Wie entsteht Honig?

Was ist Honig und wie entsteht er?

Definition "Honig"
Was ist Honig und was sagt die österreichische Honigverordnung §2: Im Sinne der Verordnung ist "Honig" der natursüße Stoff, der von Bienen der Art Apis mellifera erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen, Absonderungen lebender Pflanzenteile oder auf den lebenden Pflanzenteilen befindliche Sekrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, diese mit arteigenen Stoffen versetzen, umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstockes speichern und reifen lassen.

Und genau dieses erzeugte Produkt gehört unverändert von der Wabe in das Honigglas, ansonsten kann der/die Imker/in leicht die Qualität dieses hochwertigen Produktes mindern.

Wie entsteht Honig?
Es erfolgt der Eintrag von Nektar oder Honigtau in der Honigblase (3 kg Nektar ergeben 1 kg Honig). Er wird dann an die Stockbienen abgegeben. Durch wiederholtes Lüften und Fächeln wird ihm das Wasser entzogen und weiter mit Sekreten angereichert.
Der halbreife Honig wird in den Wabenzellen eingelagert, reift dort weiter und wird dann mit einem Zuckergehalt >80 % verdeckelt.
Wichtig zu beachten ist: Bienen tragen am Tag Nektar oder Honigtau ein, in der Nacht entfeuchten sie den Honig und am frühen Morgen, vor Flugbeginn oder nach einer Schlechtwetterphase, ist ein guter Zeitpunkt den Honig zu ernten.
Den Juniimkern wird die Verwendung einer Bienenflucht empfohlen. Diese kommt am Morgen, anstelle des Absperrgitters zwischen Honigraum und Brutraum. Am nächsten Tag ist der Honigraum fast bienenleer. Die Entnahme der Honigwaben geht wunderbar und die Tageszeit ist frei wählbar, da die Bienen keinen neuerlichen Nektar mehr in den Honigraum eintragen können. Länger als max. 48 Stunden sollte die Bienenflucht aber nicht im Stock sein.
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Auszug aus dem Artikel "Info-Block-Juni - Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene" von Manfred Pointner in der Imkerfachzeitschrift "Bienen aktuell", Juni 2016.