Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

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noahnesha
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Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich 

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161013_OTS0114/neues-bienen-med...

 

derLößländer
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Seite nicht gefunden.

Manfred
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Grüß Euch,

 

http://www.beevital.com/#dominikhohlbeevitalcom

 

Nennt sich Varromed und ist eine Kombination aus AS und OXalsäure.

 

Nix fia mi.

 

HG Manfred

 

 

Sommerbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

 

Ich denke, es gibt genug taugliche Möglichkeiten, gegen die Milbe vorzugehen.

 

Diese sollten aber auch rechtzeitig und richtig eingesetzt werden.

 

Grüße von der Sommerbiene.

Noldi
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Das Zeug kriegt anscheinend eine Ganzjahreszulassung mit einer Wartefrist für Honig von 0 Tagen. Wird geträufelt, Wirksamkeit 80%. Empfohlen nur als Bestandteil eines integrativen Bekämpfungskonzeptes in dem Dinge wie Drohnenschneiden, TBE oder Kö-käfigen zur Brutfreimachung angewendet werden.

Zanderant
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Stimmt nicht ganz - das ist ein gutes Produkt - der Nachfolger vom "Hiveclean" dass vor Jahren in Österreich schon mal verkauft wurde bis die EU Zulassung verlangt hat. 

Vorteil: es kann einfach eingestzt werden (ohne Verdampfer und so Zeug und ohne dass man Chemie braucht. ) und wirkt zuverlässig. Man kann es im Frühling, nach der Hoigernte, im Herbst und auch im Winter (statt der Oxalsäurebehandlung) verwenden. Damit hat man die Milben dann gut im Griff und es ist besser verträglich für die Bienen. 

Informiert euch gern mal über das Produkt. Generell ist es schon eine super Sache dass eine österreichische Firma das für ganz Europa hingekriegt hat... 

 

Zanderant
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Hatte noch vergessen  das mit dem Pest managmeent stimmt nicht -das HIveClean wurde nie damit verbunden  das empfiehlt nur die EU  - so wie in jedem Anfängerkurs den Leuten gesagt wird sie sollen Drohnenbrut schneiden...:-o. 

Noldi
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

@Zanderant: versteh mich nicht falsch. Ich finde es gut wenn Unternehmen Medis für die Bienen zugelassen bekommen. Es sollen noch viele Unternehmen Medis zulassen. Nur mit Wettbewerb können die Preise sinken (wobei man sagen muss, die Kosten für eine Zulassung sind eine bodenlose Frechheit) und je mehr Auswahl wir haben umso besser. Ich persönlich hätte gerne jemanden der Oxalsäuredihydratpulver zulässt und zwar reines Pulver, nicht gestreckt mit irgendwelchem Zeugs. Andere hätten gerne die Milchsäure wieder zugelassen. Andere wieder diese Maqs ähnlichen AS Sticks mit dem Trägermaterial, ich glaube es war Roggen - dürfte auch eine Öst. Firma gewesen sein.

Zanderant
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Kein problem - hatte es auch gelesen und dachte ich geb meinen Senf dazu weil ich das Produkt schon eingesetzt hab...wirklich gut und von einem Bekannten in der Slovakei weiss ich dass es dort und wohl in anderen Ländern schon sehr erfolgreich war. Bis vor kurzem konnte man es in England über Webshop kaufen!

Reinhard
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Nur der Vollständigkeit halber, das Mittel ist in Österreich NICHT zugelassen:

https://aspregister.basg.gv.at/aspregister/faces/aspregister.jspx?_afrLo...

 

"Biene" als Tierkategorie eingeben, rechts

Pfiati, Reinhard

 

Zanderant
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Ja klar - in der Pressemitteilung steht ja dass es ab 2017 in allen EU Ländern zugelassen ist - sollte Österreich dann noch bei der EU sein also auch bei uns.... :-o 

Reinhard
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Es ist seit Februar bei uns zugelassen

Pfiati, Reinhard

 

Bienen Sepp
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Wird seit Anfang August ausgeliefert und kostet €25,30.

 

Wer aus unserer Runde hat Erfahrung mit diesem Produkt bzw.

kann die Wirkung einschätzen.

 

Vielen Dank
Sepp

claudia1
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Im Arzneimittelspezialitätenregister ist leider noch keine Gebrauchsanweisung drinnen. Hat jemand eine? wenn möglich auf deutsch?

LG

Bienen Sepp
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Wundert mich auch wie es ohne Anwendungshinweise und Gefahrenhinweise eine Zulassung geben kann.

Auf der Seite der Biene Österreich gibt es ein Dokument zu diesem Mittel:

https://www.biene-oesterreich.at/varromed-weiteres-tierarzneimittel-zur-bekaempfung-der-varroamilbe-zugelassen+2500+1136938?env=Y2Q9NQ

 

Gruß Sepp

Sommerbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

 

Auszug:

"Es wird empfohlen, regelmäßig zu prüfen, ob die Königin da ist".

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

noahnesha
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

und wo bekommt man das mittel=?

Bienen Sepp
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Hallo

 

Ich habs direkt bei ver Fa. Beevital bestellt.

 

Ich hab bis dato meine Jungvölker mehrmals mit Bienenwohl behandelt und erst möglichst

spät / wenn überhaupt mit AS behandelt.

Mit dieser Art der Behandlung bewege ich mich mit Bienenwohl in einem Graubereich.

 

VarroMed ist für Blockbehandlungen im Spätsommer zugelassen.

 

In einem ersten Versuch hab ich einige Völker mit VarroMed und parallel dazu einige mit Bienenwohl behandelt.

Nach meiner Beobachtung sind die Mittel in ihrer Wirkung sehr ähnlich.

 

Gruß Sepp

Sommerbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

claudia1 schrieb:

Im Arzneimittelspezialitätenregister ist leider noch keine Gebrauchsanweisung drinnen.

 

Hat jemand eine? Wenn möglich auf deutsch?

 

Ja, habe ich.

 

Wer Interesse hat, bitte um Privatnachricht.

 

Grüße von der Sommerbiene.

FadirundIsso
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Varromed Blockbehandlung wäre interessant. Ich habe die ersten Wirtschaftsvölker mit Blockverdampfung behandelt, Ableger sowieso.

Zum austesten, lässt sich sehr gut in das in die Abläufe integrieren.

Da ich die Kisten zum Füttern sowieso öffnen muss, ist eine Träufelung denkbar. Bissl bedenken hab ich wegen der Mehrfachträufelung. 

lg, Thomas

Bienen Sepp
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

FadirundIsso schrieb:

 Bissl bedenken hab ich wegen der Mehrfachträufelung. 

 

Ich hab meine Ableger in den letzten Jahren mehrfach mit Bienenwohl behandelt.
Jedoch nie in der Menge, wie in der Anleitung vorgegeben.
Mitte August hab ich damit aufgehört und wenn notwendig eine AS Behandlung durchgeführt.
Von diesen Völkern hatte ich so gut wie keine Winterverluste zu beklagen.

 

Das VarroMed scheint dem alten Bienenwohl sehr ähnlich zu sein.
Ich werd meine Jungvölker aktuell 2-3x mit VarroMed behandeln
und in zwei Wochen entscheiden ob eine AS Behandlung von nöten ist.

 

Schöne Grüße Sepp

 

 

Sommerbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

 

Noch ein Satz aus dem Beipacktext, den ich insbesondere den verantwortungsbewussten Imkern unter Euch nicht vorenthalten möchte:

 

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt

 

sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.


 

Zwinkernd

Grüße von der Sommerbiene.

FadirundIsso
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Mein Tierarzt kennt sich gut bei meinen Hunden aus,

bei Bienen ist dass Wissen so gross wie meines im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm. Unschuldig

lg, Thomas

imker_neulichtenberg
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Ich habe heute beim Imkerkurs das Mittel VarroMed eingesetz. Das lässt sich sehr gut mit einsetzen bei der Frühjahrsnachschau:

Hier wird als ersters die Futter Reserve überprüft, dann das Brutnest in die Mitte gerückt und natürlich kontrolliert ob die Königin im Volk ist und auch Eier legt. Zum Schluss vor dem Schliessen des Volkes noch 15- 30 ml VarroMed je nach Volksstärke auf  die Bienen träufeln.

Die  Handhabung ist sehr einfach. Ich bin schon gespannt wieviele Milben fallen. 

LG Manfred 

Jager_15
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

imker_neulichtenberg schrieb:

Ich habe heute beim Imkerkurs das Mittel VarroMed eingesetz. Das lässt sich sehr gut mit einsetzen bei der Frühjahrsnachschau:

Hier wird als ersters die Futter Reserve überprüft, dann das Brutnest in die Mitte gerückt und natürlich kontrolliert ob die Königin im Volk ist und auch Eier legt. Zum Schluss vor dem Schliessen des Volkes noch 15- 30 ml VarroMed je nach Volksstärke auf  die Bienen träufeln.

Die  Handhabung ist sehr einfach. Ich bin schon gespannt wieviele Milben fallen. 

LG Manfred 

 

Halte uns bitte am Laufenden über deine Beobachtungen zum Varromed! 

 

Danke Manfred!

 

Lg

Reinhard
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Setzt du es generell ein, oder nur bei erhöhtem Varroabefall?

Pfiati, Reinhard

 

imker_neulichtenberg
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Ich setze das Mittel generell ein, als Kontrollbehandlung.  Der Natürliche Milbenfall ist meist nie aussagekräftig.

Fakt ist nach dem Oxalsäurepräparat liegen nach 24 Stunden alle Milben auf der Varroatasse die auf den Bienen sitzen und in weiterer Folge alle Milben die in den nächsten 7Tagen aus der Brut schlüpfen. Bei weniger als 10 Milben in 7 Tagen hat sich die Sache erledigt. Bei Mehr , entweder die Anwendung 2 x im Abstand von 7 Tagen wiederholen oder das Bienenvolk im Juni aus der Honigproduktion nehmen und Behandeln.

LG Manfred 

 

Reinhard
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

imker_neulichtenberg schrieb:

Ich setze das Mittel generell ein, als Kontrollbehandlung.  Der Natürliche Milbenfall ist meist nie aussagekräftig.

Fakt ist nach dem Oxalsäurepräparat liegen nach 24 Stunden alle Milben auf der Varroatasse die auf den Bienen sitzen und in weiterer Folge alle Milben die in den nächsten 7Tagen aus der Brut schlüpfen.

 

Wieso ist der natürliche Abfall nicht aussagekräftig? Siehst du keine Korrelation zwischen natürlichem Abfall und tasächlicher Belastung?

 

Und du sagst, dass das OS-Präparat in die Brut wirkt? Oder sprichst du hier von Varroxal im Speziellen? Da würde dann der AS-Anteil wirken - oder wie meinst du das?

Pfiati, Reinhard

 

imker_neulichtenberg
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Der natürliche Milbenfall ist immer so eine Sache. Fallen vielleicht 2 Milben pro Woche und friesst diese der Ohrenschliefer dann habe ich nichts auf der Varroatasse. 20 % der Milben sitzen auf den Bienen diese fallen nach 24 Stunden nach der Behandlung mit einem Oxalsäurepräparat das ist sicher eine größere Menge und leicht zu sehen. Laut Hersteller von VarroMed ist die Ameisensäure in diesem Produkt damit die Oxalsäure bis zu sieben Tagen wirksam ist.

Fazit: auch die Milben die wärend dieser sieben Tage schlüpfen werden durch die Oxalsäure getötet.

Nun in Zahlen: Sind in einem Bienenvolk 100 Milben fallen nach der Behandlung mit VarroMed in 24 Stunden 20% der Milben die auf den Bienen sitzen das sind 20 Milben. In den weiteren 7 Tagen fällt ein drittel von 80% der Milben die wärend des Brutzyklus schlüpfen. Also 1/3 von 80 für die 7 Tage =26  Milben . Zusammen gerechnet sind das Theoretisch 20 +26 Milben = 46 Milben oder 46% Wirkungsgrad . Das finde ich gut für 1 Minute Zeitaufwand pro Volk.   

In die gedeckelte Brut wirkt dieses Mittel nicht.

LG Manfred 

Bergbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

imker_neulichtenberg schrieb:

Der natürliche Milbenfall ist immer so eine Sache. Fallen vielleicht 2 Milben pro Woche und friesst diese der Ohrenschliefer dann habe ich nichts auf der Varroatasse. 20 % der Milben sitzen auf den Bienen diese fallen nach 24 Stunden nach der Behandlung mit einem Oxalsäurepräparat das ist sicher eine größere Menge und leicht zu sehen. Laut Hersteller von VarroMed ist die Ameisensäure in diesem Produkt damit die Oxalsäure bis zu sieben Tagen wirksam ist.

Fazit: auch die Milben die wärend dieser sieben Tage schlüpfen werden durch die Oxalsäure getötet.

Nun in Zahlen: Sind in einem Bienenvolk 100 Milben fallen nach der Behandlung mit VarroMed in 24 Stunden 20% der Milben die auf den Bienen sitzen das sind 20 Milben. In den weiteren 7 Tagen fällt ein drittel von 80% der Milben die wärend des Brutzyklus schlüpfen. Also 1/3 von 80 für die 7 Tage =26  Milben . Zusammen gerechnet sind das Theoretisch 20 +26 Milben = 46 Milben oder 46% Wirkungsgrad . Das finde ich gut für 1 Minute Zeitaufwand pro Volk.   

In die gedeckelte Brut wirkt dieses Mittel nicht.

LG Manfred 

Es ist meinere Meinung nach absolut unvernünftig, im Frühjahr auf organische Säuren zu verzichten. Gerade jetzt sollte man die Vermehrung dieser Plagegeister hemmen. Vielleicht findet sich ja eine Pharmafirma, die auch eine Zulassung für ameisensäure mit einer ehrlichen Wartezeit anstrebt. Aber das kostet viel Geld und zu verdienen ist wahrscheinlich nicht viel. Also ein Wunschtraum. Darum haben wir auch Antibiotika bei Nutztieren mit 0 Tagen Wartezeit und bei der natürlichen Ameisensäure wird getan als ob es Plutonium wäre. Aber jetzt gibt es Gott sei Dank Varromed.

beenocchio
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

imker_neulichtenberg schrieb:

Ich setze das Mittel generell ein, als Kontrollbehandlung.  Der Natürliche Milbenfall ist meist nie aussagekräftig.

Könntest Du den Begriff "Kontrollbehandlung" genauer erörtern?

Und was hat die Anwendung von Varromed im Frühjahr damit zu tun, dass Dir der natürliche Milbenfall aufgrund einiger Ohrwürmchen meistens oder gar nicht aussagekräftig erscheint?

Ciao,
Beenocchio

beenocchio
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Bergbiene schrieb:

... Es ist meinere Meinung nach absolut unvernünftig, im Frühjahr auf organische Säuren zu verzichten. ... Aber jetzt gibt es Gott sei Dank Varromed.

Bevor Du nach zwei Jahren imkern die bisherige Lehrmeinung verteufelst, probier es doch erst einmal. 

Ich denke, wer generell korrekt behandelt, spart sich im Frühjahr zusätzliche Säurebelastungen seiner Bienen.

Ciao,
Beenocchio

imker_neulichtenberg
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

beenocchio schrieb:

imker_neulichtenberg schrieb:

Ich setze das Mittel generell ein, als Kontrollbehandlung.  Der Natürliche Milbenfall ist meist nie aussagekräftig.

[/quote]

Könntest Du den Begriff "Kontrollbehandlung" genauer erörtern?

Und was hat die Anwendung von Varromed im Frühjahr damit zu tun, dass Dir der natürliche Milbenfall aufgrund einiger Ohrwürmchen meistens oder gar nicht aussagekräftig erscheint?

[

Könntest Du den Begriff "Kontrollbehandlung" genauer erörtern?

Und was hat die Anwendung von Varromed im Frühjahr damit zu tun, dass Dir der natürliche Milbenfall aufgrund einiger Ohrwürmchen meistens oder gar nicht aussagekräftig erscheint?

Wenn man davon ausgeht das 20 % der Milben auf den Bienen sitzen und 80% in der Brut. Behandelt man nun die  Bienen mit einem Oxalsäurepräparat fallen bis zu 96% aller Milben  die auf den Bienen sitzen und das in 24 Stunden .

Zählt man den natürlichen abfall so kann man ca. rechnen bei einer gefallenen Milbe sind ca. 150 Milben im Volk und das im Frühjahr. Also hat man mit dem Natürlichen Abfall der Milben  einen Wert von  0,6% . Mit einer Kontrollbehandlung einen 20% Wert an Milben. 

VarroMed ist im Frühjahr zugelassen darum nehme ich es.

LG Manfred 

beenocchio
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

imker_neulichtenberg schrieb:

Wenn man davon ausgeht das 20 % ... und 80% ... bis zu 96% ... 24 Stunden ... ca. 150 Milben ... einen Wert von  0,6% ... 20% ... 

VarroMed ist im Frühjahr zugelassen darum nehme ich es.

Du verstrickst Dich hier in nicht stringente Zahlenargumentationsversuche, die noch dazu bei einer korrekt angewendeten Restentmilbung im Dezember irrelevant erscheinen.

Ich glaube, Dein letzter Satz trifft genau den Punkt.


Würdest Du alles nehmen, Hauptsache es ist zugelassen?

Ciao,
Beenocchio

Bergbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

beenocchio schrieb:

Bergbiene schrieb:

... Es ist meinere Meinung nach absolut unvernünftig, im Frühjahr auf organische Säuren zu verzichten. ... Aber jetzt gibt es Gott sei Dank Varromed.

Bevor Du nach zwei Jahren imkern die bisherige Lehrmeinung verteufelst, probier es doch erst einmal. 

Ich denke, wer generell korrekt behandelt, spart sich im Frühjahr zusätzliche Säurebelastungen seiner Bienen.

Ich verteufle überhaupt keine Lehrmeinung, ich frage und lese und höre zu, dann frag ich  "warum", und "wieso", gebrauche mein Gehirn und mache mir meine Gedanken. Ich glaube auch, dass ich Varromed im Frühjahr nicht brauchen werde, aber ich habe bei sehr geringer herbstbelastung (Drohenbrutschneiden, Ablegerbildung, 1/2 Brutentnahme, 2x Amiesensäure über 5 Tage im Liebigdispenser) auf die Restentmilbung im Winter verzichtet, weil ich meine Bienenvölker bei Saukälte in Ruhe lasse und lassen werde, aber bevor ich Bienenvölker den Bach runter gehen lasse, werde ich Varromed vor Aufsetzen des Honigraumes verwenden.

beenocchio
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Bergbiene schrieb:

... gebrauche mein Gehirn und ... auf die Restentmilbung im Winter verzichtet, weil ... Saukälte ...

Auf die Restentmilbung zu verzichten, ist nicht sehr gescheit!

Naja, logisch, dass Du dann im Frühjahr vermehrt Milben hast. Viel Spaß beim weiteren Experimentieren ... leider auf Kosten der Bienen.

Ciao,
Beenocchio

imker_neulichtenberg
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

 

[/quote]

Du verstrickst Dich hier in nicht stringente Zahlenargumentationsversuche, die noch dazu bei einer korrekt angewendeten Restentmilbung im Dezember irrelevant erscheinen.

I

Noch einmal ganz einfach erklärt. Ich kontroliere wie viele Milben im Bienenvolk noch von der Restentmilbung übrig sind. 

Ob und wie jeder Imker das macht ist seine Sache. Das Ergebnis sieht man dann im Winter 2018/2019 an den Völkerverlusten.

Von dem Varromitteln nehme ich die zugelassen sind, die einfach zu handhaben sind und die Bienen wenig Schädigen.

LG Manfred 

Mario76
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

beenocchio schrieb:

imker_neulichtenberg schrieb:

Wenn man davon ausgeht das 20 % ... und 80% ... bis zu 96% ... 24 Stunden ... ca. 150 Milben ... einen Wert von  0,6% ... 20% ... 

VarroMed ist im Frühjahr zugelassen darum nehme ich es.

Du verstrickst Dich hier in nicht stringente Zahlenargumentationsversuche, die noch dazu bei einer korrekt angewendeten Restentmilbung im Dezember irrelevant erscheinen.

Ich glaube, Dein letzter Satz trifft genau den Punkt.


Würdest Du alles nehmen, Hauptsache es ist zugelassen?

Ich habe es schon einmal geschrieben. Wenn nie etwas Neues probiert werden darf, wird es keine neuen Mittel und auch keine Erfahrungen geben. Dies sollte man auch nicht vergessen.

Gruß
Mario

beenocchio
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

imker_neulichtenberg schrieb:

... Ich kontroliere wie viele Milben im Bienenvolk noch von der Restentmilbung übrig sind. 

Du kontrollierst die Milbenanzahl mittels natürlichen Milbenfall, den Du nicht für aussagekräftig hälst.

Da steht doch das Ergebnis schon vorher fest !?  Behandelt wird auf alle Fälle, sicher ist sicher, zugelassen ist es ja auch und zudem so lässig in der Anwendung.

Ciao,
Beenocchio

Reinhard
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Ich verstehe deinen gehässigen Ton nicht ganz, Beenocchio. Warum so angriffig?

Stell uns einmal DEINE Behandlungsweise genau vor!

Pfiati, Reinhard

 

beenocchio
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Mag sein, dass Manfred etwas abbekommen hat, was natürlich nicht gegen ihn gerichtet war, sondern vielmehr gegen eine gewisse Leichtfertigkeit auch in anderen Kommentaren, die ich für bedenklich halte. Wenn mein Ton gehässig war, bitte ich aufrichtig um Entschuldigung. Ich wollte und will hier niemanden treffen. 


Lieber Manfred, ich gehe davon aus, dass Du nicht aus Zucker bist und meinen forschen Gedankenaustausch nicht persönlich nimmst ;-)


Was ich nicht verstehe:

Wieso verzichtet man, wie Bergbiene auf die Restentmilbung im Winter? Die Lehrmeinung hält diese Behandlung doch für extrem wichtig. Erfolgreich Anwendende indirekt als unvernünftig abzustempeln, irritiert. 

Ich glaube, dass zudem das Argument der Kälte ein gewisses Maß an Unbehagen in mir verursachte, das sich durch forsche Formulierungen entladen haben dürfte ;-) 

Die Kälte bei der Behandlung schadet den Bienen nachweislich nicht.


Was mich wundert:

Dass eine zusätzliche Behandlung mit Säuren den Bienen anscheinend nichts macht. Der Imker ist doch bemüht die Biene so gut wie möglich zu betreuen und Behandlungen nur anzuwenden, wenn sie wirklich notwendig sind. 

Wie schaut es daher mit rein prophylaktischen Maßnahmen aus? Wären solche zusätlichen belastenden Behandlungen gerechtfertigt? Ich denke nein.


Weiters wundert es mich, dass etwaige Rückstände auf einmal kein Thema mehr sind und dass eine Wirkungsweise von 46% als erfolgreich verkauft wird.


Ich bin kein Verteidiger bestehender Dogmen, sondern erachte, wie Mario die Innovationskraft als notwendig und wertvoll, wenn dies vorsichtig, weitsichtig und im Interesse der Bienen passiert.


Meine Behandlungsweise ist einfach und kurz zu beschreiben:

Ich verwende keine AS, da ich die Königinnen im Sommer käfige und dann mit OS besprühe. Bei der Restentmilbung im Winter beträufle ich mit Oxuvar. Alle Völker durch den Winter gebracht, bis jetzt.

Ciao,
Beenocchio

Reinhard
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Danke für den konstruktiven Beitrag!

 

Er trifft ein wenig auch meine Verwunderung über das neue Mittel, das ja nichts anderes als eine Kombination aus bereits zugelassenen und vorhandenen Mitteln ist.

Mich verwundert daran, dass es in dieser Zusammensetzung plötzlich keine Wartezeiten bzw. Beschränkungen bezüglich Honigernte gibt und dass mehrfach behandelt werden darf, ohne dass eine Schädigung der Bienen zu erwarten ist.

 

Das unterstreicht und rehabilitiert die bisher illegale Anwendung mancher imker, die in Notfällen auch unter dem Jahr mit AS und/oder OS behandelt haben.

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

beenocchio schrieb:

Mag sein, dass Manfred etwas abbekommen hat, was natürlich nicht gegen ihn gerichtet war, sondern vielmehr gegen eine gewisse Leichtfertigkeit auch in anderen Kommentaren, die ich für bedenklich halte. Wenn mein Ton gehässig war, bitte ich aufrichtig um Entschuldigung. Ich wollte und will hier niemanden treffen. 

 

 

Verzeihung, wenn ich widerspreche. Ich kann in Deinen Worten keine Gehässigkeit entdecken, wohl aber Unmut was die Sache betrifft, nämlich nun auch im Frühjahr die Bienen mit Säuren zu belasten, hingegen die Winterbehandlung zu unterlassen. Ich halte diese Vorgehensweise ebenso für bedenklich.

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Reinhard schrieb:

Er trifft ein wenig auch meine Verwunderung über das neue Mittel, das ja nichts anderes als eine Kombination aus bereits zugelassenen und vorhandenen Mitteln ist.

Mich verwundert daran, dass es in dieser Zusammensetzung plötzlich keine Wartezeiten bzw. Beschränkungen bezüglich Honigernte gibt und dass mehrfach behandelt werden darf, ohne dass eine Schädigung der Bienen zu erwarten ist.

 

Völlig richtig! Das ganze ist mehr als verwunderlich! Und natürlich ist eine Schädigung der Bienen zu erwarten. Jede Säurebehandlung schädigt die Bienen.

 

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einen deutschen Imker, der in irgendeinem Blog oder Forum (wie schade, dass ich diesen Text nicht kopiert habe) offen zugab, dass er im Ernstfall den Honigraum abräumt, AS behandelt und danch wieder den Honigraum draufgibt).

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Auch ich war vor ein paar Jahren im skeptisch über die Mehrfachbehandlung mit der Oxalsäureträufelmethode.

Doch wie ich 2016 für die BA geschrieben habe, hatte ich einige Anrufe von Imkern die mit Bienenwohl öfters behandeln und gut über den Winter kommen , ich sagte ihnen wenn es funktioniert dann mach es weiter.

Das Problem ist im Winter beim beträufeln wenn die Bienen über einen längeren Zeitraum nicht ausfliegen können und man beträufelt noch ein zweites mal dann ist es einmal zu viel. Doch fliegen sie in der Zwischenzeit aus und können sich putzen und abkoten dann macht ihnen die Behandlung nichts. 

Im Frühling ist es natürlich warm und die Bienen fliegen aus, so können sie sich putzen und abkoten.

Ich mache die Behandlung mitte bis ende März dann lasse ich die Bienen wieder in Ruhe und bis zur Honigerte die ist bei mir mitte Juni ist auch noch gut zwei Monate Zeit. 

Das Mittel VarroMed hat wartezeit null Tage beim Honigraum aufsetzten, also ich gehe auf nummer sicher mit gut zwei Monaten.

Die Firma VarroMed hat für die Zulassung und die ganzen Studien und Untersuchungen an die €2 500 000,-investiert das ist doch ein Risiko wenn dieses Mittel nicht gekauft wird und die Imker selbst mischen wo das Kilo Oxalsäure € 10.- kostet. 

Darum bin ich froh das diese Firma die Oxalsäureanwendung genau untersucht, daher verwende ich es auch.

Bei dieser neuen Methode spare ich mir vermutlich das Drohnenbrutschneiden. 

LG Manfred 

Reinhard
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

imker_neulichtenberg schrieb:

 

Bei dieser neuen Methode spare ich mir vermutlich das Drohnenbrutschneiden. 

 

DAS ist für mich auch wirklich ein Argument, das für das Mittel spricht. So habe ich es auch das letztemal bei der Imkerversammlung besprochen.

Pfiati, Reinhard

 

Sommerbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

 

Ich spare mir auch das Drohnenbrutschneiden, habe dieses Mittel bisher jedoch nicht verwendet.

 

Grüße von der Sommerbiene.

BHei
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

gebe Dir völlig Recht, es geht nur mehr um den Buchstaben des Gesetzes und nicht um klare naturwissenschaftliche Tatsachen. Eine sehr bedenkliche Entwicklung. Denn entweder gibt es mit organischen Säuren im Frühjahr Rückstände im Honig, oder nicht. Es kann nicht sein, dass es bei einem Mittel (mit den selben Inhaltsstoffen) welche gibt, und beim anderen nicht.

 

Sehr, sehr bedenklich.

Ich habe beruflich mit wissenschaftlichen Artikeln zu tun. Wenn ich so widersprüchliche Ergebnisse hereinbekomme, schaue ich, dass man zumindest eine Plausibilitätsprüfung organisieren kann.

 

vG

Berthold

noahnesha
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Super sache :) vor dem aufsetzen noch einmal Behandeln April/im Mai um den Druck rauszunehmen ;)

oder nach dem ersten Schleudern gleich rein - und dann erst 1 Tag später wieder Honig raum drauf usw.

Das Mittel VarroMed hat wartezeit null Tage beim Honigraum aufsetzten ;) wie man das dann genau macht - bleibt jedem selber überlassen

Man liest von Sicherheitsbehandlungen einfach mal so - vorsichtshalber ;) oder zum test ob was fallt ......
Genauso wie manche 3x Bienenwohlträufeln 4x AS behandeln und und und

Man kann seine Bienen auch tot Pflegen - aber muss sowieso jeder selbst wissen

 

 

 

Bergbiene
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

beenocchio schrieb:

Bergbiene schrieb:

... gebrauche mein Gehirn und ... auf die Restentmilbung im Winter verzichtet, weil ... Saukälte ...

Auf die Restentmilbung zu verzichten, ist nicht sehr gescheit!

Naja, logisch, dass Du dann im Frühjahr vermehrt Milben hast. Viel Spaß beim weiteren Experimentieren ... leider auf Kosten der Bienen.

Ich experimentiere überhaupt nicht, ich versuche nur möglichst wenig und doch varroeffizient in den Organismus Bien einzugreifen. Als Experimentieern bezeichne ich, den Bien in seiner empfindlichsten Zeit aus seiner wohligen Winterruhe zu reißen, einer Eiseskälte auszusetzen und mit säure zu übergießen. Ich hab ein 10 cm Styropordach (das isoliert wirklich) und das gebe ich im Winter nicht mehr runter. Der Zustand meiner Bienenvölker hat mich Sonntags sehr glücklich gemacht aber das kann alles nur Anfängerglück sein.

beenocchio
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Re: Neues Bienen Medikament gegen die Varroa-Milbe aus Österreich

Bergbiene schrieb:

... varroeffizient in den Organismus Bien einzugreifen. Als Experimentieern bezeichne ich, den Bien in seiner empfindlichsten Zeit aus seiner wohligen Winterruhe zu reißen, einer Eiseskälte auszusetzen ...

Wenn ich Manfred richtig verstanden haben, behandelt er mit Varromed generell und somit prophylaktisch, aber nicht statt der Restentmilbung. Das sehe ich bereits kritisch.

Aber Du tauscht komplett eine Behandlung mit nahezu 100%iger Wirkung gegen eine Behandlung mit 46%igen Wirkungsgrad im Frühjahr und bezeichnest das als effizient. 

Dein Kälteargument dient Dir, nicht den Bienen. Siehe Forschungsergebnisse z.B. von Dr. Liebig oder Dr. Aumeier.

Wissenschaftliche Ergebnisse, die seit vielen Jahren in der Praxis erfolgreich angewendet werden, als Experimente zu bezeichnen, entspricht meiner Meinung nach einer Opfer-Täter-Umkehr.

Das heißt nicht, dass alles bisherige für immer und ewig in Stein gemeißelt ist, aber um bestimmte essentielle Erkenntnisse guten Gewissens zu revidieren, bedarf es neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, durch unterschiedliche Studien belegt, die an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeitpunkten dasselbe Ergebnis brachten.

Ciao,
Beenocchio