Blütenhonig - Honigsegen

Durch Schönwetterphasen höhere Erträge beim Blütenhonig.

Ernten bis zu 50 kg pro Volk ist keine Seltenheit. Die Blütentracht 2011 gleicht den Ausfall im Vorjahr statistisch gänzlich aus.
Ob es die Klimaerwärmung ist oder andere Wettereinflüsse mitspielten, die Blütenhonigernte 2011 fiel in den meisten Frühtrachtgebieten durchwegs überdurchschnittlich aus. Interessante Beobachtungen dabei sind die geschmackliche Varianz und Farbskala. Durch die langen Schönwetterphasen konnte eine Vielzahl an Blüten ertragbringend genutzt werden. Etwas vermindert, bedingt durch die Trockenheit, vielen die Zunahmen während der Rapsblüte aus. Ausreichend Ersatz boten dafür aber die Blühstreifen entlang der Rapsfelder, die äußerst intensiv von den Bienen beflogen wurden.
Diese außergewöhnliche Honigzusammensetzung aus einer Vielfalt an unterschiedlichen Blütenhonigen zeigt auch seine Eigenheit im Kristallisationsverhalten der ersten Ernte. Sie ist immer noch flüssig, obwohl die Ernte bereits 14 Tage zurückliegt. Üblicherweise kristallisierte die erste Blütenhonigernte mit einem höheren Rapshoniganteil meist nach 3 Tagen und konnte ideal für die Cremehonigherstellung verwendet werden. Diesmal muss etwas zugewartet oder mit bereits cremigem Honig geimpft werden, um den Kristallisationsprozess zu beschleunigen.
Gerade diese einmalige Honigzusammensetzung wird es schwierig machen, Sortenhonige definieren zu können.
Mein Tipp: Bevor Sie Ihren Honig als Sortenhonig bezeichnen, lassen Sie in einem Honiglabor des Verbandes Ihren Honig diesbezüglich untersuchen und bestimmen. Die richtige Kennzeichnung erspart später unnötigen Ärger mit der Lebensmittelaufsicht.

Autor: Gerhard Engleitner