Varroabekämpfung einmal anders mit Essigsäure – Trägerstoffe gewährleisten dosierte Verdunstung

Vorgeschichte zur Entstehung von TOBEE
(Versuch Hummelansiedelung)

Parasiten
Hummeln werden auch von Milben parasitiert. Einmal öffnete ich bei der Kontrolle ein Volk. Es waren beinahe keine Hummeln mehr zu sehen, nur wenige Arbeiterinnen und es waren einige Kokons nicht geschlüpft. Beim Öffnen dieser mittels einer Nagelschere kam die ganze Misere ans Licht. Die toten Puppen waren übersät mit toten Milben. Das meiste, das ich zählen konnte, waren 80 Stück an der Larve! Dies erklärt auch bei einigen Arten die relativ geringe Volksstärke. Es wurden oft nicht mehr als 8 Königinnen produziert, der Milbendruck hatte das Volk frühzeitig erledigt. Unerklärliche ist, dass verstärkt die Erdhummeln betroffen sind, bei den Baum-, Acker-, Wiesen-, Stein-, Bergwaldhummeln ist ein Befall nicht so stark zu sehen.
Bei meinem Versuch einer zusätzlichen Lüftung schaffte eine Wachsmotte den Einzug, ich entdeckte und eliminierte sie, 8 Raupen samt der Brut. Das Hummelvolk war geschädigt. Ich gab neue Wolle und das Völkchen begann sofort neue „Töpfe“ zu bauen.
In den Anfängen entfernte ich durch Begasung mit Ameisensäure die Schädlinge, genau wie bei den Bienen die Varroa.

Versuche mit Essigsäure
Ich stellte auch Versuche mit Essigsäure an. Die Milbenplage ist jetzt durch die Behandlung mit Acetaten fast nicht mehr vorhanden. Dieses Mittel wird momentan gleichzeitig an Bienen und Hummeln angewendet.
Es soll eine Alternative zu der „ätzenden und insektenfeindlichen“ Ameisensäure werden.
Das Material ist schwerer als Luft und wird vom oben gereicht. Bei Hummelvölkern verabreichte ich 1-3 ml auf ein Papiertaschentuch, bei Bienen 35 ml je Zarge auf ein Wettex (saugfähige Unterlage).
Bei Hummelkästen begannen die Milben schon nach 10 Sekunden wegzulaufen. Es ist daher zielführend, eine Fläche anzubieten, worauf die Milben Platz finden, damit sie entnommen werden können. Dies war der Beginn des Bienenpflegemittels ToBee

Anwendung
Die angegebene Menge TO BEE wird unverdünnt mittels Dosiereinrichtung oder
Verschlusskappe(1 Verschlusskappe entspricht ca. 10 ml) auf ein saugfähiges Material (Wettextuch) verteilt appliziert (ca. 20-60 Sekunden einwirken lassen) und anschließend in Zargenmitte auf den Rähmchen platziert.
Die Seite des Wettex, an der TO BEE appliziert wurde, zeigt immer nach oben,
da kein Kontakt der Bienen mit dem Pflegemittel notwendig ist. Um die Verdunstungswirkung zu verbessern, wird die Zarge mit einer Folie abgedeckt und mittels Deckel verschlossen. 48 Stunden nach erfolgter Anwendung das saugfähige Material (Wettex) wieder entfernen.
Nach 4 Tagen die Entwicklung des Bienenvolkes an der Stockwindel überprüfen.
Dies war vor einem Jahr, inzwischen ist die Zulassung als Bienenpflegemittel vorhanden, die Völker welche in den Genuss der Bienenpflege kamen, gedeihen prächtig.
Die Versuche im Jahre 2009 wurden/werden an 240 Bienenvölkern durchgeführt und zeigen Ergebnisse, wie sie erwartet wurden.
Der Einsatz des Materials erfolgt wie die Anwendung von Ameisensäure – der große und wichtige Unterschied ist,
• dass die Völker nicht aufbrausen,
• dass die Bienen nicht ausziehen,
• dass die Futteraufnahme ohne Unterbrechung weiterläuft,
• dass die Königin die Eiablage fortsetzt,
• dass toBee in die Brut wirkt – wie Ameisensäure,
• dass toBee absolut rückstandsfrei verdunstet,
• dass man toBee auch im Frühjahr anwenden kann/soll,
• dass die Kristalle am saugfähigen Tuch in Wasser ausgewaschen werden können und dieses Wasser ¼ verdünnt kann als Blumendünger zum Einsatz kommen.
ToBee kann ab sofort erworben werden – die Anwendung ist einfach und preisgünstig.
Für das Frühjahr 2010 werden saugfähige Tücher vakuumverpackt mit tobee getränkt angeboten – diese verpackten Tücher werden geöffnet, das Papier oben an die Rähmchen gelegt, den Rest erledigen die Bienen selbst, das Papier wird aus dem Stock getragen, wenn es nicht vorher entfernt wird, die in diesem Fall verbleibenden Kristalle werden wie Zuckerkristalle aus dem Stock getragen.
Der Aufwand an Material im Jahr 2009: 1 x 35 ml, 1x 15 ml auf saugfähiges Tuch von oben. Info www.tobee.at

Autor: Albert Novotny