Bienenbeuten für Anfänger

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MAHAY
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Bienenbeuten für Anfänger

Guten Abend,

ich bin neu im Forum bzw. Jungimkeranwärter ohne Völker und hätte da eine Frage bezüglich Beuten.

 

 

Ist es sinnvoll mit Dadant(Blatt, AMI 10, AMI 12) bzw. Zander-Jumbo-Beuten zu starten?

 

 

Hintergrundinformation:

  - Standortimkerei( 700m NN bzw. 280m NN) angestrebt mit Fokus auf Bestäubung auf Streuobstwiesen

 

  - Rückenschonendes Arbeiten muss möglich sein, bin 50 Jahre jung d.h. ein BR bzw. HR Flachbeute

 

  - Honig sollte  durch "Pressen" gewonnen werden können

 

 - AS kommt mir nicht in das Haus. Alternative Methoden werden angestrebt.

   Das persönliche  Sicherheitsrisiko ist mir zu hoch für die Hobbyimkerei, obwohl ich einen Bezug zur  "Chemischen Industrie" habe.

 

Die im Kurs gelobten EHM - quatratisch sagen mir aufgrund der Umstapelung(Gewicht, Aufwand) nicht zu.

Mein Verein ist auch keine Hilfe, da dort diverse Beuten(Jeder gegen Jeden) verwendet werden bzw. die Altersstruktur so gefühlt zwischen 80 und 120 Jahren liegt.

 

Also welche Ratschläge habt ihr für mich bereit?

 

Besten Dank

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sturmimker
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Servus MAHAY,

Ich würde dir Flachzargen empfehlen. Ob Zander, EHM, Langstroth oder Dadant... ist egal. Den Bienen ist es fast wurscht und du brauchst nicht so schwer heben.

Ich hab Mit Zander angefangen und mittlerweile alles nur mehr auf FZ und Jumbo. Ein einziges Zargenmaß (2xFZ=Jumbo). Die unterschiedlichen Rähmchenmaße stören mich überhaupt nicht, da ich im Brutnest sowieso nur ungerne "herumwerke". FZ sind übriges auch bestens für Naturbau geeignet...

lg Michael

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

Reinhard
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

MAHAY schrieb:

 

  - Honig sollte  durch "Pressen" gewonnen werden können

 

 - AS kommt mir nicht in das Haus. Alternative Methoden werden angestrebt.

   Das persönliche  Sicherheitsrisiko ist mir zu hoch für die Hobbyimkerei, obwohl ich einen Bezug zur  "Chemischen Industrie" habe.

 

Herzlich willkommen im Forum!

 

Bitte erläutere uns deine Beweggründe für Presshonig. Welche Vorteile gegenüber geschleudertem Honig siehst du?

 

Und welches persönliche Sicherheitsrisiko siehst du bei der Verwendung von AS und an welche Alternativen denkst du?

Pfiati, Reinhard

MAHAY
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Hallo Reinhard,

 

da ich den Fokus auf Bestäubung lege d.h.Steigerung der "Apfelsaftproduktion" ist der Honig bei mir eine Nebensache. Im Presshonig sehe ich eine kostengünstige Alternative(Ausrüstung) um den überschüssigen Honig im Eigenverbrauch zu verwerten bzw. ihn als "Futter" den Völkern wieder zu geben. Ebenso strebe ich maximal 4 Völker an.

Zum Thema AS kann ich aufgrund meiner früheren beruflichen Tätigkeit  in der "Pharmazeutischen Industrie" Bereich Verfahrenstechnik   sagen, dass  "Lösungsmittel" dieser Art nicht unbedenklich sind in der Anwendung im Bezug auf die persönliche Schutzausrüstung  bzw. in der Anwendung im Feld und Lagerung. Da kann viel nicht optimal laufen. Ein Kollege von mir hat im letzten Jahr seinen Imkerpaten ein IM mit schwersten Verätzungen in das Krankenhaus gebracht. Dieser IM hatte langjährige Erfahrung mit AS!

Also ich setze auf den Wirkstoff "Thymol" in seinen Abwandlungen. Sollte die Dosis im Honig überschritten werden, wird dieser wieder verfüttert. Ebenso möchte ich Oxalsäure in sehr geringen Mengen einsetzen.

Vielleicht liege ich falsch mit den Alternativen, aber AS kann nicht die Lösung für den Hobbyimker sein, welcher seinen Fokus auf die Bestäubung legt.


 

Grüne Biene
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Rähmchenmaß: DNM / DNM 1.5 / Eigenes Bruträhmchenmass 370 x 500 / Schweizermass / Mellifera Einraumbeute / Dickwandige Stabilbaubeute
Re: Bienenbeuten für Anfänger

Ich empfehle Dir die Mellifera Einraumbeute, da hast Du alles im selben Raum, kannst so viel/ oder wenig Honig entnehmen wie Du willst. Kannst sehr gut mit Naturbau imkern - vorteilhaft zum pressen des Honigs.

Ich behandle mit Thymol im August und mache keine Winterbehandlung.

viel Spass

Simon
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

MAHAY schrieb:

Hallo Reinhard,

 

da ich den Fokus auf Bestäubung lege d.h.Steigerung der "Apfelsaftproduktion" ist der Honig bei mir eine Nebensache. Im Presshonig sehe ich eine kostengünstige Alternative(Ausrüstung) um den überschüssigen Honig im Eigenverbrauch zu verwerten bzw. ihn als "Futter" den Völkern wieder zu geben. Ebenso strebe ich maximal 4 Völker an.

Zum Thema AS kann ich aufgrund meiner früheren beruflichen Tätigkeit  in der "Pharmazeutischen Industrie" Bereich Verfahrenstechnik   sagen, dass  "Lösungsmittel" dieser Art nicht unbedenklich sind in der Anwendung im Bezug auf die persönliche Schutzausrüstung  bzw. in der Anwendung im Feld und Lagerung. Da kann viel nicht optimal laufen. Ein Kollege von mir hat im letzten Jahr seinen Imkerpaten ein IM mit schwersten Verätzungen in das Krankenhaus gebracht. Dieser IM hatte langjährige Erfahrung mit AS!

Also ich setze auf den Wirkstoff "Thymol" in seinen Abwandlungen. Sollte die Dosis im Honig überschritten werden, wird dieser wieder verfüttert. Ebenso möchte ich Oxalsäure in sehr geringen Mengen einsetzen.

Vielleicht liege ich falsch mit den Alternativen, aber AS kann nicht die Lösung für den Hobbyimker sein, welcher seinen Fokus auf die Bestäubung legt.


 

 

Du solltest dir einen Imker suchen der dir ein paar Gläser Honig gibt.

Ich glaube, du unterschätzt den Zeitaufwand.

Welches Wissen über Bienen hast du schon?

Simon
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Grüne Biene schrieb:

Ich empfehle Dir die Mellifera Einraumbeute

Kannst sehr gut mit Naturbau imkern - vorteilhaft zum pressen des Honigs.

 

viel Spass

 

Die Einraumbeute kann ich gar nicht empfehlen.

Er sollte sich was aussuchen was in seiner Umgebung benutzt wird.

Da kann er nachfragen wenn irgendwas ist

 

Naturbau geht nur in der Einraumbeute?

Sommerbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Simon schrieb:

Er sollte sich was aussuchen was in seiner Umgebung benutzt wird.

Eines der großen Imkermärchen. 

Mist wird nicht besser, nur weil er sich in der Umgebung befindet.

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

Simon
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Sommerbiene schrieb:

Simon schrieb:

Er sollte sich was aussuchen was in seiner Umgebung benutzt wird.

Eines der großen Imkermärchen. 

Mist wird nicht besser, nur weil er sich in der Umgebung befindet.

 

 

 

Du kannst also jeden kompetent helfen egal welche Betriebsweise er benutzt?

Sommerbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Simon schrieb:

Du kannst also jeden kompetent helfen egal welche Betriebsweise er benutzt?

Simon, für wie unselbstständig bzw. dumm hältst Du eigentlich Menschen im Allgemeinen?

 

Ich habe vor etwa 10 Jahren zu imkern begonnen, obwohl ich hier im Umkreis niemanden kannte und noch immer niemanden kenne, der wie ich Dadant verwendet. Ich habe diese Entscheidung niemals bereut. Unter Zuhilfenahme meines Verstandes, meiner Kommunikationsfähigkeit sowie des Telefones und der technischen Errungenschaften wie Computer/Internet habe ich alle Probleme lösen und mir sämtliches Wissen aneignen können, das mir in der jeweiligen Phase wichtig erschien. Lediglich im Spätsommer meines ersten Imkerjahres war einmal ein freundlicher und kompetenter Nachbarimker bei mir, der mir half, eine Unsicherheit beim Einfüttern vor Ort zu klären. 

 

Intelligente, kompetent imkernde Menschen mit Erfahrung und/oder der von Dir geschätzten speziellen "Betriebsweise" befinden sich nicht immer in der Umgebung und das ist auch völlig unerheblich. Weil ein Imker etwas tut oder meint, werde ich es nicht der Einfachheit oder Bequemlichkeit halber unreflektiert übernehmen, nur weil er in meiner Umgebung ist.

 

Da ich zu Anbeginn fachlich nicht abschätzen konnte, auf wen ich mich einlasse, hatte ich auch keinen Imkerpaten gewählt. Ich habe mein Wissen aus Büchern, dem Internet und unzähligen Gesprächen mit mehreren netten und kompetent wirkenden Imkern erarbeitet und so aus mehreren Meinungen und den daraus resultierenden reiflichen Überlegungen die jeweilige für mich richtig erscheinende Vorgehensweise gewählt. 

 

 

 

 

 

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

Wintertraube
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Servus Martin, ich stell mir die Frage, weshalb Du nicht mal einen Imker damit beauftragt, Bienen auf Dein Streuobstwiesenareal zu stellen unter der Prämisse ihm zur Hand zu gehen und so gleich mehr praktische Erfahrung sammeln zu können? Nach einer Saison bist sicher schlauer und in der Lage zu entscheiden, ob Dir diese oder eine andere Betriebsweise zusagt und ob diese Rückenfreundlich genug ist.

Vorteil: Deine Bäume sind bestäubt und du kannst für und wider abwägen und eine bessere Qualität in Deine Entscheidung bringen.

Bergbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Ich bin zwar noch ein jungimker aber ich finde für Selbstverorgerimker EHM Jumbo Quadrat gut. Der ungeteilte angepasste Brutraum ist biengerechter und weniger Arbeit. Honigraum Flachzarge. Ich verwende die auch als Baurahmen mit Mittelwand, Drohenbrut ist dann unten, und wenn ich den Honigraum aufsetze nehme ich eine  mit Arbeiterinnenbrut und Arbeiterinnen nach oben über das Absperrgitter. Die restlichen Rähmchen im Honigraum lasse ich Naturbau machen. Honigernte ist crush und stain mit 1 Honigkübel mit Quetschahn unten dann Deckel mit zentral einem Loch dann 2. Hobbock drauf mit kleinen Lochern zentral, dann Honigsiebtuch rein und die mit kartoffelstamper zergatschten Naturwaben drauf. Honig kommt dann von selber unten raus. Keep it simpel and cheap. Ich verdünne mir die Ameisensaüre auf 60 % und nehm den Liebigdispenser für 5Tage nach der Ernte und nach 1 Monat nochmal 150 ml. Damit kann ich als "Naturbursche" auch gut leben und das Ergebnis ist bisher auch sehr gut. Aber vielleicht ist es auch nur Anfängerglück.

Bienenbertl
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Baurahmen(Drohnenrahmen???) mit Mittelwand?

Das bauen die Bienen im Naturbau aus.

wenn ich den Honigraum aufsetze nehme ich eine  mit Arbeiterinnenbrut und Arbeiterinnen nach oben über das Absperrgitter.

Brut gibt man nie über das Absperrgitter, dann kannst es gleich weglassen. Dann sind auch die Drohnen eingesperrt.

Simon
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Sommerbiene schrieb:

Simon schrieb:

Du kannst also jeden kompetent helfen egal welche Betriebsweise er benutzt?

Simon, für wie unselbstständig bzw. dumm hältst Du eigentlich Menschen im Allgemeinen?

 

Ich habe vor etwa 10 Jahren zu imkern begonnen, obwohl ich hier im Umkreis niemanden kannte und noch immer niemanden kenne, der wie ich Dadant verwendet. Ich habe diese Entscheidung niemals bereut. Unter Zuhilfenahme meines Verstandes, meiner Kommunikationsfähigkeit sowie des Telefones und der technischen Errungenschaften wie Computer/Internet habe ich alle Probleme lösen und mir sämtliches Wissen aneignen können, das mir in der jeweiligen Phase wichtig erschien. Lediglich im Spätsommer meines ersten Imkerjahres war einmal ein freundlicher und kompetenter Nachbarimker bei mir, der mir half, eine Unsicherheit beim Einfüttern vor Ort zu klären. 

 

Intelligente, kompetent imkernde Menschen mit Erfahrung und/oder der von Dir geschätzten speziellen "Betriebsweise" befinden sich nicht immer in der Umgebung und das ist auch völlig unerheblich. Weil ein Imker etwas tut oder meint, werde ich es nicht der Einfachheit oder Bequemlichkeit halber unreflektiert übernehmen, nur weil er in meiner Umgebung ist.

 

Da ich zu Anbeginn fachlich nicht abschätzen konnte, auf wen ich mich einlasse, hatte ich auch keinen Imkerpaten gewählt. Ich habe mein Wissen aus Büchern, dem Internet und unzähligen Gesprächen mit mehreren netten und kompetent wirkenden Imkern erarbeitet und so aus mehreren Meinungen und den daraus resultierenden reiflichen Überlegungen die jeweilige für mich richtig erscheinende Vorgehensweise gewählt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lese dir doch noch mal das Eingangsp9sting durch.

Er will nicht Imkern, er will Völker für die Bestäubung halten und ein wenig Honig ernten.

 

Er wird niemals diesen Aufwand betreiben.

 

Simon
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Bergbiene schrieb:

Ich verdünne mir die Ameisensaüre auf 60 % und nehm den Liebigdispenser für 5Tage nach der Ernte und nach 1 Monat nochmal 150 ml. Damit kann ich als "Naturbursche" auch gut leben und das Ergebnis ist bisher auch sehr gut. Aber vielleicht ist es auch nur Anfängerglück.

 

Hier in DE ist die AS als Arzneimittel zugelassen.

Selber verdünnen ist eine Straftat.

Bei euch ist das anders?

BHei
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Zuerst Presshonig ernten und ihn nachher wieder einfüttern ist nicht notwendig, Du kannst ihn einfach drinnen lassen in der Beute, dann ersparst Du Dir sehr viel Arbeit.

 

vG

Berthold

Sommerbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Simon schrieb:

Er will nicht Imkern, er will Völker für die Bestäubung halten und ein wenig Honig ernten.

Er wird niemals diesen Aufwand betreiben.

Vielleicht hast Du recht. Aber er sieht sich zumindest als Imkeranwärter. Also ein bissl was lernen wird er müssen. Und ich meine, dass man das auch kann, wenn die Nachbarn andere Beuten haben. Denn wenn sie im Verein gefühlte 120 Jahre alt sind, werden die Nachbarimker auch nicht viel jünger (und offener) sein.

Grüße von der Sommerbiene.

Bergbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Natürlich dürfen wir hier auch nur zugelassene Arzenimittel verwenden. Anders als in Deutschland gibt es bei uns nur die 85% Amo Varroxal. Aber die ist mir gefühlsmäßgi einfach zu "scharf". dass das verdünnen mit H2O eine Straftat ist glaub ich nicht.

Bergbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Bienenbertl schrieb:

Baurahmen(Drohnenrahmen???) mit Mittelwand?

Das bauen die Bienen im Naturbau aus.

wenn ich den Honigraum aufsetze nehme ich eine  mit Arbeiterinnenbrut und Arbeiterinnen nach oben über das Absperrgitter.

Brut gibt man nie über das Absperrgitter, dann kannst es gleich weglassen. Dann sind auch die Drohnen eingesperrt.

[/quote]

[quote=Bienenbertl]

Baurahmen(Drohnenrahmen???) mit Mittelwand?

Das bauen die Bienen im Naturbau aus.

wenn ich den Honigraum aufsetze nehme ich eine  mit Arbeiterinnenbrut und Arbeiterinnen nach oben über das Absperrgitter.

Brut gibt man nie über das Absperrgitter, dann kannst es gleich weglassen. Dann sind auch die Drohnen eingesperrt.

Ich arbeite im angepassten Brutraum mit 1,5 hohen EHM Rähmchen. Bein Erweitern im Frühjahr gebe ich rechts und links ein 3/4 Rähmchen mit ausgebauter Mittelwand. Drohenbau wird unterhalb schön angebaut. Beim aufsetzen wird bei einem der untere Drohenbau entfernt, Rähmchen passt ja sonst nicht in die  Honigflachzarge, und dieses kommt mit der Arbeiterinnenbrut und Arbeiterinnen in den neuen Honigraum. mit links und rechts leeren Rähmchen. Das entnommene wird im Brutraum durch ein ausgebautes  Jumborähmchen + 1 ausgebauten 3/4 Rähmchen am Rand ersetzt. So hat man auch zeitversetzt links und rechts schön unterhalb der Arbeiterinnenbrut Drohnenbrut, die man leicht entfernen kann. Der Honigraum wird durch Brut leichter angenommen hat mir ein alter Fuchs erzählt und ich glaube dass es auch dem naturbau eine gute vorlage ist.

Noldi
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Bergbiene schrieb:

Natürlich dürfen wir hier auch nur zugelassene Arzenimittel verwenden. Anders als in Deutschland gibt es bei uns nur die 85% Amo Varroxal. Aber die ist mir gefühlsmäßgi einfach zu "scharf". dass das verdünnen mit H2O eine Straftat ist glaub ich nicht.

 

Irgendwo auf der Erwerbsimkerhomepage ist ein Text, dass es dazu bereits Gespräche mit Ages, Biene Österreich etc. gegeben hat. Ergebnis: "nicht" erlaubt.

78865
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Der soll sich einfach ein Kärtner Bauerkastl kaufen oder machen lassen.
So modernes Zeugs wie Jumborähmchen und Dadant Blatt braucht der nicht .

Ihr wisst nicht was das ist ?

Ihr habt sicher schon in einem Bienenmuseum so Bienenbrettchen gesehen. Das waren die Vorderfronten vom Kärtner Bauerkastl. 
Eine Betriebsanleiung kann ich euch auch erklären!

Oder einen Strohkorb mit Aufsatzringen, wo man im Frühjahr den Aufsatz abhebt und den übriggebliebenen Honig ausschneiden kann.

mfg.

Felix 

Bienenbauer
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Warum so geringschätzig über das Kärntner Bauernkasterl? Wenn wir nur die hätten, wäre die harte aber natürliche Selektion contra der Varroa schon geschehen... ich freue mich, dass ich heuer ein paar alte Kisten befüllen darf LG JB

kerschbaumer_53
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

EHM 1,5 is aber auch garnicht zielführend.

Dadant und fertig. Hat die meisten Vorteile für den Imker und für die Bienen.

 

LG

Bergbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Noldi schrieb:

Bergbiene schrieb:

Natürlich dürfen wir hier auch nur zugelassene Arzenimittel verwenden. Anders als in Deutschland gibt es bei uns nur die 85% Amo Varroxal. Aber die ist mir gefühlsmäßgi einfach zu "scharf". dass das verdünnen mit H2O eine Straftat ist glaub ich nicht.

 

Irgendwo auf der Erwerbsimkerhomepage ist ein Text, dass es dazu bereits Gespräche mit Ages, Biene Österreich etc. gegeben hat. Ergebnis: "nicht" erlaubt.

Ich bin der Überzeugung, dass man hier die Kirche im Dorf lassen soll, natürlich waäre es ganz korrekt, würde man über einen Tierarzt mit einem Haufen Bürokratie die 60 % aus Deutschland einbringen.

Bergbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

kerschbaumer_53 schrieb:

EHM 1,5 is aber auch garnicht zielführend.

Dadant und fertig. Hat die meisten Vorteile für den Imker und für die Bienen.

 

LG

Ich habe EHM Jumbo genommen, weil bei uns fast alle EHM haben, auf das ich bei UNzufriedenheit mit Jumbo leicht umsteigen hätte konnen. Ich habe vorher viele Imker um Rat gefragt, solche die mir gesagt haben, dass  nur das Ihre Maß gut und gescheit ist und alles andere nicht, bei denen habe ich nett Danke gesagt und dann nie wieder etwas gefragt .Maßgeblich beeinflußt hat mich das Buch "Natürlich imkern in Großraumbeuten von Meanie von Orlow"

Noldi
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Am einfachsten wäre es, alle Neuanfänger würden nur noch mit Langstroth Rähmchen anfangen, wer sich sicher ist dass er bei Dadant bleibt kann die Adam Beute wählen (12er Dadant modifiziert), ansonsten als Standardschulbeute für ganz Österreich: die genormte Beute vom Magazinimkerverein (in Österreich verkauft das System ein Hersteller als kompatibles System). Völlig wurscht ob mit Dadant modifiziert, Langstroth oder Langstroth Flachzarge, alle Rähmchen haben einen einheitlichen Oberträger. Hier sollten endlich mal die Imkerschulen diesen Weg einschlagen. Und dann ist es auch egal, ob sie Flachzargenbetriebsweise lehren, oder Ganzzarge oder Dadantbetriebsweise. Bis auf Warmbau alle Betriebsweisen durchführbar, Rähmchen, Völkerverkauf etc. alles passt zusammen ... und das leidige Thema mit den ganzen Rähmchenformaten, noch dazu immer auch noch abgewandelt durch den jeweiligen Hersteller, damit man ja nicht wo anders kauft (aktuell zB. schon 6 verschiedene Zander Jumbo ... je 2 verschiedene Ohrengrößen mal 3 verschiedene Rähmchenhöhen) wäre endlich vorbei.

claudia1
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Hallo Noldi

Ich weiss zwar nicht, wie du darauf kommst, aber Langstroth und Dandant ist bei uns eher vernachlässigbar.Leute mit diesen Maßen musst du bei uns im Verein mit der Lupe suchen.

Gibt es da irgendwelche Umfragen, welches das häufigst verwendete Maß ist?

Mich hat das schon in Warth bei einem Anfängerkurs( den ich sehr spät nachholte) schwer irritiert. Es saßen fast nur Leute mit Zanderbeuten im Kurs, hatten nicht einmal eine Ahnung davon, was ein Rähmchen oder eine Zarge ist, erklärt wurde das Rotationssystem der Flachzarge. Also vollkommende Themenverfehlung.

Mit deiner Forderung nach einem einheitlicheren Maß wirst du kaum Erfolg haben. Aber vielleicht läufts in OÖ anders.

 

LG

claudia1
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Noldi schrieb:

in Österreich verkauft das System ein Hersteller als kompatibles System

 

da bin aber froh, dass ich nicht von dem "Einem" Hersteller abhängig bin, ich kann meine Rähmchen und Zargen überall kaufen.....

LG

Bienenbauer
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

DB 10 R bekommst du in Europa als Selbstbaussatz mit einen Honigraum um unter Euro 70...  Gedrahtete Rähmchen um die Euro 0,60... weil es von allen Mittelmeeranrainerstaaten fast einheitlich verwendet wird. Man muss nicht vereinheitlichen... Mann oder Frau muss nur nachdenken, ob sie dort mitmacht wo 10-20% der Imker agieren oder dort wo 80-90% arbeiten... Es ist ja lustig, Nicht einmal 100km von der Staatsgrenze gibt es im Fachhandel eine einheitliche Beute, mit der auch die dortigen Carnica-Züchter glücklich sind... Da käme nie jemand auf die Idee, dauernt etwas neu zu errfinden... Die verschiedenen Maße im deutschsprachigen Raum sind bei den internationalen Imkermessen der "running Gag". Bei uns wollen viele glücklich sein... nur jeder anders... und jeder hat das BESTESTE Zwinkernd LG JB

 

Noldi
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

@Claudia1: das mit ein Hersteller war nur ein Hinweis unter welchem Namen es "einer" verkauft, ist aber nicht der einzige .... Andere haben andere Namen dafür. Aber wenn es dich interessiert, es gibt verschiedene Namen dafür: k.S.=kompatibles System. Lorenzbeute. Beute nach Magazinimker e.V. ...  Die Tschechen produzieren die Beute auch recht günstig, weiß aber gerade nicht wie die die nennen ... Und den Bauplan findet man auch leicht, also auch für Selbstbauer kein Problem. Wer der Rähmchenhersteller ist, ist wurscht, egal ob aus Österreich, Tschechien, Deutschland, USA, China etc. die Rähmchen passen. Die Abmessungen der günstigen Nicot Böden und Fütterer weichen minimal ab, passen aber auch. Nachdem Langstroth einen Weltanteil von 70% hat, wird gewaltig viel Zubehör dafür produziert.

 

Diese Beute wäre die Möglichkeit endlich aus dem Blödsinn mit dem Rähmchenwirrwarr in Österreich rauszukommen. Bei dieser Beute sind alle Zargen zueinander kompatibel, der Boden, Dach, Absperrgitter, etc. alles passt zusammen. Bei der Beute steht es weiterhin allen Anfängern frei nach ihrer Einstellung, Ideologie oder was auch immer zu arbeiten. Großer Brutraum, no problen. Dadant mit Langstrothoberträger passt. Will man später auf Flachzarge umsteigen, auch kein Problem, die Honigräume sind ja die Langstroth Flachzargen. Will die Imkerschule die Ganzzargenbetriebsweise, Liebigs Standard Zander Betriebsweise unterrichten oder was auch immer, kein Problem. Langstroth ist die Ganzzarge. Es gibt in Österreich Berufsimkereien mit einer 4 stelligen Langstrothvölkeranzahl ... Imkereien mit 4 stelliger Anzahl in Dadant ... Unter den Hobbyimkern ist Dadant vor allem stark bei den Buckfastimkereien vertreten, zunehmend gewinnt der einräumige Brutraum aber auch sonst immer mehr Verbreitung. Und wie Josef schon schrieb: Dadant Blatt ist die Standardbeute in Europa außerhalb vom Deutschsprachigen Raum. Bei uns würde ich sie aber nicht nehmen, sondern auf das Weltmaß Langstroth setzen. Käme auch den Imkerschulen entgegen, die könnten weiterhin alle 3 Betriebsweisen unterrichten (Dadant, Ganzzarge (Liebig und Co), Flachzarge).

Bei uns ist es nicht nur ein Rähmchenwirrwarr sondern auch ein Herstellerwirrwarr. Was bringen einem zig verschiedene Hersteller, wenn die erst nicht wieder zueinander kompatibel sind? Wie gesagt, aktuell gibt es alleine schon 6 Zander Jumbo Rähmchen am Markt, die sich alle leicht voneinander unterscheiden und natürlich verschiedene Zargen benötigen ... kaufst bei dem einen Hersteller, dann beim anderen, passt erst wieder nix beim beespace zusammen. Das muss doch nicht sein.

 

 

BHei
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Anfängerförderung gibt es nur für ich glaube 4 "Maße" (wobei natürlich die Herstellerunterschiede dazukommen ...)

Zumindest ein Schritt in die richtige Richtung

 

vG

Berthold

imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger
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Re: Bienenbeuten für Anfänger
imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Wie man sieht die Bienen sind sehr flexibel. ;-)

LG Manfred 

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Re: Bienenbeuten für Anfänger
imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Wie man sieht die Bienen sind sehr flexibel. ;-)

LG Manfred 

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Re: Bienenbeuten für Anfänger
claudia1
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Rähmchenmaß: Zander
Re: Bienenbeuten für Anfänger

Danke Noldi für deine ausführliche Erklärung.

Ich wusste das nicht, dass man mit Langstroth so flexibel ist.

So etwas sagt einem keiner, wenn man die ersten Beuten kauft. Hätt ich das doch früher gewußt.....

Vorallem aber sich durch die unterschiedlichen  Namensgebungen ist das schon sehr verwirrend.Und eine Liste wer mit wem wie  kompatibel ist hab ich auch noch nirgends gefunden.

Also für Anfänger wie mich wirklich ein undurchsichtiges Wirrwarr.

LG

Noldi
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Ich meine diese Beute:

http://www.langstrothbeekeeping.org/downloads/bauanleitunglangstrothdada...

 

Holzstärke 25mm, Außenmaß 425x515, beespace 7mm oben, 2mm unten.

Oberträgerlänge bei allen gleich: 482mm

Dadant modifiziert: 482x448x285

Langstroth: 482x448x232

Langstroth 2/3 (Flachzarge): 482x448x159

 

Kompatibel, einfach, wurscht bei welchem Hersteller.

claudia1
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Rähmchenmaß: Zander
Re: Bienenbeuten für Anfänger

und natürlich ein Danke an Mafred für die Gegenüberstellung !!

LG

MAHAY
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Die Diskussion wird ja immer undurchsichtiger!

 

Bei der Systementscheidung sollten die eigenen Anforderungen im Vordergrund stehen unabhängig vom Verein. Die erhofften Synergieeffekte bezüglich standardisierter Ausrüstung mit dem Verein sind meistens nicht gegeben. Nur wenige Vereine investieren gemeinsam.

Daher denke(hoffe) ich, dass das Dadant AMI 10 von "Bienen-Janisch" das gesuchte Bindeglied zwischen Dadant und Langstroth ist. Ebenso sind diese Beuten ohne Falz, welches für mich ein großer Vorteil gegenüber Zander - Jumbo ist.

Gibt es jemanden mit Erfahrung auf dem Dadant AMI 10 System bzw. gibt es irgendwelche versteckte Nachteile?

 

 

 

imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Zur Zeit wird ja der große Brutbereich sehr propagiert. Die Völker werden dabei so geführt das ihr Brutnest eingeengt wird und der Honig in die  Flachzargen eingelagert wird. So steht es in der Lehrmeinung, doch was machen die Bienen? Sind die Bienen sehr fleissig mit dem Honig Eintrag und der Imker zu langsam beim Honigraum aufsetzten,dann ist auch der Brutbereich voll mit Honig. Hier sollte das System Kompartipel sein das zwei Flachzargen so hoch sind wie der Brutbereich.

Die Schleuder soll natürlich so groß sein das Brutraumwaben zum schleudern gehen.

Ich habe mir auch eine Schleuder von einem Imker gekauft er hat von Zander auf Zadant umgestellt. Er musste mit dem Honigschleudern 2 Monate warten weil er keine passende Schleuder hatte. 

 

Wir in unserem Verein haben Gerätschaften für Einheitsmass, Zander und Langstroth. Wir kaufen nicht noch Gerätschaften für Dadant. 3 Rähmchenmasse im Verein sind genug. 

Ich finde es sehr wichtig das die jeweilige Betriebsweise zum Rähmchensystem dazu passt. 

Fazit: Jedes System hat seine Vor und Nachteile, der Imker muss gut zurecht kommen und die Varroabehandlung muss gut durchführbar sein.

LG Manfred 

 

imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Wikipedia zeigt die Rähmchen Größen.

https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4hmchen

 

LG Manfred 

imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Wikipedia zeigt die Rähmchen Größen.

https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4hmchen

 

LG Manfred 

bienenpeppi
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

MAHAY schrieb:

Ebenso sind diese Beuten ohne Falz, welches für mich ein großer Vorteil gegenüber Zander - Jumbo ist.

 

 

Worin siehst du da den Vorteil?

Bienenbauer
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

bienenpeppi schrieb:

MAHAY schrieb:

Ebenso sind diese Beuten ohne Falz, welches für mich ein großer Vorteil gegenüber Zander - Jumbo ist.

 

 

Worin siehst du da den Vorteil?

Eine schwierige Diskussion unter verschiedenen Erfahrungswerten. Bei uns war es immer üblich, dass jeder Teil des Bienenstocks im Falz des anderen sitzt. Beim DB gibt es einen Brutraum mit befestigten Boden und an der Oberkante gibt es drei Metallkanten gegen das Verschieben. Der Deckel wird durch das Dach (dieses reicht bis UNTER den Deckel über Brutraum oder aufgesetzten Honigraum drüber. Wegen der ausreichenden Lüftung und dem riesig konziperten Tommelraum schleppt beim Wandern niemand mehr als einen Honigraum.

Also schützt das Dach neben dem Deckel auch über den Honigraum oder Brutraum hinunter gegen ein Verschieben. Ist ein Honigraum, schützen wenn die Zarge nicht verklebt ist, die drei Metallhalter gegen ein Verschieben. Und der Boden ist angehängt. Der ausreichende Vorbau schützt gegen Wind und andere Einfüsse. Zum Wandern enfach Gitter einhängen, an den auszuschwenkenden Griffen anfassen und los gehts. Keine Gurten bei allen einzelnen Beuten. Die Gesamtfracht muß im Sinne der Ladegutsicherung in beiden Fällen gegen Verrutscchen oder Kippen geschützt sein. Beim Honigraum-Transport werden diese auch wie jedes andere Gut wie im Gesetz vorgeschrieben niedergebunden werden. Lose darf niergendwo mehr etwas transportieren.

Der größte Vorteil ist die leichte Abnehmbarkeit der Zargen. Man kann mit dem Stockmeisel beim Loslösen ordentlich zulangen, ohne der Gefahr, dass ein "Fälzchen" bricht.

Jetzt gibt es noch die folgende Diskussion, Oben den Innen- oder Außenfalz? Tja, das ist schwer, 

Schon da diskutieren wieder Imker darüber, die jeweils nie mit dem anderen Modell gearbeitet haben... 

Ich kann euch verraten, ich arbeite jetzt seit ca. 10 Jahren OHNE Falz... Noch NIE hat es wie oft beschworen, hineingeregnet.

Es wird gezittert, es könnte irgendwo eine Fuge sein.... Tja, und gleichzeitig hat sich die Lehrrmeinung in ein System verrannt, unten großzügig Bodengitter damit die Luft zirkulieren kann... Tja. wenn irgendwo einmal eine kleine Fuge auftritt, sind meine Bienen vital genug, einen zarten Propolissteg drüberzuziehen... 

Ich dachte als Jungimker auch immer, die ohne Falz haben keine Ahnung vom Imkern. Gemeinsam mit meinem Vater habe ich eine tolle vierstellige Zahl an "falzigen" Zargen gebaut. Mahh... wir waren richtig stolz drauf... 

Das kostet mir jetzt ein müdes, nostalgisches Schmunzeln...

Stefan Mandl hat mit seiner größten (Bio) Imkerei in Österreich vermutlch ca. 30.000 bis 40.000 Zargen im Umlauf. Zusammengenagelte ungehobelte Bretter... wie international üblich ohne Falz (natürlich immer ausgenommen zur Auflage der Rähmchenohren)... 

Es ist einfach selbstherrlich, denen die es überall anders machen zu erklären, dass nur wir es richtig machen... Die "Anderen" - das sind die vielfachen von uns... haben es geschafft, mit EINEM System zu arbeiten mit dem  ALLE von der Küste bis ins Gebirge zurechtkommen... 

Das waren jetzt ein paar viele Gedanken... nehmt es als Thema "EINFACH ZUM NACHDENKEN"

LG JB

kerschbaumer_53
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

imker_neulichtenberg schrieb:

Die Schleuder soll natürlich so groß sein das Brutraumwaben zum schleudern gehen.

Ich habe mir auch eine Schleuder von einem Imker gekauft er hat von Zander auf Zadant umgestellt. Er musste mit dem Honigschleudern 2 Monate warten weil er keine passende Schleuder hatte. 

 

Wir in unserem Verein haben Gerätschaften für Einheitsmass, Zander und Langstroth. Wir kaufen nicht noch Gerätschaften für Dadant. 3 Rähmchenmasse im Verein sind genug. 

 

Wieso willst du Brutraumwaben schleudern. Nimm die doch zur Jungvolkbildung.

Schon hast du das gleiche Schleudermaß wie Langstroth und brauchst keine neue Schleuder.

Noldi
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Von dem Umstand mal abgesehen, dass mir auch kein Grund einfällt, warum man Dadantbrutraumwaben schleudern sollte ... nachdem das Argument immer wieder kommt, mit passt nicht in die Schleuder, habe ich mir mal ein Dadant modifiziert (also Langstroth Oberträger) Rähmchen mitgenommen und in Linz und Salzburg in die dort in den Shops vom Imkerbund ausgestellten Schleudern gehängt. Also wie ich dort war, passte das Dadant mod. Brutraumrähmchen in jede Schleuder. Ich weiß nicht was das für Schleudern sein sollen in die die nicht reinpassen sollen. Möglich dass Dadant Blatt (15mm höher) in manche nicht reingeht, habe ich nicht ausprobiert.

Sommerbiene
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Bienenbauer schrieb:

... Stefan Mandl hat mit seiner größten (Bio) Imkerei in Österreich vermutlch ca. 30.000 bis 40.000 Zargen im Umlauf. Zusammengenagelte ungehobelte Bretter... wie international üblich ohne Falz ... 

 

Zweifellos teile ich Ihre Meinung über falzlose Beuten, wenngleich die Slums von Stefan Mandl vielleicht nicht ein ideales Beispiel hiefür sind. Sie zeigen jedoch, dass Bienen auch in Beuten mit zahlreichen Fugen und oft mehreren Fluglöchern überleben.

 

Beuten werden generell überbewertet.

Grüße von der Sommerbiene.

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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Noldi schrieb:

Von dem Umstand mal abgesehen, dass mir auch kein Grund einfällt, warum man Dadantbrutraumwaben schleudern sollte ... nachdem das Argument immer wieder kommt, mit passt nicht in die Schleuder, habe ich mir mal ein Dadant modifiziert (also Langstroth Oberträger) Rähmchen mitgenommen und in Linz und Salzburg in die dort in den Shops vom Imkerbund ausgestellten Schleudern gehängt. Also wie ich dort war, passte das Dadant mod. Brutraumrähmchen in jede Schleuder. Ich weiß nicht was das für Schleudern sein sollen in die die nicht reinpassen sollen. Möglich dass Dadant Blatt (15mm höher) in manche nicht reingeht, habe ich nicht ausprobiert.


geht rein (also theoretisch, praktisch intressieren mich keine Rähmchen aus dem Brutraum).....weil ich schaff sogar zwei Flachzargen pro Seite mit einer Rähmchenschenkellänge von 159.

Keine Ahnung von welchem Schleudermodell wir hier reden, hehe

lg, Chris

imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Die Frage ist die, warum kauft sich ein Zadant Imker eine größere Schleuder damit er auch die Brutwaben die mit Honig voll sind zu schleudern. Zadant Mass 420x285  Flachzarge Zander : 420x159

http://www.bienenweber.de/4_Waben_Honigschleuder.html

Hier braucht es eben diese Schleuder. Oder man lagert die vollen Brutwaben im Kühlraum für die nächste Saison.

LG Manfred  

imker_neulichtenberg
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

In diese Schleuder gehen die großen Waben nicht hinein.

https://www.bienenladen.at/startseite/imkereibedarf/ernte-und-lagerung/s...

 

So etwas haben wir im Verein und hier lassen sich rähmchen die höher als 24cm sind nicht schleudern.

LG Manfred 

Wintertraube
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

Ja, wobei hier ja ein Unterschied besteht, die eine ist Tangential und kann somit die längste mögliche Breitseite des Kreises verwenden (manche sagen auch liebevoll Tangente dazu). die andere ist Radial und ist auf einer anderen Weise durch den Durchmesser der Schleuder beschränkt. Mir erschließt sich ehrlich gesagt nicht wirklich der Grund, weshalb man unbedingt eine Wabe > 220 schleudern muss .... aber bitte:-)

Vielleicht weil man eine alte Brutwabe ausschleudern möchte und den dadurch erhaltenen Honig wieder den Bienen zuführt?:-)))) Schmäh oder?

Was meints ihr dazu?

lg

Wintertraube
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Re: Bienenbeuten für Anfänger

ich weiß schon.....damit man vermutlich zwei Flachzargen in eine Lane stecken kann.

damit ma noch schneller, noch effizienter schleudern kann:-)

blada, fetta, lauda und a bissl mehr!