Waben vor Wachsmotten schützen

Wenn die abgeernteten Waben wieder eingelagert werden, ist ein Wabenschutz vor den Wachsmotten unumgänglich. Verschiedene Möglichkeiten der Wabenlagerung geben einen mehr oder minder sicheren Schutz vor Mottenfraß. Ist im Wirtschaftsbereich ein Kühlraum eingerichtet, lassen sich hier die Waben bis zum Einschmelzen oder einer Wiederverwendung sicher vor dem Mottenbefall lagern. Der Mehraufwand durch einen zusätzlichen Raumbedarf und erhöhten Energiekosten sind bei der gleichzeitigen Nutzung als Honiglagerraum als annehmbar einzustufen. Präparate aus dem Fachhandel mit dem Bacillus thuringiensis (B 401, Mollenex) haben einen stattlichen Preis aber garantieren einen hohen Schutzfaktor und erlauben die Lagerung der Waben in den Leerzargen ohne zusätzlichen Raumbedarf. Noch immer verbreitet ist aber das Schwefeln der Waben. Dabei sind Schutzmaßnahmen für das Wabenwerk und den Anwender unbedingt zu beachten. Vor der Anwendung wird aus jeder Zarge eine Wabe entfernt, um den Wabenabstand zu erweitern. Anschließend werden die Zargen zu einem Turm gestapelt und obenauf kommt eine Leerzarge mit Deckel. In einem Schwefeltopf wird ein Schwefelstreifen befestigt und angezündet. Schnell wird dieser Behälter in die Leerzarge gestellt und der Beutendeckel aufgelegt. Wichtig ist, dass die Schwefeldämpfe nicht eingeatmet werden. Weiters soll dieser Raum ausreichend belüftet sein, weil bei Spalten immer wieder Dämpfe aus den Zargentürmen in die Raumluft entweichen können. Schwefeltöpfe schützen weitgehend vor der möglichen Brandgefahr. Diese Lagerform ist zwar billig, muss aber in der warmen Jahreszeit wöchentlich wiederholt werden, weil lediglich die Motte aber nicht Eier der Wachsmotten abgetötet werden.