Vorgänge auf den Waben

Vorgänge auf den Waben

1 Biene entleert Nektar in eine Zelle. Die Sammelbienen übergeben nach ihrer Rückkehr den in der Honigblase mitgebrachten Nektar an Stockbienen zur weiteren Bearbeitung (Eindickung,Vermischung mit Vermenten, Einlagerung in Wabenzellen).Volksstärke und Trachtintensität bestimmen die Anzahl der an der Honigbereitung beteiligten Bienen.

2 Ruhende Biene.
Bienen verbringen viel Zeit in Ruhe. Es ist aber mit Sicherheit anzunehmen,
dass auch in solchen Zeiten des scheinbaren Nichtstuns im Bienenkörper
wichtige Reifungs- und Stoffwechselprozesse weiter ablaufen (z.B. Drüsenentwicklung, Fermentproduktion).

3 Biene beim Verdeckeln der mit Honig gefüllten Zellen. Sobald der Honig reif ist, werden die Zellen mit einem Wachsdeckel verschlossen. Es gibt Bienenrassen, die hoch (Italiener Biene), solche die flach (Kaukasische Biene) und andere die konkav verdeckeln. Bei flach verdeckelten Honigwaben wirkt der Zelldeckel dunkel, da dieser dem Honig aufliegt.
Bei hochverdeckelten erscheint er weiß durch einen zwischen Honigoberfläche und Zelldeckel befindlichen Luftpolster. Die Art der Verdeckelung ist genetisch bestimmt. Bei der Kärntner und der Dunklen Biene verdeckeln manche Völker bzw. Herkünfte den Honig hoch, andere hingegen flach.

4 Biene pinselt eine Zelle mit Propolis aus. Propolis stammt von den Knospenüberzügen verschiedener Pflanzen. Farbe und chemische Zusammensetzung von Propolis hängen von der Pflanzenart ab, von der sie stammen. Hauptquellen in Europa und den gemäßigten Klimazonen Amerikas und Asiens sind Pappeln und Birken. Es wird von einer geringen Zahl spezialisierter Arbeitsbienen, die älter als 15 Tage sind, vor allem Ende des Sommers und im Herbst gesammelt. Die verschiedenen Bienenrassen sammeln in unterschiedlichem Umfang Propolis (am meisten die kaukasische Biene, deutlich weniger die Italiener, die Kärntner und die Dunkle Biene). Die Bienen überziehen im Stock alle Oberflächen mit einem dünnen Propolisfilm, wodurch diese eine gelblichbraune Farbe annehmen. Dadurch werden diese Flächen wasserabweisend. Lücken und Ritzen werden damit verstopft, um den Stock abzudichten. Auch eingedrungene und im Stock abgestorbene Tiere (z.B. Spitzmäuse, Totenkopffalter) werden teilweise mit Propolis abgedeckt. Propolis hat eine abtötende Wirkung gegenüber verschiedenen Viren, Bakterien und Pilzen. Auch für die Allgemeinhygiene im Bienenstock dürften diese „desinfizierenden“ Eigenschaften eine wesentliche Rolle spielen.

5-7 Eine Königin beim Eilegegang.
In 5 inspiziert sie die Zelle, ob sie leer ist; in 6 schreitet sie etwas weiter, hebt dabei den Hinterleib, um ihn sodann in die erwählte Zelle 7 zu versenken und dort das Ei abzulegen. Eine Königin soll imstande sein, während der Hauptlegezeit täglich 2000 bis 3000 Eier zu legen. Sie ist also geradezu eine Eierlegemaschine.

 

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