Freilebende Bienenvölker

Seit dem tödlichen Unfall eines Imkers bei der Bergung eines freilebenden Bienenvolkes herrscht in weiten Kreisen der Bevölkerung ein erhöhtes Maß an Angst vor Bienen. Nach möglichen Ursachen für diesen bedauerlichen Zwischenfall wurde nicht gefragt. Vielmehr wurde das doch weit verbreitete Bild gewaltig erschüttert, dass die Bienen ja den eigenen Herrn (Imker) kennen und ihn deshalb nicht stechen. Wie gefährlich müssen Bienen wirklich sein, wenn ein Imker von seinen „Lieblingen“ zu Tode gestochen wird?

Presseausschnitt
Ein 57-jähriger Pensionist aus Neukirchen an der Vöckla versuchte am 7. Juli 2010 um 9.00 Uhr einen wilden Bienenschwarm aus der Holzverkleidung eines Nebengebäudes eines Objektes in 4843 Hinterschlagen, Gmde. Ampflwang, zu entfernen. Trotz Schutzkleidung dürfte er aber von den Bienen gestochen worden sein, sodass es vermutlich zu einer allergischen Reaktion gekommen sein dürfte und er zu Tode kam.
Quelle(BM.I / Polizei)

Feuerwehr „entsorgt“ Bienenvolk
Wie aus zuverlässiger Quelle berichtet, wurde in jenem Gebiet am 29. Juli 2010 neuerlich ein frei lebendes Bienenvolk am Dachboden einer Hütte entdeckt und von der Feuerwehr, trotz Kontakt mit einem örtlichen Imker, auf Wunsch des Liegenschaftsbesitzers still und heimlich „entsorgt“. Der informierte Imker hatte keine Möglichkeit, das Volk vorher zu bergen.
Aufklärungsarbeit und Zusammenarbeit zwischen Imkerverein und Feuerwehr sind gerade bei Bienenfragen noch viel mehr zu intensivieren. Es ist sicher angebracht, die örtliche Feuerwehr einmal zu einem Standbesuch einzuladen, um den Männern einen kleinen Einblick in die Arbeit des Imkers zu ermöglichen. Es ist bekannt, die Imker sind die Profis, wenn es Bieneneinsätze gibt, die Feuerwehr kann bei Bedarf technischer Hilfeleistung zur Verfügung stellen.

Autor: Gerhard Engleitner