Internationaler Tag zum Schutz der Bienen

Stirbt die Biene – stirbt auch der Mensch. Parasiten und Pestizide töten Bienenvölker massenhaft. Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier in der EU.
In vielen Ländern der Welt geht am 14. September die Bienensaison zu Ende. Durch Parasiten, Pestizide und Monokulturen sind viele Bienenvölker zu geschwächt, um den Winter zu überleben. Imker befürchten hohe Verluste. Die Folgen für den Menschen sind immens: Ohne Bienen gibt es kein Wachstum, keine reichen Ernten und auch keine natürliche Artenvielfalt. Der Mensch braucht die Bestäubungsleistung der Honigbiene, um zu existieren. Doch das Überleben der Bienen ist in Gefahr. Der World Save Bee Fund (WSBF) setzt sich für den Schutz der bestäubenden Insekten ein. Er fordert, den Internationalen Tag zum Schutz der Bienen am 14. September durch die UNO anzuerkennen, und so mehr Aufmerksamkeit für bestäubende Insekten zu schaffen.
Am Ende der Bienensaison liegen hinter den fleißigen Insekten stressige Monate. „Die Zeit zwischen Juli und September gilt als die Hungerzeit für die Bienen“, erklärt Rail Khismatullin, Imker und Präsident des World Save Bee Fund. Für die Imker beginnt jetzt die Saison des Hoffens und Bangens. Gerade auf dem Land haben Bienen geringe Chancen Pollen zu sammeln, weil blühende Feldränder selten geworden sind und die Landwirtschaft auf immer größere Flächen mit Monokulturen setzt. Pestizideinsätze, Parasiten und andere negative Umwelteinflüsse schwächen die Bienen zusätzlich. So ist die Verlustrate an Bienen nach dem Winter erschreckend hoch: Über ein Viertel der deutschen Bienenvölker starben 2010 in Deutschland. 2009 waren es sogar 30 Prozent.
„Nicht nur für uns Imker ist das eine Katastrophe – sondern für alle Menschen: Ohne Bienen fällt ein Großteil unserer Nahrung aus, damit meine ich nicht nur Honig, sondern vor allem Obst, Gemüse und sogar Fleisch, weil viele Futterpflanzen auch von Bienen bestäubt werden. Bienen sind entscheidend für die biologische Vielfalt“, stellt Rail Khismatullin fest. Wir müssen die Bienen schützen.
Rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau hängen in Deutschland von der Bestäubung der Bienen ab. Das Bundeslandwirtschaftsministerium schätzt ihren wirtschaftlichen Nutzen daher auf etwa 2 Milliarden Euro jährlich.
Um dem Thema Bienenschutz und Bienensterben mehr Aufmerksamkeit zu geben, setzt sich der WSBF für einen Internationalen Tag zum Schutz der Bienen am 14. September ein. Jeder kann dafür abstimmen: im Internet unter www.save-bee.de

Hintergrund:
Bienen sind das drittwichtigste Nutztier in der EU nach Schwein und Rind. Eine Vielzahl der wichtigsten Nahrungsquellen des Menschen hängt direkt von der Bestäubung der Bienen ab. Ohne Bienen werden es Menschen schwer haben, ihre Nahrungsmittelproduktion aufrecht zu erhalten. Für die biologische Vielfalt sind Bienen teilweise existenziell, weil sie in Symbiose mit vielen Pflanzenarten stehen. Das Bienensterben bedroht damit unsere Natur nachhaltig.
Aus diesem Grund hat sich der World Save Bee Fund e.V. (WSBF) in Deutschland gegründet. Die internationale Umweltschutzorganisation ist als gemeinnützig anerkannt. Ziel des WSFB ist es, das weltweite Bienensterben zu erforschen und zu bekämpfen. Er bittet dafür um Spendenmittel und unterstützt die wissenschaftliche Forschung und die Aufklärung der Bevölkerung weltweit. Weiterhin setzt sich der WSBF für einen Internationalen Tag zum Schutz der Bienen am 14. September ein.

„Die Russische Förderation unterstützt diesen Vorschlag bereits. Ich hoffe Deutschland wird ebenfalls bald folgen“, appelliert WSBF-Präsident Rail Khismatullin auf Unterstützung.
„Wir danken für jede Spende und jede Unterstützung für die Bienen und für die Menschen. Save the bee – save the planet“, bringt es Khismatullin auf den Punkt.

Spendenkonto World Save Bee Fund e.V.:
Kontonummer: 3200064640, Ostsächsische Sparkasse Bankleitzahl: 850 503 00
Mehr Informationen: National: www.save-bee.de
(International: www.save-bee.com)
World Save Bee Fund e.V.,
Ansprechpartner für die Medien: Matthias Daberstiel, Telefon: 01 73-3 80 93 11