Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

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Reinhard
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Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Nachdem die Kategorie nur für angemeldete User  lesbar ist, eröffne ich hiermit einen Thread, der für Alle sichtbar ist.

 

Es geht um dieses Thema hier:

http://www.bienenaktuell.com/forum/behandlungsfreiheit-vs-tierquaelerei

 

Bitte hier weiter diskutieren!

Pfiati, Reinhard

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Ach herrje,

blöd von mir, sorry Reinhard.

Ich dachte, Du brauchst einfach nur das Thema zu ändern und alles bleibt sonst vorhanden. Dank Dir, voll lieb.

Auf alle Fälle werde ich künftig beim Eröffnen eines Beitrages nicht das Thema "Allgemeines" verwenden ;-)

Ciao,
Beenocchio

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Lieber Norbert, Du schreibst auf Deiner Homepage folgendes:

 

"… der … praktizierte achtlose Umgang mit diesen kleinen, so unglaublich faszinierenden Lebewesen erweckten schnell in uns den Wunsch nach Veränderung."

 

Deine Veränderung ist aber folgende:

Du behandlest nicht und nimmst es in Kauf, dass 80% Deiner Völker jedes Jahr sterben.

Das ist Dein "achtsamer" Umgang !?

Ciao,
Beenocchio

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

 

Norbert, hast Du Deinen Hund eigentlich impfen lassen?

Oder behandelst Du Hunde auch nicht und nimmst es in Kauf, dass Dir 80% unter der Hand frühzeitig wegsterben?

Freilich, der Vergleich hinkt und es ist eine provokante Frage, aber ich denke sie hat ihre Berechtigung.

Ciao,
Beenocchio

imker_neulichtenberg
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

beenocchio schrieb:

 

Norbert, hast Du Deinen Hund eigentlich impfen lassen?

Oder behandelst Du Hunde auch nicht und nimmst es in Kauf, dass Dir 80% unter der Hand frühzeitig wegsterben?

Freilich, der Vergleich hinkt und es ist eine provokante Frage, aber ich denke sie hat ihre Berechtigung.

Was haben Hunde und Impfungen mit Bienen zu tun? Bitte beim Thema Bienen bleiben!

LG Manfred 

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

imker_neulichtenberg schrieb:

Was haben Hunde und Impfungen mit Bienen zu tun? Bitte beim Thema Bienen bleiben!

LG Manfred 

Bienen und Hunde sind Lebewesen.

Warum hat das eine Lebewesen ein Recht auf Behandlung, das andere aber nicht? 

 

Ich denke, dass passt hervorragend zum Thema! 

Ciao,
Beenocchio

Reinhard
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Wer sich abseits der Tagung von Norbert Dorn über den Stand der Dinge über behandlungsfreies Imkern informieren möchte, der hat am

9.5.2018 um 19.00 Uhr

dazu Gelegenheit. 

Vereinsabend 1210 Wien, Gerichtsgasse 7

Vortragende:

Obfrau Sabine Koch

Pfiati, Reinhard

 

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Ich wollte mit meinen Fragen, kein Unfrieden stiften.

Für mich, ist es "Normal", dass die einen (Mehrheit) ihre Völker behandeln, und andere halt eben nicht.

 

Ich bin Bereit, für Fachlich Sachliche Diskussion über Pro und Kontra zum nicht Behandeln.

lg Sulz.

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

Ich wollte mit meinen Fragen, kein Unfrieden stiften.

Für mich, ist es "Normal", dass die einen (Mehrheit) ihre Völker behandeln, und andere halt eben nicht.

 

Ich bin Bereit, für Fachlich Sachliche Diskussion über Pro und Kontra zum nicht Behandeln.

lg Sulz.

Du hast mit Deinen Fragen keinen Unfrieden gestiftet, dafür sorgen schon andere. Auseinandersetzung ist normal und hat unter kultivierten Menschen weder mit Negativem noch mit Bösartigen zu tun, wenn möglichst der Respekt gewahrt bleibt. Manche Menschen halten halt Auseinandersetzung nicht aus und wollen immer schönes Wetter und an der Oberfläche bleiben. Ich bin gewohnt, Kritik anzubringen und halte selbst auch Kritik aus, denn Kritik bringt uns in Leben weiter.

 

Es wäre sehr freundlich von Dir, wenn Du uns Deine Geschichte erläuterst, damit wir uns Deine Art, Bienen nicht zu behandeln, besser vorstellen können.

Grüße von der Sommerbiene.

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Sommerbiene schrieb:
Es wäre sehr freundlich von Dir, wenn Du uns Deine Geschichte erläuterst, damit wir uns Deine Art, Bienen nicht zu behandeln, besser vorstellen können.

 

Ich beginne meine Geschichte 2011. Da habe ich begonnen, Schwärme aus Behandelten Völkern, ins nicht Behandeln zu überführen.

11/12, keine Verluste.

Aug 12, 4 Völker mit Ameisensäure behandelt. (haben jedoch den winter nicht überlebt.)

Sept 12. 2 Völker an der Milbe eingegangen.

13/14, 14/15, 15/16 keine Winterverluste

16/17 2 Winterverluste.

17/18 keine Verluste.

das haubtproblem, ist die geringe Volksstärke im Frühjahr, welche in der geringeren Honigleistung sichtbar wird.(ca 50%)

 

Die Biene, ist für mich ein Nutztier. Die Honigleistung, muss auch stimmen. 

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

das haubtproblem, ist die geringe Volksstärke im Frühjahr, welche in der geringeren Honigleistung sichtbar wird.(ca 50%)

Was verstehst Du unter geringer Volksstärke im Frühjahr?

 

Kontrollierst Du grundsätzlich den Varroabefall?

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Schön, dass jetzt doch ein sachlicher Ton und eine fachliche interessierte Diskussion möglich sind, manche Menschen sticheln halt lieber zuerst gerne einmal und brauchen einen extra Hinweis darauf, sich kultiviert zu verhalten.

 

Wie lässt du deine Völker mit der Milbe fertig werden? Schwärmen sie oft und ist das ihre Art, den Parasit loszuwerden?

Könnte das der Grund für eine schwache Volksstärke sein?

 

Betreibst du sonst eine Art der Varroadezimierung durch Drohnenbrutschneiden oder Thermobehandlung?

 

Pfiati, Reinhard

 

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Sommerbiene schrieb:

sulz schrieb:

das haubtproblem, ist die geringe Volksstärke im Frühjahr, welche in der geringeren Honigleistung sichtbar wird.(ca 50%)

Was verstehst Du unter geringer Volksstärke im Frühjahr?

 

Kontrollierst Du grundsätzlich den Varroabefall?

Untr geringer Volksstärke, verstehe ich eben eine geringere Volksstärke im Vergleich, zu der Zeit vor der Milbe, und den Behandelten Völker meiner Kolegen.

 

Ich kontroliere den Milbenbefall nicht mehr. Ich habe nur bei einzelnen Völkern eine Kontrolle gemacht. (zuletzt 2015 bei 3 Völkern)

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Reinhard schrieb:

Schön, dass jetzt doch ein sachlicher Ton und eine fachliche interessierte Diskussion möglich sind, manche Menschen sticheln halt lieber zuerst gerne einmal und brauchen einen extra Hinweis darauf, sich kultiviert zu verhalten.

 

Wie lässt du deine Völker mit der Milbe fertig werden? Schwärmen sie oft und ist das ihre Art, den Parasit loszuwerden?

Könnte das der Grund für eine schwache Volksstärke sein?

 

Betreibst du sonst eine Art der Varroadezimierung durch Drohnenbrutschneiden oder Thermobehandlung?

 

 

Guten Morgen Reinhard:

 

Aus einer fachlich Interessierter Diskussion, könnte ich vielleicht auch Antworten finden, welche mich weiterbringen.

 

Die Schwarmneigung, ist gering (10-15%). Da hat die geringere Völksstärke, sicher auch Einfluss.

 

Ich mache keine Masnahmen zur Milbenreduktion. Gernerell, lasse ich die Völker in Ruhe, und beschäftige mich nur mit den "Problemvölkern".

 

lg sulz.

Manfred
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Grüß Dich, Sulz

 

Etwaige Schwärme setzt Du auf Mittelwände (Zellmaß?) oder läßt Du sie im Naturbau wachsen?

 

Betreibst Du Auslese ?

 

Erweiterst Du durch auf - oder untersetzen ?

 

Imkerst Du mit einer regionalen Bienenherkunft oder unterstützt Du Öko-Piraten, die per Trade mark Ihre Exclusiv-Rechte sichern wollen ?

 

fragt der Manfred

 

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Schwärme, werden auf Naturbau (leitwachsstreifen) eingeschlagen. Erweiterung mit Mittelwänden 5,3mm.

4,9er, bin ich am Testen.

 

Auslese, betreibe ich (noch) keine. Je nach Platz, vereinige ich "unbrauchbare" Völker Anf. Mai.

 

Erweiterung seitlich (Schweizerkasten). Honigraum aufsetzen.

 

Regionale Biene mit Standbegattung.

 

Was sind "öko-Piraten", im zusammenhang mit Bienen?

 

lg sulz.

pweichse
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Schwärme werden den ersten Winter mit guter Pflege überleben. Im zweiten Jahr scheidet sich die Spräu vom Weizen. Je nach Völksgröße, abgeleitet daraus wieviel man im Vorsommer gefüttert hat, werden sie eine mehr oder weniger große Varroalast in das neue Jahr mitbringen. Würde probieren im ersten Jahr keinen Honigraum zu geben. Das Volk sollte sich weiter entwickeln und auch Drohnen aufziehen. Sollte es den zweiten Winter überleben würde ich erst mit Honig rechnen. 

Folgende Punkte ergeben sich für mich:

mäßige Zuckerfütterung, kein Schwarm soll verghungern. 

Naturwabenbau, keine Biene braucht die Mittelwand.

Völkerdurchsicht auf das mindeste reduzieren, Varroavermehrung durch auskühlen der Brut. 

Schwarmtrieb, keine künstliche Königinn

Völker eng und klein halten. 

lieber mehrere kleine Völker als wenige große. 

moderate Winterfütterung, Zucker ist nicht nur für uns Menschen ein Immunsystemkiller.

aber nicht auf Waldhonig überwintern.

 

Bergbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

pweichse schrieb:

Schwärme werden den ersten Winter mit guter Pflege überleben. Im zweiten Jahr scheidet sich die Spräu vom Weizen. Je nach Völksgröße, abgeleitet daraus wieviel man im Vorsommer gefüttert hat, werden sie eine mehr oder weniger große Varroalast in das neue Jahr mitbringen. Würde probieren im ersten Jahr keinen Honigraum zu geben. Das Volk sollte sich weiter entwickeln und auch Drohnen aufziehen. Sollte es den zweiten Winter überleben würde ich erst mit Honig rechnen. 

Folgende Punkte ergeben sich für mich:

mäßige Zuckerfütterung, kein Schwarm soll verghungern. 

Naturwabenbau, keine Biene braucht die Mittelwand.

Völkerdurchsicht auf das mindeste reduzieren, Varroavermehrung durch auskühlen der Brut. 

Schwarmtrieb, keine künstliche Königinn

Völker eng und klein halten. 

lieber mehrere kleine Völker als wenige große. 

moderate Winterfütterung, Zucker ist nicht nur für uns Menschen ein Immunsystemkiller.

aber nicht auf Waldhonig überwintern.

 

Ich möchte möglichst wenig behandeln, aber keinen Zucker mehr, auch nicht BIO Zucker.

Zucker ist ein Gift für uns Menschen, das weiß ich, dass er nicht besonders gut für Bienen ist, nehme ich an.

Manfred
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

 

 

Was sind "öko-Piraten", im zusammenhang mit Bienen?

 

lg sulz.

 

http://beesource.com/point-of-view/erik-osterlund/exploring-monticola-ef...

http://elgon.at/

 

Bienenhandel über große Distanzen stehe ich grundsätzlich kritisch gegenüber.

 

HG Manfred

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Reinhard schrieb:

Schön, dass jetzt doch ein sachlicher Ton und eine fachliche interessierte Diskussion möglich sind, manche Menschen sticheln halt lieber zuerst gerne einmal und brauchen einen extra Hinweis darauf, sich kultiviert zu verhalten.

Reinhard, für Deine Hinweise sind wir alle außerordentlich dankbar. Lächelnd

Trotzdem werden sich hier manche Menschen weiterhin Kritik erlauben, wenn sie diese für angebracht halten.

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Manfred schrieb:

Bienenhandel über große Distanzen stehe ich grundsätzlich kritisch gegenüber.

 

Ja !!!

Grüße von der Sommerbiene.

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

pweichse schrieb:

Schwärme werden den ersten Winter mit guter Pflege überleben. Im zweiten Jahr scheidet sich die Spräu vom Weizen. Je nach Völksgröße, abgeleitet daraus wieviel man im Vorsommer gefüttert hat, werden sie eine mehr oder weniger große Varroalast in das neue Jahr mitbringen. Würde probieren im ersten Jahr keinen Honigraum zu geben. Das Volk sollte sich weiter entwickeln und auch Drohnen aufziehen. Sollte es den zweiten Winter überleben würde ich erst mit Honig rechnen. 

Folgende Punkte ergeben sich für mich:

mäßige Zuckerfütterung, kein Schwarm soll verghungern. 

Naturwabenbau, keine Biene braucht die Mittelwand.

Völkerdurchsicht auf das mindeste reduzieren, Varroavermehrung durch auskühlen der Brut. 

Schwarmtrieb, keine künstliche Königinn

Völker eng und klein halten. 

lieber mehrere kleine Völker als wenige große. 

moderate Winterfütterung, Zucker ist nicht nur für uns Menschen ein Immunsystemkiller.

aber nicht auf Waldhonig überwintern.

 

 

Ein Gruss zum Goldenen Dacherl nach Insbruck.

Danke für deinen Beitrag.

 

Damit bist du sicher nicht auf dem falschen Pfad.

Aus dem Beitrag, lese ich auch: Entweder du Behandelst nicht, oder beschäftigst dich mit diesem Thema.

 

Ich erlaube mir dir meine Frage zu stellen.

 

Auf wieviel, würdest du zugunsten der Behandlungsfreien Bienenhaltung verzichten?

-Honigernte?

-Sanftmut?

-Rassenreinheit?

-Weiteres?

Es würde mich freuen, wenn auch andere dazu ihre Meinung abgeben würden.

lg sulz.

 

 

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Sommerbiene schrieb:
Trotzdem werden sich hier manche Menschen weiterhin Kritik erlauben, wenn sie diese für angebracht halten.

 

Kritik, kann durchaus hilfreich sein, solange sie sachlich fachlich bleibt.

 

Für Persönliche Kritik, braucht es "Dicke Haut".

Sturmimker
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

pweichse schrieb:

Schwärme werden den ersten Winter mit guter Pflege überleben. Im zweiten Jahr scheidet sich die Spräu vom Weizen. Je nach Völksgröße, abgeleitet daraus wieviel man im Vorsommer gefüttert hat, werden sie eine mehr oder weniger große Varroalast in das neue Jahr mitbringen. Würde probieren im ersten Jahr keinen Honigraum zu geben. Das Volk sollte sich weiter entwickeln und auch Drohnen aufziehen. Sollte es den zweiten Winter überleben würde ich erst mit Honig rechnen. 

Folgende Punkte ergeben sich für mich:

mäßige Zuckerfütterung, kein Schwarm soll verghungern. 

Naturwabenbau, keine Biene braucht die Mittelwand.

Völkerdurchsicht auf das mindeste reduzieren, Varroavermehrung durch auskühlen der Brut. 

Schwarmtrieb, keine künstliche Königinn

Völker eng und klein halten. 

lieber mehrere kleine Völker als wenige große. 

moderate Winterfütterung, Zucker ist nicht nur für uns Menschen ein Immunsystemkiller.

aber nicht auf Waldhonig überwintern.

 

[/quote]

 

Ein Gruss zum Goldenen Dacherl nach Insbruck.

Danke für deinen Beitrag.

 

Damit bist du sicher nicht auf dem falschen Pfad.

Aus dem Beitrag, lese ich auch: Entweder du Behandelst nicht, oder beschäftigst dich mit diesem Thema.

 

Ich erlaube mir dir meine Frage zu stellen.

 

Auf wieviel, würdest du zugunsten der Behandlungsfreien Bienenhaltung verzichten?

-Honigernte?

-Sanftmut?

-Rassenreinheit?

-Weiteres?

Es würde mich freuen, wenn auch andere dazu ihre Meinung abgeben würden.

lg sulz.

 

 

 

[quote=sulz]

Es würde mich freuen, wenn auch andere dazu ihre Meinung abgeben würden.

lg sulz.

Servus sulz,

Ich würde auch, auf Honigleistung verzichten, wenn es mir gelingen würde Völker behandlungsfrei zu halten.  Da würde ich einfach auf mehr Völker aufstocken. Auf Sanftmut will ich nicht verzichten, denn ich imkere im urbanen Raum und habe immer auch Kinder am Stand. Auf Rassendiskussionen lasse ich mich nicht ein.

Was aber für mich überhaupt nicht geht, ist Völker elendig zu Grunde gehen zu lassen. Bis jetzt ist mir noch kein einziger "Befreiungsschlag" mit unbehandelten gelungen.  Ich bin kein Fan von Überlebenstests. Wenn ein Volk eine Behandlung braucht wird eingegriffen. Ich habe mich für eine Betriebsweise entschieden wo ich fast ohne Zucker und Mittelwände auskomme. Wird oft belächelt, macht mir aber nichts. Ganz nebenbei habe ich die ganze Gesichte mit Kleinzellern schon durch. Naturbau ist mein Favorit deshalb verschwende ich keinen Gendanken mehr daran.

lg Michael

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

pweichse
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Honigertrag hängt von der Tracht ab. Hab heuer schon volle Honigwaben im Naturbau, dass hatte bis jetzt in keinem Jahr. 

Ich züchte nicht und setze keine Königinnen zu. Die Völker sind bis 21.6 brav, ab dann werden alle bissig wenn ich sie offne. Mach ich nix sind sie immer brav. Ein Spazierweg geht hinter den Völkern vorbei und ich hatte noch keine Attacken. 

Rassenreinheit hat den Nachteil eines kleinen Genpol und dadurch unkontrollierte Ausreißer in alle Richtungen. Eine gesunde Mischung scheind mir für diese Art von Bienenhaltung plausiebel. 

Sturmimker
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Honigertrag hangt von der Tracht und der Bertiebsweise ab! Wenn meine Völker alle nach der Sommersonnwende grantig werden würden, wurden alle umgeweiselt werden. Auch wenn die Stimmung zu diesem Zeitpunkt kippt, toleriere ich keine Stecher. Ich würde mir und meinen Nachbarn die Standbegegattung zunichte machen.

lg Michael

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

@ Michael

@ bweichsle

 

Ich danke euch für euren Beitrag/Meinung.

 

Mit solchen Beiträgen, kann ich etwas Anfangen.

 

lg Sulz.

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

Auf wieviel, würdest du zugunsten der Behandlungsfreien Bienenhaltung verzichten?

-Honigernte?

-Sanftmut?

-Rassenreinheit?

-Weiteres?

Vermutlich würde ich auf alles verzichten und mehr, was Du hier schreibst. Völker zu pflegen, die man nicht mehr mit Säuren quält, denen man nicht mehr die Königin wegsperrt, um sie künstlich "brutfrei" zu machen und die sich trotzdem frei entfalten können, das wäre ein großes Glück. Ich muss allerdings von meinen Bienen nicht leben.

 

Sanftmut? Ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Wie soll eine sanftmütige Bienen mit der Varroa zurecht kommen? Wie grotesk! Der Imker biegt sich seine Biene zurecht, die nur mehr wenig mit einem Wildtier gemein hat, sondern die durch Zucht entartet. Am liebsten wäre so manchem Imker, Bienen durch Zucht dazu zu bringen, den Honig direkt ins Glas einzulagern, damit er ihn noch günstiger anbieten kann.

 

Rassereinheit? Ist mir scheissegal.

 

Zum Thema sachlicher und persönlicher Kritik:

 

Es tut mir leid, wenn Du Worte von mir persönlich genommen hast, aber lies Dir bitte Deine Zeilen durch und versuche Dich doch mal in die Lage anderer zu versetzen. Du schreibst, Du gehst mal davon aus, dass die Biene mit der Milbe zurecht kommt. Ich verstehe nicht, wie man als ernsthafter und wacher Imker davon ausgehen bzw. so etwas in dieser Art formulieren kann, wenn man rundherum damit konfrontiert ist, wie andere mit der Varroaproblematik kämpfen, wie viele Imker die Varroa noch immer nicht im Griff haben und wie dieses Thema und die massiven Völkerverluste die gesamte Imkerschaft beschäftigt. Oder habe ich Dich mißverstanden?

 

Auf unsere Frage über Details Deiner behandlungsfreien Imkerei schreibst Du, Du "schaust gut zu den Bienen". Das klingt nicht nur eigenartig, sondern förmlich wie ein Hohn für all die, die auch "gut zu den Bienen schauen" und trotzdem immer wieder mal vor leeren Beuten stehen.

 

Zuletzt schriebst Du, dass Du zu Deiner behandlungsfreien Imkerei nicht viel mehr sagen kannst.

 

Ein kritischer Mensch, der sich kein Blatt vor dem Mund nimmt und sagt, was er denkt, kann da durchaus zur Auffassung gelangen, dass diese Ausführungen weder überlegt noch glaubwürdig klingen. Das scheint mir sachlich formuliert zu sein, hat nichts mit Kritik an Deiner Person zu tun (wir kennen Dich ja nicht!) und liegt möglicherweise an Deiner Art und Weise, wie Du uns dieses Thema und Dein Anliegen kommuniziert hast. Vielleicht aber auch am mangelnden Vertrauen, dass ich/wir Dir entgegengebracht habe(n). Ich habe heute ein Foto von Dir gesehen und schätze Dich nicht als unüberlegten oder gar unglaubwürdigen Menschen ein. Ich habe jedoch Deine Ausführungen als unüberlegt und unglaubwürdig empfunden.  

 

Kannst Du mich ein wenig verstehen? Du brauchst keine harte Haut, sondern nur ein wenig Verständnis.

Grüße von der Sommerbiene.

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Schön, dass die Fragestellung von Sulz konkreter geworden ist und sich jetzt alle wieder lieb haben. Das heißt aber nicht, dass die Analyse im Beitrag „Imkerliche Grundanforderung an behandlungsfreie Bienenhaltung“ falsch sein muss.

 

Ich finde ganz und gar nicht, dass der von Reinhard geschlossene Beitrag eine Schlammschlacht war, aber Empfindungen sind subjektiv.

 

Was man aber objektiv sagen kann ist, dass einerseits die anfängliche Fragestellung von Sulz und seine folgenden „Antworten“ auf gestellte Gegenfragen schnell zu eindeutigen Annahmen verleiten, die man sehrwohl in Form von kritischen Äußerungen, auch provokant formulieren und hinterfragen darf.

 

Andererseits hat auch das Verhalten von Norbert in seinem Beitrag den Ton im geschlossenen Beitrag gestern beeinflusst. Darauf möchte ich aber später eingehen. 

 

 

Jetzt bin ich erstmal neugierig auf die Reaktion von Sulz auf Sommerbienes Kommentar, denn ich denke es lohnt sich, auf diese wiederum treffenden, ehrlichen und sachlichen Zeilen einzugehen. 

Ciao,
Beenocchio

Reinhard
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

beenocchio schrieb:

 

 

Ich finde ganz und gar nicht, dass der von Reinhard geschlossene Beitrag eine Schlammschlacht war, aber Empfindungen sind subjektiv.

 

Von Beitrag 25 bis 33 waren nur mehr Postings abseits des Themas zu finden.

Aussagen, wie

Geistlose Fragen aus Langeweile…Bösartigkeiten…Draufhauer…Troll…mundtot machen….

waren hier zu finden. Daher habe ich wegen beginnender Schlammschlacht geschlossen.

 

Und jetzt bitte hier Beiträge zum Thema und nicht wieder OT über persönliche Empfindlichkeiten!

Pfiati, Reinhard

 

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Reinhard schrieb:

... Aussagen, wie

…Bösartigkeiten…Draufhauer…Troll…mundtot machen….

waren hier zu finden. Daher habe ich wegen beginnender Schlammschlacht geschlossen.

 

 

Jetzt weiß ich, was Du meinst. Aus Deiner Sicht betrachtet auch nachvollziehbar.

Ciao,
Beenocchio

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Reinhard schrieb:

... Aussagen, wie

Geistlose Fragen aus Langeweile…

 

So eine Aussage finde ich aber nicht schlimm, zumal ja wirklich ein Grund vorhanden war.

Ciao,
Beenocchio

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Guten Morgen Sommerbiene.

 

Danke für deine Antwort/Meinung zu meinen Fragen.

 

Ich verstehe dich. Ich habe die Reaktionen selber ausgelöst, und nun auch daraus gelernt. Hinterher, ist man klüger, und ich würde anders Vorgehen.....Geschehen, ist Geschehen, und bin auch niemandem "Böse". 

 

lg Sulz. 

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

... Aug 12, 4 Völker mit Ameisensäure behandelt. (haben jedoch den winter nicht überlebt.)

Sept 12. 2 Völker an der Milbe eingegangen. ...

Hallo sulz, schön, dass Du versuchst die Fragen zu beantworten.

Mich würde interessieren, ob Du die 4 Völker, die Du 2012 im Aug. mit AS behandelt hast, dann auch im Frühwinter restentmilbt hast?

Und ob Du die beiden Völker, die im Sept. 2012 gestorben sind, zuvor im Sommer behandelt hast?

 

Ciao,
Beenocchio

Manfred
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

pweichse schrieb:

Schwärme werden den ersten Winter mit guter Pflege überleben. Im zweiten Jahr scheidet sich die Spräu vom Weizen. Je nach Völksgröße, abgeleitet daraus wieviel man im Vorsommer gefüttert hat, werden sie eine mehr oder weniger große Varroalast in das neue Jahr mitbringen. Würde probieren im ersten Jahr keinen Honigraum zu geben. Das Volk sollte sich weiter entwickeln und auch Drohnen aufziehen. Sollte es den zweiten Winter überleben würde ich erst mit Honig rechnen. 

Folgende Punkte ergeben sich für mich:

mäßige Zuckerfütterung, kein Schwarm soll verghungern. 

Naturwabenbau, keine Biene braucht die Mittelwand.

Völkerdurchsicht auf das mindeste reduzieren, Varroavermehrung durch auskühlen der Brut. 

Schwarmtrieb, keine künstliche Königinn

Völker eng und klein halten. 

lieber mehrere kleine Völker als wenige große. 

moderate Winterfütterung, Zucker ist nicht nur für uns Menschen ein Immunsystemkiller.

aber nicht auf Waldhonig überwintern.

 

[/quote]

 

Ein Gruss zum Goldenen Dacherl nach Insbruck.

Danke für deinen Beitrag.

 

Damit bist du sicher nicht auf dem falschen Pfad.

Aus dem Beitrag, lese ich auch: Entweder du Behandelst nicht, oder beschäftigst dich mit diesem Thema.

 

Ich erlaube mir dir meine Frage zu stellen.

 

Auf wieviel, würdest du zugunsten der Behandlungsfreien Bienenhaltung verzichten?

-Honigernte?

-Sanftmut?

-Rassenreinheit?

-Weiteres?

Es würde mich freuen, wenn auch andere dazu ihre Meinung abgeben würden.

lg sulz.

 

 

 

[quote=sulz]

 

 

Ich erlaube mir dir meine Frage zu stellen.

 

Auf wieviel, würdest du zugunsten der Behandlungsfreien Bienenhaltung verzichten?

-Honigernte?

-Sanftmut?

-Rassenreinheit?

-Weiteres?

Es würde mich freuen, wenn auch andere dazu ihre Meinung abgeben würden.

lg sulz.

 

 

 

Honigernte: Zur Zeit stelle ich Überlegungen in Richtung Verabschiedung von der Magazinimkerei an. Mit einer geringeren Ernte aus rein im Naturbau geführten Völkern in Form von Waben- oder Preßhonig kann ich mich durchaus abfinden.

 

Sanftmut: Mit sanften Rauchgaben gut bearbeitbar, am Flugloch wachsam und wehrhaft ist so meine Richtlinie.

Wobei die ärgsten Extrem-Schrammel in einer Top-bar auch recht gut zu halten sind, weil sie schon beim Abheben des Deckels weniger Anlaß haben, gleich mal in Aufruhr zu geraten.

Rassenreinheit: Was mir wichtig ist, sind Eigenschaften, ganz elementar der Brutrhytmus - damit verbunden der haushälterische  Umgang mit den Vorräten. Als Standimker brauch ich keine ungehemmt brütenden Völker, da ist mir der Hüngler-Typus lieber.

 

Weiteres: Reduktion der Völkeranzahl pro Standort. Aktiv zur Trachtverbesserung beitragen. Ambitionierte Anfänger praktisch begleiten. "Bienenretter" auf die realen Konsequenzen hinweisen und bei anhaltender Realitätsresistenz auf keinen Fall  unterstützen.

 

HG Manfred

 

 

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Manfred schrieb:

... Reduktion der Völkeranzahl pro Standort ...

 

Wie viele Völker hast Du an einem Standort und um wie viele möchtest Du sie reduzieren? In Anbetracht dessen, dass Du auf die umliegenden Standorte von Kollegen und deren Völkermenge keinen Einfluss hast: Was versprichst Du Dir davon?

Grüße von der Sommerbiene.

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

beenocchio schrieb:

sulz schrieb:

... Aug 12, 4 Völker mit Ameisensäure behandelt. (haben jedoch den winter nicht überlebt.)

Sept 12. 2 Völker an der Milbe eingegangen. ...

Hallo sulz, schön, dass Du versuchst die Fragen zu beantworten.

Mich würde interessieren, ob Du die 4 Völker, die Du 2012 im Aug. mit AS behandelt hast, dann auch im Frühwinter restentmilbt hast?

Und ob Du die beiden Völker, die im Sept. 2012 gestorben sind, zuvor im Sommer behandelt hast?

 

 

Bei diesen 4 Völkern, nur AS Behandlung im Aug.

 

Bei den 2 gestorbenen, keine Behandlung. (letzte Behandlung, 10/11, da Fremdschwärme vom sommer 2011).

 

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Danke Manfred für deinen Bericht.

 

Auf die realen Konsequenzen des nicht behandeln hinweisen, ist auch für mich Wichtig.

 

lg sulz.

Manfred
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Grüß Euch,

@Sommerbiene:

"In Anbetracht dessen, dass Du auf die umliegenden Standorte von Kollegen und deren Völkermenge keinen Einfluss hast: Was versprichst Du Dir davon?"

 

Allein die Tatsache, daß ja auch die Trachtmöglichkeiten auf der Fläche verteilt vorkommen, spricht  für mich dafür,

die Völker mehr in der Botanik zu verteilen und weniger an einem Platz zu halten.  Völkerzahl und Standorte von

Kollegen kann ich bei meiner Wahl durchaus berücksichtigen. Ich muß mich ja nicht da platzieren, wo eh schon hinter jedem Busch ein Mandl steht.Lachend

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

Bei diesen 4 Völkern, nur AS Behandlung im Aug.

Bei den 2 gestorbenen, keine Behandlung. (letzte Behandlung, 10/11, da Fremdschwärme vom sommer 2011).

 

Danke für Deine Offenheit.

Aber, Du wirst es schon ahnen, entstehen hieraus erneut Fragen.

 

Du hast geschrieben, dass Du begonnen hast die Völker ins Nichtbehandeln zu überführen. Kann man das als Übergang sehen?

Wenn ja, wozu - aus Deiner Sicht?

Denn aus Sicht eines Behandelnden ist es ja im Vorhinein klar, dass die Völker z.B. ohne Restentmilbung kaum eine Chance haben.

Warum hattest Du Deiner Meinung nach 2013-2016 keine Ausfälle mehr?

 

Ciao,
Beenocchio

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

beenocchio schrieb:

sulz schrieb:

Bei diesen 4 Völkern, nur AS Behandlung im Aug.

Bei den 2 gestorbenen, keine Behandlung. (letzte Behandlung, 10/11, da Fremdschwärme vom sommer 2011).

 

Danke für Deine Offenheit.

Aber, Du wirst es schon ahnen, entstehen hieraus erneut Fragen.

 

Du hast geschrieben, dass Du begonnen hast die Völker ins Nichtbehandeln zu überführen. Kann man das als Übergang sehen?

Wenn ja, wozu - aus Deiner Sicht?

Denn aus Sicht eines Behandelnden ist es ja im Vorhinein klar, dass die Völker z.B. ohne Restentmilbung kaum eine Chance haben.

Warum hattest Du Deiner Meinung nach 2013-2016 keine Ausfälle mehr?

 

 

Am Anfang, gab es keinen speziellen Grund, fremde Schwärme zu verwenden. Schon bald, wurde dies aber Spannend.

 

Mittlerweile, habe ich mir ein Ziel gesetzt:

-Ich möchte jedes X-beliebige volk, verlustfrei, vom Behandeln ins Nicht Behandeln überführen.

 

Die 4 Verlustfreien Winter, führe ich darauf zurück, dass ich "etwas" 2013 geändert habe.

Auch bei den 2 Verlusten 16/17, glaube ich die Ursache erkannt zu haben, und nun eine Korrektur vorgenommen.

 

Ps. Ich bin solange offen, bis zu den fragen, wo aus einer Antwort ein falsches Rezept zum nicht Behandeln abgeleitet werden kann.........Dann schaue ich nur noch gut zu den Bienen...Kappiert?

 

lg sulz.

claudia1
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Was heisst "behandlungsfreies imkern" ? Nur keine Säuren zu verwenden, kein Thymol, keine Wärmebehandlung oder heisst das auch keinerlei mechanische Varroaentlastung?

 

 

 

 

 

LG

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

claudia1 schrieb:

Was heisst "behandlungsfreies imkern" ? Nur keine Säuren zu verwenden, kein Thymol, keine Wärmebehandlung oder heisst das auch keinerlei mechanische Varroaentlastung?

Das wird wohl jeder für sich anders definieren, dem Sinn und der Bedeutung des Wortes behandlungsfrei entnehme ich, dass sich das Tun und Vorgehen in der Imkerei frei von jeglicher Behandlung der Bienen gegen die Varroa gestaltet.

Grüße von der Sommerbiene.

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

... Ps. Ich bin solange offen, bis zu den fragen, wo aus einer Antwort ein falsches Rezept zum nicht Behandeln abgeleitet werden kann.........Dann schaue ich nur noch gut zu den Bienen...Kappiert? ...

 

Wer hat hier ein falsches Rezept für behandlungsfreies Imkern abgeleitet? 


Dem könntest Du zudem ganz leicht entgegen wirken, indem Du Dein für Dich „richtiges Rezept“ auf den Tisch legst!


 

Wäre schade, wenn jetzt statt Inhalt wieder Plattitüden folgen !?


Ciao,
Beenocchio

beenocchio
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Sorry, Pfingsten, bin nicht zuhause, schreibe mit Handy ... daher die unterschiedliche Schriftgröße ... funkt irgendwie nicht, echt mühsam. 

Ciao,
Beenocchio

Sturmimker
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Sulz schrieb:

"Die 4 Verlustfreien Winter, führe ich darauf zurück, dass ich "etwas" 2013 geändert habe. Auch bei den 2 Verlusten 16/17, glaube ich die Ursache erkannt zu haben, und nun eine Korrektur vorgenommen."

Dürfen wir erfahren was du 2013 geändert hast und die "Korrektur" nach den Verlusten 16/17 würde mich auch brennend interessieren

lg Michael

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Guten Morgen Michael.

 

Die Erste Veränderung, war die Konsequente erhöhung der Futterkappe über dem Brutnest/Wintersitz. (Verlängerung des Zehrweges). Die Bedeutung dessen, hängt aber auch mit dem Standort zusammen.

 

Verbesserte Pflege der Schwachen Problemvölker. Ich achte nun darauf, dass immer ein minimaler "Futterdruck" von Oben auf das Brutnest einwirkt....Für die Praxis kann es sein; gewisse Völker Täglich mit 1-3 dl Zuckerwasser zu füttern. Starke Völker, können eine Trachtlosigkeit, bei reichlich vorhandenen Futtervorräten, auch ohne Hilfe überstehen.

 

lg sulz.

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

sulz schrieb:

Die Erste Veränderung, war die Konsequente erhöhung der Futterkappe über dem Brutnest/Wintersitz. (Verlängerung des Zehrweges). Die Bedeutung dessen, hängt aber auch mit dem Standort zusammen.

 

Verbesserte Pflege der Schwachen Problemvölker. Ich achte nun darauf, dass immer ein minimaler "Futterdruck" von Oben auf das Brutnest einwirkt....Für die Praxis kann es sein; gewisse Völker Täglich mit 1-3 dl Zuckerwasser zu füttern. Starke Völker, können eine Trachtlosigkeit, bei reichlich vorhandenen Futtervorräten, auch ohne Hilfe überstehen.

Doch wie wirken sich diese Maßnahmen Deiner Meinung nach konkret auf einen verbesserten Umgang der Biene mit der Varroamilbe aus?

Grüße von der Sommerbiene.

Manfred
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Grüß Euch,

 

Soweit ich mich erinnere, hat Bretschko eindeutig dargestellt, daß eine gedrosselte Fütterung sich vorteilhaft auf die Motivation auswirkt.

 

Wenn lch motiviert bin, bin ich in jeder Hinsicht aktiver.

So ähnlich läufts auch bei de Viecher. Lachend

 

Zum "Schönwettermachen" setzte ich einfach ein Glas Honig mit an Lickal im Deckel auf.

 

HG Manfred

Sommerbiene
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Manfred schrieb:

Wenn lch motiviert bin, bin ich in jeder Hinsicht aktiver.

So ähnlich läufts auch bei de Viecher. Lachend

Aktiver gegen Varroen?

Grüße von der Sommerbiene.

sulz
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Re: Behandlungsfreiheit versus Tierquälerei

Sommerbiene schrieb:

sulz schrieb:

Die Erste Veränderung, war die Konsequente erhöhung der Futterkappe über dem Brutnest/Wintersitz. (Verlängerung des Zehrweges). Die Bedeutung dessen, hängt aber auch mit dem Standort zusammen.

 

Verbesserte Pflege der Schwachen Problemvölker. Ich achte nun darauf, dass immer ein minimaler "Futterdruck" von Oben auf das Brutnest einwirkt....Für die Praxis kann es sein; gewisse Völker Täglich mit 1-3 dl Zuckerwasser zu füttern. Starke Völker, können eine Trachtlosigkeit, bei reichlich vorhandenen Futtervorräten, auch ohne Hilfe überstehen.

Doch wie wirken sich diese Maßnahmen Deiner Meinung nach konkret auf einen verbesserten Umgang der Biene mit der Varroamilbe aus?

 

Guten Abend Sommerbiene.

 

Eigentlich gar nicht. Der "verbesserte Umgang der Biene mit der Varroamilbe", hat vorher stattgefunden. Es gillt nun das Volk wieder auf auf zu bauen. Z.B.  Ein Resistenzüchter, würde es nie soweit kommen lassen, und schon vorher mit "besserer" Genetik umweiseln. (für mich, eine sehr Interessante Vorgehensweise).

 

Jede Vorgehensweise, hat seine "Knackpunkte".

Wie auch immer.....Bei mir, hat es die Winterverluste 4 Jahre auf Null gesetzt.

 

lg sulz.