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Genetische Vielfalt

Die Fitness und Produktivität von Bienenvölkern lässt sich durch genetische Vielfalt steigern. Sind beim Paarungsakt Drohnen unterschiedlicher Abstammung vertreten, wirkt sich das positiv auf die Vitalität der Nachkommen aus.

Genetik beeinflusst die Vitalität
An der Universität von Ithaca (USA) wurde in einer Studie die Entwicklung von genetisch vielfältigen Bienenvölkern, bei denen sich die Königinnen durch Standbegattung paarten mit jenen, die durch künstliche Besamung einheitliches Erbgut aufwiesen, verglichen. Bereits zu Beginn der Volksentwicklung zeigten sich beträchtliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Völker mit genetisch unterschiedlichen Arbeiterinnen bauten knapp 30 Prozent mehr Waben als ihre Kolleginnen mit einheitlichem Erbgut. Erstere waren auch deutlich fleißiger, um bis zu 78 Prozent erfolgreicher bei der Nahrungssuche.

Einen Monat nach der Volkbildung hatten die genetisch variantenreicheren Bienen ein doppelt so hohes Gewicht angenommen. Gesund und gut genährt produzierten diese Völker auch mehr Arbeiterinnen. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass Fitness und Größe der Kolonie sehr eng zusammenhängen. Mit zunehmender Vitalität lässt sich auch die Überlebensrate im Winter steigern.

So retteten sich 25 Prozent der beobachteten Völker mit vielfältigem Gen-Pool in die nächste Saison, von den uniformen Bienenvölkern schaffte es aber keines.

Quelle: Science, Bd. 317, 2007


Autor: Gerhard Engleitner Veröffentlichungsdatum: 08.04.2008 14:33




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