Rähmchen - kaufen oder selber herstellen

Sie sind ein wesentlicher Faktor in der Betriebsweise und vielfältig in der Form. Sie sind im Neuzustand attraktiv und eignen sich auch als einfaches aber effektvolles Dekorationsmittel - die Rähmchen.

Für den Anfänger keine Frage, dass mit neuen Rähmchen und jungem Wabenbau gestartet wird. Für den erfahrenen Imker lautet eine klare Betriebsregel: Wabenbau und Rähmchen zyklisch erneuern. Die Professionalisierung einiger holzverarbeitender Betriebe und die Automatisierung des Produktionsablaufes bei der Herstellung von Rähmchen hat die Selbstanfertigung bereits deutlich in Frage gestellt. Besonders gängige Maße werden sowohl in Teilen oder bereits gefertigt und auch gedrahtet, teilweise sogar mit Seitenteilen aus Hartholz, zu wirklich annehmbaren Preisen angeboten.
Diese Angebote schließen aber keinesfalls die Eigenherstellung vom Holzeinkauf bis hin zum fertigen Rähmchen aus. Auch die Arbeit mit Holz kann ein interessanter und auch Freizeit füllender Sektor sein, der die Tätigkeit in den Vordergrund verlegt und keinesfalls die Kostenfrage mit einbezieht, es ist eben ein Hobby. Der Duft des frisch gehobelten oder gesägten Brettes, die angenehme Wärme, die von Holz ausgehen kann und auch die unterschiedlichen Strukturen und Eigenschaften der einzelnen Holzarten verleitet mich immer wieder zum Staunen. Ich kann mich für Holz begeistern.
Bei der Rähmchenherstellung bevorzuge ich aber auch bereits den Ankauf vorgefertigter Ware. Dabei sind Preisvergleiche unbedingt einzuholen und Sammelbestellungen für den Verein oder Imkergruppen meist noch günstiger. Auch der Zeitpunkt, wie jetzt vor dem Jahreswechsel, eignet sich eindeutig besser für den Einkauf - vergleichbar mit Einlagerungsaktionen. Wenn der Schwarm bereits am Baum sitzt, haben meist auch die Rähmchen einen deutlich saisonal bedingt höheren Preis.

Autor: Gerhard Engleitner