Naturbau eine Randerscheinung

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Günther
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Naturbau eine Randerscheinung

Hallo,

mich beschäftigt schon lange eine Frage und zwar:

Warum halten so wenige Imker ihre Völker auf Naturbau? Ich kenne nur einen Imker persönlich der außer mir teilweise Naturbau erstellen lässt und das auch erst als er es bei mir gesehen hat. Im Netz hab ich einige gefunden aber gemessen an der Menge der Imker die es gibt sind das verschindend wenige.

Warum ist das so?

Wer von den Imkern hier hat das schon mal ausprobliert und warum seit ihr dabei geblieben oder auch wieder davon abgekommen?

An die Imker die das von vornherein ablehen es auszuprobieren: Welchen Grund hat das?

 

Das Ganze natürlich mal von Berufsimkern abgesehen, denn die müssen ja möglichst viel Honig ernten.

Bin gespannt.Zwinkernd

 

Grüße, Günther.

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Marcus Aurelius

Konrad
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo Günther,

ich hatte mal 1 Jahr lang eine TBH in Betrieb. War anfangs eine sehr aufregende tolle Sache beobachten zu können wie flott die Mädels da die Waben rein bauen. Nur war sehr viel Wirrbau dabei. Das hantieren damit hat ziemlich zum Chaos geführt. Jegliche arbeiten waren aus meiner Sicht sehr viel schwieriger oder mit mehr Vorsicht zu machen als bei Magazinbeuten mit Rähmchen. Aus diesem Grund steht meine TBH im Keller.

Was ich allerdings nächstes Jahr verstärkt probieren möchte ist leere Rähmchen rein zu hängen, welche nur eine Spur von Wachs aufweisen und diese somit voll ausbauen lassen. Vereinzelt habe ich das heuer schon gemacht und dies hat zu meinem Erstaunen recht gut funktioniert, Vielleicht auch weil die Nachbarwaben bereits eine gewissen Geraslinigkeit vorgegeben haben. Mal sehen.

Wie schaut bei dir Naturbau aus? Was gibst du vor?

lg
Konrad

Sommerbiene
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Icxh gebe zu ich habe mich mit Naturbau bisher nicht beschäftigt, weiß also kaum etwas darüber. Heuer habe ich aus Mangel an Mittelwänden bei einigen Honigzargen nur Anfangstreifen eingelötet. Das Ergebnis war ernüchternd bis schlimm. Wellenförmig und teilweise zusammengebaut. Das mach ich nimmer. Lächelnd

Grüße von der Sommerbiene.

Blumenwiese
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Günther schrieb:

 oder auch wieder davon abgekommen?

 

Die Bienen bauen selten bis zur Rähmchenunterleiste, die Wabe hängt nur oben und mit etwas Glück noch an den Seiten. Das geht wegen des Gewichts des Honigs fast nur bei niedrigen Rähmchen (Flachzarge). Sonst sackt die Wabe beim Transport zusammen, gibt einen prima Honig-gatsch und das Schleudern ist eine Herausforderung. Teilweise bebrütete Rähmchen und solche mit viel Pollen sind extra schwierig, weil der obere dünnere und brüchigere unbebrütete Wabenteil den schwereren Wabenunterteil beim Schleudern halten muss.

Ich hab fast ein Drittel meiner Völker, nämlich die stärksten (!)  im Februar verloren, weil sie die Brut im unteren Magazin nicht verlassen haben und das Futter über ihnen durch den zusätzlichen Spalt zw. Naturbau-Wabe und Rähmchenunterleiste nicht überwunden haben. Verhungert trotz ausreichend Futter. Autsch, das tat weh !!!

Ansonsten wie Du schreibst, faszinierend wie sie Waben (nur zur richtigen Jahreszeit !!!) bauen.

Die Blumenwiese.

Günther
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo zusammen,

ehrlich gesagt hab ich mir diesen Antworten gerechnet.Zwinkernd

Ich möchte Euch mal erklären, wie ich beim Naturbau angefangen habe und wo ich jetzt bin. Was ich jetzt schreibe sind meine Erfahrungen, Rückschläge kommen immer wieder mal vor. Einen Teil davon habe ich von Reiner Schwarz abgeschaut, der mit Dadant imkert, man kann seine Betriebsweise mit einigen kleinen Änderungen ohne Probleme auf Naturbau umlegen.

Was den Wirrbau angeht, Streifen von Mittelwänden oder Kehlleisten oder etwas ähnliches muss man schon vorgeben egal in welcher Beute, sonst bauen die wo sie wollen.

Zum Gatsch in den Honigrähmchen: Ich habe bis vor 2 Jahren Zanderrähmchen verwendet, im HR genauso wie im BR. Ich habe im ersten Jahr einen (kunst) Schwarm oder total Bauerneuertes Volk auf eine Zarge mit Anfangstreifen gesetzt. Mit dem Ergebnis das fast die ganzen 11 Rähmchen mit ausnahme von 2 oder 3 Arbeiterinenzellen aufwiesen.

Das Problem war dann im 2. Jahr, als ich die 2. Kiste mit Leerrähmchen aufsetzte. Da war es umgekehrt. in der Mitte waren etwa 4 oder 5 Rämchen mit Arbeiterbau, der Rest Drohnen und große Lagerzellen.Den Honigraum im selben Jahr auch noch im Naturbau erstellen kostete aber viel Honig. Solche Waben zu schleudern braucht aber Gefühl. Ich hatte aber bis auf wenige Ausnahmen kaum Bruch und wenn doch, wurde er ohnehin wieder von den Bienen repariert oder eingeschmolzen.

Also bin ich zu nur einem, dafür aber großen BR übergegangen. Da ich schon Zander hatte, bot sich Zander 1,5 an, so könnte ich wieder wechseln, wenn es nicht klappt.

Ich habe alle meine Völker Anfang Juli total bauerneuert und so auf die großen Zander umgestellt. Am Anfang kriegen sie alle Rähmchen, wenn ich nach ein paar Tagen die erste Nachschau mache, dann sehe ich, wie viele Rähmchen sie besetzen und enge sie mit einem Schied ein.

Im Ersten Jahr bauen auch starke Völker selten mehr als 8 Waben aus, früh im Jahr gebildete schon mal 9 oder auch 10. Begonnen wird an einer Seite der Beute und zur anderen wird nach und nach erweitert. Allerdings werden die Waben selten komplett ausgebaut. Naturbauvölker wollen mehr Waben besezten als MW Völker, sie wollen in einer Kugelform sitzten. Die ersten 4 bis 6 Rähmchen werden fast nur mit Arbeiterbau mit etwas Drohen oder großen Lagerzellen erstellt, der Rest sind große Zellen. Im März kommen dann alle Waben bis auf eine Futterwabe hinter das Schied. Da bleiben selten mehr als 7 Waben, welche ja fas ausschließlich Arbeiterbau sind. Die beiden Randwaben und die Futterkränze sind genug, in Zweifel tragen die Bienen was von dem Futter hinter dem Schied um. Zur Krische fliegen die Waben hinter dem Schied komplett raus. Entweder ich lasse sie von neu gebildeten Jungvölkern auslecken oder ich schmelze sie gleich ein. Die Vöker kriegen gleich im April, wenn das Wetter und die Volksstärke es zulässt, den ersten (halben) HR mit ausgebauten Waben. Erst wenn dieser angenommen und etwas Honig eingetragen ist, kriegen sie ein Leerähmchen an die letzte Brutwabe zugehängt. Als Ablschuss kommt wieder die Futterwabe. So wird sichergestellt, das der Honig oben und nicht im BR landet. Normalerweise kriegen sie ein Leerrähmchen Anfang  Mai und eines im Juni. Das genügt auch für starke Völker.

Im HR habe ich halbe Zanderrähmchen, da  ich die schlepperei der großen Zanderwaben leid war. Dort habe ich bis jetzt bis auf einige überwinterte unbebrütete Rähmchen alles in Naturbau erstellen lassen, was sich aber auf den Honigertrag auswirkt. Nächstes Jahr kriegen sie dort auch MW (zum Teil).

Als Richtlinie haben die Bienen bis vor einem Jahr Anfangstreifen aus MW bekommen, die müssen aber bei jedem Ausschmelzen erneuert werden oder man schneidet halt bis auf einen cm. aus. Ich hab heuer damit experimentiert, wie sie Anfangstreifen aus Holz annehmen. Ich habe Streifen 20 x 3mm über die ganze Länge des Rähmchen angenagelt und diese mit flüssigem Wachs bestrichen. Die Waben werden zwar nicht immer perfekt an der Mitte des Streifens erstelt, teilweise beginnen sie rechts oder links davon, aber es lässt sich jede Wabe ziehen. Zum Rand hin kann es passieren, das die 2 äußersten Waben zusammengebaut werden, das sind aber ohnehin Futterwaben, die nächstes Jahr hinters Schied kommen.

Alle 2 oder 3 Jahre werden die Völker aufgelöst und eine totale Bauerneuerung durchgeführt. Dabei gehen allerdings immer 2 oder 3 Völker schief. Aus irgend einem Grund schaffen sie es nicht, eine Volksstärke und einen Wabenbau zu errichten, der eine Überwinterung möglich macht. Das sind aber Ausnahmen und ich sehe es als Selektion.

Noch etwas Grundsätzliches:

-Wer ein problem mit Drohnenbau hat und das sind die meisten Imker, kommt mit Naturbau nicht klar. Man sollte sich aber überlegen, ob die Natur sich nicht etwas dabei gedacht hat, als sie das Bienenvolk darauf programmiert hat, viele Drohnen zu halten. Bei einer gewissen Anzahl an Drohnen stopt das Volk übrigens von selber deren Aufzucht.

- Naturbau kostet Honigertrag, je mehr gebaut werden muss, umso weniger Honig. Ich ernte aber immer genug, wenn ich die Anzeigen in den Imkerzeitschriften sehe, zu welchen Preisen dort Honig gleich wieder in großen Gebinden verschleudert wird, frage ich mich aber, ob nicht weniger oft mehr ist.

- Ich finde man sollte auch Wachs und nicht nur Honig als ein wertvolles Produkt ansehen und davon hat man beim Naturbau einiges.

- Wandern mit Naturbau sollte möglich sein, ich habe heuer einen neuen Stand besetzt, ich hatte keinen Wabenbruch obwohl die goßen Futterwaben im BR nicht bebrütet waren.  Der Brutraum sollte natürliche gedrahtet sein. Natürlich ist mehr Vorsicht als mit MW geboten. Die eigentlichen Honigwaben sind (bei mir) ohnehin klein.

- Was im Naturbau nicht geht ist Wabentauschen. Jede Wabe hat ihren Platz und den soll sie bis zur nächsten Bauerneuerung auch behalten. Die Waben sind aneinander angepasst, so das eine andere dort nicht reinpassen würde. Eine Umstellung zu den MW.

 

So viel, was mir auf die Schnelle einfällt.

Grüße, Günther.

 

 

 

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Marcus Aurelius

Joe
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo Günther

Auch ich suche seit längerer Zeit Imker die mit Narurwaben arbeiten.

Es wäre für mich fein wenn ich mir deine Arbeitsweise mal ansehen könnte, also wenn du mal zeit hast

meld dich mal bitte .

Liebe Grüße

Joe

albert
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Servus Günther,

Das war aber jetzt geballte Information. Sehr schön, wie du auch alle Eventualitäten herausgearbeitet hast. Ich bin auf jeden Fall neugierig geworden und werde kommendes Jahr so einiges nach deinen Anweisungen probieren.

In der Demeter-Bienenhaltung muss der Brutraum aus Naturbauwaben bestehen. Von vielen Demeter Imkern weiß ich, dass das im großen und ganzen keine Probleme darstellt

Was mir auf jeden Fall sehr gut gefällt ist die Tatsache, dass die Bienen genau das errichten können, was sie brauchen und nicht das, was der Imker glaubt, dass die Bienen brauchen.

LG Albert

http://ibas.at

Reinhard
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Günther, danke für die Großinfo.

Wie viel Drohnenbau wird denn da errichtet - nur so um ein Gefühl für die 3000 bis 5000 genannten Drohnen zu bekommen, die ein Volk haben soll.

Kannst du das bestätigen?

Pfiati, Reinhard

Hans
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

hallo

Hab heuer auch etwas mit naturbau im Honigraum experementiert wärend der Melezitosentracht im Wald. Ging gar nicht so schlecht mit ausgeschnittenen Rähmchen dazwischen.

@ Günther nur ne Frage zu deinem Standort, eher im Flachland mit Blütentracht oder bist du schon eher im Bergland?

mfg hans

Imkerei Wieser
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Günther
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

@ Joe: Können  wir schon machen, aber erst im Frühjahr, ich öffne jetzt die Völker nur noch in Ausnahmefällen.

@ Reinhard: Ich kann nicht sagen, wie viel sie genau machen, ist unterschiedlich je Volk. Das eine baut schon an der 3. Wabe die hintere Hälfte mit Drohnenzellen voll, das andere Volk fängt erst nach der 4. oder 5. an.

Was oft gemacht wird ist, das der Rest der Wabe im unteren Bereich der im ersten Jahr nicht fertig gebaut wurde, mit Drohnen voll gebaut wird aber auch da gibt es unterschiede. Ich habe den Eindruck, es richtet sich nach der Volksstärke. Ein Volk das im Frühjahr eher schwach ist, bauch auch da noch Arbeiterzellen. Die wissen genau, wann genug Arbeiterbau für das Volk vorhanden  ist.

@ Hans: Ich bin im Gebirge, recht rauhes Klima, keine Massentrachten, Frühtracht setzt spät mit Obst und Löwenzahn ein, Haupttracht ist Wald.

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Marcus Aurelius

Ventiltrichter
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Günther schrieb:
Was oft gemacht wird ist, das der Rest der Wabe im unteren Bereich der im ersten Jahr nicht fertig gebaut wurde, mit Drohnen voll gebaut wird aber auch da gibt es unterschiede. Ich habe den Eindruck, es richtet sich nach der Volksstärke. Ein Volk das im Frühjahr eher schwach ist, bauch auch da noch Arbeiterzellen. Die wissen genau, wann genug Arbeiterbau für das Volk vorhanden  ist.

Das kann ich bestätigen!

 

Gruß

Reiner

Neither spare nor dispose!

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

Mich beschäftigt das Thema seit ein paar Jahren.

Begonnen habe ich damit, das Terrain einfach mal mit Hilfe aufgelegter Oberträger mit Leitwachsstreifen zu erkunden.

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/naturbau001psfi8oagny.jpg

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/naturbau0039blmknc3is.jpg

 

In weiterer Folge hat es sich als das Einfachste und arbeitssparendste erwiesen, Vorweggenommene und Schwärme in eine Flachzarge Waben mit entferntem Unterträger oben und eine untergesetzte Leerzarge laufen zu lassen.

Fürs kommende Jahr will ich dann ein paar Varianten zum Thür-Naturbau-Magazin probieren.

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/thr0231wiyomn3kq.jpg

 

Herzliche Grüße Manfred

 

 

 

Reinhard
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Manfred, ist das bei dem Thür-Naturbau eine schmale Holzleiste oder woran wird der Wachsstreifen befestigt?

Pfiati, Reinhard

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Dich, Reinhard

 

Das sind Schaschlikstäbe.

 

Herzliche Grüße Manfred

Coyote
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

@ Günther:

Eine Frage hätte ich da noch:

Bei so viel Drohnenbau, kannst du von eventuellen Besonderheiten bezüglich Varroabefall berichten?

Extremer, normaler, geringer Varroabefall.... oder ist in deiner Region und Höenlage die Varroa so und so nicht so stark verbreitet und deswegen diese Betriebsweise besser möglich?

 

Mfg

Michael

 

Schöne Grüße,
Michael

http://imkerverein-grein.at/

Mindelsee
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo Manfred,

 

ist Thür nicht eine Modifikation von der Christbeute? Also so etwa 30x30 cm? Also geringfügig größer als die Mini-Plusse?

Ich kann Dir nicht sagen wieso, aber ich habe in der Mini-Plus deutlich mehr Wirrbau als in den Langstroth Mediums. Mag daran liegen daß die Mini-Plusse wegen Bienenzusammensetzung nicht immer den starken Bautrieb haben.

Selbst bei Zander habe ich eigentlich selten Wirrbau.

Guenthers Geschichte mit den "unteren Ecken" kann ich auch nur bestätigen. Wen das stört, kann bei vielen Völkern durch, nicht unbedingt bienengerechtes, Wenden der Waben gleichmäßigere Waben erhalten.

Gruß vom sonnigen Mindelsee

 

Michael

Günther
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo Michael,

Naturbauvölker haben im Vergleich zu MW Völkern nicht mehr oder weniger Milben, warum sollten sie auch? Mal davon abgesehen halte ich nichts vom Drohnenschneiden auch in meinem ersten Jahr mit MW hab ich das nicht gemacht.

Auch wenn das Thema ein anderes ist so gehört es doch zum Naturbau: Ich vertrete die Meinung das die Drohnen schon seinen Sinn im Volk haben. Die Natur macht nichts umsonst.Zwinkernd

Und die Geschichte das sich Varroa hauptsächlich in Drohnenbrut vermehrt kann ich so nicht bestätigen. Ich habe heuer bei den letzten Völkern die ich von Zander normal auf Zander 1,5 umgestellt habe Versuchsweise Arbeiterinenbrut und Drohenbrut entdeckelt um nach der Varroah zu sehen.

Das Ergebnis war völlig durchwachsen. In der einen Zelle waren zum Teil 5 Varroa drin, in einigen daneben nicht eine einzige. Das galt für Drohnen und Arbeiter.

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Marcus Aurelius

Bienenhaus
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Mich würd der Naturbau - wohl in *beweglichen Rähmchen* sehr interessieren.

So habe ich heuer versucht, in gedrahteten Rähmchen einen Anbaustreifen folgendermassen zu machen. Vorm Nageln der Leisten habe ich in einer Lehre einen Silikonstreifen (Marke:wie Gummi) gezogen. Dann habe ich genagelt, gebohrt und gedrahtet. Vorher habe ich noch mittels Pinsel ein Wachs aufgezogen. Wichtig ist nur, dass der Silikonstreifen durchgehend gleichmässig gezogen wird, um Verleitungen zu Wirrbau hintan zu halten. Allzuviel habe ich aber nicht eingehängt. Doch bei den zwei Schwärmen war das Ergebnis folgender massen: Ca 1/3 sehr gut, ein Drittel mittelmässig -. mit verdicktem Drohnenbau -und der Rest bissl wirr. Da wird aber wohl ein Fehler meinerseits  mitschuld sein.

Für mehr Versuche hat mich mein Mut verlassen.

Schönen Tag noch

Fritz.....der jetzt seinen Verdampfer wieder starten wird.

Bild: 
Re: Naturbau eine Randerscheinung
Mindelsee
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo Guenther,

 

dass Drohnen wichtig für das Volk sind sehe ich genauso. Wir schneiden auch nicht.

Trotzdem reduziert jede Brutentnahme die Milben(vermehrung).
Dass Milbenzahlen sich nach einigen Wochen wieder angleichen ist normal und betrifft eigentlich alle Varroareduktionsmethoden denn es ist in der Populationsbiologie der Varroa bedingt.

Deine Untersuchungen bestätigen übrigens die Erfolge derjenigen die Arbeiterinnenbrut entnehmen oder andersweitig eine Brutpause herbeiführen.

Bei vielen umfangreichen Experimenten zur Präferenz der Milbenweibchen ist der Unterschied Drohne - Arbeiterin relativ schwach ausgeprägt und nur statistisch erkennbar. Zusätzlich verlängern viele aktuelle Agro- und Umweltchemikalien die Brutdauer - damit wird der Reproduktionserfolg der Milben an Arbeiterinnenlarven immer größer.

Vielleicht sollten Bayer und Konsorten eher vor der eigenen Türe kehren als tolle Endostat-Varroazide zuzukaufen? Wenn sich die Milben nicht so stark vermehren können, brauchen wir auch keine (neuen) Varroazide.

 

Viele Grüße vom sonnigen Mindelsee

 

Michael

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

@Mindelsee: Ja, der Thür hat sich an Christ orientiert. Das hat bei Ihm zu einer inneren Lichte von 28x28x14 der  Zargen geführt.

 

Herzliche Grüße Manfred

beepaps
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Servus Michael !

Mindelsee schrieb:

Wenn sich die Milben nicht so stark vermehren können, brauchen wir auch keine (neuen) Varroazide.

 

Da fällt mir wieder ein:

Wenn wir bereits im Frühjahr (bei fast jeder Witterung) mit Wärme und Wasser. sprich mit dem Varroa-Controller, ohne Varroazide und ohne biochemische Mittel die Muttermilben reduzieren, dann haben wir im Sommer

keine Arbeit mit Nachzüglern

auch gesunde Drohnen im Volk

beim Schleudern immer noch genug gesunde Bienenmasse

früher Bauerneuerung

usw.

liebe Grüße von beepaps

(wer das Kleine nicht ehrt, ist das Große nicht wert)

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

Ja, der VC ist ein richtiger Tausendsassa. Der eliminiert neben den Symptomen gleich auch die Ursachen. Lachend

 

Herzliche Grüße Manfred

Mindelsee
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo,

 

oder wir führen eine erfolgreiche Winterbehandlung (österreichisch: Restentmilbung) VOR Brutbeginn, das ist teilweise Mitte Januar, durch.

 

Es gibt viele Wege nach Rom, jeder Imker muß eine Betriebsweise finden wann und wie er zur Varroareduktion eingreift. Naturbau hat, neben der Varroareduktion noch viele weitere Vorteile - sowohl für das Hygieneverhalten der Bienen, für die Kasse des Imkers und für das Risiko (2011er Desaster mit gestrecktem Wachs z.b.). Leider sind heute aber mehr Varroa-bedingte Eingriffe in das Bienenvolk nötig als noch vor 10-20 Jahren. Da die Varroa damals schon flächendeckend war, können sich nur andere Faktoren negativ verändert haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Gruß vom sonnigen Mindelsee

 

Michael

Bernhard
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Mfg Bernhard

Bienenbauer
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Wir versuche es heuer erstmals wieder mit der Bevölkerung von Kärntner Bauernstöcken und Bienenkörben auf eingenen Ständen. Von allen vielversprechenden Paarungen mit außerordentlich hohen VT_Index-Völker kommt etwas auf diese Stände. LG JB

 

pweichse
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Wollt mal in die Runde fragen, wie es Euch mit Naturbau und den aktuellen Wetterverhältnissen geht.

Futtebedarf und Schwarmverhalten im Frühjahr bei Naturbauvölker?

Wabenhonig bei plötzich großer Tracht überhaupt möglich?

LG Philipp

claudia1
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

pweichse schrieb:

Wollt mal in die Runde fragen, wie es Euch mit Naturbau und den aktuellen Wetterverhältnissen geht.

Futtebedarf und Schwarmverhalten im Frühjahr bei Naturbauvölker?

Wabenhonig bei plötzich großer Tracht überhaupt möglich?

LG Philipp

[/quote]

[quote=pweichse]

Wabenhonig bei plötzich großer Tracht überhaupt möglich?

LG Philipp

 

Da musst einfach genau so deine Reserven haben, also ausgebaute Waben vorrätig haben, wie du Mittelwände vorrätig haben musst. Letztes Jahr, alles gleichzeitig blühte  -Raps- -Akazie- da musste ich dann auch MW aufsetzten. Das ging einfach zu schnell.

LG

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

Ich hab am 24. Mai einen Schwarm in eine Kiste mit 12 oben und seitlich schließenden Rahmen einquartiert.

Am 26. war der dann mit seinem beginnendem Naturbau der Star beim Tag des offenen Bienenstocks.

Am 20. Juni war unten alles ausgebaut und die aufgesetzte Flachzarge in Arbeit - mittlerweile sind die MW alle ausgebaut und die Bienen beginnen auf den Randwaben zu verdeckeln.

https://de.share-your-photo.com/img/7fbc427b39.jpg

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HG Manfred

pweichse
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Wer arbeitet nach Zeidlerart? Die Bienen bauen bis Ende Juni, der eingetragen Wabenhonig wird im August geerntet. Keine Mittelwände. Kein Umhängen. Nur das ernten, was die Bienen in einer Saison an Zuwachs (schönes Wort) schaffen. 

Reinhard
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Manfred schrieb:

Grüß Euch,

 

Ich hab am 24. Mai einen Schwarm in eine Kiste mit 12 oben und seitlich schließenden Rahmen einquartiert.

Am 26. war der dann mit seinem beginnendem Naturbau der Star beim Tag des offenen Bienenstocks.

Am 20. Juni war unten alles ausgebaut und die aufgesetzte Flachzarge in Arbeit - mittlerweile sind die MW alle ausgebaut und die Bienen beginnen auf den Randwaben zu verdeckeln.

https://de.share-your-photo.com/img/7fbc427b39.jpg

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HG Manfred

Auf dem 2. Foto ist bei den Oberträgern kein Abstand - ist das Absicht?

Pfiati, Reinhard

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Dich, Reinhard

Auf dem dritten Bild siehst Du, daß auch die Seitenteile 34 mm  breit sind. Das sind Schließrahmen - zusammen mit 1 cm Luft zwischen Seitenwänden und Deckel ergibt sich fast 6 cm Wandstärke. Netto bleiben den Bienen ca. 40 Liter Volumen in zwei zusammengeleimten Flachzargen. Der Boden ist geschlossen.

 

HG Manfred

pweichse
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo Manfred, wo ist da der Honigbereich? Machst du die Rähmchen selbst? 

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Zur Zeit kommen die Bienen über den Spalt zur Vorder- und Rückwand hoch in eine aufgesetzte Flachzarge. Die Kiste war zu Beginn der Lindentracht rappelvoll mit Brut, Pollen und Honig. Ohne aufzusetzen hätten die Viechers nur mehr die Möglichkeit gehabt, geschlüpfte Brutzellen zu füllen, was eine schlechte Trachtnutzung und das Risiko eines Übervölkerungsschwarmes zur Folge hätte.

 

HG Manfred

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

Die aufgesetzte Flachzarge wurde mit Lindenhonig gefüllt, bin gerade dabei zu schleudern.

In keinem der vier im Versuch stehenden Kisten hat sich eine Königin nach oben verirrt.Lachend

 

HG Manfred

Bergbiene
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

pweichse schrieb:

Wer arbeitet nach Zeidlerart? Die Bienen bauen bis Ende Juni, der eingetragen Wabenhonig wird im August geerntet. Keine Mittelwände. Kein Umhängen. Nur das ernten, was die Bienen in einer Saison an Zuwachs (schönes Wort) schaffen. 

Das ist mein Projekt für nächstes Jahr, auf das ich mich schon sehr freue. Ich werde eine Jumbobeute mit 835 mm x 435 x 340  als Einraumbeute bauen. Erweiterung nach links und rechts. Schmale Futtertaschen als Schiede. Brutbereich Jumborähmchen mit Ehm Mittelwänden. Erweitern zur Seite stat Aufsetzen einens Honigraumes mit leeren Flachzargenrähmchen links und rechts an die letzte Brutwabe. Das habe ich heuer versuchsweise probiert, und diese Rähmchen werden auch unten schön ausgebaut und haben mehr Stabilität als leere Jumborähmchen. Mein Ansatz ist aber eine  naturnahe Low-Cost -  Low-Impact Imkerei für Selbstversoger mit Crush und Strain Honigernte. Ich habe die letzten 2 jahre mit naturbau im Flachzargenhonigraum und Absperrgitter gearbeitet, hat eigentlich ganz gut funktioniert, ich will es aber noch einfacher und noch weniger Zeugs.

lg

rainer

Bergbiene
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Bergbiene schrieb:

pweichse schrieb:

Wer arbeitet nach Zeidlerart? Die Bienen bauen bis Ende Juni, der eingetragen Wabenhonig wird im August geerntet. Keine Mittelwände. Kein Umhängen. Nur das ernten, was die Bienen in einer Saison an Zuwachs (schönes Wort) schaffen. 

[/quote]

Das ist mein Projekt für nächstes Jahr, auf das ich mich schon sehr freue. Ich werde eine Jumbobeute mit 835 mm x 435 x 340  als Einraumbeute bauen. Erweiterung nach links und rechts. Schmale Futtertaschen als Schiede. Brutbereich Jumborähmchen mit Ehm Mittelwänden. Erweitern zur Seite stat Aufsetzen einens Honigraumes mit leeren Flachzargenrähmchen links und rechts an die letzte Brutwabe. Das habe ich heuer versuchsweise probiert, und diese Rähmchen werden auch unten schön ausgebaut und haben mehr Stabilität als leere Jumborähmchen. Mein Ansatz ist aber eine  naturnahe Low-Cost -  Low-Impact Imkerei für Selbstversoger mit Crush und Strain Honigernte. Ich habe die letzten 2 jahre mit naturbau im Flachzargenhonigraum und Absperrgitter gearbeitet, hat eigentlich ganz gut funktioniert, ich will es aber noch einfacher und noch weniger Zeugs.

lg

rainer

[/quote]

[quote=Bergbiene]

 

. Mein Ansatz ist aber eine  naturnahe Low-Cost -  Low-Impact Imkerei für Selbstversoger mit Crush und Strain Honigernte. Ich habe die letzten 2 jahre mit naturbau im Flachzargenhonigraum und Absperrgitter gearbeitet, hat eigentlich ganz gut funktioniert, ich will es aber noch einfacher und noch weniger Zeugs.

lg

rainer

Sehr wichtig ist mit auch, dass man die Waben auch rausnehmen und untersuchen kann und auch eine wirkungsvolle Varroabekämpfung durchführen kann.

 

lg

rainer

pweichse
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

@Rainer: würde nur auf einer Seite erweitern. Sonst ergibt sich ein Zylinder förmiges Brutnest und der Honigbereich wird sehr eingeschränkt zum ernten. Wichtig ist, das beim erweitern eine volle Futterwabe beim Brutnest bleibt. Ein sog. Honigschied verhindert dass die Kö auf die frischen Waben wechselt. Würd auch im Brutnest Naturbau empfehlen. Dadurch hast du eine natürliche Drohnenverteilung und im zweiten Jahr noch die Drohnenbrut im Brutbereich und nicht alles auf den frischen Waben.  Lass das Flugloch klein und seitlich, oder auf der kurzen Seite (Warmbau)  Die Versuche mit zwei Schieden und Flugloch in der Mitte hat man in der Fischermühle (mellifera.de) schon vor 10 Jahren und ist nicht weiter gekommen. Prinzip einer Einraumbeute ist eine Seite Brut und die andere Honig. Dahinter steht der Imker und hat das ganze Volk vor sich. Es gibt kein Zargen wuchten. Jedes Volk wird individuell geführt. Die Bienen bekommen es oft gar nicht groß mit wenn man nur kurz in den Honigraum schaut. Nachteil ist die Feichtigkeit im nicht besetzten Raum, offener Boden oder Hobelspähne schafft Abhilfe. Viel Spass beim basteln...

Philipp

Bergbiene
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

pweichse schrieb:

@Rainer: würde nur auf einer Seite erweitern. Sonst ergibt sich ein Zylinder förmiges Brutnest und der Honigbereich wird sehr eingeschränkt zum ernten. Wichtig ist, das beim erweitern eine volle Futterwabe beim Brutnest bleibt. Ein sog. Honigschied verhindert dass die Kö auf die frischen Waben wechselt. Würd auch im Brutnest Naturbau empfehlen. Dadurch hast du eine natürliche Drohnenverteilung und im zweiten Jahr noch die Drohnenbrut im Brutbereich und nicht alles auf den frischen Waben.  Lass das Flugloch klein und seitlich, oder auf der kurzen Seite (Warmbau)  Die Versuche mit zwei Schieden und Flugloch in der Mitte hat man in der Fischermühle (mellifera.de) schon vor 10 Jahren und ist nicht weiter gekommen. Prinzip einer Einraumbeute ist eine Seite Brut und die andere Honig. Dahinter steht der Imker und hat das ganze Volk vor sich. Es gibt kein Zargen wuchten. Jedes Volk wird individuell geführt. Die Bienen bekommen es oft gar nicht groß mit wenn man nur kurz in den Honigraum schaut. Nachteil ist die Feichtigkeit im nicht besetzten Raum, offener Boden oder Hobelspähne schafft Abhilfe. Viel Spass beim basteln...

Philipp

Vielen Danke Phillip

Also dann werde ich mir das noch näher anschauen, bevor ich zu schrauben beginne.

lg

rainer

friedrich f.
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Habe heuer einen Schwarm Jumborähmchen mit Anfangsstreifen gesetzt.Nach zwei Wochen schön ausgebaute Waben.Das zu betrachten ist eine Augenweide.Habe auch bei Tracht flüssig gefüttert.

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

Will Euch kurz zeigen, was sich heuer bei mir in Sachen Naturbau in gedämmten Kisten so getan hat.

Die Zargen haben eine innere Lichte von 28,8 x 28,8 x 20 cm - das hat sich beim Bau aus zerlegten Flachzargen so ergeben und kommt in etwa auf Warré hin. Wandstärke ca. 8,5 cm.

https://i.ibb.co/gtTRQH3/2020-01-31-21-57-21.png

Gefüttert wurden im Verlauf ca. 2 kg Honig zum Zwecke des "Schönwettermachens" an kalt-regnerischen Maitagen.

Besiedelt wurden die vorerst 3 gegebenen Zargen mit einem 2.5 kg Vorschwarm am 26.4.

Erweitererung erfolgte durch Untersetzen von Leerzargen mit Hilfe eines Lifts.

https://i.ibb.co/gVhMBFd/2020-06-03-11-58-35.png

Es ergab sich eine kontinuierliche Bautätigkeit. Der Schwarm hat inklusive 2 gezeidelter honigvoller Zargen 7 Zargen ausgebaut.

https://i.ibb.co/cYm4Wgq/20200527-093628.jpg

 

Das ist ein Bild eines späten Nachschwarms, kurz nachdem ich aus der ehemals obersten Zarge 7 Honigwaben rausgeschnitten habe:

https://i.ibb.co/Gd7Qxdw/2020-08-15-13-35-34.png

 

Nächstes Jahr geht es , so Gott will, rundLachend:

https://i.ibb.co/4sWZW8p/2020-09-13-12-45-25.png

https://i.ibb.co/crPnHPv/2020-09-13-12-48-06.png

 

HG Manfred

Reinhard
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Kannst du bitte einmal die Zellendurchmesser im "Wild"bau messen? Wegen der Kleinzellendiskussion.

Pfiati, Reinhard

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

Dennis Murrel:

https://www.elgon.es/diary/wp-content/uploads/2018/09/CellsizesMurrellA.jpg

 

Preißl-Neuburger:

http://buckfast-urquell.at/galerie/galleries/Fruhjahr/_thumbs/640x500-IM...

 

Fischermühle:

http://portal.mellifera.de/fix/doc/Bericht%20Kleinzellen%2002-2009.2.pdf

 

https://beesource.com/wordpress/wp-content/uploads/howbig.png

 

https://www.youtube.com/watch?v=_68qIwVj994

 

HG Manfred

Lukas2308
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Blumenwiese schrieb:

Günther schrieb:

 oder auch wieder davon abgekommen?

 

Die Bienen bauen selten bis zur Rähmchenunterleiste, die Wabe hängt nur oben und mit etwas Glück noch an den Seiten. Das geht wegen des Gewichts des Honigs fast nur bei niedrigen Rähmchen (Flachzarge). Sonst sackt die Wabe beim Transport zusammen, gibt einen prima Honig-gatsch und das Schleudern ist eine Herausforderung. Teilweise bebrütete Rähmchen und solche mit viel Pollen sind extra schwierig, weil der obere dünnere und brüchigere unbebrütete Wabenteil den schwereren Wabenunterteil beim Schleudern halten muss.

Ich hab fast ein Drittel meiner Völker, nämlich die stärksten (!)  im Februar verloren, weil sie die Brut im unteren Magazin nicht verlassen haben und das Futter über ihnen durch den zusätzlichen Spalt zw. Naturbau-Wabe und Rähmchenunterleiste nicht überwunden haben. Verhungert trotz ausreichend Futter. Autsch, das tat weh !!!

Ansonsten wie Du schreibst, faszinierend wie sie Waben (nur zur richtigen Jahreszeit !!!) bauen.

Die Blumenwiese.

Ja, so seh ich das auch. Ist leider dann nicht ganz so einfach alles zu bewerkstelligen und guten Honig zu bekommen. :)

Lg Lukas

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

Der von den Bienen zum Boden hin gehaltene Abstand beträgt ca. 2cm. Kommt ihnen beim Bau ihrer Waben ein breiter Unterträger derquer, betrachten sie diesen als Ende Gelände. Das ist der falsche Boden Effekt.

https://i.ibb.co/YjrQQqR/2020-05-24-16-06-29.png

 

Schmale Unterträger wirken dem entgegen:

 

https://i.ibb.co/5jq8ctn/Besuch-Doris-e-6-2019.jpg

https://i.ibb.co/F5BRsWn/Schlie-r-hmchen-5.jpg

 

HG Manfred

freebee16
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Die Frage ist, ob man Naturbau " ohne Grenzen" wünscht, oder eine Begrenzung derart nach unten nicht Sinnvoll, und das Arbeiten an den Bienen erleichtern wirkt.

Ich bevorzuge dass die Rähmchen ein definiertes Ende haben, bis hin zu so manchen Baueifrigen, welche eine Bausperre brauchen.

Es fällt den Mädels ja oft genug noch anderes lustiges, und Zeitzehrendes, ein.

Bis hin zum Anbau am Boden... Am richtigen Boden der Beute.

Wiewohl gerne ein Freiraum zum besseren  Schwingen freigehalten wird, da derart eine bessere Kommunikation über die Waben und deren Schwingung erfolgen kann.

 

Der "Bien" macht was er möchte. Wir können Ihn maximal beeinflussen.
Natürlich immer mit den besten Vorsätzen

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

 Bin zur Zeit dabei mir ein paar weitere Röhren zu bauen und habe ein Foto vom Innenleben der Röhrenwand (4cm dicke Flachsdämmmatte) gemacht:

 

https://i.ibb.co/48WKHBx/2021-01-09-10-34-07.png

 

HG Manfred

Reinhard
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Wie schauen die innen aus?

Hast du sie dann nur zur Beobachtung oder was ist der genaue Grund für deine Röhrenimkerei?

Pfiati, Reinhard

Manfred
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

 

Innen schauts, wie schon weiter oben zu sehen, so aus:

https://i.ibb.co/4sWZW8p/2020-09-13-12-45-25.png

 

Nach 47 Jahren Imkerei mit Zargen, Rähmchen, Mittelwänden mutiere ich kontinuierlich zum Zeidler, das ist  für Mensch und Tier mit weniger Aufwand verbunden. Klasse statt Masse.

Begonnen hats mit den Erklärungen von Thür zur artgerechten Bienenhaltung und die Richtigkeit seiner Ansichten erläutert Torben Schiffer hier:

https://www.youtube.com/watch?v=fhF1Mul_DLo

HG Manfred

 

 

 

 

Bienen Sepp
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Re: Naturbau eine Randerscheinung

Hallo Manfred!

Wie führst du solche Völker durchs Jahr?

Bauerneuerung, Varrobehandlung und eine bescheidene Honigernte wird's auch geben.

Würd mich interessieren, wie dies bei Beuten dieser Art gemacht wird.

 

Gruß Sepp

 

78865
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Rähmchenmaß: Zander
Re: Naturbau eine Randerscheinung

Warum muss es unbedingt eine Röhre sein, und wie stellst du dir vor, eventuell Honig zu ernten?
Schau dir doch mal diese Seite über den Kärntner Bauernstock an.
 
Dies  war die einfachste Art zu Imkern. Ser Kasten war flach, ca 70 cm lang und innen 15 cm hoch. Er hatte vorne und hinten jeweils ein Brettchen zum abnehmen. Die Holzstärke der Kästen war 14 - 15 mm. Doch durch das aufeinander stapeln der Kisten hat sich das ganze gegenseitig erwärmt. 
Und nun zum imkern!
Das war ganz einfach.
In den Kasten wurde ein Schwarm einlogiert und das ganze Jahr über sich selbst überlassen. Im Frühjahr des nächsten Jahres wurde dann der übrig gebliebene Honig ,der war ja hinten, herausgeschnitten und die Kiste umgedreht. Den entstandenen vorderen Leerraum haben die Bienen dann wieder frisch ausgebaut. Das war also die jährliche Bauerneuerung.
Natürlich gab es bei diesen Kisten viele Schwärme, die auch massenweise verkauft wurden.
Vielleicht habt ihr schon irgendwo Bienenbrettchen gesehen, das waren die bemalten Vorderfronten  des Kärtner Bauernstockes.

Das war naturgemäss imkern und nicht was da heute so alles erfunden wird!

liebe Grüsse!
https://www.lichtmikroskop.net/geschichte/anton-janscha.php

Manfred
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Rähmchenmaß: Flachzarge
Re: Naturbau eine Randerscheinung

Grüß Euch,

https://www.lichtmikroskop.net/geschichte/bilder/krainer-bauerstock-foto...

Es war einmal und es war aus Sicht der thermischen Effizienz

https://translate.google.com/translate?sl=en&tl=de&u=https://www.beecult...

vorteilhaft.

Nähe schafft Probleme in Hinsicht auf Nahrungskonkurenz und horizontale Übertragung von Krankheiten:

https://honigwerk.de/horizontale-und-vertikale-uebertragung-von-krankhei...

Schwarmreife Völker werden ausgetrieben:

https://www.youtube.com/watch?v=YJDOLxvHr2s

Honigwaben rausgeschnitten:

https://www.youtube.com/watch?v=RsW92OmJq7Y

 

HG Manfred