Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

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albert
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Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Ich halte seit heuer sämtliche Völker auf Jumborähmchen (2 x Zander flach) im Brutraum und Zander Flachrähmchen im Honigraum. Zusätzlich bin ich vollständig zu Natur-Wabenbau übergegangen. Die Völker sind eine Augenweide für sich. Etwas mehr Drohnen als bisher, aber dafür die ruhigsten Völker, die ich je hatte.

Sämtliche Rähmchen bekommen nur Anfangsstreifen aus Bio-Mittelwänden. Der Rest ist Arbeit der Bienen.

Bild: 
Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau
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Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

LG Albert

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Bienensepp
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hi,

Gartuliere - des schaut perfekt aus

direkt unter der Futterkappe und ungeteilte Brutflächen, das lieben die Königinnen.

Gibt es auch schon Erkenntnisse bezügl. weniger Schwarmneigung?

Grüße Sepp

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Servus Sepp,

Ich hatte heuer einen einzigen Schwarm. Kann aber noch nicht wirklich etwas über die Schwarmneigung an sich aussagen. Es ist ganz offensichtlich, dass die Völker viel harmonischer sind, als Völker, denen durch die Mittelwände mit Arbeiterinnenprägung vorgeschrieben wird, was sie zu tun haben. Ich bin sogar geneigt, zu sagen, dass die Drohnen sehr wohl auch Aufgaben im Stock übernehmen. Das Wärmen der Brut z.B. bilde ich mir ein, geht zum Teil auf die Kappe der Drohnen, welche auch ständig nachproduziert werden. Vom Ertrag her kann ich noch kaum etwas sagen, weil bei uns 1. kein Raps angebaut wurde und 2. die Robinie zum größten Teil erfroren ist. Die Bienen trugen trotzdem nicht wenig ein. Die erste Schleuderung fiel mit 15 Kilo Völkerschnitt akzeptabel aus. Linde tragen sie gerade sehr viel ein.

LG Albert

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Reinhard
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Kannst etwas sagen über einen möglichen bevorzugten Brutort der Drohnenzellen? Gibt es da bestimmte beliebte Flächen?

Pfiati, Reinhard

 

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Diese bevorzugten Stellen gibt es nicht wirklich. Bei der 2. Wabe siehst du die Drohnenflächen mitten drinnen. Bei der 3. ganz am Schluss. Die erste Wabe ist reine Arbeiterinnenfläche. Auch bei der Wabenanordnung ist es in den Völkern unterschiedlich. Da konnte ich noch keine Gesetzmäßigkeit erkennen.

LG Albert

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Reinhard
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Interessant!

Und kannst du einen Wabenbau nach Housel feststellen oder ist das durch die Vorgabe der Anfangsstreifen nicht möglich?

Für die, die nicht wissen, was ich meine, gibts hier eine Info:

http://www.resistentebienen.lapalmamiel.com/ordnung.htm

Pfiati, Reinhard

 

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Ganz ehrlich: Das ist Quatsch. Die Bienen auf der einen Wabe müssten genau wissen, wie die Bienen auf der anderen Wabe bauen. Einfach nur wieder eine Theorie, über die ein paar Wochen diskutiert wird und dann wieder in der Versenkung verschwindet. Bei reinem Wildbau wurde diese Theorie auch bereits mehrfach widerlegt.

LG Albert

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Günther
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert,

ich habe auch so gut wie alle Völker auf Naturbau, seit Jahren.

Aber:

Ich habe das Problem, das sie einfach nicht fertig werden, eine ganze Zarge bis zum Herbst auszubauen. Das gilt natürlich nicht für Schwärme, die schaffen das.

Aber Ableger müssen schon richtig stark gebildet werden, das das klappt. Darum bin ich dazu über gegangen, ab Anfang Juli nur noch MW zum erweitern zu geben, einfach aus dem Grund, das sie diese viel schneller ausbauen.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben fast alle Völker 6 Waben Naturbau Zander 1,5 ausgebaut. Und im nächsten Frühjahr wird ohnehin normalerweise auf 7 oder 8 Waben eingeengt.

Ich habe bis jetzt meine Völker als KS oder Ableger aus 1 BW plus zugefegte Bienen gebildet, das werde ich nächstes Jahr etwas verstärken.

Was ich auch bestätigen kann ist die Harmonie. Nicht aber die Schwarmträgheit, die ist meiner Meinung nach Genetig. Da ich fast nur standbegattete Kö habe, schwärmen meine schon recht gern, was mich aber nicht weiter stört, ist es doch ein wichtiger Faktor beim Vermehren.

Allerdings nehme ich die Schwärme vorweg.

Mich würde jetzt Deine Erfahrung mit der Einwinterungsstärke interessieren, oder , da es ja Dein erstes Jahr zu sein scheint, wie stark sie jetzt sind bzw. wie stark sie gebildet wurden.

Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
Marcus Aurelius

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Servus Günther,

Ich habe mir im Frühjahr Völker aus einem Biobetrieb gekauft, welche auf Einheitsmaß (1Zarge) saßen. Ich habe Jumbo untergesetzt und war erstaunt, wie rasch unten ausgebaut wurde. Allerdings nur ca. zur Hälfte bis 2/3. Dann habe ich eine Zander Flachzarge dazwischen gesetzt. Bei der ersten Ernte hab' ich die EM-Zarge entfernt und durch ZA-Flach ersetzt. Somit sitzen die Völker jetzt auf Jumbo + 2x ZA-Flach. Sämtliche Flachzargen sind komplett ausgebaut. Die Jumbos sind in der Mitte fast bis ganz komplett ausgebaut. Zum Rand hin bis zu 2/3. Was komplett fehlt ist der Wildbau unter den Rähmchen, was ich aber sehr angenehm finde.

Ich habe von allen Völkern verdeckelte Brutwaben weggehängt, womit ich Ableger gebildet habe. Diese sitzen jetzt auf (ca.) 2/3 ausgebauten Jumbos. 2 allerdings auf einer Flachzarge.

Meine weitere Vorgehensweise wird sein, dass ich die Muttervölker auf Jumbos abkehre, wobei ich nur eine FZ-Mittelwand in die Jumbo-Rähmchen löten werde. Mit den verdeckelten Brutwaben werde ich die Ableger verstärken und in weiterer Folge ebenfalls abkehren.

LG Albert

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Günther
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

albert schrieb:

Was komplett fehlt ist der Wildbau unter den Rähmchen, was ich aber sehr angenehm finde.

Ich habe von allen Völkern verdeckelte Brutwaben weggehängt, womit ich Ableger gebildet habe. Diese sitzen jetzt auf (ca.) 2/3 ausgebauten Jumbos. 2 allerdings auf einer Flachzarge.

Meine weitere Vorgehensweise wird sein, dass ich die Muttervölker auf Jumbos abkehre, wobei ich nur eine FZ-Mittelwand in die Jumbo-Rähmchen löten werde. Mit den verdeckelten Brutwaben werde ich die Ableger verstärken und in weiterer Folge ebenfalls abkehren.

[/quote]

[quote=albert]

Was komplett fehlt ist der Wildbau unter den Rähmchen, was ich aber sehr angenehm finde.

Ich habe von allen Völkern verdeckelte Brutwaben weggehängt, womit ich Ableger gebildet habe. Diese sitzen jetzt auf (ca.) 2/3 ausgebauten Jumbos. 2 allerdings auf einer Flachzarge.

Meine weitere Vorgehensweise wird sein, dass ich die Muttervölker auf Jumbos abkehre, wobei ich nur eine FZ-Mittelwand in die Jumbo-Rähmchen löten werde. Mit den verdeckelten Brutwaben werde ich die Ableger verstärken und in weiterer Folge ebenfalls abkehren.

Hallo Albert,

es überrascht mich, das es klappt, Naturbau mit MW Völkern zu erstellen. Man lernt nie aus.

Hast Du auch im HR ausschließlich NB? Ich hab dort nur zum Teil, aus dem Grund, das die ohnehin schwache Ernte hier bei uns sehr darunter gelitten hat. Seit dem gebe ich in die erste Halbzarge ausschließlich ausgebaute, in die nächste dann zur Hälfte MW und AST.

Was den Wirrbau unter den Rähmchen angeht, den gibt es bei Naturbau nicht, zumindest hatte ich das noch nie.

Habe ich das richtig verstanden, das Du heuer noch die im Frühjar gebildeten Naturbauvölker abkehren wirst? Ich hab das um diese Zeit zwar auch schon mal gemacht, aber für Naturbau braucht es da schon richtig viel Bienenmasse, das die Einwinterungsstärke erreichen.

 

Und die Ableger auch noch mal abkehren, auch heuer? Wird aber sehr spät im Jahr werden.

Allerdings sehr interessant, bitte halt uns auf dem Laufenden.

Hast Du vor, im Frühjar mit Schied zu arbeiten? Wenn ja, kann ich Dir sehr die Broschüre von Reiner Schwarz empfehlen.

Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.
Marcus Aurelius

Schleifer
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo!

 

Ich hab ebenfalls Zander 1,5 und auch teilweise Naturbau. Bei mir dürfen alle Schwärme Naturbau bauen.

Aber, ich habe festgestellt, dass ca. ab der 5-6 Wabe die Bienen anfangen den Honigkranz oben weiter auszuziehen und so dann die rstlichen Rähmchen ineinander verbaut werden. Bei diesen ist dann ein Rähmchen ziehen unmöglich.

Ich bin nun dazu übergegangen, wenn ich einen Schwarm einlogiere, setze ich das Schied(nicht bienendicht, die Bienen können rund um das Schied spazieren) mittig ein und sie entscheiden dann für eine Seite. Somit können sie anfangs nur 5-6 Waben bauen. Nach ca. 2-3 Wochen erweitere ich dann mit Mittelwänden.

So bin ich bis ziemlich gut gefahren, wobei ich da sicher noch etwas Verbesserungspotential sehe.

Im Honigraum habe ich nur 1/2 Zander mit Mittelwänden. Teilweise lasse ich sie auch Naturbau erstellen, aber wirklich nur sporadisch.

Naturbau im HR hat mich bis jetzt nicht überzeugen können!

 

Grüße

Schleifer

Schleifer
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Ich habe gerade gesehen, das du senkrecht drahtest. Ist das Absicht?

Bei waagerechter Drahtung funktioniert der Naturbau auch perfekt. Der Draht stört die Bienen nicht im geringsten.

Von wo beziehst du deine Rähmchen?

Taichi
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo,

mich würde auch interessieren wo du deine Rähmchen her bekommst oder machst du sie selber ?!?

Schließlich hast du ja ein Zubehör-Geschäft.

Herzlichst

Gerald

Borg dir Probleme, wenn es dich danach drängt; aber leihe sie nicht deinen Mitmenschen.
Joseph Rudyard Kipling

Schleifer
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert, ich sehe dass du wieder öfter im Forum unterwegs bist.

Kannst du mir auf meine Fragen und bzw. Erfahrungen (siehe Beiträge vom güntherb und mir) Antwort geben?

 

Danke

Schleifer

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Schleifer,

 

Ich habe die Fragen leider durch meine längere Forenabwesenheit übersehen.

Also ich habe überall nur Naturbau BR und HR. Wir haben bei uns Trachten, die das Ausbauen der Waben wesentlich erleichtern. Die Völker, die ich auf Jumbo Naturbau gesetzt habe, werde ich am Ende der Saison nicht mehr abkehren. Da ich keine Mittelwände mehr verwende, werden die Völker nicht mehr ausreichend Naturbau errichten. Darum habe ich eine andere Strategie entwickelt. Ende Mai / Anfang Juni mache ich aus den verdeckelten Brutwaben Brutscheunen und ergänze die Muttervölker mit Rähmchen mit Anfangsstreifen. Somit habe ich eine perfekte Bauerneuerung und eine tadellose Schwarmvorwegnahme.

 

Die Jumborähmchen werde ich wahrscheinlich zukünftig im Geschäft führen. Senkrechte Drahtung ist mir sympatischer. Ich glaube, die Waben halten stabiler in den Rähmchen. Bei senkrechter Drahtung wird der Draht tadellos in das Wabenwerk integriert.

 

Meine genaue Betriebsweise ist in den Infoblocks der Zeitschrift Bienen Aktuell Monat für Monat genau beschrieben, mit sämtlichen Überlegungen, die ich dazu angestellt habe.

LG Albert

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Schleifer
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Danke!

 

lg

Schleifer

Franz1
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert,habe Deinen Bericht in der Bienenaktuell gelesen,wie funktioniert beim Naturbau die Varroabekämpfung,da kann man ja keine Drohnenbrut ausschneiden,machst Du es nur über die Brutentnahme im Juni. Brutscheune ohne Bienen funktioniert sicher nur wenn Wetter mitspielt oder?

Funktioniert Naturwabenbau nur mit Jumborähmchen? Habe derzeit alles auf EHM.

lg Franz

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Franz,

 

Die Varroabekämpfung beim Naturbau geschieht wie bei jeder anderen Betriebsweise. Statt Drohnenbrut-Schneiden nehme ich allerdings Ende Mai / Anfang Juni die komplette verdeckelte Brut heraus und mache Brutscheunen (Sammelbrutableger) damit.

 

Brutscheune ohne Bienen funktioniert zu dieser Zeit wetterunabhängig, weil innerhalb kürzester Zeit unheimlich viele Bienen schlüpfen. Nach 3 Tagen konnte ich keinen Unterschied mehr erkennen, ob es sich um ein Muttervolk oder eine Brutscheune handelt, wenn man von oben auf die Waben schaut. In beiden Fällen waren die Wabengassen schön besetzt.

 

Naturwabenbau ist unabhängig vom Rähmchenmaß.

LG Albert

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Manfred
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

albert schrieb:

Hallo Franz,

 

Die Varroabekämpfung beim Naturbau geschieht wie bei jeder anderen Betriebsweise. Statt Drohnenbrut-Schneiden nehme ich allerdings Ende Mai / Anfang Juni die komplette verdeckelte Brut heraus und mache Brutscheunen (Sammelbrutableger) damit.

 

Brutscheune ohne Bienen funktioniert zu dieser Zeit wetterunabhängig, weil innerhalb kürzester Zeit unheimlich viele Bienen schlüpfen. Nach 3 Tagen konnte ich keinen Unterschied mehr erkennen, ob es sich um ein Muttervolk oder eine Brutscheune handelt, wenn man von oben auf die Waben schaut. In beiden Fällen waren die Wabengassen schön besetzt.

 

Naturwabenbau ist unabhängig vom Rähmchenmaß.

[/quote]

 

[quote=albert]

Naturwabenbau ist unabhängig vom Rähmchenmaß.

 

Die Wabenhöhe ist schon ein entscheidendes Kriterium. Bei schichtweisem Aufbau des Brutbereichs tritt der falsche Bodeneffekt in Erscheinung. Für durchgängig funktionellen Bau brauchen die Bienen freie Bahn nach unten.

 

Herzliche Grüße Manfred

Astacus
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

@Albert,

da ich mit Zander Flachzarge imkere, habe ich die Frage, ob die 10 Jumborähmchen fürs Brutnest reichen, denn bei mir benötigen die Bienen fürs Brutnest 3 Zanderflach-Zargen. Das Brutnest ist jedenfalls auf den Fotos beeindruckend, sodaß ein Versuch überlegenswert wäre.

Gruß

Hans Peter

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Manfred schrieb:
Die Wabenhöhe ist schon ein entscheidendes Kriterium. Bei schichtweisem Aufbau des Brutbereichs tritt der falsche Bodeneffekt in Erscheinung. Für durchgängig funktionellen Bau brauchen die Bienen freie Bahn nach unten.[/quote]

 

Trotzdem kann ich mit jedem Wabenmaß Naturbau errichten lassen. Das Ergebnis mag vielleicht nicht immer gleich sein, aber gehen würde es.

 

[quote=Astacus]da ich mit Zander Flachzarge imkere, habe ich die Frage, ob die 10 Jumborähmchen fürs Brutnest reichen, denn bei mir benötigen die Bienen fürs Brutnest 3 Zanderflach-Zargen. Das Brutnest ist jedenfalls auf den Fotos beeindruckend, sodaß ein Versuch überlegenswert wäre.

 

Die erste Flachzarge wird z.T. noch ins Brutnest mit einbezogen. Die Hauptsache spielt sich aber auf Jumbo ab. Die Königin ist eher selten oben zu finden.

LG Albert

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Manfred
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Grüß Euch,

 

Im Brutbereich stoppt der Bau ca. 2 cm über dem Unterträger. :

http://www.bienenaktuell.com/sites/bienenaktuell.com/files/imagecache/no...

http://ruche-warre.levillage.org/Gatineau-deux-opti.jpg

 

Bei geteiltem Brutnest auf flacheren Rähmchen ergibt sich

   2 cm freigehaltener Raum

   1 cm Rähmchenholz

0.8 cm Abstand

   1 cm Rähmchenholz

4.8 cm für funktionellen Bau ungeeigneter Raum zwischen den Zargen.

 

Ein ungeteiltes Brutnest kann schon was.

Die Tendenz hochzubrüten ist deutlich geringer als vergleichsweise im Flachzargenbetrieb.

 

Herzliche Grüße Manfred

honigdieb
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert

Benützt du eine Bausperre?

Kann man noch heuer damit rechnen das man die Jumborähmchen in deinem Shop bekommt?

 

Danke Günter

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Servus Günter,

 

Ich werde sie ab heuer im Shop führen. Wenn du Jumborähmchen hast und Naturbau errichten lässt, brauchst du keine Bausperre. Manfred hat das sehr treffend beschrieben. Die Bienen bauen nicht so weit hinunter.

LG Albert

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honigdieb
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hi Albert

Ich möchte nicht deinen Monatsanweisungen vorweggreifen, auf die ich mich schon richtig freue.(ehrlich)

Aber ich finde diese Betriebsweise für mich sehr ansprechend und frage deshalb trotzdem.

Überwinterst du nur auf Jumbo oder setzt du eine Futterzarge auf.

Wenn du im Juni die komplette Brut entfernst fehlt dir ja eine Generation wie stark wirkt sich das auf den Honigertrag

(der für mich nicht primär wichtig ist) aus?

 

Vielen Dank

Günter

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Servus Günter.

 

Ich überwintere nur auf Jumbo.

 

Die Schwächung ist nicht so dramatisch. Es handelt sich ja nur um 3 bis 4 voll verdeckelte Brutwaben. Mach einmal Ableger, und du wirst erkennen, dass du den Muttervölkern mitunter genau so viel Brut wegnimmst.

LG Albert

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TARA
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert, bitte sei so nett, und teile mir mit, wo ich die Zeitschrift Bienen aktuell abonnieren kann.Ich würde gerne Deine  Arbeitsweise mitverfolgen.Lb Grüße Max

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Ganz einfach Max. Du befindest dich auf der richtigen Seite, denn das ist das Forum der Zeitschrift Bienen Aktuell.

http://www.bienenaktuell.com/abo-bestellung-bienen-aktuell

LG Albert

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TARA
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Danke Albert, habe gleich abonniert. LG Max

Paul
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo AlbertSchön dich wieder als Monatsberater lesen zu können.1.Was ein paar Männer so alles bewirken können(sagt meine Schwiegermutter auch immer ).2.Wie kommst du zu deinen jungen Königinnen-Bei deiner jetzigen Betriebsweise-Und Drittens wie du geschrieben hast nicht erst wenn der Schwarmm da ist sich um eine Beute umschauen-Welchen Boden verwendest du?  (Ich muß erst meine Produktion umstellen und das braucht)L G Paul  Heute mit leichten Schneefall

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Servus Paul,

Zu jungen Königinnen komme ich, indem ich in die Brutscheune Weiselzellen hänge.

Ich habe hohe Böden. Ein Teil mit Gitter, ein Teil ohne.

LG Albert

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Paul
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Danke Albert L G Paul

AntonG.
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

albert schrieb:

Servus Günther,

Ich habe mir im Frühjahr Völker aus einem Biobetrieb gekauft, welche auf Einheitsmaß (1Zarge) saßen. Ich habe Jumbo untergesetzt und war erstaunt, wie rasch unten ausgebaut wurde. Allerdings nur ca. zur Hälfte bis 2/3. Dann habe ich eine Zander Flachzarge dazwischen gesetzt. Bei der ersten Ernte hab' ich die EM-Zarge entfernt und durch ZA-Flach ersetzt. Somit sitzen die Völker jetzt auf Jumbo + 2x ZA-Flach. Sämtliche Flachzargen sind komplett ausgebaut. Die Jumbos sind in der Mitte fast bis ganz komplett ausgebaut. Zum Rand hin bis zu 2/3. Was komplett fehlt ist der Wildbau unter den Rähmchen, was ich aber sehr angenehm finde.

Ich habe von allen Völkern verdeckelte Brutwaben weggehängt, womit ich Ableger gebildet habe. Diese sitzen jetzt auf (ca.) 2/3 ausgebauten Jumbos. 2 allerdings auf einer Flachzarge.

Meine weitere Vorgehensweise wird sein, dass ich die Muttervölker auf Jumbos abkehre, wobei ich nur eine FZ-Mittelwand in die Jumbo-Rähmchen löten werde. Mit den verdeckelten Brutwaben werde ich die Ableger verstärken und in weiterer Folge ebenfalls abkehren.

[/quote]

[quote=albert]

 Was komplett fehlt ist der Wildbau unter den Rähmchen, was ich aber sehr angenehm finde.

Guten Abend und Hallo

Hat der fehlende Wildbau mit dem Bodengitter zu tun, oder woran liegt es?

Liebe Grüße vom Toni

AntonG.
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

albert schrieb:

Servus Paul,

Zu jungen Königinnen komme ich, indem ich in die Brutscheune Weiselzellen hänge.

Ich habe hohe Böden. Ein Teil mit Gitter, ein Teil ohne.

[/quote]

[quote=albert]

Servus Paul,

Zu jungen Königinnen komme ich, indem ich in die Brutscheune Weiselzellen hänge.

Ich habe hohe Böden. Ein Teil mit Gitter, ein Teil ohne.

Hallo nochmal

Welche Böden haben sich in der Praxis bis jetzt besser bewaehrt bei Ihnen Albert, die mit Belüftung oder die ohne?

Liebe Grüße vom Toni

lalibela
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Schön, was es alles wieder gibt, vor Jahren hätte es im Anfängerkurs noch geheißen: Wahnsinn- Varroenzucht...

lg

dietmar

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Reinhard
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

lalibela schrieb:

Schön, was es alles wieder gibt, vor Jahren hätte es im Anfängerkurs noch geheißen: Wahnsinn- Varroenzucht...

Aha, woher kommt diese Ansicht?

Pfiati, Reinhard

 

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

AntonG. schrieb:
Hat der fehlende Wildbau mit dem Bodengitter zu tun, oder woran liegt es?

 

Der Königin ist der Brutraum offensichtlich groß genug.

Ich habe überhaupt keinen Unterschied zwischen Böden mit oder ohne Boden-Lüftungsgitter gefunden.

LG Albert

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Paul
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert
Habe gestern die neue Ausgabe am Abend um 0,10 bekommen und gleich durchgelessen(dafür bin ich heute erst um 7 Uhr aufgestanden).
Ich hätte gleich einige Fragen-wenn ich darf.
Da ich schon Langstroth gehabt habe muß ich nur auf Halbzarge (168mm)
umbauen-Ist die Jumbo mit 294mm groß genug fürs Brutnest?
Das Rähmchen wäre dann 265 x 428 mm ( innen ).
Und eine Ganz andere-sammels du auch Pollen -wenn dann innen oder außen?
Danke und L G Paul

Franz1
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert,
habe einen Versuch mit 3 Völkern gestartet,habe mir Jumbo gebaut und je ein Volk im EHM aufgesetzt.

Rahmerl mit Wabenfläche 35/35cm hab ich mit 3cm breiten Anfangsstreifen versehen.

Bei Kontrolle heut hab ich gesehn das die Bienen nach den 3cm auf Drohnenbau umgestiegen sind,ca 10cm. Soll ich die Bienen machen lassen oder bringt es was wenn ich die Königin vorübergehend unter Absperrgitter auf die Jubos sperre,damit sie gezwungen werden Arbeiterinnenzellen zu bauen?

LG Franz

Norbee
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Paul!

Eine 10´er Langstroth 294mm hoch, reicht vollkommen aus. Ich hatte bisher kein Volk das den Kasten annähernd mit Brut voll gemacht hat. Die nennt sich dann übrigens 10´er Dadant mit den Dadant mod. Rähmchen, die auch in der 12´er Adambeute üblich sind.

Gruß
Norbert

Paul
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Dank Norbee !
L G Pauilhtml />

bine1
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo!

Das Thema klingt sehr interessant.

 Wie erfolgt die Umstellung von EHM auf Jumborähmchen (EHM)- ist es dazu heuer schon zu spät?

Wie hoch sollen diese Rähmchen sein (EHM)?

Danke.

 

 

Franz1
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo bine1!Also ich habe mir Rahmerl gebaut mit einer Wabenfläche von 35 / 35 cm. Hab mir Halbzargen gebaut,der Brutraum besteht nun aus einer EHM-Zarge plus der Halbzarge. Ist ja auch mein erster Versuch,da wollte ich es so kostengünstig wie möglich halten.Heuer geht das sicher noch, optimal mit einen Schwarm ( Natur oder Kunstschwarm) besetzen, da wollen die Bienen ja bauen.Lg Franz

lalibela
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

meine jumbos haben die Breite der Breitwabe und die Höhhe von 2 flachzargen, wie ich sie für den Honigraum verwende,. Basta, keine Millimeterangaben, passen muss es , selber ausprobieren.

Mein Grund zur Umstellung schon vor Jahren war einfach meine Weigerung, das Brutnest zum Beträufeln im Winter zu zerreißen. aber natürlich,  sieht es toll aus, so eine große Wabenfläche. Wobei mit ganzen Mittelwänden bis unten gebaut und gebrütet wird,  im Naturwabenbau mit Anfangsstreifen nicht immer. Aber sie werden schon wissen warum. solange sie mir zum ausgleich nicht nach oben in den HOnigraum bauen, solls mir recht sein. ansonsten auch kein Prooblem.

lg

dietmar

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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo,

 

ich bin hier neu und interessiere mich für die Jumborähmchen.

Ich wäre auch an einer sehr naturnahen Haltung interessiert.

Ich hätte gerne gewußt, wie die Anfangstreifen befestigt werden, sollen in dem Rahmen auch Drähte sein?

Wie soll der Honigraum sein - mit MW, mit Anfangstreifen oder ...

Kann das Rähmchen auch nur 3 Seiten haben oder ist das zu instabil?

Gibt es auch Jumborähmchen über 3 Flachzargen oder ist das nicht notwendig? Was passiert im Frühjahr, wenn kein Platz mehr ist - Flachzarge drauf zum Brüten?

 

LG

Sabine

albert
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo,

Die Rähmchen gehören natürlich gedrahtet. Anfangsstreifen einlöten. Über 3 Zargen macht das Jumborähmchen keinen Sinn, weil sich das Brutnest in den 34cm hohen Jumbos ausgeht. Im Frühjahr werden ganz normal Flachzargen aufgesetzt. Ein kleiner Tipp: Auf ibas.at findest du meine Zeitungsartikel, in denen ich diese Betriebsweise genau beschrieben habe.

LG Albert

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Astacus
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Muß jetzt auch meinen Senf dazu geben. Der Anfangstreifen gehört noch mit Wachs an das Rähmchen angeklebt bzw. der Draht mit den Wabenspanner gezackt. Heuer habe ich auch den Versuch des Jumborähmchens gestartet und mir ist bei der Hitze der Anfangstreifen mit samt beginnenden Wabenbau runter gerutscht. So ein Naturwabenbau ist ziemlich beeindruckend.

 

Gruß

Hans Peter

 

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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Ich hätte gerne gewusst, wie groß denn die Jumborähmchen sind?

2x Flachzarge + Abstand dazwischen - sind so ungefähr 33 cm? Bitte um Info. Kann man auch waagrecht drahten - vermindert das hinunterrutschen oder ist senkrecht besser? Wie breit sollen die Anfangstreifen sein?

Eine Frage die mir noch nicht beantwortet wurde - was ist im Honigraum - MW oder Naturwaben

Eine weitere Frage - wenn der Platz zum brüten zu klein wird steigt die Königin auf die Flachzarge darüber oder eher nicht? - oder reicht der Platz immer aus?

Ich weiß sehr viele Fragen aber das Thema ist sehr interessant.

LG

Sabine

wildbiene
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert,

 

ich habe meine Bienen auf 2 Flachzargen ( überwintert, wobei die untere fast leer ist, die obere gut besetzt. (waren Kehrschwärme vom Juli,auf Bio-Mittelwänden, aber groß genug zum überwintern).

Ich hätte gerne auf Jumbo mit Naturwabenbau umgestellt, darf ich Jumbo statt der 2. Flachzarge untersetzen -
(normalerweise wird - hab ich gelesen -  der Brutraum nach unten gedrückt und die Bienen brüten dann weiter rauf) -  bzw. wann ist der beste Zeitpunkt?

Wie breit soll der eingelötete Anfangstreifen sein?  Bitte um Info

Noch eine ganz andere Frage: ich bekomme heuer noch Kehrschwärme, möchte die gleich in eine Jumbo einquartieren. Wie viele Leerrahmen mit Anfangstreifen soll man am Anfang geben? Soll auf einer z.B. eine Flachzargen-MW eingelötet sein? Soll ich mit Trennschied am Anfang arbeiten und ein wenig einengen?

Sabine

 

wildbiene
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo Albert,

ich habe gelesen, dass man die Jumbo mit Anfangstreifen beim Erweitern ganz einfach untersetzen kann, statt nach oben mit Flachzarge zu erweitern.

Möchte meine gerne von Flachzarge auf Jumbo umstellen, genau aus den selben Aspekten, die ich bei Ihnen gelesen habe. Ich glaube auch das das viel harmonischer und einfacher ist.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Untersetzen bzw. kann man das jetzt auch noch machen oder soll ich bis zum nächsten Frühjahr warten.

Bitte um Info.

LG

Sabine

 

Franz1
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Re: Ungeteiltes Brutnest (Jumborähmchen) und Natur-Wabenbau

Hallo an alle!

Ich hätte eine Frage an alle die Ihre Bienen auf Naturwabenbau (Jumborähmchen) halten, wie ist es Euch in diesem Winter ergangen,habt Ihr Völkerausfälle,hat jemand einen Vergleich Mittelwandvölker , Naturbauvölker,

wie haben Eure Völker den Varroaangriff überstanden?

Wie schauen Eure nächsten Schritte zur Varroa bekämpfung aus,damit die Völker gut bis zum Sommer kommen.

Brutentnahme Ende Mai Anfang Juni?

Ich möchte einen totale Brutentnahme machen,wann ist ungefähr der letzte Zeitpunkt um eine totale Wabenerneuerung mit Anfangsstreifen durchzuführen?

Lg Franz