keine Winterbehandlung?

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Reinhard
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keine Winterbehandlung?

Im Bienen&Natur 12/2019 auf Seite 8/9 beschreibt der Beitragverfasser in Monatsbericht seine Betriebsweise. Darin gibt er bekannt, dass er die Bienentraube im Dezember nicht auseinanderreißt.

Er berichtet von Versuchen mit Temperatursensoren , die zeigen, dass das Öffnen der Beute (Traube) die Bienen aus der Winterruhe reißt und sie sich derart lockern, dass das eine Beeinträchtigung bis zum Frühling zur Folge hat.

Schädliche Mikroben können sich dabei stärker vermehren, da die Bienen ihren Stoffwechsel ankurbeln.

 

Resumè ist, dass die "Winterbehandlung" erst im Februar erfolgt. Das habe laut dem Autor keinen Einfluss auf die Varroaentwicklung.

 

Habt ihr damit Erfahrung bzw. sonstige Kenntnisse?

Pfiati, Reinhard

Bergbiene
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Re: keine Winterbehandlung?

Das Mikrobiom ist schon eine wichtige Sache, nicht nur für uns Menschen. Nützliche Bakterein besetzen den Platz und lassen krankmachende schwer aufkommen. Das  Auslassen der Restentmilbung im Winter macht daher für mich Sinn. Ich mache die Restentmilbung auch schon ein paar Jahre nicht mehr und mir graust, wenn ich von diesen Oxalsäureorgien diverser Imker höre. Lieber selten und effektiv als oft und wenig effektiv. Daher verwende ich ausschießlich Ameisensäure im Dispenser. 2 Mal im Herbst und eventuell im Frühjahr vor dem Aufsetzen bei stärkerer Milbenbelastung. Aber an das Mikrobiom habe ich dabei nicht gedacht. Es ist für mich nun ein weiterer Grund. Die Winterruhe meiner Bienen ist mir heilig.

BHei
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Re: keine Winterbehandlung?

Beim Bedampfen der Wintertraube mit Oxalsäure von unten wird sie nicht auseinander gerissen (die Traube), ja nicht einmal der Stock geöffnet.

 

vG

Berthold

beenocchio
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Re: keine Winterbehandlung?

Bergbiene schrieb:

Das Mikrobiom ist schon eine wichtige Sache, nicht nur für uns Menschen. Nützliche Bakterein besetzen den Platz und lassen krankmachende schwer aufkommen. Das  Auslassen der Restentmilbung im Winter macht daher für mich Sinn. Ich mache die Restentmilbung auch schon ein paar Jahre nicht mehr und mir graust, wenn ich von diesen Oxalsäureorgien diverser Imker höre. Lieber selten und effektiv als oft und wenig effektiv. Daher verwende ich ausschießlich Ameisensäure im Dispenser. 2 Mal im Herbst und eventuell im Frühjahr vor dem Aufsetzen bei stärkerer Milbenbelastung. Aber an das Mikrobiom habe ich dabei nicht gedacht. Es ist für mich nun ein weiterer Grund. Die Winterruhe meiner Bienen ist mir heilig.

 

Damit die Bakterien leben können, verzichtest Du auf eine OS Behandlung. Aha, nun gut.

 

Aber warum bringst Du eine einmalige OS Beh. im Winter in Verbindung mit OS Behandlungsorgien?

Oder ist für Dich eine einmalige OS-Behandlung im Winter eine Behandlungsorgie?

 

Warum ist eine 2-3 malige AS Behandlung besser als eine einmalige OS Behandlung, abgesehen davon, dass AS aggressiver wirkt und außerdem im Frühjahr nichts mehr im Volk verloren hat? 

 

Ciao,
Beenocchio

freebee16
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Re: keine Winterbehandlung?

BHei schrieb:

Beim Bedampfen der Wintertraube mit Oxalsäure von unten wird sie nicht auseinander gerissen (die Traube), ja nicht einmal der Stock geöffnet.

 

vG

Berthold

Wie hast Du das festgestellt?

Da ich selber bedampfe und manchmal Mädels beim Flugloch, auch bei der Winterbehandlung, rauskommen (die Temperaturen sind mir nicht erinnerlich )

Sehe ich das als eine mutige Behauptung.

Daher diese Fragen.

.

Der "Bien" macht was er möchte. Wir können Ihn maximal beeinflussen.
Natürlich immer mit den besten Vorsätzen

Postkugel
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Re: keine Winterbehandlung?

Bergbiene schrieb:

Daher verwende ich ausschießlich Ameisensäure...und eventuell im Frühjahr vor dem Aufsetzen bei stärkerer Milbenbelastung.

Maaahlzeit! Ich habe neulich im Herbst etwas Winterfutter genascht, welches beim Ziehen eines Raehmchens auf den Obertraeger kleckerte. Puhhh, war das sauer. Kurz ueberlegt - ach ja, vor 4 Wochen habe ich mit AS behandelt. Wenn Du wirklich im Fruehjahr mit AS behandelst, erzeugst Du hernach bestimmt prima Winterfutterwaben. Als "Honig" wuerde ich Dir das saure Zeug jedoch nicht abkaufen wollen.

 

Ich finde es auch nicht schoen, wenn ich im Krankenhaus um 6.30 Uhr eine Spritze verpasst bekomme, weil ich doch so gern bis 9.00 Uhr schlafen will. Da ist mein "Mikrobiom" doch recht erheblich gestoert. Und erst recht, wenn ich wochentags fruehmorgens auf Arbeit muss...

Leute, die ueber das "Mikrobiom" des Bienenstocks nachdenken, haben in Wirklichkeit gaaanz andere Probleme. Solch esoterischen Unfug brauchen weder Mensch noch Biene.

Manfred
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Re: keine Winterbehandlung?

Grüß Euch,

 

"Die Funktion von Bakterien im Verdauungstrakt von Tieren, einschließlich Honigbienen, ist ein sich rasch entwickelndes Gebiet der wissenschaftlichen Forschung, das sich als grundlegend für die Tiergesundheit herausstellt."

Quelle:

https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=en&u=https://journals.pl...

 

HG Manfred

Bergbiene
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Re: keine Winterbehandlung?

Die einmalige Restentmilbung ist selbstverständlich keine Behandlungsorgie. Ich habe die Mehrfachanwendungen mit Oxalsäure im herbst gemeint. Eine Frühjahrsbehandlung mit Ameisensäure bei Völkern mit hoher Milbenbelastung  ist nun erlaubt, und ich halte sie für sinnvoll und sehr effektiv.

rainer

 

Bergbiene
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Re: keine Winterbehandlung?

Bergbiene schrieb:

Die einmalige Restentmilbung ist selbstverständlich keine Behandlungsorgie. Ich habe die Mehrfachanwendungen mit Oxalsäure im herbst gemeint. Eine Frühjahrsbehandlung mit Ameisensäure bei Völkern mit hoher Milbenbelastung  ist nun erlaubt, und ich halte sie für sinnvoll und sehr effektiv.

rainer

  

Ameisensäure ist aber nur dann sehr effektiv, wenn die Beute einigermaßen dicht ist, und es unter dem Deckel bei Sonne nicht zu heiß wird. Also auch hier eine Frage der Technik ;-)

Sturmimker
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Re: keine Winterbehandlung?

Bergbiene schrieb:

Eine Frühjahrsbehandlung mit Ameisensäure bei Völkern mit hoher Milbenbelastung  ist nun erlaubt


Das wäre mir neu. Es sein denn du meinst Varromed... hast aber von "ausschließlich im Dispenser " geschrieben

lg Michael

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

freeman
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Re: keine Winterbehandlung?

Es gibt wenige Phasen im Jahreslauf die sich so gut für eine wirksame Varroabehandlung eignen wie JETZT. Damit ist man sorgenfrei  bis in den Juli manchmal sogar länger. Ich lehne Frühjahrsbehandlungen ab. Stark befallene Völker kann man im Herbst mit mehrfacher Oxalsäureverdampfungen noch retten. Es sollte aber immer eine Notmaßnahme sein und nicht die Betriebsweise ( schon wegen dem Aufwand). Das Microbiom ist schön und wichtig aber was mach ich mit dem schönsten Mikrofilm wenn der Kasten leer ist? Ideologie und Spekulation statt nachweislich erfolgreiche imkerliche Maßnamen? Liebe Grüße Rudi 

Bergbiene
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Re: keine Winterbehandlung?

Sturmimker schrieb:

Bergbiene schrieb:

Eine Frühjahrsbehandlung mit Ameisensäure bei Völkern mit hoher Milbenbelastung  ist nun erlaubt


Das wäre mir neu. Es sein denn du meinst Varromed... hast aber von "ausschließlich im Dispenser " geschrieben

lg Michael

Nein gemeint ist Formivar. Bei mir vergehen zwischen Anwendung im Frühling und erster Honigeinlagerung mindestens 2 Wochen, da ist die Ameisensäure irgendwo, aber sicher nicht im Honig. 

Für mich passt mein Weg. Sollte ich heuer erstmals Winterverluste haben, oder ein Volk an die Milbe verlieren, werde ich reagieren. Mich ärgert nur, wenn ich höre, dass Imker die AS Behandlung aussetzen, bis zu 8 Mal Oxalsäure verdampfen, und dann erst die halben  Völker an die Milbe verlieren. Es ist halt schon ein gewaltiger unterschied, ob ich auch die Milben in der Brut töte, oder nur die wenigen, die auf den Bienen sind.

rainer

freebee16
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Re: keine Winterbehandlung?

Postkugel schrieb:

 

 Solch esoterischen Unfug brauchen weder Mensch noch Biene.

 

Es ist immer wieder interessant, neuen Ansichten gegenüber aufgeschlossene Zeitgenossen kennenzulernen.

Es wird zwar an viel Mist geforscht, nur pauschal etwas existierende abzulehnen, das ist schon eine harte Sache.

Da gab es mal Höhlen und Lagerfreuer in der Evolution des Menschen.

Bin ich heute, bei - 4Grad froh, dass da einer Forschte...

Und zu dem 8 maligen Oxalbehandeln:

Wer sich nicht mit den Entwicklungsstadien der Varroa beschäftigt, wird wohl oft "Danebennebeln".

Interessant finde ich nur, dass es Zeitgenossen gibt, welche meinen, dass das eine Königin nicht überlebt.

Was auch Versuche am Organismus Bien sind....

Ob Dankenswerterweise....

Jedenfalls stellte eine Blockbehandlung vermutlich die Effizienteste Behandlungsart dar, neben der TBE.

Zumindest aus meiner Erfahrung.

 

Der "Bien" macht was er möchte. Wir können Ihn maximal beeinflussen.
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Bergbiene
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Re: keine Winterbehandlung?

Das Mikrobiom ist alles andere als esoterischer Unfug. Es ist unser Schutzengel, der die meisten Angriffe von Krankheitserregern im "Keim" erstickt.

lg

rainer

Sturmimker
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Re: keine Winterbehandlung?

Bergbiene schrieb:

Nein gemeint ist Formivar. Bei mir vergehen zwischen Anwendung im Frühling und erster Honigeinlagerung mindestens 2 Wochen, da ist die Ameisensäure irgendwo, aber sicher nicht im Honig

 

Dein Wort in Gottes Ohr! Aber vielen Dank für den Hinweis auf Formivar. Das hab ich tatsächlich scheinbar verschlafen, dass uns ein Mittel quasi ganzjährig zur Verdunstung zur Verfügung steht (Sichwort: Wartezeit Honig: Null Tage). Skeptisch bin ich trotzdem noch immer, weil die selbe Substanz mit anderen Namen (AMO Varroxal) in der Bedienungsanleitung anderes vorschreibt. Hat da etwa die Zulassungsbehörde geschlafen? Egal.

Es tut mir sehr leid wenn ich dich ärgern muss, aber ich bin einer dieser Imker die auf AS-Behandlungen zur Gänze verzichten. Mehr noch: Im Zuge meiner bedarfsorientierten Behandlungen (BAB) bin ich um sg. Blockbedampfungen (OS) wegen sehr hoher Migrationsraten, dank der AS-Behandler im Umfeld nicht herumgekommen. Etwas das bei dir "am Berg" funktioniert kann bei uns Flachlandindianern in die Hose gehen. Es war einfach zu lange zu heiß für Langzeitverdunster. Einige versuchten sich mit Schwammtuchmethoden zu helfen. Mit mäßigen Erfolg. Entweder wurden Kö abgeschossen oder die Entmilbung war unzureichend. Typisch für die Unberechenbarkeit von AS-Behandlungen.

Ich bin mir nicht sicher in wie weit du über die Bienenverträglichkeit bei OS-Sublimation Bescheid weißt? Oder anders gefragt, über die Bienenschädigung durch AS-Behandlung? Ein Behandlungskonzept aus dem vorigen Jahrtausend für "state of de art" zu bezeichnen halte ich für sehr mutig.

LG und schönen Ambrosisusfeiertag!

Michael

 

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

Bergbiene
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Re: keine Winterbehandlung?

Danke

Mich ärgert es überhaupt nicht wenn Imker auf die AS veerzichten, wenn sie auf eine andere Weise die Varroa im Griff haben. Es ist sicher so, dass meine ausgezeichnete lage auf der wunderschönen Mühlviertler Alm viele Gesundheitsvorteile bringt. Was jetzt State of die Art ist trau ich mich nicht zu behaupten. Bir mir ist eine Sache gut, wenn sie funktioniert, einfach, möglichst kostengünstig und wenig zeitaufwendig ist. Keep it simpel!

habe gestern meine Varroaladen konrolliert. Alle Stöcke weniger als 0,5 Milben am Tag über die letzten 2 Wochen. Also auch diesen Winter sicher keine Oxalsäure.

lg

rainer

Postkugel
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Re: keine Winterbehandlung?

Ich verstehe nicht, weshalb man die hoch effektive Winterbehandlung (man muss ja nicht traeufeln) auslassen soll, um das "Mikrobiom" zu schuetzen, aber kein Problem damit hat, hernach im Fruehjahr in die ersten Brutsaetze die AS-Handgranate hineinzuwerfen. Da nimmt nicht nur das "Mikrobiom" Schaden. Und dann 14 Tage spaeter die Honigraeume drauf? Nunja...offensichtlich wird nicht begriffen, dass die Packungsbeilagen nicht fuer die Verkehrsfaehigkeit von Honig zustaendig sind, sondern nur dafuer, dass der Kunde am spaeteren Honigkonsum knapp nicht kollapiert. Deshalb darf man da auch ungestraft "Wartezeit 0 Tage" hineinschreiben, ohne dass dies einen Rechtsbruch seitens des Produzenten darstellt. Das Problem hat dann zwar der Imker, wenn er auf einem Posten Sauerhonig sitzt. Wie man feststellen kann, ist das manch "Pillendreher" jedoch egal.

Ich hatte bei den Kontrollen im November auch einige Voelker, bei denen innert 2 Wochen keine einzige Milbe viel. Dennoch habe ich diese mit OX behandelt. Und es kamen natuerlich Milben raus. Und wenn es nur die letzten 3 sind, die man damit entfernt. Dann muss ich im Fruehling keine Drohnenbrut schneiden. Das hilft den Voelkern m.E. mehr, wie die Schonung des "Mikrobioms" im Winter.

silberdistel
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Re: keine Winterbehandlung?

Grundsätzlich ist immer gut, wenn man so wenig wie möglich die Bienen stört. Die Oxalsäurebedampfung ist meines Erachtens die beste Möglichkeit, den Milbendruck fast auf 0 zu senken. Ich prakiziere die OS bedampfung mittels des Oxamaten und bin sehr zufrieden. Auch mach ich die Sommerbehandlung mit dem Oxamaten nach der Bannwabentasche oder einer TBE. Allerdings dann 2 x kurz hintereinander vor die Larven dann wieder verdecklet sind. So halte ich mit Erfolg meine Milbenpopulation auf einem niedrigen Niveau das ganze Jahr. Die AS ist viel schärfer als die OS, man bedenke daß die Bienen 10 Tage sich in diesem Dampf aufhalten müssen. Ich würds nicht können. Da sind die OS Kristalle eine sehr kurze Belastung. Was sich allerdings stellt, ob man nicht mal zwischendurch die Behandlung ändern sollte, damit sich evt. Resistenzen der Milben vermeiden lassen. 

lg

Marianne

silberdistel
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Re: keine Winterbehandlung?

Hallo Rainer,

wenn man bedenkt, daß in brutfreiem zustand 1 gefallene Milbe 300 bis 500 Milben sein können? wäre mir dieser Durchschnitt zu hoch. 100 milben über den Winter wären mir in der Beute zu viel. Wenn in 10 Tagen 1 milbe fällt, passt es bei mir...

Bergbiene
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Re: keine Winterbehandlung?

silberdistel schrieb:

Hallo Rainer,

wenn man bedenkt, daß in brutfreiem zustand 1 gefallene Milbe 300 bis 500 Milben sein können? wäre mir dieser Durchschnitt zu hoch. 100 milben über den Winter wären mir in der Beute zu viel. Wenn in 10 Tagen 1 milbe fällt, passt es bei mir...

Die Schwelle von 0,5 Milben habe ich aus der Literatur für biologische Bienenhaltung. Soviel habe ich eh nicht. Ich verwende meist 60% AS im Dispenser über 5 Tage und da habe ich weder besonderen Totenfall, noch habe ich je eine Königin gekillt. Ich bin aber ein kleiner Jungimker und Minimalist und will niemandem was einreden oder gar verkaufen. Solange ohne AS alles Bestens mit den Milben ist und niemand nach der x. Oxalsäurebehandlung zum Tierarzt um Amitraz oder gar Coumaphos laufen muss, oder gar Völker an der Milbe zugrunde gehen und die Nachbarn bei der Flucht versauen, ist ja alles gut.

rainer

silberdistel
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Re: keine Winterbehandlung?

Bergbiene schrieb:

silberdistel schrieb:

Hallo Rainer,

wenn man bedenkt, daß in brutfreiem zustand 1 gefallene Milbe 300 bis 500 Milben sein können? wäre mir dieser Durchschnitt zu hoch. 100 milben über den Winter wären mir in der Beute zu viel. Wenn in 10 Tagen 1 milbe fällt, passt es bei mir...

Die Schwelle von 0,5 Milben habe ich aus der Literatur für biologische Bienenhaltung. Soviel habe ich eh nicht. Ich verwende meist 60% AS im Dispenser über 5 Tage und da habe ich weder besonderen Totenfall, noch habe ich je eine Königin gekillt. Ich bin aber ein kleiner Jungimker und Minimalist und will niemandem was einreden oder gar verkaufen. Solange ohne AS alles Bestens mit den Milben ist und niemand nach der x. Oxalsäurebehandlung zum Tierarzt um Amitraz oder gar Coumaphos laufen muss, oder gar Völker an der Milbe zugrunde gehen und die Nachbarn bei der Flucht versauen, ist ja alles gut.

rainer

Hallo Rainer,

ich denke, daß 0,5 milben pro Tag im Winter ganz schön viel sind. wenn man von 300 / 1 gefallenen im Winter ausgeht, dann sind 0,5 immerhin 150 milben im Stock. Im Feb gehen sie in Brut, jeden Monat verdoppeln sie sich... dann ist die Schadschwelle ohne Drohnenbrutschneiden schon im Juli überschritten. Besser mit ganz wenig im Winter starten, dann ist es im Juli nicht so schlimm...

 ich hab grad Os verdampft und an einem Tag sind jetzt je Volk 10 - 20 Milben gefallen...etwas wird noch fallen, aber nicht mehr viel. Wenn die Behandlung richtig war, hab ich ganz wenig Milben nur mehr drinnen, vielleicht 10 + max 50 schätze ich... wobei es eher bei 10 sind als bei 50.... sicher ist man zwar nie... dann fällt kaum eine Milbe im Winter... dann passt es für mich...

liebe grüsse

Marianne

 

Postkugel
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Re: keine Winterbehandlung?

Die 0,5 Milben/Tag stammen von Pia Aumeier. Ich schaetze die Dame  als Wissenschaftlerin sehr, allerdings ist sie auch eine Verfechterin des Drohnenbrutschneidens. Das sollte man bei dieser Schadschwellenangabe im Hinterkopf haben.

Will ich keine Drohnenbrut schneiden, sollte der Milbenfall 3 Wochen nach der Winterbehanlung bei exakt 0/Tag liegen, wenn man den Bodenschieber bspw. ab Heiligabend bis Silvester unter dem Volk laesst. Dann ist die Milbe vor Mitte Juli eigentlich kein Thema mehr.