Wachs

Bienenwachs findet seit vielen Jahrhunderten Verwendung bei der Kerzenherstellung. In vielen christlichen Kirchen sind die Altarkerzen aus reinem Wachs. Das duftende Kerzelicht des Bienenwachses ist überall auf der Welt beliebt. Die Verwendung von Wachs für medizinische Zwecke, in der Lebensmittelherstellung und für Veredelung von Mobiliar wird in der modernen Welt fortgesetzt.

Die Bienen produzieren das Wachs mit speziellen Wachsdrüsen, die sich zwischen den Hinterleibsringen befinden. Sie „schwitzen“ aus ihren Wachsdrüsen (8 Stück bei unseren Bienen) winzig kleine Wachsplättchen aus. So ein Wachsplättchen wiegt 0,0008 Gramm. An der Produktion eines Kilogramms Wachs sind ca. 150.000 Bienen beteiligt. In Mitteleuropa sind die Monate April bis Juni die Hauptzeit für die Wachsproduktion.

Den Rohstoff für die Wachsherstellung gewinnen die Bienen aus dem gesammelten Honig, bzw. aus den darin enthaltenen Zuckerarten (Fructose, Glucose und Saccharose). Ein Bienenvolk produziert nur soviel Wachs, wie für seine Erweiterung, bzw. Erneuerung des Wabenbaues zur Einlagerung von Honigvorräten und zur Aufnahe der Bienenbrut notwendig ist. Das Verhältnis von benötigten Zuckern (Honig) zu daraus synthetisiertem Wachs kann nicht auf eine bestimmte Zahl gebracht werden., da verschiedene Faktoren, wie beispielsweise das Pollenangebot auch eine Rolle bei der Wachsproduktion spielen. Als Mittelwert geht man in unseren Breiten bei der Carnica-Biene von einem Verhältnis von 7:1 aus. Die Bienen benötigen also 7 kg Honig um 1 kg Wachs zu produzieren.

 
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