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Eisl unterstützt Obstbaumaktion
Aktion der Obst- und Gartenbauvereine soll Sortenvielfalt erhalten
Nach der erfolgreichen Obstbaumaktion 2004 gab Landesrat Sepp Eisl heute bei der Fachtagung der Obst- und Gartenbauvereine den Startschuss für die Obstbaumaktion "Naturobstbau 2008". Ziel der Aktion, die über die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine abgewickelt wird, ist es, die Sortenvielfalt bei heimischen Obstsorten zu sichern bzw. wiederherzustellen. "Vor rund 70 Jahren hat es bei uns noch über 250 Apfelsorten gegeben. Heute werden bei Obstschauen nur mehr 120 bis 150 Obstsorten insgesamt, also Äpfel, Birnen, Zwetschken, Ringlotten und Kirschen gezählt", so Eisl. "Wir unterstützen als Land Salzburg die Salzburgerinnen und Salzburger beim Ankauf von feuerbrandresistenten Obstbäumen, die über die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine angeboten werden. Damit wollen wir den Bestand an Obstbäumen und zugleich wertvollen Lebensraum für viele Tiere sichern", erklärt Eisl.
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Vorstellung Obstbaumpflanzaktion mit dem Landesverband für Obst- und Gartenbau in Salzburg Landesrat Sepp Eisl bei der Pflanzung eines Apfelbaumes beim Hefterhof in Salzburg zusammen mit Emma Kaserer, Andreas Salzlechner, Johann Gschwandtner (Landesobmann) und Hans Georg Stallmann vom Obst- und Gartenbaulandesverband Salzburg
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Landschaftstypische Streuobstwiesen
"Streuobstwiesen, Obstbaumgruppen und einzelne, großkronige Obstbäume prägen weite Teile der Salzburger Erholungslandschaft. Zu finden sind diese Obstgehölze nicht nur im Flachland, sondern auch bis hinauf in Höhen von über 1.000 m. Aber auch in den dichteren Siedlungsbereichen von Gemeinden wachsen viele Obstbäume, die in den Privatgärten eine bedeutende Funktion für die Eigenversorgung von Obst haben, Aufgaben als artenreiche Biotope erfüllen und wichtige ästhetische Erholungselemente darstellen", weiß Ing. Johann Gschwandtner, Landesobmann des Obst- und Gartenbauverbandes.
Drastische Reduzierung der Sortenvielfalt
Die Vielfalt dieser landestypischen, bewährten alten Obstsorten bilden aber auch große Lebensgemeinschaften mit anderen Pflanzen und Tieren und sind Rückzugsgebiete für viele vom Aussterben bedrohte Lebewesen. Dieser wichtige Lebensraum als Basis für diese Artenvielfalt hat in den letzten Jahren eine starke Dezimierung erlitten. So können heute bei Obstschauen nur mehr rund 120 bis 150 verschiedene Obstsorten, vor allem Äpfel, Birnen, Zwetschken, Ringlotten und Kirschen bestimmt werden. Vor rund 70 Jahren hat es in Salzburg noch alleine über 250 Apfelsorten gegeben. "Eine weitere Gefahr für diese alten Obstsorten ist die in Salzburg auftretende Baumseuche „Feuerbrand“. Erfahrungen betroffener Länder haben gezeigt, dass nur die Nachpflanzung von feuerbrandresistenten Sorten der Ausbreitung dieser Baumseuche Einhalt gebieten und damit auch erfolgreich zur Erhaltung alter Kulturlandschaften beitragen können", so Gschwandtner.
Naturobstbau 2008
Um dieser Entwicklung entgegen zu steuern, starten Landesrat Sepp Eisl, die Obst- und Gartenbauvereine und die Landwirtschaftskammer Salzburg die Aktion „Naturobstbau 2008“. "Ziel dieser Aktion ist nicht nur die Wiederherstellung und Verbesserung der Funktionsfähigkeit unserer Kulturlandschaft, sondern auch die Sicherung eines Erwerbsteiles für die Landwirtschaft, da viele alte Sorten auf Grund ihres Geschmackes und ihrer Lagerfähigkeit und anderer wertvoller Eigenschaften für den Frischverzehr aber auch für die Veredelung zu Säften, Most und hoch qualitativen Brennprodukten bestens geeignet sind", so Eisl.
Informationen zur Aktion
Die Aktion startet mit dem Vegetationsbeginn 2008 an und läuft bis zum Herbst 2008. Die Pflanzaktion umfasst von Experten ausgewählte Apfel-, Birnen- und Zwetschkensorten sowie Süß- und Sauerkirschen. Unterstützt wird der Ankauf von ausgewählten, landestypischen und bewährten Sorten in der Wuchsform Hoch- und Halbstamm für den Streuobstbau und auch Viertelstamm und kleinwüchsigen Obstbäumen wie Busch, Spindel-Busch und Spindel für den Selbstversorger- und Siedlungsobstbau. Die Abwicklung dieser Aktion und die Bestellung der Obstbäume erfolgt über die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine, die dafür Infrastruktur und das Fachwissen ihrer Funktionäre und Baumwarte einbringen. In Gemeinden, in denen es keine lokalen Obstbauvereine gibt, wurden die Gemeinden um Aushang der Informationen gebeten.
Die Förderung vom Land Salzburg für die Obstbäume, laut Sortenliste, beträgt für Hochstamm 14 €, für Halbstamm 10 €, für Viertelstamm und Spindel-Busch jeweils 8 € pro Stück. Die Bestellung ist mit 8 Stück pro Haushalt, Familie oder Betrieb limitiert. Nähere Auskünfte erhält man beim Landesverband der Salzburger Obst- und Gartenbauvereine bei der Landwirtschaftskammer Salzburg unter der Telefonnummer 0662/870571-244 oder auf www.lk-salzburg.at . Dort steht auch eine Liste der Obst- und Gartenbauvereine sowie der zu bestellenden Obstsorten zur Verfügung.
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Autor: Mag. Ursula Riegler
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Veröffentlichungsdatum: 08.04.2008 14:41
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