dann leider auch einige (lehrreiche) Rückschläge.

Ich hab bis heute keinen Kurs besucht (und seit 6 Jahren Bienen) , komm aber schön langsam drauf, dass das für eine Professionalisierung vom "Betrieb" sicher sinnvoll ist und werde wohl demnächst mit der Facharbeiterausbildung starten. Hab mir stattdesseb einige Bücher gekauft und das Wissen daraus aufgesaugt.

Was ich damit sagen will: ich glaube nicht, dass Kurse zwingend nötig sind um erfolgreich zu Imkern. Viel wichtiger ist ausdauerndes Interesse und Leidenschaft. Ein Kurszwang hätte mich eher abgeschreckt und die Welt wäre jetzt um einen Imker ärmer ;-)

 

Servus Peppi,

Wenn Du sagst, Du hast einem Imker ein Jahr über die Schulter geschaut, dann ist das eine optimale Startposition. Ist ja wie im Film:-) Ein Mann der zufällig zu Bienen kam und sein Leben und seine Leidenschaft ganz neue Sphären erreichten. Später entschied sich der Protagonist, sich weiterzubilden und bestieg dann den Imkerlichen Olymp.

Die wenigsten starten so wie Du, oder haben die Möglichkeit unter diesen echt leiwanden Vorrausetzungen zu beginnen:-)

Der Kurs soll nicht abschrecken, sondern er soll das Interesse noch mehr anstacheln, man soll sich freuen noch einen Platz ergattert zu haben und es kaum noch aushalten vor lauter Freude bis es endlich soweit ist.

Genau das soll der Kurs vermitteln - die Aussicht dass am Ende eine noch schönere Zeit beginnt, die mit Natur interagieren zu können, wo man einen großen Anteil an Verantwortung hat und wo es unabdingbar ist, zu wissen was man tut.

Schade dass Du dem Thema Verpflichtung in diesem Zusammenhang so begegnest, nur weil man plötzlich in eine bestimmte Richtung buxiert wird (die ja Sinn der Sache sein soll), nämlich in eine Verantwortungsbewußte.

Ich finde es wäre wichtig, dass der Kurs auch eines vermittelt...."Bin ich überhaupt mit meinen Vorstellungen und der der Realität daccord"? Damit meine ich, einige haben von dem Thema vielleicht ein Bild im Kopf, das von der Realität weit entfernt ist.

Beste Einbildung (auch bei mir der Fall), ich lege meine berufliche Tätigkeit nieder, also kündige! Schaff mir ein paar Stöcke an und lebe vom Geld der durch den Honig reinkommt. Das ist mal der erste Impulsgedanke. Es wäre schon mal gleich was anderes, wenn ich die grad eben erwähnte Reihenfolge meines zukünftigen, imkerlichen Daseins etwas verändere und die Prioritäten anders ordne:

mit der Bienenwirtschaft beginnen, schaun was die abwirft und eventuell erst dann kündigen......usw.

Das kann man dann bis zu einem umsetzbaren Szenario weiterspinnen,.... aber komma wieder zum Kurs zurück:

Auf was ich eigentlich hinausmöchte ist ...dass der Stellenwert der Biene noch vor dem Stolz und der Willkür des Imkers kommen sollte.
Dass Du, Peppi, auf Deine imkerlichen Bemühungen verzichtet hättest, "nur" weil es eine Pflichtveranstaltung ist....find ich sehr schade.

Jetzt wirds nicht mehr lange dauern und es werden dann vom Einen oder Anderen Imkerkollegen Fragen&Vergleiche vom Kaliber kommen:

Gibt es jetzt auch keinen Bienenpeppi im Straßenverkehr, weil Du aus....welchen Gründen auch immer, das Prinzip einer verpflichtenden Führerscheinausbildung ablehnst? Da reichts halt auch nicht, wenn Du schon 3 Jahre lang am Acker vom Nachbarn das Autofahren geübt hast. Es gibt ein Grundniveau dass auch bei einer Führerscheinausbildung erreicht werden sollte..... und zwar soll dann ein verantwortungsbewußter, vorausschauender, mit den Gesetzten des Straßenverkehrs und der Technik des Fahrzeugs vertrauter Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs sein und ich als weiterer Verkehrsteilnehmer darf darauf vertrauen, dass dieser Standard eingehalten wird.

Ich finde schon dass es die Biene und die Imkerei wert sind, eine fundierte Bildung verpflichtend einzufordern noch bevor jemand loslegt.

Es soll nicht als Strafe angesehen werden, nur weil versucht wird das Niveau und die Qualität in einem Bereich zu verbessern, wo es eigentlich selbstverständlich sein sollte, sich ständig zu verbessern und zu hinterfragen:-)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es amnitionierte, interessierte Menschen davon abhält. Ich glaube auch, dass das bei Dir nicht so gewesen ist.....dass Du das jetzt nur so sagst um Deinem Post eine leicht dramatische Note zu verpassen....:-)

Erzählts mal, wieso seht ihr das anders?

Lg, Christian

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

Astacus schrieb:

@Manfred,

von wievielen Schultern wird dieses tolle Jungimkerprogramm getragen. Meist sind 3% in einem Verein aktiv und die bekommen dann irgendwann ein BurnOut und 97% sind nur passive Konsumenten, wenn es ihnen passt.

Gruß

Hans Peter

 

Der Klassiker - eine Handvoll Enthusiasten versuchen das Beste herauszuholen und starten mit Stolz&Energie und könnten Bäume ausreißen. Verrecken dann aber elendig an der Ignoranz der restlichen Mitglieder. Ganz im Gegenteil, man wird dann noch deppat verarscht während man am eigenen Schweiß ersäuft. "Na waunst so deppat bist?" sprach er und nahm einen großen Schluck von seinem Krügerl.

Alle lachten!

imker_neulichtenberg
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Re: Zukunft der Imkerei

Darum finde ich es sinnvoll, das die Imkerkurse auf Praxis aufgebaut werden. Die Imkerschulen oder Imkereizentren haben genug Bienenvölker da könnte man sicher 4 Bienenstöcke für jeden Kursteil verwenden. Die Vereine sind teilweise schon etwas überaltet und haben auch Zeitmangel so könnten die Imkerschulen das übernehmen. Fazit: Imkern lernt man eben nur wenn man die Bienen in den Händen hat. Oder lernt man das Schwimmen in einem PowerPoint Vortrag und am Ende wird man  dann in das Wasser geschubbst.

LG Manfred 

Sommerbiene
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Re: Zukunft der Imkerei

Wintertraube schrieb:

"Na waunst so deppat bist?" sprach er und nahm einen großen Schluck von seinem Krügerl.

Derart primitive Zeitgenossen gibt es in allen Bereichen des Lebens, leider auch in der Imkerei. Die vergessen immer, dass sie auch mal angefangen haben und zumindest genauso deppert wie wir waren. Da kann man nur hoffen, dass derartig nette Zeitgenossen aufgrund der nahenden Demenz den Termin des Imkerabends vergessen.

 

In unserem Verein kann ich derartige Krügerldeppen glücklicherweise nicht ausmachen, wenngleich es einige wenige zu geben scheint, die die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben. Doch langsam werden sie mehr, die jungen. Und langsam findet ein Generationswechsel statt.

 

Bald wird man sich eher fragen müssen: Zukunft des Imkerbundes? 

Grüße von der Sommerbiene.

Wintertraube
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Re: Zukunft der Imkerei

wie seht/steht ihr die/zur Technik in der Imkerei? ist das ein zukunftsreiches Thema in unserem Bereich?

Was ist sinnvoll?

Was ist unnötig?

 

lg, Christian