Drohnenflugloch

Um den dicken Brummern einen Weg aus den abgesperrten Honigräumen zu ermöglichen, haben Bohrlöcher im Deckel oder in Zargen eine wichtige Funktion.
Gerade zur Sommersonnenwende praktizieren viele ImkerInnen die Methode, die Königin auf die unterste Zarge zu sperren. Hintergrund dieser Tätigkeit ist die Absicht, bei der letzten Ernte brutfreie Honigwaben entnehmen zu können. Besonders bei Verwendung einer Bienenfluchte sind brutfreie Honigraumwaben zielführend. Diese Bruteinschränkung wirkt sich, so zeigen die Erfahrungswerte, zusätzlich ertragsteigernd aus.
Meist befinden sich aber in diesen abgesperrten Honigräumen auch Waben mit schlüpfender Drohnenbrut. Wird den gefangenen Drohnen keine Möglichkeit zum Verlassen der Honigräume geboten, verenden diese und sind bei der nächsten Honigwabenentnahme am Absperrgitter zu finden. Es ist meist das Bruststück, das am Gitter liegen bleibt, weil es einfach zu groß für die Zwischenräume der Gitter ist. Die restlichen Körperteile sind häufig bereits abgeschrotet und ausgetragen worden. Kein erfreulicher Anblick!
Bohrungen in der Zarge, die den Durchschlupf der Drohnen in die Freiheit zulassen, erlauben ihnen das ungehinderte Ausfliegen. Meist kehren sie wieder über das Hauptflugloch in die Beute zurück. Mit einem passenden Korken lassen sich diese Fluglöcher in der übrigen Jahreszeit einfach verschließen.


Autor: Gerhard Engleitner